Internet Publikation für Allgemeine und Integrative Psychotherapie
    Abteilung Politische Psychologie, Bereich Finanzen -   Präambel *  Sprache *
    IP-GIPT DAS=30.05.2009 Internet-Erstausgabe, letzte Änderung 1.6.9
    Impressum: Diplom-Psychologe Dr. phil. Rudolf Sponsel  Stubenlohstr. 20   D-91052 Erlangen
    Mail:_sekretariat@sgipt.org_Zitierung & Copyright

    Anfang_Schuldenporträt Angela Merkel _Service_ Überblick_ Relativ Aktuelles_Rel. Beständiges Titelblatt_ Konzept_ Archiv_ Region _Wichtiger Hinweis zu Links und Empfehlungen *

    Willkommen in unserer Internet-Publikation für Allgemeine und Integrative Psychotherapie, Abteilung Politische Psychologie, Bereich Finanzen, und hier speziell hier zum Thema:

    Das Schulden-Porträt der Bundeskanzlerin
    Angela Merkel
    »Eigentlich gewinnt immer der, der sich nicht an die Spielregeln hält.« [Q]


    [Bild: Aleph, W]

    von Rudolf Sponsel, Erlangen  (ohne Gewähr)
    Politischer Standort: Die "Weißen".

    * Politbiographie * Finanzpolitik, Zusammenfassung *  Schulden- & BIB Tabelle * Ergebnis * Kommentar * Anregung * Merkel-Links *

    Schuldenuhr zur aktuellen Verschuldung.
    Bundes-Ländervergleich * Deutsches Reich * Weimar *  Drittes Reich Bundesbankpräsidenten und Kanzler im Vergleich * Übersicht Schulden-Porträts * Das Drama begann bereits 1957 mit Adenauer ...
    Schulden-Wachstumstabelle * Japan *  USA 1791-2008 *  Querverweise *
    _Was bedeutet Staatsverschuldung ganz praktisch? * Strukturelle Therapie, Kognitive Therapie *
     * Tilgung und tilgen * Schuldenbremse * Neuverschuldung * Was zum Teufel heißt eigentlich "Sparkurs"?
    Die politische Krankheit der Schuldentollwut. Erklärung und Heilung.

    Politbiographische Daten: [Homepage Bundeskanzlerin] > Merkel-Links.

    Tabellarischer Lebenslauf nach der Homepage (abgerufen 25.12.8):

    • Geboren am 17. Juli 1954 in Hamburg; evangelisch; verheiratet
    • 1973  Abitur in Templin
    • 1973 – 1978  Physikstudium an der Universität Leipzig, Diplomphysikerin
    • 1978 – 1990  Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentralinstitut für physikalische Chemie an der Akademie der Wissenschaften
    • 1986  Promotion
    • 1989  Mitglied des "Demokratischen Aufbruchs"
    • 1990  Eintritt in die Christlich Demokratische Union Deutschlands
    • 1990  Stellvertretende Regierungssprecherin der Regierung de Maizière
    • Seit 1990  Mitglied des Deutschen Bundestages
    • 1991 – 1998  Stellvertretende Vorsitzende der CDU Deutschlands
    • 1993 – 2000  Vorsitzende der CDU Mecklenburg-Vorpommern
    • 1991 – 1994  Bundesministerin für Frauen und Jugend
    • 1994 – 1998  Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
    • 1998 – 2000  Generalsekretärin der CDU Deutschlands
    • Seit 2000  Vorsitzende der CDU Deutschlands
    • 2002 - 2005  Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
    • Seit November 2005  Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland.
    > Verlautbarungen, Erklärungen und Video-Botschaften.

    Finanzpolitik: Wichtige finanzpolitische (Fehl-) Entscheidungen und Ereignisse
    Die vorangehenden Hintergründe der Finanzkrise, die seit spätestens 2003 allen Verantwortlichen bekannt waren, finden Sie hier ausgeführt.

    • 2005: Im rot-schwarzen Koalitionsvertrag wird die Förderung des Kreditverkaufs festgeschrieben. Außerdem will man nur eine "Finanzaufsicht mit Augenmaß". wiwo erläutert [13.2.8, RS-fett-kursiv]: "Für die Banken ist das mithilfe der Ratingagenturen aufgebaute System deshalb so attraktiv, weil sie die Pakete, anders als bei der traditionellen Kreditvergabe, nicht mit Eigenkapital unterlegen müssen. Sie können die Papiere in Zweckgesellschaften ausgliedern. So verschwinden milliardenschwere Risiken aus der Bilanz. „Diese Methode hätte von den Aufsichtsbehörden niemals erlaubt werden dürfen“, so ein Banker selbstkritisch." [RS: richtig bewertet sind das finanzökonomische und finanzpolitische Kapitalverbrechen.]
    • 2005-Dez.: "Merkels Kompromiss lässt deutschen Beitrag steigen. Der von Kanzlerin Angela Merkel ausgehandelte Finanzkompromiss beim EU-Gipfel kommt Deutschland einem Zeitungsbericht zufolge teuer zu stehen. Der deutsche EU-Nettobeitrag dürfte um knapp 2 Milliarden Euro pro Jahr steigen." [mm 22.12.5]
    • 2006-Mai. 3% extreme Mehrwertsteuererhöhung ab 1.1.7, obgleich die Union "nur" 2% und die SPD 1% vorschlugen. [Parlament 22.5.6]. Ein Volk, das so was mit sich machen lässt, lässt alles mit sich machen.
    • 2006: Noch 2006 preist Asmussen, heute Staatssekretär im Finanzministerium, die Vorteile des Risikogeschäfts unkontrollierter Kreditverkäufe - aber jetzt soll ausgerechnet er als oberster Regulierer das staatlich geförderte Kredit-Chaos organisieren [>Bock-Gärtner-Regel]. Mit Unterstützung der Politik werden die Finanzmärkte zum Dreh- und Angelpunkt des Wirtschaftslebens (Gysi zitiert Steinbrücks Loblied 2006 auf die Deregulierung [Youtube])
    • 2006 Gesundheitsfond soll 2008 kommen. "Gegen alle Widerstände will die Bundesregierung den umstrittenen Gesundheitsfonds pünktlich einführen – wenn es die Schuldenlast der Kassen zulässt. ..." [Focus 13.8.9]
    • 2007-Sommer. Ausbruch - nachdem die schwelenden Probleme seit dem Krisengipfel bei Schröder 2003 allen Verantwortlichen mehr als bekannt waren - der Finanzkrise, die von der Regierung nicht erkannt und heruntergespielt wird. Zunehmend wird das vollständige Versagen der Politik, der Kontrollinstanzen und der Bankenaufsicht offenbar, wofür sich die VersagerInnen auf allen Ebenen zum Ausgleich noch die Taschen vollstopfen.
    • 2008: Finanzinvestoren gewährt man trotz der Finanzkrise und des Versagens der Manager weitere Steuergeschenke. Doch auf einmal will die Politik kräftig eingreifen - angeblich mit einer Rücknahme der Deregulierung. Fragt sich nur, ob sie dazu überhaupt noch in der Lage ist. Zehn Jahre lang wurde die Finanzbranche eifrig unterstützt und gefördert. Und bisher ist kein einziges Degulierungsgesetz zurückgenommen worden. Vom Finanzministerium hieß es auf Anfrage von Plusminus  [Video Plusminus 25.11.8] dazu nur: "Kein Kommentar".
    • 2008-Okt. Finanzermächtigungsgesetz an allen demokratischen und verfassungskonformen Kontrollen vorbei. Das Parlament entmachtet sich damit freiwillig, ohne Grund und ohne Not selbst.
    • 2008-Nov. Neuerdings haben Merkel und Steinbrück die Möglichkeit zur offenen Bilanzfälschung inmitten der Krise geschaffen: Unrecht wird zum Recht erklärt [Video Plusminus 25.11.8]. Wieder einmal bestätigt sich: die schlimmste Kriminalität ist die ganz legale. [Dokumentation Steuerrechtsänderungen seit 1964]
    • 2009-Jan. 2. Konjunkturpaket. [KR 28.1.9] Darin ein irrwitziges und extrem problematisches Wahlgeschenk von - nachher aufgestockten - 5 Milliarden Abwrackprämie für die Autoindustrie, die 2010 - nach der Wahl - einen massiven Konjunktureinbruch in Deutschland garantiert, wird von schwarz-rot unter Federführung von Merkel beschlossen. [FAZ 14.1.9]  [Tagesschau 30.5.9]
    • 2009 15. Jan. Die Schuldenuhr verzehnfacht ihr Tempo.
    • 2009-27. Mai: 2. Nachtragshaushalt. Berliner Morgenpost 28.5.9.: Deutschlands Schulden bald bei zwei Billionen Euro. AFP 27.5.9: Kabinett beschließt zweiten Nachtragshaushalt 2009.
    • 2009-29. Mai. Der Bundestag beschließt, dass die "Schuldenbremse" ins Grundgesetz kommt. [Tagesschau 29.5.9].
    • 2009-Frühjahr. Finanzchaos im Gesundheitssystem, eine unsinnige Beitrags-Gleichschaltung der Krankenkassen und ein neuer ebenso unsinniger bürokratischer Wasserkopf "Gesundheitsfond" mit dem absurden Ergebnis: alles wird teurer, alle haben weniger und alle sind unzufriedener.
    • Zusammenfassung: Insgesamt massive steuerliche und andere Belastungen der Kleinen und Entlastung der Großen. Die Schere geht nach gründlicher Vorbereitung durch rot-grün (Schröder & Fischer) unter Merkel, Müntefering und Steinbrück weiter auseinander. Auch die Pervertierung des Leistungsprinzips der "Deutschland AG" geht unvermindert weiter. Es hat den Anschein, dass niemand solche unangemessenen und kapitalfreundlichen Regelungen auf allen Ebenen verficht wie die "Christlich Sozialen" und die "Sozialdemokraten". Die Finanz- und Wirtschaftskrise wurde weder richtig beurteilt noch angemessen bekämpft. Das dicke Ende kommt erst noch - nach der Wahl, 2010. Mit am schlimmsten ist jedoch, dass das von den SteuerzahlerInnen zur Rettung der Banken zur Verfügung gestellte Geld nicht zur Förderung und Unterstützung der Wirtschaft verwendet wird: Kredite sind schwer zu erhalten und die Wucherzinsen [>Frontal21, 12.5.9] für die Konsumentenkredite sind unverändert extrem. Auch das ist das Versagen der Politik, die es wohlweislich verabsäumt hat, die zur Verfügungstellung der Rettungsgeldmittel an vernünftige Bedingungen zu knüpfen. So fliesst das Geld in erster Linie in die Börse - das DAX kletterte in einem Zug von 3600 auf 4900 - und als völlig fehlgeleitete "Boni" in die Taschen der Bankmanager-VersagerInnen - für die Hatz-IV das Richtige wäre -  aber nicht in die Wirtschaft, selbst die KfW geizt mit Krediten an den Mittelstand, wie die Welt am 31.5.9 noch meldet.


    Tabelle: Die Schulden-Leistung der Angela Merkel 2005-2009
    Lesebeispiele: Schröder hört 2005 mit 872,653 Mrd. Euro Schulden des Bundes auf, die Merkel als
    Anfangswert übernimmt. 2007 steigen die Schulden um 0.59% auf 937,645 Milliarden Euro. Das Brutto-
    inlandsprodukt (BIP) betrug 2005 2,244 Billionen Euro, steigt bis 2008 auf 2,487 Billionen Euro und
    schrumpft - die Werte des 1. Quartals 2009 hochgerechnet - auf 2,365 Billionen Euro. Nur für die Jahre
    2005-2008 wäre die Musgrave-Stabilitätsbedingung - "dank" massiver Steuererhöhungen und anderer
    Entlastungsereignisse - erfüllt.
     
    Jahr nach 
    sek. Dat. Quelle
    Schulden 
    Betrag in Mrd.
    Steigerung Schulden 
    in % gegen Vorjahr
    BIP (Bruttoinlands-
    produkt)  in Mrd 
    BIP Steigerung
    2005   872,653 Ende Schröder= Anfang Merkel  2244.60 Ende Schröder= Anfang Merkel
    2006   932,110  6.81%  2322.20   3.46%
    2007***   937,645  0.59%  2426.49   4.49%
    2008   956,869  2.05%  2487.42   2.51%
    2009* 1004,869  5.02%  2365.84** -4.89%
    Schulden-
    Wachstum
    Insgesamt (2005=100) steigen die Schulden um 15,15% mit einem arithm. Mittel in 4 Jahren von 3,79% pro Jahr.  2005-2009 (n=4)*:
    stetigeRate=3,53%
    jährliche Rate=3,59%
    2005-2008 (n=3):
    stetigeRate=3.071%
    jährliche Rate=3.119%
    Merkel übernimmt von Schröder 2,244 Bill. BIP, steigert bis 2008 auf 2,487 Bill. Euro und bis 2009 auf 2,365**. 2005-2009 (n=4)**:
    stetigeRate=1.315%
    jährliche Rate=1.324%
    2005-2008 (n=3):
    stetigeRate=3.424%
    jährliche Rate=3.483%
    *Schulden: auf der Basis des 2. Nachtragshaushalts vom 27.5.9, d.h. 48 Mrd. zum Vorjahreswert 2008 summiert.
    Schuldendaten 2006-2008 aus: destatis [Fin5, Zeile 11] Abruf 9.5.9.  Die Risiken der mit den "Rettungspaketen" verbundenen Garantien, die hunderte von Milliarden kosten können, können erst dann berücksichtigt werden, wenn sie eingetreten sind.
    **BIP: Schätzung: Wert des ersten Quartals x 4 = 2365.84. BIP Daten 2005-2006 [Sek, Orig]; 2007-2009 von hier.
    ***Mehrwertsteuererhöhung ab 1.1.7 um 3 Punkte nachdem die SPD um 1, die CDU um 2 erhöhen wollte.

    Modellrechnung 2010-13: Wie Reuters am 29.5.9 meldete, hält Steinbrück auch für die nächsten Jahre eine hohe Neuverschuldung für möglich (z.B. für 2010 mit über 90 Mrd. Euro). Hierzu eine kleine Modellrechnung für den Fall, dass ab 2010 bis 2013 jährlich 100 Mrd. Euro Neuverschuldung hinzu kommen:

    swr := stetige, jwr := jährliche Wachstumsrate.

    Ergebnis Schuldenporträt Angela Merkel (2005-2009):
    Angela Merkel wird im November 2005 Bundeskanzlerin und fängt mit 872 Milliarden Euro Schulden des Bundes, die Schröder hinterläßt, an. Mit dem 2. Nachtragshaushalt am 27.5.9, der die bislang größte Schuldensteigerung in der Geschichte der Bundesrepublik mit rund 48 Milliarden Euro ausweist, wird sie Ende 2009 die Schulden des Bundes auf über eine Billion Euro oder um 15,15% in vier Jahren gesteigert haben (wobei die mit den Rettungspaketen verbundenen Garantien - und damit Risiken - natürlich nicht einbezogen sind). Das entspricht einer stetigen Schuldenwachstumsrate von 3,53% und einer jährlichen Schuldenwachstumsrate von 3,59%. Lässt man das Finanzkrisenschuldenjahr 2009 - bei dem die relevanten Zahlen frühestens Mitte nächsten Jahres genauer eingeschätzt werden können - erst mal weg und betrachtet nur die Jahre 2005-2008, so wäre die Musgrave-Stabilitätsbedingung - "dank" massiver Steuererhöhungen, also keiner echten Sparleistung - erfüllt.
        Die auf den ersten Blick gegenüber vielen ihrer Vorgänger relativ günstig anmutenden Schuldenwachstumsraten, rühren hauptsächlich daher, dass die Jahre 2007 und 2008 ziemlich viel Steuern einbrachten. Berücksichtigt man die extreme Mehrwertsteuererhöhung um 3% (die SPD wollte 1%, die Union 2%) mit der die deutschen SteuerzahlerInnen verhöhnt wurden, den Rückgang der Arbeitslosigkeit, die Stabilisierung der Sozialsysteme und die sprudelnden Steuereinnahmen, ist die (stetige) Schuldenwachstumsrate von 3,53% allerdings sehr hoch. Merkel, Müntefering und Steinbrück bewiesen damit, dass sie ebenso wenig in der Lage waren, in guten Zeiten Rücklagen für schlechte zu bilden, wie ihre Vorgänger. Schulden machen und nach uns die Sintflut, ist kapitalistisch-deutsches Gesellschafts- und Staatsprinzip mit der krupp-stählernen Regel: Wer Mist macht auf höherer Ebene, muss gnadenlos belohnt werden und Boni beziehen. Das kapitalistische Zockersystem wurde mit noch mehr derselben Ursachen - Schulden, Schulden über alles, über alles in der Welt - "bekämpft". Obwohl jederfrau klar sein sollte, dass das nicht halten kann, macht man blind und konzeptionslos einfach so weiter ... und eine Wende ist nirgendwo in Sicht. Das ist der Fluch einer 60jährigen oligarchen Amigorepublik aus der es - auf Sicht zumindest - kein Entrinnen zu geben scheint.

        Anmerkungen: Wie man kommunal verantwortungsbewußt und erfolgreich ohne Schulden wirtschaftet, kann man z.B. bei der Kirschblüten-Gemeinde Kalchreuth studieren (bzw. 1, 2, 3). Und wie sich der "Kini" im Nachhinein doch noch rechnet, kann hier eingesehen werden.
     
    Man beachte bitte auch: Zur Beurteilung, wenn die Neuverschuldung abnimmt oder gar richtig getilgt wird, ob echtes Einsparen vorliegt oder nur mehr Geld durch Tafelsilberverkäufe, Steuermehreinnahmen durch höheres Aufkommen - Wachstum oder Steuererhöhungen (z.B. 1994) - hereinkommt, müssten diese Daten eingearbeitet werden. Außerdem muss zusätzlich an sog. "kreative Buchführung" der PolitikerInnen gedacht werden, um das wahre Ausmaß der Schulden zu verschleiern. (z.B. durch extreme Ausdehnung der sog. "Kassenverstärkungskredite" oder auch die versteckten und teilweise kaum kalkulierbaren zukünftigen Lasten, siehe Staatsverschuldung und Bilanzfälschung. Dazu gehören auch Veränderungen der Kriterien (auch sog. "Revisionen", Beispiel hier). Es wäre Aufgabe der Kontrollorgane und Aufsichtsbehörden (Bundesbank, Rechnungshöfe, Bundesaufsichtsamt für Finanzdienstleistungen), der Steuerzahlerverbände und der kritischen Medien solche Methoden zu unterbinden bzw. transparent und öffentlich zu machen. Siehe bitte: Tatsächliche Verschuldung der Gemeinden. Doch viele "Kontrollorgane" funktionieren gar nicht richtig und sind hoffnungslos verfilzt. 

    Kommentar (Allgemeines zum Schuldenproblem) > Musgrave-Stabilitätsbedingung.
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    An ihren Zahlen sollt ihr sie erkennen die Selbstbediener, Dünnbrettbohrer, Hochstapler, Gaukler & Tartüffs...

    Beachten Sie bitte die wichtigste PolitikerInnen-Beurteilungs-Regel: Entscheidend ist, was PolitikerInnen TUN, nicht was sie sagen. Und die beiden wichtigsten Ergebnisse ihres TUNs sind die zwei Zahlen und ihr Verhältnis zueinander: die Schulden- und die Wirtschaftswachstumsrate, wobei die Musgrave-Stabilitätsbedingung gelten sollte: Schuldenrate < BIP-Rate.
     _
    Wie man sieht, können auch Angela Merkel und ihre Mitregenten Müntefering und Steinbrück wie die meisten unserer PolitikerInnen das Richtige und Wichtige nicht: nämlich umsichtig und verantwortlich haushalten, wirtschaften und sparen getreu dem Motto eines ehrlichen Kaufmannes, dass man auf Dauer nicht mehr ausgeben darf als man einnimmt. Wer privat so wirtschaften würde wie unsere PolitikerInnen, hätte in Geldangelegenheiten längst eine Betreuung und wäre in Geldangelegenheiten für geschäftsunfähig erklärt worden. Unsere PolitikerInnen (ich pumpe, also bin ich) können also ihren Job nicht richtig (ausüben). Und für die meisten gilt leider die Metapher der vierköpfigen Hydra. Die vielen problematischen bis falschen Entscheidungen der Merkel-Müntefering-Steinbrück Regierung wurden oben schon dargelegt. Die Staatsverschuldung ist schon immer von den Banken und den Kapitalgebern zu deren GeMEINwohl gewollt, weil sie daran sicher und gut verdienen. Wie die Finanzkrise zeigte, reicht den Kapitalhaien aber ein guter Verdienst nicht, es muss auch hier mehr und mehr und noch mehr Rendite werden. Dies konnte nur funktionierten durch einen gigantisch aufgeblähten Geld- und Derivatemarkt, der hinten und vorne auf tönernen Füßen stand. Nicht die Gier der Kapitalhaie und Heuschrecken ist das wirkliche Problem, damit liesse sich mit konsequenten Kontrollen und Regulierung gut fertig werden, sondern die Inkompetenz der Volks- und Finanzwirtschaftler, insbesondere die jeglicher Realität entrückte Finanzmathematik. Zudem zeigt sich immer klarer, dass die zwanghaft expansive Wirtschaftswachstums- und Geldpolitik mehr und mehr zum Schneeballsystem entgleist, das überhaupt nicht auf soliden Fundamenten beruht und keinerlei vernünftige und ethische Grenzen kennt. Vielfach ist daher das Wirtschaftswachstum auch gar nicht echt und solide fundiert, sondern zu einem großen Teil eine Luft- und Seifenblasenwirtschaft - jedem sein Dritthandy fürs Zweitklo - mithilfe der "Schuldentollwut" und einer künstlich aufgeblähten Geldmenge angeheizt, dass keinerlei nachhaltige Zukunft hat und mit wohlverstandenem Gemeinwohl wenig zu tun hat. 
     

    Zur Therapie der "Schuldentollwut": Das psychologsiche Grundproblem liegt sicher in der falschen Einstellung und in der Folgenlosigkeit maßlosen Wirtschaftens. Staatsverschuldung hat eine jahrtausende alte Geschichte und Tradition über fast alle Kulturen und Epochen, geht über alle Herrschaftssysteme, über alle politischen Verwaltungsebenen (Gemeinden, Städte, Kreise, Bezirke, Länder, Bund, Nationen) und über alle Parteien hinweg. Sie ist ein grundsätzliches und strukturelles Problem (historisch oft durch Inflationen, Währungsreformen und Kriege entschuldet), das nur durch grundlegende strukturelle Veränderungen lösbar ist:

    Strukturelle Therapie des Schuldenproblems. 

    Das Struktur-Problem Schuldenspirale ist langfristig nur lösbar, wenn echte Stabilitätsbedingungen in die Verfassung so eingebaut werden, dass VerletzerInnen automatisch amtsenthoben, für eine bestimmte Zeit nicht mehr wählbar sind und nicht durch Abfindungen oder andere Vergünstigungen belohnt werden dürfen. Außerdem sollten PolitikerInnen als Minimalbedingung einen zu schaffenden Facharbeiterbrief in Politik nachweisen, der fortwährend qualitätszusichern ist. Schulden dürfen auch nur dann gemacht werden, wenn zugleich ein Investitions-Kostenfolge- und Tilgungsplan vorgelegt wird, der von Ephoren überwacht wird. Für die Verfassungsgerichte müssen neue Besetzungs- und Kontrollstrukturen gefunden werden. 
        Hierzu bedarf es eines starken öffentlichen Problem-Bewußtseins und einer tiefgreifenden Konditionierung der politischen Massenhirne. Schulden machen, das muss Gefühle wie Scheiße in der Zahncreme hervorrufen: Abscheu und Ekel.
       Und man muss sich von falschen Eliten (Etilen) und besonders von den Irrlehren der US-etilE-Universitäten  lösen - die sind in erster Linie für sich selber da - wie man auch begreifen muss, dass die USA ganz andere natürliche Wachstumsbedingungen haben als Deutschland (Bevölkerungswachstum und Arbeitsplatzentwicklung). Die USA sind weder real noch normativ oder ideal ein Weltmodell, das sollten die USA und wir Europäer und Deutsche möglichst schnell begreifen und akzeptieren. Die Ausbeutung und Zerstörung der Landwirtschaftsbasis der Dritten Welt durch die Globalisierung und die supra-nationalen Egoismen (EU) ist ein politisches Wirtschaftsverbrechen gegen die Menschlichkeit und die Regierungen der führenden Industrienationen gehörten dafür vor ein internationales Tribunal gestellt. 
      Als allererstes sollte bei PolitikerInnen das Geldtabu aufgehoben und radikale finanzielle Transparenz herbeigeführt werden und vielleicht wäre es eine gute Qualitätssicherungsmaßnahme, wenn JuristInnen und BeamtInnen wenigstens eine Quotenbegrenzung bei Wahlen erhielten, um das Allerschlimmste zu verhüten.

    Kognitive Therapie des Schuldenproblems. 

    Wie fast immer beginnt die Problemlösung mit der Problemwahrnehmung. Doch was ist hier das Grundproblem? Wie wir aus der Psychotherapie wissen, setzt eine Verhaltensänderung Leidensdruck, Motivation oder / und Einsicht voraus. Am Beginn einer Verhaltensänderung steht oft eine veränderte, neue Einstellung. Wie wichtig Einstellungen für Verhaltensänderungen sind, weiß man aus der "Küchenpsychologie": Gibt man irrtümlicherweise die Buntwäsche in das Kochwäscheprogramm, dann erfährt man ziemlich schnell, was eine falsche Einstellung der Waschmaschine für Folgen hat hinsichtlich der Buntwäsche (sie geht ein, verblasst und verfärbt).
        Die elementar notwendige Grundeinstellung für eine dauerhaft verantwortliche, solide und vernünftige Haushaltswirtschaft ist:
    (1) man kann auf Dauer nicht mehr ausgeben als man einnimmt, ohne früher oder später in der exponentiellen Schuldenfalle zu landen (>Eingangsgraphik, was bedeutet ...? ); 
    (2) man muss in guten Zeiten Rücklagen bilden, damit man in schlechten Zeiten darauf zurückgreifen kann (> Antizyklische Finanzhaushaltung).
    Diese elementaren und banalen Binsenweisheiten - für deren Realisation und Beherzigung ein Studium anscheinend eher hinderlich ist - wollen viele Kämmerer, Finanz"fach"leute und PolitikerInnen nicht einsehen oder es ist ihnen egal. Wir werden daher überwiegend von finanzökonomisch uneinsichtigen Dummköpfen oder von Nach-mir-die-Sintflut-Verwahrlosten - oder von einer besonders ungesunden Mischung aus beiden - regiert. Dummerweise wählen wir diese Leute auch immer noch, so dass man wohl sagen muss: es geschieht uns nicht besser. Doch daraus folgt fatalerweise, dass es wahrscheinlich auch keine Problemlösung (höchstens einer ungewöhnlichen höheren Ordnung) gibt: Denn wenn die grosse Masse der soziologisch-statistisch betrachtet Normalen - inhaltlich betrachtet - die Verrückten sind, dann sind die Verrückten die Normalen und bestimmen, was normal ist. Hier sind zwei paradoxe Erscheinungen beobachtbar: a) Je verantwortlicher, desto verantwortungsloser und, auf gut fränkisch,  b) Je g'scheiter, desto blöder. Dies bestätigt sich auch durch eine Analyse der schuldenfreien Gemeinden in Deutschland. Insgesamt dürften diese vernünftig, verantwortlich und solide Wirtschaftenden nicht einmal die 5%-Hürde schaffen. Eine Änderung ist also ziemlich unwahrscheinlich - bis es wirklich nicht mehr geht und alles zusammenkracht. Bei einigen Gemeinden und Ländern scheint dieser Grenzbereich inzwischen recht nahe zu sein (Berlin, Bremen, München, Nürnberg), so dass im Zusammenhang damit, dass es einige wenige Prozent ja wollen und können - neben der faktischen Pleitesituation vieler anderer - vielleicht ein wenig Hoffnung gibt, wenn auch der begonnene Ausverkauf der öffentlichen Vermögenswerte noch viel Schlimmeres befürchten lässt. Wann wird ihnen einfallen, den Kölner Dom, die Berliner Luft oder die bayerischen Alpen an "Investoren" - am besten gleich mehrfach  - zu verleasen, um für ein paar wenige Millionen, ein paar Tröpfchen auf den heißen Stein für kurze Zeit ihre Zahlungsunfähigkeit hinauszuschieben?

    Hinweis: Zur Erkundung des Wissens, des BürgermeisterInnen-Profils und worauf es nach Meinung der kompetenten und erfolgreichen PraktikerInnen ankommt, habe ich einen "Fragebogen KommunalpolitikerInnen (fast) schuldenfreier Gemeinden" entwickelt, der sich derzeit in der Erprobungsphase befindet. Wer mitmachen möchte, melde sich bitte. Gesucht werden für die Kontrollgruppe auch BürgermeisterInnen und KommunalpolitikerInnen von Gemeinden, die noch stärker in den Schulden stecken.

    Mehr zur politischen Krankheit der "Schuldentollwut".
    Staatsschulden (alt) in 6,5 Jahren nach dem IP-GIPT Modell tilgbar.



    Literatur > Schulden und Finanzwirtschaft der Städte und Gemeinden.

    Links  (Querverweise IP-GIPT)

    • Schulden-Uhren Links. * Google <schuldenfreie Gemeinden> Schuldenfreie Gemeinden in der IP-GIPT.


    Haushaltsrecht und Haushaltspraxis.
    In der staatlichen Rechnungslegung und Haushaltsführung zeichnet sich ein Wandel ab. Das traditionelle sog. Kameralistik-System folgt einer  einfachen Eingabe/Ausgaberechnung. Die sog. Doppik nutzt die kaufmännische doppelte Buchführung und orientiert am privatwirtschaftlichen Bilanzierungssystem, womit man sich mehr Transparenz hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit, der aktuellen Finanzsituation und eine bessere Steuerungsfähigkeit verspricht. Manche sehen in der Umstellung eine Fluchtmöglichkeit, ihre Misswirtschaft zu verschleiern, daher vergesse man nicht: wer kameralistisch keinen ordentlichen Haushalt hinkriegt, wird auch bei doppelter Buchführung scheitern.

    • Literaturliste Finanzwirtschaft Gemeinden.
    • ABC der Haushaltspraxis (Beispiel Bremen).
    • Doppik.de * W_Kameralistik * W_Doppik *
    • Doppik schlägt Kameralistik. Fragen und Antworten zur Einführung eines doppischen Haushalts- und Rechnungswesens.
    • IDW-Verlautbarung zur Umstellung der kommunalen Haushaltsrechnung.


    Bund Links

    • Bundeshaushaltsordnung: , Juris, W,
    • Bundeszentrale Politische Bildung (bpb): http://www.bpb.de/.
    • Deutsches historisches Museum (dhm): http://www.dhm.de/.
    • Bund der Steuerzahler: http://www.steuerzahler.de/.
    • Bundesamt für Statistik: http://www.destatis.de/.
    • Deutsche Bundesbank: http://www.bundesbank.de/.
    • Bundesrechnungshof: http://www.bundesrechnungshof.de/1024.html.
    • Links Rechnungshöfe in Deutschland: http://www.rechnungshof.de/.
    • Links der Verfassungsgerichtshöfe in Deutschland: http://www.jusline.de/Verfassungsgericht_Verzeichnis_13.html.


    Links über Angela Merkel

    • Biographie in der Chronik der Wende (rbb)
    Bundeskanzlerin Angela Merkel Links
    Beachten Sie bitte die wichtigste PolitikerInnen-Beurteilungs-Regel: Entscheidend ist, was PolitikerInnen TUN, nicht was sie sagen. Und die beiden wichtigsten Ergebnisse ihres TUNs sind die zwei Zahlen und ihr Verhältnis zueinander: die Schulden- und die Wirtschaftswachstumsrate, wobei die Musgrave-Stabilitätsbedingung gelten sollte: Schuldenrate < BIP-Rate.
     
    • Homepage. * Video-Podcasts * Reden * Artikel *     "... ..." [Online]
    • Videobotschaften und andere Verlautbarungen zu finanzökonomischen Themen [> Finanzkrise 2007/08; > Regierungsfehler]:   [Online] [PDF] [Video]
      • 30.05.2009. Hilfen des Staates in der Krise angesagt. Staat sichert Arbeitsplätze. Die Soziale Marktwirtschaft hat sich in der Bundesrepublik Deutschland bewährt. Zu ihren Prinzipien gehört, dass der Staat in einer Krise stärker helfen muss, "als er das normalerweise tut". Dies sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer aktuellen Videobotschaft. [Online]  [PDF] [Video]
      • 14.03.2009. Krise meistern und in Zukunft investieren. Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert in ihrem aktuellen Video-Podcast, deutsche Unternehmen sollten trotz der Krise in Forschung und Entwicklung investieren. Wenn der Aufschwung beginne, sei Innovation das "zentrale Element". [Online] [PDF] [Video]

      •  
      • 21.02.2009. Mehr internationale Regeln für Finanzmärkte. Es dürfe keine weißen Flecken mehr auf der Landkarte geben, wenn es um Finanzmarktprodukte, die Teilnehmer des Marktes und die Instrumente gehe, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die G20-Staaten arbeiteten "mit Hochdruck" an der Umsetzung des Aktionsplans, den sie im November verabschiedet haben. Am Sonntag kommen die EU-Mitglieder unter den G20-Staaten zu einem Vorbereitungsgipfel nach Berlin.  [Online] [PDF] [Video]

      •  
      • 31.01.2009. Nachhaltig Wirtschaften für die Zukunft. Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert in ihrem aktuellen Video-Podcast eine globale Architektur für das gemeinsame Wirtschaften. "Deshalb plädiere ich dafür, eine Charta des nachhaltigen Wirtschaftens zu entwickeln."  [Online] [PDF] [Video]
      •  17.01.2009. Konjunkturpaket II: Die Krise meistern. Bundeskanzlerin Angela Merkel erläutert in ihrem Video-Podcast, warum die Bundesregierung ein zweites Konjunkturpaket auf den Weg gebracht hat. Mit Investitionen, Hilfen gegen Arbeitslosigkeit und Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger wird die Wirtschaft angekurbelt.  [Online] [PDF] [Video]

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      • 31.12.2008 Gemeinsam schnell und verantwortungsvoll handeln. Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin. Es gebe keinen Grund in den Anstrengungen für Deutschland nachzulassen, unterstreicht Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Neujahrsansprache. "Wir handeln schnell und wir denken dabei an die kommenden Generationen. Das ist der Geist, mit dem Deutschland das Jahr 2009 meistern wird." [Online] [PDF] [Video]

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      • 29.11.2008    Ziel: ausgeglichener Haushalt. Bundeshaushalt 2009 stärkt Regierungspolitik  "Der Haushalt 2009 setzt die richtigen Schwerpunkte, ist sich Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem wöchentlichen Video-Podcast sicher. Viel Geld fließt in Forschung und Entwicklung. Auch die Familien werden stark unterstützt. Und das, obwohl die weltweite Finanzkrise die ursprünglichen Haushaltsplanungen veränderte."  [Online]  [PDF]

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      • 26.11.2008   Rede von Bundeskanzlerin Merkel in der Haushaltsdebatte des Bundestags. "... Alles in allem sind die öffentlichen Haushalte in Deutschland solide aufgestellt. ..." [Online] [Videos]

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      • 22.11.2008  Deutschlands Stärken stärken. Trotz Krise Arbeitsplätze erhalten. "Bundeskanzlerin Angela Merkel will trotz der Finanzkrise Arbeitsplätze in Deutschland schützen. Mit dem beschlossenen Maßnahmenpaket wolle die Bundesregierung Brücken bauen - „hin zu der Zeit, wenn Wachstum wieder weltweit möglich wird“, sagt Merkel in ihrem aktuellen Video-Podcast. Und sie möchte mit dem Bündel von Maßnahmen die Zukunftsfähigkeit Deutschlands und seine Innovationskraft stärken."   [Online] [PDF]
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      • 20.11.2008  Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich des 10. Deutschen Weltbankforums am Do, 20.11.2008 in Frankfurt. "... Wir werden die Auswirkungen solcher Krisen auf gar keinen Fall bekämpfen können und vor allen Dingen die Vorsorge, dass solche Krisen nicht wieder passieren, nicht treffen können, wenn wir nicht insgesamt sagen, dass Transparenz, Klarheit und auch Regeln für alle Gegenden der Welt gelten müssen, dass es für Produkte, für Märkte, für Marktteilnehmer keine weißen Flecken geben darf. Das kann nur gelingen, wenn gerade auch die asiatischen Länder sich in diesen Prozess einbringen.... " [Online]
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      • 20.11.2008. Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich der Vertriebskonferenz der Deutschen Vermögensberatung AG am Do, 20.11.2008 in Frankfurt am Main "... Das heißt, wir können jetzt nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, sondern wir müssen fragen: Was hat dazu geführt, dass es zu einer solchen Intransparenz kommen konnte?  ..." [Online]

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      • 01.11.2008   [Finanzkrise] Investitionen und Kredite: Damit die Wirtschaft läuft  "Mit einem gezielten Investitionspaket will die Bundesregierung ihren Beitrag dazu leisten, dass nach der Finanzkrise möglichst viele Arbeitsplätze erhalten werden können. Das kündigt Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer wöchentlichen Videobotschaft an. Die Wirtschaft solle ihre gute Entwicklung fortsetzen können. Die Banken ruft Merkel auf, das kürzlich auf den Weg gebrachte Stabilisierungspaket nun auch zu nutzen."  [Online] [PDF]
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      • 15.10.2008   Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Merkel zum Gesetz zur Stabilisierung der Finanzmärkte. [Online]
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      • 13.10.2008  Bundeskanzlerin Merkel zum Maßnahmenpaket der Bundesregierung zur Stabilisierung des Finanzmarktes. [Online]
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      • 07.10.2008  Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Lage der Finanzmärkte. [Online]
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      • 25.09.2008  Regierungserklärung von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück zur Lage der Finanzmärkte. [Online]
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      • 19.07.2008  Merkel: Zuschüsse für neue Länder weiter nötig  "Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Verlängerung der Investitionszulage als „wichtiges Signal für den Aufbau der Wirtschaftsstruktur in den neuen Bundesländern“ bezeichnet. In ihrem aktuellen Video-Podcast unterstreicht Merkel, die neuen Länder könnten sich darauf verlassen, dass der Solidarpakt II eingehalten werde. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch die Investitionszulage für den Zeitraum von 2010 bis 2013 verlängert."   [Online] [PDF]
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      • 17.10.2008  Merkel: Wir brauchen funktionierende Finanzmärkte.   "... "Fit für die Globalisierung machen" kann nicht heißen, dass es keine Regeln mehr gibt. Soziale Marktwirtschaft hat immer durch Regeln Erfolg gehabt. Der Wettbewerb muss geordnet sein. ..." [Online]
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      • 17.09.2008   Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Haushaltsdebatte.  "... Wir haben die Neuverschuldung schrittweise gesenkt. Erstmals seit Ende der 80er-Jahre ist der gesamtstaatliche Haushalt wieder ungefähr ausgeglichen. ..." [Online]
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      • 02.07.2008  Pressekonferenz von Bundesfinanzminister Steinbrück zum Haushalt 2009.   [Online]
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      • 24.11.2007  Haushaltssanierung schafft Gestaltungsspielräume  "Der Haushalt 2008 wird die geringste Neuverschuldung seit der Wiedervereinigung aufweisen. Das zeige, die Bundesregierung habe Erfolg mit ihrem Kurs der Haushaltssanierung, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem aktuellen Video-Podcast. Insgesamt stellt der Haushalt ein Zukunftskonzept dar: Die Bundesregierung macht weniger Schulden für die nachfolgenden Generationen. Zusätzliche Mittel setzt sie vor allem dort ein, wo sie Investitionen in die Zukunft schaffen kann."  [Online] [PDF]
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      • 14.07.2007  Merkel im Videopodcast: Die Idee der Sozialen Marktwirtschaft lebt  "Auch unter den Bedingungen der Globalisierung hat die Soziale Marktwirtschaft eine Zukunft. Davon zeigt sich Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer wöchentlichen Videobotschaft überzeugt. Mit internationalen Mindeststandards im Sozialen, in der Umweltpolitik und im Patentrecht könnte die Idee Ludwig Erhardts weiterleben, so die Kanzlerin."  [Online] [PDF]
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      • 19.05.2007  Video-Podcast zur Unternehmenssteuerreform " "Wir wollen, dass ausländische Unternehmen nach Deutschland kommen und hier investieren. Und wir wollen, dass deutsche Unternehmen in Deutschland Steuern zahlen", betont Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem aktuellen Video-Podcast. Attraktive Unternehmenssteuern sollten für mehr Investitionen sorgen - und bedeuteten deshalb eine Chance für die Soziale Marktwirtschaft in Deutschland."  [Online]  [PDF]
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      • 17.03.2007  Unternehmenssteuerreform: gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft. Video-Podcast zur Unternehmenssteuerreform. "Für den Investitionsstandort Deutschland ist die Unternehmenssteuerreform außerordentlich wichtig. Dies bekräftigt Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem aktuellen Video-Podcast. In besonderer Weise müsse dabei auf den Mittelstand geachtet werden, denn er sei der Jobmotor in Deutschland. Sie kündigt an, den Weg der Regierung - Sanieren, Reformieren, Investieren - fortzusetzen."    [Online] [PDF]
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      • 27.01.2007  Arbeitsplätze durch Wirtschaftswachstum. Video-Podcast zur wirtschaftlichen Entwicklung. "Am Mittwoch der nächsten Woche beschließt das Bundeskabinett den Jahreswirtschaftsbericht. Bundeskanzlerin Angela Merkel betont in ihrem neuen Podcast: 'Die Bundesregierung muss weitermachen mit den Veränderungen, mit den Reformen.' Unternehmensreform, Bürokratieabbau und Hightech-Strategie sind nur einige der Maßnahmen, mit denen die Gesellschaft fit für die Zukunft gemacht wird."   [Online] [PDF]
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      • 20.01.2007  Globalisierung menschlich gestalten. Video-Podcast zum Weltwirtschaftsforum in Davos  "Nächste Woche findet das Weltwirtschaftsforum in Davos statt: ein guter Ort, um über internationale Probleme zu sprechen. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird dort den Eröffnungsvortrag halten. In ihrem neuen Podcast kündigt sie an, worüber sie reden wird: über den Schutz des geistigen Eigentums, über Afrika und über den internationalen Klimawandel. Ihr Ziel dabei ist es, die Globalisierung menschlich zu gestalten."  [Online] [PDF]
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      • 18.11.2006  Die Bundesregierung investiert in die Zukunft. Video-Podcast zum Haushalt 2007. "Der Haushalt 2007 wird nächste Woche im Bundestag beschlossen. "Wir werden die geringste Neuverschuldung seit der deutschen Wiedervereinigung haben. Das heißt: Nach sechs Jahren haben wir endlich wieder mehr Investitionen in die Zukunft, als dass wir uns neu verschulden", sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem neuen Video-Podcast."  [Online] [PDF]
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      • 04.11.2006 Hoch qualifizierte Arbeitsplätze sichern Standort Deutschland. Video-Podcast zur guten Wirtschaftsentwicklung. "Fast täglich gibt es positive Meldungen aus der deutschen Wirtschaft. Die Arbeitslosenzahlen sind gesunken. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse ist um 260.000 gestiegen. "Wir sind auf einem richtigen Weg", sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem neuen Podcast."   [Online] [PDF]
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      • 09.09.2006  Video-Podcast zum Haushalt 2007. "In ihrem neuen Video-Podcast unterstreicht Bundeskanzlerin Angela Merkel die Notwendigkeit der Mehrwertsteuererhöhung. Diese werde für drei Vorhaben gebraucht: Bundeshaushalt sanieren, Beiträge zur Arbeitslosenversicherung senken und den Bundesländern helfen."  [Online] [PDF]
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      • 29.08.2006  Bundeskanzlerin Merkel zu den Schwerpunkten der Regierungspolitik - Fazit. "Die Wende zum Besseren ist eingeleitet. Dies hat Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einer Kabinettsklausur bekräftigt. Der politische Dreiklang "Sanieren, Investieren und Reformieren" werde beständig und couragiert weitergeführt. Der Wirtschaftsaufschwung dürfe nicht dazu verleiten, bei den Reformbemühungen nachzulassen.".  [Online]
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    Glossar, Anmerkungen und Endnoten
    GIPT = General and Integrative Psychotherapy, internationale Bezeichnung für Allgemeine und Integrative Psychotherapie.

    Stichworte: Allgemeines zum Schulden-Syndrom , Was bedeutet Staatsverschuldung ganz praktisch? * Amtliche Statistik * Armuts- und Reichtumsberichte der Bundesregierung. * Antizyklische Wirtschaftspolitik * Bund Links * Cross-Border-Leasing *  Datenquellen und Hinweise zu Schulden und Wirtschaftswachstum (BIP) * Demokratien * Euphemismus * Globalisierung  * Globale Enteignung der Städte (CBL) * Hollyvoodoo * homo oeconomicus * Ich pumpe, also bin ich * Länder, Gemeinden und Zweckverbände * Lüftl-Theorem * Mittel(werte) * politische "Krankheit" * Etile * Euphemismus * Schulden-Pisa * Schulden-Porträt (Neues Benchmarkformat zur Bewertung der Leistung von PolitikerInnen) * Schulden-Uhren Links * Schulden-Wachstums-Rate * Staatsverschuldung: Literatur- und Linkhinweise zu Paul C. Martins Arbeiten ("Lüftl-Theorem") * Die Schuld der Wirtschaftswissenschaften und der Medien * Wachstum kritisch betrachtet * Wachstumstabellen (Zinseszins) * Zeitgeschichte.
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    Allgemeines zum Schulden-Syndrom: Das Schuldenproblem hat seinen Ursprung in einer expansiven und verfehlten maniformen Grundeinstellung: mehr, immer mehr und noch viel mehr. Diese grundlegende Fehleinstellung kommt aus der plutokratischen Wirtschaft und ihrer falschen Philosophie des homo oeconomicus, die ihre pseudowissenschaftliche Rechtfertigung in den amerikanischen etilE-Universitäten (Harvard, Princeton, Yale, Stanford) findet. Wachstum über alles, Wachstum um jeden Preis, Konsum, Konsum, kaufen, kaufen (wozu letztlich auch die Globalisierung erfunden wurde, weil die heimischen Märkte grundgesättigt sind). Der Mensch interessiert nicht oder nur als Konsummaschine, als konditionierte Kaufratte. Stabilität interessiert nicht. Gerechtigkeit interessiert nicht. Es geht darum, dass eine kleine radikale Minderheit von Millionären und Milliardären mehr, noch mehr und noch viel mehr anhäufen kann. Die Nationalökonomie und Wirtschaftspolitik wird vollkommen beherrscht von einer plutokratischen Pseudo-Elite, die weder vom Menschen noch von der Wirtschaft wirklich etwas verstehen, nur vom in die eigene Tasche raffen, Bilanzfälschungen, vom Schulden machen, von Börsenspekulation, Luft- und Seifenblasen, globalem Zocken und einer verantwortungs- und hemmungslosen Manipulation durch Werbung, Falschinformation und ihrer hollywoodgerechten Aufbereitung mit Hilfe gewissenloser Medien. Denn dass Deutschland so an den Rand des finanziellen Ruins getrieben werden konnte, ist wesentlich mit das Werk seiner unkritischen und willfährigen WirtschaftswissenschaftlerInnen und der wirtschaftspolitischen Medien, die das Problem seit ca. 35 Jahren nicht nur verharmlosen und falsch darstellen, sondern an der finanzpolitischen Verwahrlosung und Verblödung dieses Landes wesentlich Mitschuld haben.

    Was bedeutet Staatsverschuldung ganz praktisch ? Schulden erfordern einen Kapitaldienst, d.h. die Begleichung bei Fälligkeit und die Zahlung der Zinsen. Derzeit belaufen sich nach der Zinsuhr des Bundes der SteuerzahlerInnen die Zinsen wie hier ausgewiesen. Am 5.11.6, gegen 14 Uhr, waren dies über 57 Milliarden Euro. Der Bundeshaushalt für 2006 sieht Ausgaben in Höhe von 261,6 Milliarden Euro vor [siehe]. Auf das Gesamtjahr hochgerechnet, ergeben sich rund 66 Milliarden Euro Zinslast für den Bund. Das sind 25,2% der gesamten Ausgaben im Bundeshaushalt allein für Zinszahlungen. Dieses Geld fehlt nicht nur für sinnvolle Ausgaben, aufgrund der Zinseszins- und Wachstumseffekte droht dieser Anteil immer größer zu werden.

    • Zunehmende Staatsverschuldung bedeutet unmittelbar, dass über die Verhältnisse gelebt und mehr verbraucht als erwirtschaftet und geleistet wird, was über  längere Zeiten oder gar auf Dauer geldwirtschaftlich und staatspolitisch als krankhaft zu bewerten ist.
    • Zunehmende Staatsverschuldung bedeutet dann in der Folge, dass der Staat immer weniger Geld für sinnvolle Investitionen und Leistungen zur Verfügung hat, weil immer mehr Geld für Zinsen aufgewendet werden muss.
    • Fragt man, wer in den Genuss des Kapitaldienstes kommt, so wird man feststellen, dass zusätzlich eine Umverteilung von arm nach reich eintritt: die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer.
    • Die Risiken und Instabilitäten werden immer größer, weil sie nicht durch Rücklagen aufgefangen werden können, sondern die Staatsverschuldung weiter in die Höhe treiben.
    • Am Ende steht Zusammenbruch, Geldentwertung und Währungsreform, was extreme soziale Verwerfungen, Elend, Aufstände, Bürgerkriegs-  und Kriegsgefahren begünstigt. Kriegsgefahren auch deshalb, um abzulenken, die unerträglichen Spannungen zu lösen, einen Sündenbock zu finden oder sogar in der Hoffnung auf Ausgleich durch Kriegsgewinne und Ausbeutung der Verlierer.
      • Anmerkung: So schreibt David Rapoport (1971, Part II.) in "Primitive War - Its Practise and Concepts" von zwei großen Motivsystemen: sozio-psychologischen und ökonomischen. Zu den ganz großen sozio-psychologischen gehören:
            "A very profound motive for going to war is to resolve life's tensions, to escape from unhappiness caused by frustration in other realms of existence. War is one of the most effective devices ever invented for this cathartic purpose. Life at best is full of frustration, thwarted ambitions, unfulfilled wishes — all of the sorrows and disappointments with which humanity is only too familiar. People become involved in personal dislikes which develop into hatreds, often irrational ones. ..."
            (Ein sehr grundlegendes Motiv für Kriege führen ist die Lösung von Spannungen, um dem Kummer durch die Frustration der Existenz anderer Reiche zu entgehen. Krieg ist eines der wirksamsten Instrumente, die jemals erfunden wurden, um Katharsis [= die Seele von Spannung, Frustration und Unglücklichsein zu 'reinigen'] herbeizuführen. Auch ein gutes Leben ist voll von Frustration, durchkreuzten Bestrebungen, unerfüllten Wünschen - alle Sorgen und Enttäuschungen mit denen die Menschheit nur zu vertraut ist. Menschen widerfahren persönliche Missgeschicke, die sich zu Hass, oft zu irrationalem Hass, entwickeln.)
        historische Entschuldungen. Den Mechanismen historischer Entschuldung über Inflation, Währungsreform, Ermordung der Gläubiger und Kriege bzw. Kriegsfolgen werde ich demnächst im Schuldenporträt der Stadt Nürnberg 1298-2005 erstmals etwas ausführlicher nachspüren. So zynisch und absonderlich es sich auch anhören mag: die sehr wünschenswerte und ungewöhnlich lange Friedenszeit in Europa und die Kontrolle der Notenbanken der Inflation lassen die Schuldenprobleme immer stärker werden. So wird ein Umdenken nicht etwa durch Einsicht kommen, sondern weil die Grenzen der Bezahlbarkeit der Zinsen, der Preis für die Ware Geld, dies erzwingen.
        Finanzpolitisches Fazit und Vorbeugung: Schon Kant hat in seinem Ewigen Frieden ausgeführt, daß es moralisch nicht zulässig sein darf, Kriege über Schulden zu finanzieren. Ich denke, wir müssen weiter gehen: die Schuldenmacherei muß grundsätzlich und zwingend begrenzt werden. Wir brauchen eine völlig neue Verfassung.
    • Staatsverschuldung bedeutet auch das Eingeständnis, nicht vernünftig und angemessen haushalten und wirtschaften zu können oder zu wollen und ist damit Ausdruck einer tiefgreifenden [egozentrisch-maniformen] Fehlhaltung.
    • Staatsverschuldung bedeutet auch versteckte vorgezogene Steuererhöhungen zu Lasten späterer Generationen; sie verbergen aktuelle Konflikte und verlagern sie auf später ("Nach uns die Sintflut"). Das ist unfair, ungerecht, intransparent, feige und letztlich verantwortungslos.
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    Armuts- und Reichtumsberichte der Bundesregierung.
      "Mit Beschluss vom 27. Januar 2000 hat der Deutsche Bundestag die Bundesregierung aufgefordert, regelmäßig einen Armuts- und Reichtumsbericht zu erstatten. Am 25. April 2001 hat die Bundesregierung den ersten Armuts- und Reichtumsbericht vorgelegt [Erster, Anlagen]. Der Bericht und die zeitgleiche Vorlage des "Nationalen Aktionsplanes zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung 2001-2003" (NAP-incl) bei der EU-Kommission waren der Beginn einer kontinuierlichen Berichterstattung über Fragen der sozialen Integration und der Wohlstandsverteilung in Deutschland. Die Armuts- und Reichtumsberichterstattung basiert auf dem Leitgedanken, dass eine detaillierte Analyse der sozialen Lage die notwendige Basis für eine Politik zur Stärkung sozialer Gerechtigkeit und zur Verbesserung gesellschaftlicher Teilhabe ist. Am 19. Oktober 2001 hat der Deutsche Bundestag die Verstetigung der Armuts- und Reichtumsberichterstattung beschlossen und die Bundesregierung aufgefordert, jeweils zur Mitte einer Wahlperiode einen entsprechenden Bericht vorzulegen. Dem kommt die Bundesregierung mit der Vorlage des Berichts "Lebenslagen in Deutschland - Der 2. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung" nach. Der Bericht beschreibt die Lebenslagen der Menschen in Deutschland auf der Basis statistischer Daten etwa zu Einkommen, Vermögen, Erwerbstätigkeit, Bildungsbeteiligung. Stand: Februar 2005. PDF-Bericht (1.79 MB) 370 Seiten., Anhänge."
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    Antizyklische Wirtschaftspolitik: Jede antizyklische Finanz- und Wirtschafts-Politik setzt voraus, dass in schlechten Zeiten das eingesetzt wird, was in guten Zeiten zur Seite gelegt wurde. Antizyklisch kann niemals heißen: wir machen immer Schulden und in schlechten Zeiten ganz besonders viele. Das scheint in Deutschland und in den plutokratischen Hollyvoodookratien noch nie einer richtig begriffen zu haben. Es sei daher noch einmal an das erinnert, worum es John Meynard Keynes (1936, S. 314) letztlich und wirklich ging:
    "Die hervorstechenden Fehler der wirtschaftlichen Gesellschaft, in der wir leben, sind ihr Versagen, für Vollbeschäftigung Vorkehrung zu treffen und ihre willkürliche und unbillige Verteilung des Reichtums und der Einkommen."
    Antizyklische Haushaltspolitik steht nach Keynes also unter dem Ziel der Vollbeschäftigung, Stabilität und die sie ermöglichende soziale Gerechtigkeit.
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    Datenquellen und Hinweise zu Schulden und Wirtschaftswachstum (BIP):  s.a. Überblick (Datenquellen)  ...
    • Statistisches Bundesamt: Fachserie 14, Reihe 5: Schulden der Öffentlichen Haushalte (2180140047005.xls), Verschuldung des Bundes Tabelle 1.1.1, Verschuldung der Länder Tabelle 1.3  und  Fachserie 18 Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen. * Statistik shop destatis.
    • BIP Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen Länder 1970….: http://www.vgrdl.de/Arbeitskreis_VGR/tab01.asp. Zu den Daten wurde mitgeteilt: "Der Arbeitskreis VGR d L hat im Jahr 1999 nach einer Verordnung der Europäischen Union seine Rechnungen auf das neue Europäische System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG 1995) umgestellt. Es liegen Rückrechnungsergebnisse nach dem neuen System nur bis 1970 vor.  ... Beide Systeme sind nicht vergleichbar! Nach der Umstellung der VGR auf das Europäische System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 1995 (ESVG 1995) wurden die Länderergebnisse nur bis 1970 zurückgerechnet. Für die Vorjahre sind lediglich Daten nach dem alten deutschen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen vorhanden. Diese Daten sind aufgrund zahlreicher methodischer und konzeptioneller Unterschiede nicht mit den aktuellen Daten nach dem Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 1995 (ESVG 1995) vergleichbar und dürfen keinesfalls an diese Daten angehängt werden."  Anmerkung: Hier ist natürlich zu wünschen, daß die Daten weiter zurückgerechnet oder Schätzformeln mitgeteilt werden, wie die Vergleichbarkeit verbessert werden kann.
    • Deutsche Bundesbank (1998). 50 Jahre Deutsche Mark. Monetäre Statistiken 1948-1997. CD ROM Verlage C.H.Beck & Vahlen (erfordert unter XP im System MFCUIA32.dll)
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    Demokratien. Die meisten westlichen Demokratien sind vom Hollyvoodoo-Typ, also Oligarchien, meist plutokratische Medien- und Hollywooddemokratien.
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    Etile = Elite rückwärts e t i l E, womit ausgedrückt wird, dass die vermeintlichen - in Wahrheit plutokratischen - "Elite"- Universitäten keine echten, gemeinwohlorientierten Eliten heranbilden, sondern das Gegenteil: Anti-Elite =: Etile. Die Analyse der Schuldentollwut zeigt ganz klar, dass die Eliten hinten und vorne nicht stimmen, wenn man sie mit ihrem eigenen Maß misst: Wirtschaftskompetenz und Umgang mit Geld. Schaut man nämlich genau hin, also auf die zwei wichtigsten Zahlen, die Schulden- und die Wirtschaftswachstumsrate, stellt man ebenso erstaunt wie ernüchtert fest, dass wir es meist mit Gauklern, Hochstaplern, Schwätzern, Dünnbrettbohrern, Selbstbedienern und Tartüffs zu tun haben. In Wahrheit gilt also die Umkehrfunktion: die Kompetenz ist umso geringer je höher die Funktion und je größer das Einflussgebiet. Und je etilärer das Niveau, desto größer auch der Schaden, der angerichtet wird. Parkinson und noch mehr das Peter-Prinzip feiern hier ein Dauerfest. Und es passt auch alles hervorragend zusammen: ein einzigartig etilärer Filz aus Politik, Justiz, Banken, Wirtschaft und Wissenschaft (vornehmlich die maniforme Variante der Wachstumsfetischisten in der Volkswirtschaft).

        Interne Links zum Elite-Problem: * Literaturliste * Generalkritik an der "Elite" * Elite-Meßverfahren * Was sind und wozu brauchen wir "Eliten" (Elite-Universitäten)? * Was bieten amerikanische etilE-Universitäten am Beispiel Wirtschaft?. * Wirtschaftlich motivierte "Elite"-Kritik * Wirtschaftselite in Deutschland * plutokratischer etilE-Papagei Peter Glotz *

    Das Peter-Prinzip: "Mir kam der Verdacht, daß meine Schulbehörde in puncto Unfähigkeit kein Monopolbetrieb war. Als ich mich umsah, stellte ich fest, daß es in jeder Organisation eine Anzahl Menschen gab, die unfähig waren, ihrer Arbeit gerecht zu werden." (S. 15). Ein universales Phänomen: "Berufliche Unfähigkeit gibt es überall" (S. 16) "In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen" (S. 19) "Die Arbeit wird von den Mitarbeitern erledigt, die ihre Stufe der Inkompetenz noch nicht erreicht haben." (S. 20)." [mehr: PKW3-04, Überblick Bürokratie, ]

      Dr. Laurence J. Peter, 1919 in Vancouver/Kanada geboren; Studium der Pädagogik an der Washingtoner State University; Tätigkeit als Lehrer, Erziehungs- und Sozialberater, Schulpsychologe, Gefängnislehrer und Universitätsprofessor; Veröffentlichung zahlreicher Artikel in Fachzeitschriften; Erfinder und Autor des «Peter-Prinzips», der «Peter-Pyramide» (rororo sachbuch Nr. 8715) und des «Peter-Programms» (rororo sachbuch 6947) sowie von «Schlimmer geht's nimmer. Das Peter-Prinzip im Lichte neuerer Forschung» (Wunderlich Verlag, Reinbek bei Hamburg 1985). Laurence J. Peter starb 1990 in Kalifornien.
    Das Parkinsonsche Gesetz:: "1. »Jeder Beamte oder Angestellte wünscht die Zahl seiner Untergebenen, nicht aber die Zahl seiner Rivalen zu vergrössern.«  2. »Beamte oder Angestellte schaffen sich gegenseitig Arbeit.« (die Bürokratie bläht sich eigendynamisch auf)." [mehr]
    Selbstbediener. Die Selbstbedienungsmentalität wird seit Jahrzehnten gut dokumentiert durch die Schriften von Arnims.

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    Eigentlich gewinnt immer der, der sich nicht an die Spielregeln hält. Zitiert in: Leinemann, Jürgen (2004). Höhenrausch. Die wirklichkeitsleere Welt der Politiker. München: Blessing: S. 426: "Ihre wichtigste Erkenntnis vertraute sie 1995 der Fotografin Herlinde Koelbl an; »Eigentlich gewinnt immer der, der sich nicht an die Spielregeln hält.«"
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    Euphemismus. Sprachliche Schönfärberei, beschönigende Darstellung. Gr. "eu" = gut, wohl;  phem = sagen, also wörtlich gut sagen. Beispiele: heimgehen für sterben, seine soldatische Pflicht tun für morden; jdn. lächerlich machen als Späßchen deklarieren; wenn Diktaturen z.B. "präsidiale Staaten" genannt werden. Rein sachlich bedeutet Euphemismus eine falsch positive Darstellung, besonders üblich im diplomatischen Dienst, in der Politik, Kirche und in "höheren" Kreisen (Aristokratie).
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    Geldmenge.  So wie es sich seit Jahrzehnten abzeichnet nimmt die Geldmenge extrem zu, ohne dass das Geld für realwirtschaftliche Leistungen gebraucht oder verwendet würde. Das Geldsystem "ernährt" und vervielfacht sich selbst für sich selbst. Im wesentlichen geht diese perverse finanzökonomische Entwicklung von den USA und hier besonders von der seltsamen Konstruktion der privaten FED aus. Die Banken gehören wie die Energieversorgung und grundlegende Infrastruktur verstaatlicht. Informationen zur Geldmengenentwicklung:
    • [DBB: M3)
    • Geldmenge USA innerhalb eines Jahres verdoppelt. "– die Verschuldung aller US-Sektoren ist mittlerweile auf über 400 Prozent des BIP angestiegen.  ... Die radikale Fed-Politk hat nämlich zu einer drastischen Ausweitung der Geldmenge geführt: Die monetäre Basis ist laut einer offiziellen Statistik auf der Seite der Fed bis Ende Februar 2009 auf 1,6 Billionen US-Dollar angestiegen und hat sich damit binnen Jahresfrist nahezu verdoppelt (siehe unsere Grafik). ... " [ARD 17.3.9]:

    • "Geldmenge im Euroraum nimmt drastisch zu. Berlin: (hib/HLE) Die Geldmenge "M3" im Euro-Raum ist seit Beginn des Jahres 1999 um jahresdurchschnittlich 7,5 Prozent gewachsen. Dies teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (16/12362) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/12161) nach der Stabilität des Euro mit. Trotz der Zinserhöhungen von Dezember 2005 bis Juli 2008 habe die Geldmenge "M3" in den letzten Jahren sogar zweistellige Jahreswachstumsraten erreicht. Diese Rate habe in der Spitze im Oktober 2007 bei 12 Prozent gelegen. Derzeit habe sich der Zuwachs der Geldmenge deutlich abgeschwächt und im Januar dieses Jahres bei 5,9 Prozent gelegen.  ... " [DBT 30.3.9]
    • Geldmenge USA aktuell: Die FTD berichtet am 19.3.8: "Die FED wird mächtig nachlegen müssen. Die Fed ist mittlerweile so aggressiv, dass eine Wende von Konjunktur und Finanzmärkten zum Greifen nahe scheint. Sie wird ausbleiben, weswegen sich auch die zweistelligen Kursgewinne der US-Broker als Zwischenerholung erweisen werden. Am Ende wird die FED daher geradezu rasend werden. ... das weithin als stabilste erachtete US-Geldmengenaggregat "Money of Zero Maturity" liegt um 16 Prozent über dem Vorjahr. Über die vergangenen sechs Monate ist es aufs Jahr hochgerechnet um 19,5 Prozent gestiegen, über die vergangenen drei Monate um 25 Prozent. ... Die Fed gibt ihr Geld jetzt auch direkt an Institute heraus, die nicht ihrer Kontrolle unterliegen, und akzeptiert dabei allen Ramsch als Sicherheit." Siehe auch Geldmengenentwicklung in den USA und Schulden-Porträt USA (1791-aktuell).
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    Globalisierung. Definition, Globalplayer, Erfindung und Sinn der Globalisierung I, II, III, IV, V., Schwarzbuch, Begriffe, Grundprobleme der Menschheit, Vorbilder und Alternativen. * Preisabsprachen, Kartelle und Oligopole *
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    Globale Enteignung der Städte. [1,2,3,4,]
    Ein lesenswerter Artikel in den Nürnberger Nachrichten (6.7.4, S.13) über das Buch von Werner Rügemer (2004). Cross Border Leasing - Ein Lehrstück zur globalen Enteignung der Städte. Münster: Westfälisches Dampfboot.
     
    "Seit 1995 haben Hunderte Städte und öffentliche Unternehmen in Deutschland und Europa ihre Großanlagen wie Klär- und Wasserwerke, Straßenbahnen, Schulen und Messehallen an US-Investoren verkauft und zurückgemietet. Erst durch Rundfunksendungen von Werner Rügemer wurde »Cross Border Leasing« seit 2002 zu einem öffentlichen Thema. Er schildert die Entstehung und Struktur dieses Finanzprodukts der »New Economy« in den USA, ihre Verwandtschaft mit anderen Formen öffentlicher Enteignung, ihr Ausmaß in den wichtigsten europäischen Staaten sowie die Arbeitsmethoden der Leasing-branche. Erstmalig legt er jetzt die bisher geheimen Vertragsinhalte dieser Konstrukte fiktiver Kapitalbildung in vollem Umfang offen." (Rückumschlag / Info mit Inhaltsverzeichnis.). Bestellung: Westfälisches Dampfboot.
      CBL im Netz:
      • Homepage Werner Rügemer.
      • Attac DO - Allgemeine Links zum Cross-Border-Leasing.
      • Die Welt im Privatisierungswahn!
      • Info mit Inhaltsverzeichnis.
      • Rezension in der Zeit.
      • Wikipedia.
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    Hollyvoodoo. Eine Wortschöpfung aus Hollywood ("Traumfabrik") und Voodoo (Zauber), das meist im Zusammenhang Voodoo-Tod (Tod durch Glauben, die Überzeugung durch einen Bann oder Fluch sterben zu müssen) gebraucht wird, womit zum Ausdruck gebracht werden soll, dass die Amerikanisierung der Welt auf Schein ("Hollywoodisierung") beruht und für viele in den Tod führt. Obwohl die radikal- islamistischen Mullahs natürlich so wenig eine Alternative sind wie die Kommunisten oder Faschisten, haben sie doch etwas Richtiges und Kritisches erkannt: dieses Amerika hat etwas Tödlich-Teuflisches an sich. Die globale Hollyvoodookratie, der global-grenzenlose Konsum- und Wachstumsterror,  führt die ganze Menschheit in den Ruin.
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    homo oeconomicus. Die westlichen Gesellschaften werden vollkommen beherrscht vom homo oeconomicus, d.h. der Mensch wird weitgehend als Wirtschaftsobjekt missbraucht und als Konsummaschine gezüchtet bzw. konditioniert. Das ist an sich familien- und kinderfeindlich und daher ist auch völlig klar, weshalb in sog. Marktwirtschaften und Wohlstandsgesellschaften die Geburtenrate abnehmen muss. Die übermächtige share holder value Ideologie der Plutokraten trägt wesentlich mit zu einer einseitig überalterten, damit  kinderreduzierten Gesellschaft und zur Unmenschlichkeit der Sozialsysteme bei. Die Zerschlagung der Großfamilie und ihrer zahlreichen 'kostenlos' erbrachten sozialen Leistungen führt zu immer gigantischeren Kosten eines sog. professionellen Sozialsystems, das zunehmend weniger bezahlbar und zugleich unmenschlicher wird. Das ist die Saat und Frucht der absoluten Herrschaft des homo oeconomicus, made in USA. Die Aufrechterhaltung dieser Systeme erfordert die ständige Ausbeutung und Unterdrückung der nicht-westlichen Welt, der Armen und Schwachen und fördert damit auch den Kampf der Kulturen, Hass, Krieg und den Kampf aller gegen alle und erzwingt unvorstellbare und gigantische Aufwendungen für die Machtapparate (Militär, Waffen, Geheimdienste, Polizei, Medien: Hollyvoodoo).
    Mephisto zum Homo oeconomicus: "Krieg, Handel, Piraterie, dreieinig sind sie, nicht zu trennen ..."
    (Faust II, A V, Palast, Mephisto Vers 11187)
       
      Konsum-Animation, Verführung und Konditionierung des homo oeconomicus.
      Das maniforme System des globalen Wachstumsrausches verlangt immer mehr und mehr und noch viel mehr. Im Dienste der Animation, Konditionierung und der Verführung stehen die Werbung, leichter Geldzugang und Einkaufsmöglichkeiten rund um die Uhr - flankiert und gestützt von einer willfährigen Justiz.
        2000    BVerG erklärt Werbung mit schockierenden Bildern (ölverschmierten Enten, Kinderarbeit oder Aids-Kranken) für  nicht verfassungswidrig und damit erlaubt. [Q]
        1999    Homebanking und Interneteinkauf.
        1996    Erneute LIberalisierung des Ladenschluss
        1989    Liberalisierung Ladenschluss
        1982    Einführung der Geldautomaten.
        1972    EC-Karte
        1952    Kaufkredit (Ratenkredit)
        1949    Bildung von Diners Club.
          Das Hamburger Abendblatt (4.1.7) hat die Öffnungszeiten in der deutschen Geschichte dargestellt: "Die Ladenöffnungszeiten - wie im Bild die längeren Öffnungen bei Ikea - sind in Deutschland seit gut hundert Jahren gesetzlich geregelt. Im Kaiserreich durften die Läden durchgehend öffnen und viele hatten sogar bis 23 Uhr geöffnet. Danach gab es Schlusszeiten, die die Öffnung auf 5 bis 21 Uhr begrenzten. Allerdings gab es Ausnahmen, und auf dem Land war die Kontrolle des Gesetzes nur unterentwickelt. Die Regulierung wurde während der NS-Zeit beibehalten. Nach dem Krieg herrschte zunächst eine uneinheitliche Regelung, im Süden schlossen die Läden später als im Norden. Für die Verbraucher war dieser Wirrwarr unpraktisch, sodass das Ladenschlussgesetz 1956 auf die Planbarkeit von Einkäufen abzielte. Liberalisiert wurde es dann noch einmal 1989 und 1996."
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    Ich pumpe, also bin ich. Die Formel ist Descartes berühmter Formel nachgebildet, die hier allerdings eher das Gegenteil repräsentiert. Dem entspricht das Credo Ich kaufe, also bin ich des homo oeconomicus.
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    Kapitalismus: Der Kapitalismus taugt so wenig wie der diktatorische Kommunismus (> "Hollyvoodoo"). Er wird beherrscht von den fossilen Neandertalerprinzipien: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren, Steuern minimieren - und nach uns die Sintflut. Und im Zeitalter "der" Globalisierung gibt es noch nicht einmal mehr richtige Märkte, so dass sich inzwischen der einzige ökonomische Vorteil des Kapitalismus - optimale Leistung durch freien Wettbewerb und Konkurrenz - weitgehend selbst aufhebt [Kartelle, Geschwätz von der freien Marktwirtschaft]. Die sog. Finanzkompetenz des Kapitalisimus besteht in erster Linie darin, die ganze Welt in ein Casino zu verwandeln, wo mit einer irrsinnig durch Schuldentollwut aufgeblähten Geldmenge ein maniformes Schneeballsystem von Geld-, Luft- und Seifenblasenwirtschaftswachstum immer seltsamere und katastrophalere Blüten treibt. In ihrer Not fallen viele KommunalpolitikerInnen auf die Heilsversprechen der Banken (PPP) herein. Aber die Banken haben nur eines Sinn: Kapitalrenditen von 25%, wie der Deutsche Bank Chef die Branchenprimus Parole ausgegeben hat. Und wenn diese Kapitalrendite erreicht sein wird, wollen sie noch mehr, bis wir wieder bei der Wucherzinsen im Mittelalter angelangt sind oder bis sie alles haben, vom Grashalm bis zum letzten Dachziegel. Da kann der Staat, die Gemeinde nicht gewinnen. Sie kann nur noch mehr verlieren und am Ende alles. Zur richtigen Therapie gehts hier.
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    Kassenverstärkungskredite. [Mehr hier]
    In den Erläuterungen des statistischen Bundesamtes "Schulden der öffentlichen Haushalte" heißt es: "Unter Kassenverstärkungskrediten werden die kurzfristigen Verbindlichkeiten erfasst, welche die Berichtskörperschaften zur Überbrückung vorübergehender Kassenanspannungen eingehen. Zu den Kassenverstärkungskrediten rechnen neben den Kassenkrediten von Kreditinstituten auch Geldmarkttitel (Schatzwechsel, unverzinsliche Schatzanweisungen) soweit sie zur kurzfristigen Kassenverstärkung bestimmt sind. Die früher ebenfalls dazu zählenden Kassenkredite der Deutschen Bundesbank entfielen ab dem 1. Januar 1994, da zu diesem Zeitpunkt die Regelungen über die zweite Stufe der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion wirksam geworden sind. Danach dürfen Notenbanken den öffentlichen Haushalten keine Kredite mehr gewähren. (Erlaubt bleiben allerdings im Interesse der reibungslosen Abwicklung staatlicher Kassentransaktionen sog. untertägige Kreditaufnahmen bei der Notenbank, die zum Tagesschluss aber ausgeglichen sein müssen). Zweck dieses Kreditverbotes ist es, die öffentliche Hand zu zwingen, sich an den Kredit- und Kapitalmärkten zu Marktkonditionen zu finanzieren. Dadurch soll die Haushaltsdisziplin gestärkt und gleichzeitig eine wichtige potentielle Inflationsquelle verschlossen werden."

    Auch der Bund der Steuerzahler bestätigt in seinem Bericht "2006 Die öffentliche Verschwendung" [Bezugsquelle] die Praxis, mit Hilfe der Kassenverstärkungskredite die echte Staatsverschuldung optisch kleiner zu halten. Im Bericht wird S. 43 am Beispiel Bodenheim (Hessen) ausgeführt: "Die [Kassenverstärkungs] Kredite dienen eigentlich nur der kurzfristigen Liquiditätssicherung einer Kommune, werden mittlerweile aber landauf und landab als Finanzierungsquelle laufender Ausgaben benutzt."

    Weitere Information Deutscher Städtetag: Explosion der Kassenkredite 1992-2006 [PDF]
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    Länder, Gemeinden und Zweckverbände. Wie das stat. Bundesamt mitteilt, sind die Aufgaben zwischen Land, Gemeinden und Zweckverbänden in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich geregelt. Aus Gründen der besseren Vergleichbarkeit, werden daher die Schulden von Ländern, Gemeinden und Zweckverbänden zusammengefaßt.
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    Lüftl-Theorem.
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    Mittel = Arithmetischer Mittelwert: Alle Werte addieren und durch ihre Anzahl teilen: M = Summe / N. Man beachte, wenn Mittelwerte über Zuwächse gegenüber Vorjahreswerten gerechnet werden, ergeben sich andere Mittelwerte als wenn der gesamte Zeitraum gemittelt wird. In Mittelwertberechnungen von Zuwächsen geht ein Wachstumsfaktor ein.
        Streuung =: die Standardabweichung, ein Schätzmass für die Streuung um den Mittelwert.
    Spannweite = Maximum - Minimum.
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    politische "Krankheit". Sie heißt: Schulden, Schulden über alles, über alles in der Welt. Man könnte sie als eine Art Schuldentollwut bezeichnen. Siehe Überblick Schuldenporträts. Leider helfen bislang weder die entsprechenden Grundgesetzartikel (115 und 109) noch das Stabilitäts-Gesetz (1967); die "Schulden-Tollwut" scheint inzwischen ein globales Phänomen zu sein. Und die Nationalökonomie und Finanzwissenschaft zeigt sich auch weitgehend unfähig, das Problem angemessen wahrzunehmen und zu lösen. Dafür gibt es dann Wirtschaftsnobelpreise für Spekulationsgewinnoptimierung.
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    Schuldenentwicklungs-Modell Verantwortlich für die unverantwortliche Schuldenpolitik sind: Politik, Recht, Verfassung, Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaft, Werbung, Banken, Medien, KonsumentInnen und WählerInnen. Jeder Faktor für sich alleine genommen scheint zu einem bestimmten Zeitpunkt - vor allem am Anfang - eine sehr geringe Wirkung oder Bedeutung haben, wie es z.B. typisch für Wachstumsphänomene ist, wo man lange, lange Zeit nichts merkt. Jeder gesellschaftliche Bereich trägt in einem vernetzten Wechselwirkungsprozess immer wieder eine kleine Veränderung bei, so dass aber insgesamt und über die Zeit betrachtet eine riesige und womöglich nicht mehr beherrschbare Eigendynamik an Wechselwirkungen zustande kommt. In einem Schaubild vorgestellt, könnte man sich eine Spirale denken, die sich allmählich immer mehr ausdehnt und in eine gigantische Wachstumsblase einmündet, die schließlich in einer Währungsreform platzt. > Mehr Politische Krankheit ...
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    Schulden nach dem Maastrichtvertrag.

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    Schulden-Pisa.

    • "Im Prinzip zahlt also der Staat keine Zinsen!" Jochen Steffens am 11.12.6 in Finanznachrichten.de. Das ist ja praktisch. Tilgen tut er nicht und Zinsen zahlt er auch nicht - im Prinzip. Bei solchen Kommentaren muss sich wirklich niemand mehr wundern.
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    Schulden-Porträt. Ein neues Benchmark-Format und Evaluations-Kriterium zur Qualitätssicherung von PolitikerInnen, Ökonomen, Finanziers und Wirtschaftseliten. Es ist wichtig, dass die abstrakten Zahlen zu Gesichtern, Namen und verantwortlichen Funktionen in Beziehung gesetzt werden, sonst ändert sich womöglich nie etwas. PoltikerInnen reden viel und sagen meist wenig, doch wichtig und entscheidend zur Beurteilung ihrer Gemeinwohl-Qualität sind allein ihre Handlungen und deren Wirkungen, hier Schulden- und Wirtschaftswachstumsraten: die beiden wichtigsten Kenngrößen für eine vernünftige Finanzökonomie und Stabilität. Und hierbei kommt es nach Musgrave (1987, Bd. 3, S. 209) entscheidend darauf an, dass das Verhältnis beider Wachstumsraten wenigstens konstant bleibt: Stabilitätsbedingung für ein Finanzsystem: Wirtschaftswachstumsrate >= Schuldenwachstumsrate. Eine Service-Leistung der IP-GIPT, Abteilung Politische Psychologie (Präambel; Sprache).  > Stetige und jährliche Wachstumsraten.
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      Anregung: machen oder unterstützen Sie Schulden-Porträts von Ihren PolitikerInnen im Land, im Bezirk, im Landkreis, in der Gemeinde und in der Stadt, von den Institutionen, Organisationen und großen Firmen. Helfen Sie mit, unsere PolitikerInnen und VerantwortungsträgerInnen zu erziehen, dass sie den einfachsten und wichtigsten  kaufmännischen Grundsatz, dass man auf Dauer nicht mehr ausgeben darf als man einnimmt, also solides wirtschaften begreifen, verinnerlichen und praktizieren lernen. Wählen Sie niemanden, der dies nicht kann, beherzigt und zeigt. 
         PolitikerInnen reden viel, gefällig und selbstgefällig. Achten Sie nicht auf die Worte, denn diese bedeuten nichts, sind meist Werbung, Imagepflege, oft stimmen sie nicht. Achten Sie nur auf die Tatsachen, auf das, was gemacht wird; auf das, was als Ergebnis rauskommt. Und die Verschuldungszahlen sind ein sehr gutes Kriterium für Tüchtigkeit und Verantwortung. Und wer mit Steuer-Geldern nicht richtig umgehen kann, bedient sich womöglich nur selbst, kann also nicht nur nichts, sondern ist sogar eine Gefahr für das Gemeinwohl. 
      Geld wäre genug da: Gehen wir von 1% bestverdienenden OligarchInnen in Deutschland aus, dann ergibt dies bezogen auf 40 Millionen Erwerbstätige 400.000. Schöpfen wir von den auf - im Durchschnitt - mindestens 1 Million Euro geschätzten Einnahmen der 1% Bestverdienenden 50% ab, dann ergäbe dies 400.000 mal 1/2 Million, das macht 200 Milliarden. Bei ca. 1,3 Billionen Staatsschulden wäre Deutschland damit in ca. 6,5 Jahren (alt) schuldenfrei. Derzeit gibt es nach der Datenquelle und Basis Materialband zum ersten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung S. 112, Tab. 1.65,  ungefähr 460.000 (Multi) Millionäre in Deutschland. Das hier vorgeschlagene Modell ist also durchaus realistisch, wie hier auch gezeigt wurde: Die Wachstumsrate der Millionäre in Deutschland. 
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    Schuldenstände Deutschland nach den Kriterien des Maastrichtvertrages

    Quelle: Erläuterungen Statistisches Bundesamt Fachserie 14 Schulden der öffentlichen Haushalte.
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    Schulden-Uhren Links.
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    Schulden-Wachstums-Rate nach der Formel für stetiges Wachstum  Endwert = Anfangswert * ezs*n.  Für 2009-2005 ist n = 4.
        Rechnung mit Excel  für stetiges Schuldenwachstum: zs = [ln(1004869 / 872653]/ 4 , = [ln(1.151510394)]/ 4 = [0.141074467] / 4 =  0.035268617
    = 3.53%.  Probe stetig mit Excel bzw. Taschenrechner:  [Anfangswert] * e^(zs*n) =  [872653] * e^(0.035268617*4)  = 872653 * 1.151510394  = 1004869. [Endwert]
        Rechnung mit Excel  für jährliches Schuldenwachstum zj=[(E/A)^(1/n)]-1 = [(1004869 / 872653)^(1/4)]-1 = 0.035897931 = 3.5897931%. Probe jährlich mit Excel::  872653 * (1.035897931)^4  = 872653 * 1.151510394 = 1004869 [Endwert].
    Anmerkung: Die Zahlen liegen manchmal nicht auf Millionen gerundet und "krumm" vor. Das rührt meist von der Umrechnung auf Euro her. Daher können die mitgeteilten und mit Excel-interner Genauigkeit gerechneten Werte manchmal geringfügig abweichen von den mit dem Taschenrechner ausgerechneten ungenaueren Werten, weil die Eingabewerte nicht so stellengenau wie in der Exceltabelle vorliegen.
    Bedeutung und Berechnung der stetigen und jährlichen Wachstumsrate. Einen Vergleich zwischen der exponentiellen stetigen Schulden-Wachstums-Rate nach dem Zinses-Zins-Modell und dem jeweils entsprechenden arithmetischen Mittelwert findet man z.B. für alle Bundesbankpräsidenten und Kanzler von Adenauer 1950 bis Schröder 2002 hier. Wie man sieht, stimmen die Größenordnungen ganz gut überein. Eine ziemlich perfekte Dokumentation könnte umfassen, absolut und relativ in %: Ausgangswert = Schulden des Vorgängers, Anfangswert, Endwert = Ausgangswert des Nachfolgers, Mittelwert, Standardabweichung (Streuung), Minimum, Maximum, Spanne (Maximum-Minimum), stetige und jährliche Wachstumsrate. Eine negative Schulden-Wachstums-Rate bedeutet natürlich Tilgung und sparen. "Sparen" bedeutet nicht, wie in der Presse vielfach falsch euphemistisch dargestellt, dass weniger neue Schulden aufgenommen werden. In diesem Falle wird nicht etwa gespart, "nur" nicht mehr so viel Schulden gemacht wie gegenüber dem Bezugskriterium (meist Vorjahr).  Siehe: Was zum Teufel heißt eigentlich "Sparkurs"?. Auch: Schuldenbremse.
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    Staatsverschuldung: Literatur- und Linkhinweise zu Paul C. Martins Arbeiten und dem sog. "Lüftl-Theorem"
    Martin, Paul C. & Lüftl, Walter (1984, 2.A.). Die Pleite. Staatsschulden, Währungskrise und Betrug am Sparer. München: Langen-Müller.
     
    Das sog. Lüftl-Theorem finden Sie auch praktisch durchgerechnet für die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen hier. Entscheidend für die Problematik ist die Geschwindigkeit des Wachstums, z.B. der Schulden in Beziehung zu den Ressourcen, z.B. BIP, d.i. bei der exp. Regression der Faktor b in: F(X)=A*eb*x

    Die Warnungen Paul C. Martins von vor 20 Jahren bewahrheiten sich inzwischen recht dramatisch, einige Kommunen sind praktisch pleite und die Staatsfinanzen völlig zerrüttet. Es zeigt sich immer mehr, dass die politische, ökonomische gesellschaftliche Entwicklung eigentlich nur noch mit psychopathologischen Mitteln analysiert werden kann. Leider ist das Problem nicht lösbar, weil immer dann, wenn Massenwahnphänomene greifen, besonders in sog. "Demokratien", die Mehrheit bestimmt, was "normal" ist - auch wenn es noch so verrückt ist.
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    supra-nationale Egoismen (EU). Es ist ein ungeheurer Vorgang, wenn die subventionierte Landwirtschaft der Europäischen Union z.B. die afrikanische Landwirtschaft zerstört, indem sie ihre Überschuss- und Überflussprodukte dorthin "billiger" exportieren als die einheimischen landwirtschaftlichen Erzeuger produzieren können.

    • Afrika und die drei Wellen der Globalisierung [Q].
    • EU und USA zahlen 13 Milliarden Dollar illegaler Agrar-Subventionen [Q] Hieraus: "Die EU zahlt Oxfam zufolge 300 Mio. Euro im Jahr an Tomatenverarbeiter vor allem in Griechenland, Italien, Spanien und Portugal - was 65% des Wertes der Tomatenernte ausmacht und es ihnen ermöglicht, der weltgrößte Exporteur von Tomatenmark zu sein. Produzenten in Südafrika, Chile und Tunesien hingegen gehören zu den Verlierern. Die EU subventioniere ihre Fruchtsaft-Industrie, vor allem in Spanien und Italien, zu über 300%, heißt es in dem Bericht, mit 250 Mio. Euro pro Jahr. Produzenten in Argentinien, Brasilien, Costa Rica und Südafrika könnten jährlich 40 Mio. US$ mehr verdienen, wenn die EU ihre Subventionen abschaffte. Außerdem schütze die EU ihre Milchindustrie vor Wettbewerb und subventioniere die Hersteller von Molkereiprodukten mit 1,5 Mrd. Euro im Jahr. Argentinien, Brasilien und Uruguay könnten Butter exportieren, wenn nicht die EU-Exportsubventionen den Weltmarktpreis drücken würden. EU-Butter wird zu Dumpingpreisen direkt in Ägypten, Marokko und Südafrika eingeführt."
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    Tatsächliche Schulden der Gemeinden.
    Deutsche Kommunen höher verschuldet als bisher bekannt. "Bertelsmann Stiftung: Ein Großteil der Schulden wird in ausgegliederte Gesellschaften und Unternehmen verlagert. Grafik zum Kommunalkongress 2007: Schulden der Gemeinden, Gemeinde- und Zweckverbände. "Die deutschen Kommunen sind deutlich höher verschuldet, als bisher angenommen. Das geht aus aktuellen Analysen der Bertelsmann Stiftung hervor, die heute in Berlin veröffentlicht werden. Danach verlagern die Kommunen einen beträchtlichen Teil ihrer Schulden in ausgegliederte Gesellschaften. Im Bundesdurchschnitt werden rund 57 Prozent der Schulden in den Kernhaushalten von Städten und Gemeinden ausgewiesen; die restlichen 43 Prozent fallen in den ausgegliederten öffentlichen Unternehmen und Einrichtungen an.  ..." [Mehr an der Quelle]
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    Wachstum kritisch betrachtet.
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    Wachstumstabellen (Zinseszins).
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    Die Schuld der Wirtschaftswissenschaften und der Medien
    Dass Deutschland so an den Rand des finanziellen Ruins getrieben werden konnte, ist wesentlich mit das Werk seiner unkritischen und willfährigen WirtschaftswissenschaftlerInnen und der wirtschaftspolitischen Medien, die das Problem seit ca. 25 Jahren nicht nur verharmlosen und falsch darstellen, sondern an der finanzpolitischen Verwahrlosung und Verblödung dieses Landes wesentlich Mitschuld haben.
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    Zeitgeschichte
    • IFZ: Institut für Zeitgeschichte (München).
    • Deutsches Historisches Museum (dhm), Jahreschroniken zum zeitgeschichtlichen Rahmen in Deutschland: 1900, 1901, 1902, 1903, 1904, 1905, 1906, 1907, 1908, 1909, 1910, 1911, 1912, 1913, 1914, 1915, 1916, 1917, 1918, 1919, 1920, 1921, 1922, 1923, 1924, 1925, 1926, 1927, 1928, 1929, 1930, 1931, 1932, 1933, 1934, 1935, 1936, 1937, 1938, 1939, 1940, 1941, 1942, 1943, 1944, 1945, 1946, 1947, 1948, 1949, 1950, 1951, 1952, 1953, 1954, 1955, 1956, 1957, 1958, 1959, 1960, 1961, 1962, 1963, 1964, 1965, 1966, 1967,1968, 1969, 1970,1971, 1972, 1973, 1974, 1975, 1976, 1977, 1978, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989, 1990, 1991, 1992, 1993, 1994,1995, 1996, 1997, 1998, 1999, 2000,
    • bpb: Bundeszentrale für Politische Bildung mit vielen interessanten und grundlegenden Informationen.
    • Allgemeine Wichtige Daten zur Wirtschaftsentwicklung, Konjunkturzyklen und Indikatoren finden Sie hier.
    • IFZ: Institut für Zeitgeschichte (München).
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    Sponsel, Rudolf. Jahrgang 1944, Psychologe und Psychotherapeut in Erlangen; Politische Psychologie als "Hobby". Geboren in Markt-Erlbach, aufgewachsen in Wilhermsdorf, Utrecht und Nürnberg (Schweinau, Deutschherrenwiese, Erlenstegen), später in Wertheim a. M., Stockholm [W], Stuttgart und seit 1971 in Erlangen. Früher politisch links-alternativ orientiert und engagiert, inzwischen zu einem "Weißen" entwickelt. Politikaxiome. Weltanschaulich: metaphysisch liberaler Freidenker. Grundsätze: integratives Manifest, integratives Menschenbild. Künstlerische Aktivitäten Hegel-Bilder, Offenes Atelier, Porträts. - Berufsfachbiographisches.
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    Querverweise
      Standort: Schuldenporträt Angela Merkel.
      *
      Überblick Schuldenfreie Gemeinden in Deutschland.
      * Überblick Schuldenporträts 1876-2002. * Staatsverschuldung der Länder im Vergleich 1950-2002.
      Die politische Krankheit der Schuldentollwut. Gibt es eine rollenfunktionelle Geistesstörung? Und wenn - wie heilt man sie?
       Wachstums-Tabellen und Schaubilder. Zur Veranschaulichung des Schuldenproblems
       Was zum Teufel heißt eigentlich "Sparkurs"?
       * Überblick Staatsverschuldung 0_* 1 * Was tut not? *  Neuverschuldung * Privat *  Geldtabu * Psychopathologie Geld1, Geld2 *   Adam Smith zur Staatsverschuldung * Gemeinwohl * Freiheit *
      Juliusturm. Antizyklische Haushaltspolitik der Vernunft. Fritz Schäffer und John Meynard Keynes.
      Überblick Statistik in der IP-GIPT: Methoden, Daten, Geschichte, Verwandtes.
      Beweis und beweisen in Politik, gesellschaftlichem Leben, Medien und Öffentlichkeit.
      Überblick Programm Politische Psychologie in der IP-GIPT
      *
      Suchen in der IP-GIPT, z.B. mit Hilfe von "google": <suchbegriff> site:www.sgipt.org
      z.B. Schulden-Porträt site:www.sgipt.org. 
      *
      Dienstleistungs-Info.
      *

    Zitierung
    Sponsel, Rudolf (DAS). Schuldenporträt Angela Merkel. IP-GIPT. Erlangen: http://www.sgipt.org/politpsy/finanz/schuldp/merkelA.htm
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    Ende_Schuldenporträt Angela Merkel _Service_ Überblick_Relativ Aktuelles _Rel. Beständiges  Titelblatt_ Konzept_ Archiv_ Region_ Mail:_sekretariat@sgipt.org_ Wichtiger Hinweis zu Links und Empfehlungen * Präambel *  Sprache *_

    korrigiert: irs 31.05.09



    Änderungen Kleinere Änderungen werden nicht extra ausgewiesen; wird gelegentlich überarbeitet und ergänzt.
    01.06.09    Geldmengengraphik USA ergänzt; Wucherzinsen der Banken angeprangert (Zusammenfassung).
    31.05.09    Modellrechnung 2010-13.



     

    [Intern] Materialien:
    http://www.youtube.com/watch?v=QjbYAFUWTwM&eurl=http://www.wolfgang-seidel.de.tl/Weltwirtschaftskrise.htm