Das Schulden-Porträt
Helmut Kohl
Ministerpräsident Rheinland-Pfalz 1969-1976
Deutscher Bundeskanzler 1982-1998
"Wir machen keine Schulden"
Schulden 1969-1976 Ministerpräsident
Schulden 1982-1998 Bundeskanzler
von Rudolf Sponsel, Erlangen (ohne Gewähr)
Staatsschulden
(alt) in 6,5 Jahren nach dem IP-GIPT Modell tilgbar.
Die politische Krankheit
der Schuldentollwut. Erklärung und Heilung.
* Politbiographie * Schulden-Tabelle 1 und 2 * Ergebnis 1 und 2 * Kommentar * Anregung * Querverweise * Ländervergleich * Deutsches Reich * Drittes Reich * Übersicht Schulden-Porträts * Japan * USA 1791-2004 * Querverweise *
Politbiographische Daten Helmut
Kohl (Ministerpräsident Rheinland-Pfalz, Bundeskanzler):
"Geboren am 3. April 1930 in Ludwigshafen. Ab 1950 Studium der Geschichte,
der Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten Frankfurt
am Main und Heidelberg; Promotion in Geschichte (1958). Von 1959 bis 1979
war er Abgeordneter für die CDU im Landtag von Rheinland-Pfalz. 1963
wurde er Fraktionsvorsitzender, 1966 CDU-Landesvorsitzender und 1969 Ministerpräsident
seines Bundeslandes. 1973 wurde er zum CDU-Parteivorsitzenden gewählt
(bis 1998). Von 1982 bis 1998 war er deutscher Bundeskanzler." [Quelle1]
"Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Von
1969 bis 1971 regiert Kohl mit einer christlich-liberalen Koalition. Nach
den Landtagswahlen im Mai 1971, bei denen die CDU die absolute Mehrheit
erreicht, kann Kohl eine CDU-Alleinregierung bilden. In der Zeit initiert
Kohl vor allem eine umfangreiche Gebiets- und Verwaltungsreform in Rheinland-Pfalz
und reformiert zusammen mit Heiner Geißler (geb. 1930) das Sozial-
und Gesundheitswesen des Landes." [Quelle2]
Autobiographische
Hinweise.
Tabelle:
Die Schulden-Leistung Helmut Kohls als Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz
1969-1976 [Q]
(Zur
Zusammenfassung der Ländern, GHemeinden und der Zweckverbände.
Datenquelle: destatis Fachserie 14 / Reihe 5)
| Jahr nach
Sek.Dat. Quelle |
Gesamt Absolut Betrag
_ |
Steigerung Gesamt in % gegen Vorjahr | Pro Kopf
Absolut Betrag _ |
Steigerung
pro Kopf in % gegen Vorjahr |
| 1969 | 2442 | (Basis) | 665 | (Basis) |
| 1970 | 2809 | 15,03 | 768 | 15,49 |
| 1971 | 3271 | 16,45 | 889 | 15,76 |
| 1972 | 3784 | 15,68 | 1025 | 15,30 |
| 1973 | 4255 | 12,45 | 1150 | 12,20 |
| 1974 | 4613 | 8,41 | 1248 | 8,52 |
| 1975 | 5267 | 14,18 | 1432 | 14,74 |
| 1976 | 5984 | 13,61 | 1637 | 14,32 |
| Schulden-
Wachstum |
|
|
|
|
| Jahr nach
Sek.Dat. Quelle |
Gesamt Absolut Betrag Millionen
Euro |
Steigerung Gesamt in % gegen Vorjahr | Zum Vergleich BIP n. destatis
in Milliarden E. |
Zum Vergleich BIP in %
gegen Vorjahr |
| 1982 | 157722 | (Basis) | 831,80 | (Basis) |
| 1983 | 174676 | 10,75 | 872,20 | 4,86 |
| 1984 | 186894 | 6,99 | 915,00 | 4,91 |
| 1985 | 200608 | 7,34 | 955,30 | 4,40 |
| 1986 | 211356 | 5,36 | 1010,20 | 5,75 |
| 1987 | 225210 | 6,55 | 1043,30 | 3,28 |
| 1988 | 242949 | 7,88 | 1098,50 | 5,29 |
| 1989 | 250809 | 3,24 | 1168,30 | 6,35 |
| 1990 | 277217 | 10,53 | 1274,90 | 9,12 |
| 1991 [*] | 299608 | 8,08 | 1444,65 | 13,31 |
| 1992 | 310224 | 3,54 | 1613,20 | 11,67 |
| 1993 | 350379 | 12,94 | 1654,20 | 2,54 |
| 1994 [**] | 364289 | 3,97 | 1735,50 | 4,91 |
| 1995 | 385684 | 5,87 | 1801,30 | 3,79 |
| 1996 | 426025 | 10,46 | 1833,70 | 1,80 |
| 1997 | 459686 | 7,90 | 1871,60 | 2,07 |
| 1998 | 487991 | 6,16 | 1929,40 | 3,09 |
| Schulden-
Wachstum |
|
|
|
|
Ergebnis
Schuldenporträt Helmut Kohls als Bundeskanzler 1982-1998
Die Verschuldung des Bundes lag, als Kohl 1982 sein Amt antrat, bei
157 Milliarden und 722 Millionen Euro. Es gelingt diesem Finanzchaoten
mühelos, diesen Schuldenberg in seinen vier Amtsperioden zu verdreifachen
auf 487 Milliarden und 991 Millionen Euro. Das ist eine relative Steigerung
von 309% gegenüber dem Ausgangswert und nach dem Modell der Zinseszinsrechnung
errechnet sich demnach eine stetige
Schuldenwachstumsrate
von 7,06 pro Jahr. Demgegenüber stieg das Bruttoinlandsprodukt im
Zeitraum 1982 bis 1998 nur um eine stetigen
Wachstumsrate von 5,3% pro Jahr - maßgeblich mitbestimmt durch
den Wiedervereinigungseffekt (1990 - 1992).
| Man beachte bitte auch: Zur Beurteilung, wenn die Neuverschuldung abnimmt oder gar richtig getilgt wird, ob echtes Einsparen vorliegt oder nur mehr Geld durch Tafelsilberverkäufe, Steuermehreinnahmen durch höheres Aufkommen - Wachstum oder Steuererhöhungen (z.B. 1994) - hereinkommt, müssten diese Daten eingearbeitet werden. Außerdem muss zusätzlich an sog. "kreative Buchführung" der PolitikerInnen gedacht werden, um das wahre Ausmaß der Schulden zu verschleiern. (z.B. durch extreme Ausdehnung der sog. "Kassenverstärkungskredite" oder auch die versteckten und teilweise kaum kalkulierbaren zukünftigen Lasten, siehe Staatsverschuldung und Bilanzfälschung. Dazu gehören auch Veränderungen der Kriterien (auch sog. "Revisionen", Beispiel hier). Es wäre Aufgabe der Kontrollorgane und Aufsichtsbehörden (Bundesbank, Rechnungshöfe, Bundesaufsichtsamt für Finanzdienstleistungen), der Steuerzahlerverbände und der kritischen Medien solche Methoden zu unterbinden bzw. transparent und öffentlich zu machen. Siehe bitte: Tatsächliche Verschuldung der Gemeinden. Doch viele "Kontrollograne" funktionieren gar nicht richtig und sind hoffnungslos verfilzt. |
_
Kommentar (Allgemeines
zum Schuldenproblem)
| Wie man sieht, konnte Helmut Kohl nie richtig haushalten,
sparen und wirtschaften. Das hat er als Ministerpräsident mit seinen
extrem bananenrepublikanischen Schuldenwachstumsraten eindrucksvoll unter
Beweis gestellt. Er hätte nie Bundeskanzler werden dürfen und
mit seiner extremen Verschuldungspolitik - wie andere Länderchefs
auch - seines Amtes enthoben gehört. Aber so etwas funktioniert in
Deutschland nicht und deshalb stimmt auch diese Demokratie und dieser Rechtsstaat
nicht. Die weitaus besten Ergebnisse auf Länderebene lieferte Lafontaine.
Das scheint auch der einzige zu sein, der in Sachen Ostdeutschland wirklich
eigene Ideen hat und rechtzeitig warnte.
Zu berücksichtigen ist natürlich die Wiedervereinigung, die von Kohl mit einem naiven wirtschaftspolitischen Dilettantismus und einer vollständigen Konzeptionslosigkeit - unter tatkräftiger Mithilfe einer schwachen Bundesbank und sogenannter "Wirtschaftsweiser" - betrieben wurde, daß man mit Fug und Recht sagen kann: Kohl war im Nachkriegsdeutschland das größte Unglück der Amigorepublik, die er entscheidend mitgeprägt, verschleimt und vermurkst hat. Massenarbeitslosigkeit, Sozialabbau, Aufblähung der Staatsquote, Schuldenwahn, Privatfernsehkloake und allgemeine Volksverdummung (siehe PISA), der völlige Niedergang von Verantwortung und Leistung, Selbstbedienungsmentalität und die Verwahrlosung vermeintlicher Eliten durch das amigorepublikanische Iditiotenprinzip - Wer Mist macht auf höherer Ebene, wird gnadenlos belohnt - geht zu einem großen Teil auf die Ära Kohl zurück. Es ist geradezu ein Treppenwitz der Weltgeschichte, daß der Kanzler, der wegen der Weidervereinigung - die ihm in den Schoß fiel und die nicht sein Verdienst ist - in die Geschichte eingehen wird, zugleich als ein großer Totengräber des einst tatsächlich blühenden Westdeutschlands gelten darf. Leider Gottes können unsere PolitikerInnen so wenig das Richtige und Wichtige wie unsere Wirtschaftskoryphäen: umsichtig und verantwortlich haushalten, wirtschaften und sparen getreu dem Motto eines ehrlichen Kaufmannes, daß man auf Dauer nicht mehr ausgeben darf als man einnimmt. Unsere PolitikerInnen können leider ihren Job nicht und für die meisten gilt leider die Metapher der vierköpfigen Hydra. Zur Therapie der "Schuldentollwut": Das psychologsiche Grundproblem liegt sicher in der falschenEinstellung und in der Folgenlosigkeit maßlosen Wirtschaftens. Staatsverschuldung hat eine jahrtausende alte Geschichte und Tradition über fast alle Kulturen und Epochen, geht über alle Herrschaftssysteme, über alle politischen Verwaltungsebenen (Gemeinden, Städte, Kreise, Bezirke, Länder, Bund, Nationen) und über alle Parteien hinweg. Sie ist ein grundsätzliches und strukturelles Problem (historisch oft durch Inflationen, Währungsreformen und Kriege entschuldet), das nur durch grundlegende strukturelle Veränderungen lösbar ist: Hierzu bedarf es eines starken öffentlichen Problem-Bewußtseins und einer tiefgreifenden Konditionierung der politischen Massenhirne. Schulden machen, das muss Gefühle wie Scheiße in der Zahncreme hervorrufen: Abscheu und Ekel. Und man muss sich von falschen Eliten (Etilen) und besonders von den Irrlehren der US-etilE-Universitäten lösen - die sind in erster Linie für sich selber da - wie man auch begreifen muss, dass die USA ganz andere natürliche Wachstumsbedingungen haben als Deutschland (Bevölkerungswachstum und Arbeitsplatzentwicklung). Die USA sind weder real noch normativ oder ideal ein Weltmodell, das sollten die USA und wir Europäer und Deutsche möglichst schnell begreifen und akzeptieren. Die Ausbeutung und Zerstörung der Landwirtschaftsbasis der Dritten Welt durch die Globalisierung und die supra-nationalen Egoismen (EU) ist ein politisches Wirtschaftsverbrechen gegen die Menschlichkeit und die Regierungen der führenden Industrienationen gehörten dafür vor ein internationales Tribunal gestellt. Als allererstes sollte bei PolitikerInnen das Geldtabu aufgehoben und radikale finanzielle Transparenz herbeigeführt werden und vielleicht wäre es eine gute Qualitätssicherungsmaßnahme, wenn JuristInnen und BeamtInnen wenigstens eine Quotenbegrenzung bei Wahlen erhielten, um das Allerschlimmste zu verhüten. Die elementar notwendige Grundstellung für eine dauerhaft verantwortliche, solide und vernünftige Haushaltswirtschaft ist: (1) man kann auf Dauer nicht mehr ausgeben als man einnimmt, ohne früher oder später in der exponentiellen Schuldenfalle zu landen (>Eingangsgraphik, was bedeutet ...? );Diese elementaren und banalen Binsenweisheiten - für deren Realisation und Beherzigung ein Studium anscheinend eher hinderlich ist - wollen viele Kämmerer, Finanz"fach"leute und PolitikerInnen nicht einsehen oder es ist ihnen egal. Wir werden daher überwiegend von finanzökonomisch uneinsichtigen Dummköpfen oder von Nach-mir-die-Sintflut-Verwahrlosten - oder von einer besonders ungesunden Mischung aus beiden - regiert. Dummerweise wählen wir diese Leute auch immer noch, so dass man wohl sagen muss: es geschieht uns nicht besser. Doch daraus folgt fatalerweise, dass es wahrscheinlich auch keine Problemlösung (höchstens einer ungewöhnlichen höheren Ordnung) gibt: Denn wenn die grosse Masse der soziologisch-statistisch betrachtet Normalen - inhaltlich betrachtet - die Verrückten sind, dann sind die Verrückten die Normalen und bestimmen, was normal ist. Hier sind zwei paradoxe Erscheinungen beobachtbar: a) Je verantwortlicher, desto verantwortungsloser und, auf gut fränkisch, b) Je g'scheiter, desto blöder. Dies bestätigt sich auch durch eine Analyse der schuldenfreien Gemeinden in Deutschland. Insgesamt dürften diese vernünftig, verantwortlich und solide Wirtschaftenden nicht einmal die 5%-Hürde schaffen. Eine Änderung ist also ziemlich unwahrscheinlich - bis es wirklich nicht mehr geht und alles zusammenkracht. Bei einigen Gemeinden und Ländern scheint dieser Grenzbereich inzwischen recht nahe zu sein (Berlin, Bremen, München), so dass im Zusammenhang damit, dass es einige wenige Prozent ja wollen und können und der faktischen Pleitesituation vieler anderer vielleicht ein wenig Hoffnung gibt, wenn auch der begonnene Ausverkauf der öffentlichen Vermögenswerte noch viel Schlimmeres befürchten lässt. Wann wird ihnen einfallen, den Kölner Dom, die Berliner Luft oder die bayerischen Alpen an "Investoren" - am besten gleich mehrfach - zu verleasen, um für ein paar wenige Millionen, ein paar Tröpfchen auf den heißen Stein für kurze Zeit ihre Zahlungsunfähigkeit hinauszuschieben? Staatsschulden (alt) in 6,5 Jahren nach dem IP-GIPT Modell tilgbar. |
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Das sog. Lüftl-Theorem finden Sie auch praktisch durchgerechnet für die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen hier. Entscheidend für die Problematik ist die Geschwindigkeit des Wachstums, z.B. der Schulden in Beziehung zu den Ressourcen, z.B. BIP, d.i. bei der exp. Regression der Faktor b in: F(X)=A*eb*x |
Die Warnungen Paul C. Martins von vor 20 Jahren bewahrheiten sich inzwischen recht dramatisch, einige Kommunen sind praktisch pleite und die Staatsfinanzen völlig zerrüttet. Es zeigt sich immer mehr, daß die politische, ökonomische gesellschaftliche Entwicklung eigentlich nur noch mit psychopathologischen Mitteln analysiert werden kann. Leider ist das Problem nicht lösbar, weil immer dann, wenn Massenwahnphänomene greifen, besonders in sog. "Demokratien", die Mehrheit bestimmt, was "normal" ist - auch wenn es noch so verrückt ist.
Datenquellen und Hinweise zu Schulden und Wirtschaftswachstum (BIP):
Externe Links zur zeitgeschichtlichen, finanziellen und ökonomischen
Situation (Auswahl, beachte):
Regional Links
Bund Links
Was bedeutet Staatsverschuldung ganz praktisch ? Schulden erfordern einen Kapitaldienst, d.h. die Begleichung bei Fälligkeit und die Zahlung der Zinsen. Derzeit belaufen sich nach der Zinsuhr des Bundes für SteuerzahlerInnen die Zinsen wie hier ausgewiesen. Am 5.11.6, gegen 14 Uhr, waren dies über 57 Milliarden Euro. Der Bundeshaushalt für 2006 sieht Ausgaben in Höhe von 261,6 Milliarden Euro vor [siehe]. Auf das Gesamtjahr hochgerechnet, ergeben sich rund 66 Milliarden Euro Zinslast für den Bund. Das sind 25,2% der gesamten Ausgaben im Bundeshaushalt allein für Zinszahlungen. Dieses Geld fehlt nicht nur für sinnvolle Ausgaben, aufgrund der Zinseszins- und Wachstumseffekte droht dieser Anteil immer größer zu werden.
Interne Links zum Elite-Problem: * Literaturliste * Generalkritik an der "Elite" * Elite-Meßverfahren * Was sind und wozu brauchen wir "Eliten" (Elite-Universitäten)? * Was bieten amerikanische etilE-Universitäten am Beispiel Wirtschaft?. * Wirtschaftlich motivierte "Elite"-Kritik * Wirtschaftselite in Deutschland * plutokratischer etilE-Papagei Peter Glotz *
Das Peter-Prinzip: "Mir kam der Verdacht, daß meine Schulbehörde in puncto Unfähigkeit kein Monopolbetrieb war. Als ich mich umsah, stellt ich fest, daß es in jeder Organisation eine Anzahl Menschen gab, die unfähig waren, ihrer Arbeit gerecht zu werden." (S. 15). Ein universales Phänomen: "Berufliche Unfähigkeit gibt es überall" (S. 16) "In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen" (S. 19) "Die Arbeit wird von den Mitarbeitern erledigt, die ihre Stufe der Inkompetenz noch nicht erreicht haben." (S. 20)." [mehr: PKW3-04, Überblick Bürokratie, ]
|
(Faust II, A V, Palast, Mephisto Vers 11187) |
"Die hervorstechenden Fehler der wirtschaftlichen Gesellschaft, in der wir leben, sind ihr Versagen, für Vollbeschäftigung Vorkehrung zu treffen und ihre willkürliche und unbillige Verteilung des Reichtums und der Einkommen."Antizyklische Haushaltspolitik steht nach Keynes also unter dem Ziel der Vollbeschäftigung, Stabilität und die sie ermöglichende soziale Gerechtigkeit.
| Anregung: machen oder unterstützen
Sie Schulden-Porträts von Ihren PolitikerInnen im Land, im Bezirk,
im Landkreis, in der Gemeinde und in der Stadt, von den Institutionen,
Organisationen und großen Firmen. Helfen Sie mit, unsere PolitikerInnen
und VerantwortungsträgerInnen zu erziehen, daß sie den einfachsten
und wichtigsten kaufmännischen Grundsatz, daß man auf
Dauer nicht mehr ausgeben darf als man einnimmt, also solides wirtschaften
begreifen, verinnerlichen und praktizieren lernen. Wählen Sie niemanden,
der dies nicht kann, beherzigt und zeigt.
PolitikerInnen reden viel, gefällig und selbstgefällig. Achten Sie nicht auf die Worte, denn diese bedeuten nichts, sind meist Werbung, Imagepflege, oft stimmen sie nicht. Achten Sie nur auf die Tatsachen, auf das, was gemacht wird; auf das, was als Ergebnis rauskommt. Und die Verschuldungszahlen sind ein sehr gutes Kriterium für Tüchtigkeit und Verantwortung. Und wer mit Steuer-Geldern nicht richtig umgehen kann, bedient sich womöglich nur selbst, kann also nicht nur nichts, sondern ist sogar eine Gefahr für das Gemeinwohl. Geld wäre genug da: Gehen wir von 1% bestverdienenden OligarchInnen in Deutschland aus, dann ergibt dies bezogen auf 40 Millionen Erwerbstätige 400.000. Schöpfen wir von den auf - im Durchschnitt - mindestens 1 Million Euro geschätzten Einnahmen der 1% Bestverdienenden 50% ab, dann ergäbe dies 400.000 mal 1/2 Million, das macht 200 Milliarden. Bei ca. 1,3 Billionen Staatsschulden wäre Deutschland damit in ca. 6,5 Jahren (alt) schuldenfrei. Derzeit gibt es nach der Datenquelle und Basis Materialband zum ersten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung S. 112, Tab. 1.65, ungefähr 460.000 (Multi) Millionäre in Deutschland. Das hier vorgeschlagene Modell ist also durchaus realistisch, wie hier auch gezeigt wurde: Die Wachstumsrate der Millionäre in Deutschland. |
korrigiert: 01.06.04 irs