Ludwig II. König von Bayern
25.8.1845 - 13.6.1886 gegen 19.00 Uhr
Leben und Entmündigung, eine psychopathologisch-historische Studie
von Rudolf Sponsel, Erlangen
Aktuelles
zum Tod 4.12.2
"Ein ewiges Rätsel will ich bleiben mir und anderen" 1)
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Schicksal. Krankheit und Tod Ludwig
II., König von Bayern, sind umstritten und gelegentlich auch
Gegenstand leidenschaftlicher Kontroversen. Für nicht wenige ist Ludwig
II. inzwischen eine Symbolfigur und ein geheimnisumwitterter Mythos. So
manche - auch 'Dolchstoß' - Legenden werden um ihn gesponnen und
in Bayern gibt es nicht wenige Vereine und Gesellschaften, die sich um
Ansehen, Korrektur und Aufarbeitung des Bildes von Ludwig II. annehmen.
Die tragische Gestalt und das Schicksal
Ludwig II. erscheint uns gut geeignet zur Verdeutlichung der Grundprobleme,
die mit der Diagnose schwerster seelisch-geistiger Störungen, Geistes-
oder Gemütskrankheiten einhergehen (z. B. Problem der - oft fehlenden
- Krankheitseinsicht, Zwangsmaßnahmen wie z. B. Behandlung, Entmündigung,
Betreuung, Verwahrung).
Die vorliegende Dokumentation verfolgt
das Ziel, für ein Grund-Dilemma der Psychiatrie bei psychopathologisch
auffälligen Menschen zu sensibilisieren: Was kann man, was darf man,
was muß man tun, wenn Menschen aus den Fugen geraten und von ihrer
Umgebung und ihren Familien nicht mehr ausgehalten und getragen werden
können? Denken Sie bitte nicht: was habe ich damit zu tun? Es kann
jeden zu jeder Zeit und überall ein ähnliches Schicksal ereilen.
Es geht alle an. Und daran wird sich so schnell, auch 115 Jahre nach dem
Tod Ludwig II., nichts ändern.
Überblick
Dokumente und wissenschaftlicher Apparat:
Graue und nicht anklickbare Zeilen sind in Arbeit
oder in Planung und werden im Laufe der Zeit ergänzt.