Internet Publikation für
Allgemeine und Integrative Psychotherapie
Abteilung Politische Psychologie - Überblick
- Präambel
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IP-GIPT DAS=10.12.2007
Internet-Erstausgabe, letzte Änderung 20.12.7
Sekretariat:
Diplom-PsychologInnen Irmgard Rathsmann-Sponsel und Dr. phil. Rudolf Sponsel
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3147 D-91019 Erlangen * Mail:
sekretariat@sgipt.org_
Zitierung
& Copyright_
Anfang Hartz IV. Kritik_Service_
Überblick_
Relativ
Aktuelles_Rel.
Beständiges Titelblatt_
Konzept_
Archiv_
Region__
_Wichtiger
Hinweis zu Links und Empfehlungen
Willkommen in unserer Internet-Publikation
für Allgemeine und Integrative Psychotherapie, Abteilung Politische
Psychologie, Bereich Sozialpolitik, und hier speziell zum Thema:
Hartz IV. Kritik
Heiner Geißler kritisiert Hartz IV:
“Hartz IV verletzt die Menschenwürde”
[Q1,
Q2,
]
Kontrastprogramm: Wer
Mist macht auf höherer Ebene, wird gnadenlos belohnt * Manager
Gagen * Wachstumsraten
für Millionäre * Elite
und etilE * "Deutschland AG"
* geMEINwohl *
von Rudolf Sponsel, Erlangen
Editorial.
Demütigung und Ausbeutung sind nicht
geeignet, Motivation, Integration und Verantwortungsbereitschaft
bei irgend jemandem zu fördern. Sie sind vielmehr Ausdruck einer menschen-
und realitätsverachtenden Fehlhaltung, die nur ausgrenzt, und destabilisiert.
Das gilt ganz besonders für unsere Wirtschaft und ihre Lobbies in
Politik und Justiz. Denn zum Konsum braucht man Geld und eine Arbeit, die
sich lohnt und rechnet. Das hat bereits Henry Ford vor rund einem Jahrhundert
mit seinem berühmten Satz "Autos kaufen keine Autos" auf den Punkt
gebracht. Aber auch diese wirtschaftliche Binsenweisheit scheint - wie
die Einsicht, dass freier Markt und echter Wettbewerb allgemeinverbindliche
Mindestlöhne voraussetzen, - an den entscheidenden Stellen völlig
verloren gegangen zu sein. Deutschland wird leider längst nicht mehr
von gemeinwohlorientierten Eliten
regiert, sondern von Personen, die den Lebensalltag und die Lebensprobleme
von arbeitslosen, kinderreichen, kranken Menschen weder kennen, noch sich
einfühlen können, noch brauchbare Lösungen für die
großen aktuellen gesellschaftlichen Probleme anzubieten haben. Natürlich
sollen Menschen, die arbeiten können und Sozialleistungen beziehen,
auch für die Gesellschaft etwas tun. Das ist doch gar keine Frage
und selbstverständlich, wenn es an den richtigen gemeinnützigen
Stellen geschieht und die Aufhebung der Marktwirtschaft ausgeschlossen
werden kann. Zum Sozialstaat gehört natürlich immer auch, dass
Geben und Nehmen, auch Fördern und Fordern zusammen
bedacht werden. Psychologisch ist jedoch ganz entscheidend, wie
das gemacht wird. Nur Ignorante und Verwirrte können daher auf solch
eine perverse Idee kommen, 1-Euro-Jobs einzurichten, die den Menschen zwangsläufig
das Gefühl geben müssen, gedemütigt und ausgebeutet
zu werden. In einem Sozialstaat muss auf jedem Lohnzettel, ein Betrag stehen,
von dem Familien leben können müssen. Firmen und ArbeitergeberInnen,
die keine anständigen Löhne zahlen können, haben keine wirtschaftliche
Existenzberechtigung und sollten vom Markt verschwinden: je früher,
desto besser. Die Aushöhlung des fairen Wettbewerbs und Sozialstaates
durch Züchtung von Lohnsklaven, zu deren Entlohnung die Sozialkassen
Zuschüsse leisten müssen, ist sogar innerhalb des kapitalistischen
Systems völlig abwegig, ja regelrecht abnorm. Von unfassbarem Zynismus
ist aber, dass Jahr für Jahr - toleriert durch die Justiz - die Teuerungsraten
den Barwert von Arbeitslosengeld II/ Sozialhilfe in einem Ausmaß
mindern, dass 2007 von einem zweistelligen Kaufkraftschwund ausgegangen
werden muss. Den Ärmsten der Armen wird also in einem Ausmaß
genommen, was sich die Reichen und Superreichen um ein Vieltausendfaches
grenzenlos gierig, wie hemmungs- und skrupellos, draufsatteln. Sozial?
Recht? Gerecht?
|
Moral und Kultur sind nur Makulatur, wie alle Krisen, Umbruch-
und Kriegszeiten zeigen - und die Tragödie und das Versagen der Guten
war immer, dass sie viel zu selten schlecht genug waren, um gut genug gut
sein zu können.
|
Literatur
(Auswahl)
und Links (Auswahl, beachte)
Stichworte zur Gliederung: * Arbeitsmarktsituation
und Arbeitslosigkeit * Aufstocker * Ein-Euro-Jobs
* Gerichtsurteile zu Hartz IV.
* Hartz-Gesetze I-IV * Medien
zu Hartz IV. * Wikipedia zu Hartz
IV. * Wirtschaft:
Situation und Entwicklung *
Arbeitsmarktsituation
und Arbeitslosigkeit
-
Forschungsberichte der IAB: , 2007pdf,
-
Statistik der Bundesagentur für Arbeit (2004): Begriff der Arbeitslosigkeit
in der Statistik unter SGB II und SGB III. Nürnberg.
-
Bundesrechnungshof (2006): Bericht an den Haushaltsausschuss und an den
Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages nach §
88 Abs. 2 BHO. Durchführung der Grundsicherung für Arbeitssuchende
– Wesentliche Ergebnisse der Prüfung im Rechtskreis des Zweiten Buches
Sozialgesetzbuch. Bonn.
-
Wolff, J. / Hohmeyer, K. (2006): Förderung von arbeitslosen Personen
im Rechtskreis des SGBII durch Arbeitsgelegenheiten: Bislang wenig zielgruppenorientiert.
IAB-Forschungsbericht Nr. 10/2006. Nürnberg.
Aufstocker. Ein Kandidat für
das Unwort des Jahres
-
Aufstocker – bedürftig trotz Arbeit [IAB Kurzbericht Ausgabe Nr. 22
/ 30.11.2007: PDF]
-
Focus 3.12.7:
"Lohn reicht nicht zum Leben. Immer weniger Menschen können nach Erkenntnissen
von Arbeitsmarktforschern vom Lohn ihrer Arbeit leben und sind deshalb
auf Hartz IV angewiesen. ... "
-
Nürnberger Nachrichten: “Aufstocker”
30.11.7, S. 4 und “Aufstocker”
in EN 4.12.7, S. 2.
Ein-Euro-Jobs.
-
Bellmann, L. / Hohendanner, Ch. / Promberger, M. (2006): Welche Arbeitgeber
nutzen Ein-Euro-Jobs? Verbreitung und Einsatzkontexte des SGB II – Arbeitsgelegenheiten
in deutschen Betrieben. In: Sozialer Fortschritt, Nr. 8/2006, S. 201 –
207.
-
DIE ZEIT: in “Die Gratis-Konkurrenz: Ein-Euro-Jobs sollen den Langzeitarbeitslosen
helfen. Der Erfolg ist umstritten, die Nebenwirkungen sind beträchtlich.
Die Praxis zeigt: Die Billigjobs vernichten Arbeitsplätze.”
Quelle: http://www.zeit.de/2006/23/Ein-Euro-Jobs-neu_xml?page=all.
-
Schmid, G. (2005): Ein-Euro-Jobs: ein neuer arbeitsmarktpolitischer Irrweg?
In: IAW-Report, 2/2005, S. 35 – 49.
-
Wikipedia: 1-Euro-Job..
Gerichtsurteile zu
Hartz IV.
-
Hartz IV-Arbeitsgemeinschaften mit Verfassung nicht vereinbar [Pressemitteilung
118 20.12.7]
-
Der focus meldet am 15.11.2007
... Arbeitslosengeld. Hartz-IV-Klagen überfordern die Gerichte. ...
Beim Sozialgericht häufen sich die Klagen wegen Hartz IV. Die Arbeitsmarktreformen
zeigen Wirkung. ...
Hartz-Gesetze (I-IV).
-
I: Leiharbeit / Zeitarbeit (Personal-Service-Agenturen). [, Online,
]
-
II: Mini-Jobs. [, Online,
]
-
III: Agenturen für Arbeit. [, Online,
]
-
IV: Arbeitslosenhilfe + Sozialhilfe = Arbeitslosengeld II. [, Online,
]
-
Sozialleistungen. Info. [Online]
Medien zu Hartz IV.: ,
focus,
mdr,
moma
ARD, Tagesspiegel: 16.8.7,
Wikipedia zu Hartz IV.
Wirtschaft:
Situation und Entwicklung.
-
Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
(2006): Widerstreitende Interessen – Ungenutzte Chancen. Jahresgutachten
2006/07. Wiesbaden.
Glossar,
Anmerkungen und Endnoten:
GIPT= General and Integrative
Psychotherapy,
internationale Bezeichnung für Allgemeine und Integrative Psychotherapie.
___
Armuts-
und Reichtumsbericht der Bundesregierung.
"Mit Beschluss vom 27. Januar 2000 hat der Deutsche Bundestag
die Bundesregierung aufgefordert, regelmäßig einen Armuts- und
Reichtumsbericht zu erstatten. Am 25. April 2001 hat die Bundesregierung
den ersten Armuts- und Reichtumsbericht vorgelegt [Erster,
Anlagen].
Der Bericht und die zeitgleiche Vorlage des "Nationalen Aktionsplanes zur
Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung 2001-2003" (NAP-incl)
bei der EU-Kommission waren der Beginn einer kontinuierlichen Berichterstattung
über Fragen der sozialen Integration und der Wohlstandsverteilung
in Deutschland. Die Armuts- und Reichtumsberichterstattung basiert auf
dem Leitgedanken, dass eine detaillierte Analyse der sozialen Lage die
notwendige Basis für eine Politik zur Stärkung sozialer Gerechtigkeit
und zur Verbesserung gesellschaftlicher Teilhabe ist. Am 19. Oktober 2001
hat der Deutsche Bundestag die Verstetigung der Armuts- und Reichtumsberichterstattung
beschlossen und die Bundesregierung aufgefordert, jeweils zur Mitte einer
Wahlperiode einen entsprechenden Bericht vorzulegen. Dem kommt die Bundesregierung
mit der Vorlage des Berichts "Lebenslagen in Deutschland - Der 2. Armuts-
und Reichtumsbericht der Bundesregierung" nach. Der Bericht beschreibt
die Lebenslagen der Menschen in Deutschland auf der Basis statistischer
Daten etwa zu Einkommen, Vermögen, Erwerbstätigkeit, Bildungsbeteiligung.
Stand: Februar 2005. PDF-Bericht
(1.79 MB) 370 Seiten., Anhänge."
___
Aufstocker
EN 30.11.7, S. 4.
___
Aufstocker
EN 4.12.7, S. 2.
___
klare
direkte Sprache.
Sofern Persönlichkeiten
angegriffen werden, werden sie in ihrer
funktionalen Rolle oder
als Repräsentanten und nicht als individuelle Menschen
attackiert. Natürlich können z.B. CIA-Gangster oder Wirtschaftskriminelle
der Deutschland AG auch gute Menschen, Eltern, Freunde oder Nachbarn sein.
> GIPT-Manifest.
___
Neid.
___
Mißgunst.
___
Soziale
Gerechtigkeit.
___
Wachstumsraten
für Millionäre in Deutschland. [Google: Millionäre]
-
Spiegel 9.6.5:
"WOHLSTANDSREPORT Deutschland hat 760.300 Millionäre. Das schwache
Wirtschaftswachstum in Deutschland wirkt sich nun auch auf die Schicht
der besonders Wohlhabenden aus: Die Zahl der Millionäre ist 2004 nur
minimal gestiegen. In den meisten anderen Staaten hingegen sind die Reichen
noch reicher geworden."
-
Handelsblatt 4.10.7:
"Zehn Millionen Millionäre. Die Zahl der Reichen und Superreichen
wächst: Das verwaltete Finanzvermögen der Millionäre nimmt
seit Jahren überproportional zu – es könnte im laufenden Jahr
sogar erstmals die Marke von 100 Billionen Dollar übertreffen. Wo
die Reichsten der Reichen leben."
-
wiwo/dpa 27.6.7:
"31.000 neue Millionäre in Deutschland. Studie. Dank der anziehenden
Konjunktur ist im vergangenen Jahr auch die Zahl der Millionäre in
Deutschland gestiegen."
-
Wikipedia: Millionäre.
* Liste
der reichsten Deutschen.
Datenquelle und Basis: Materialband zum ersten Armuts- und Reichtumsbericht
der Bundesregierung S. 112, Tab. 1.65
Demütigung und Ausbeutung sind nicht geeignet, Motivation,
Integration und Verantwortungsbereitschaft bei irgend jemandem zu fördern.
Sie sind vielmehr Ausdruck einer menschen- und realitätsverachtenden
Fehlhaltung, die nur ausgrenzt, und destabilisiert.
Moral und Kultur sind nur Makulatur, wie alle Krisen, Umbruch-
und Kriegszeiten zeigen - und die Tragödie und das Versagen der Guten
war immer, dass sie viel zu selten schlecht genug waren, um gut genug gut
sein zu können.
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Querverweise
Standort: Hartz IV. Kritik.
Kontrastprogramm:
Manager Gagen * Wachstumsraten
für Millionäre * Elite
und etilE * "Deutschland AG"
* geMEINwohl *
*
Vorbilder.
Überblick Politische
Psychologie in der IP-GIPT
*
*
Dienstleistungs-Info.
*
Zitierung
Sponsel, Rudolf (DAS).
Hartz IV. Kritik. Abteilung Politische Psychologie. IP-GIPT. Erlangen:
http://www.sgipt.org/politpsy/sozpol/Hartz4K.htm
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Mitteilung. Soweit es um (längere) Zitate aus ... geht,
sind die Rechte bei/m ... zu erkunden oder eine Erlaubnis einzuholen.
Ende Hartz
IV. Kritik_Service_
Überblick_
Relativ
Aktuelles_Rel.
Beständiges Titelblatt_
Konzept_
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Hinweis zu Links und Empfehlungen
korrigiert: irs 10.12.07
Änderungen wird
gelegentlich überarbeitet, ergänzt und vertieft * Anregungen
und Kritik willkommen
16.12.07 Wer
Mist macht auf höherer Ebene, wird gnadenlos belohnt
11.12.07 Kontrastprogramm.