Internet Publikation für Allgemeine und Integrative Psychotherapie
IP-GIPT DAS=15.01.2001 Internet-Erstausgabe, letzte Änderung 12.10.7
Impressum: Diplom-PsychologInnen Irmgard Rathsmann-Sponsel und Dr. phil. Rudolf Sponsel
Stubenlohstr. 20 D-91052 Erlangen * Mail: sekretariat@sgipt.org_ Zitierung & Copyright
Anfang _ Kritik Handhabung Faktorenanalyse _ Überblick _ Relativ Aktuelles _ Rel. Beständiges _ Titelblatt _ Konzept _ Archiv _ Region _ Service iec-verlag _ Wichtige Hinweise zu Links und Empfehlungen_
Willkommen in der Abteilung Wissenschaftstheorie, Methodologie und Statistisch-Mathematische Methodenin der Allgemeinen und Integrativen Psychologie, Psychodiagnostik und Psychotherapie, hier:
von Rudolf Sponsel, Erlangen
Einführung in das Problemfeld: Hier werden
eine Zeit lang Pseudo-Korrelationsmatrizen aus Faktorenanalysen reproduziert
dargestellt, um zu demonstrieren, wie FaktorenalytikerInnen Korrelationsmatrizen
mathematisch malträtieren und verunstalten bis zur völligen Unkenntlichkeit.
Korrelationsmatrizen müssen, damit sie solche heißen dürfen,
positiv-definit,
wenigstens aber positiv-semidefinit sein, das heißt ganz praktisch,
daß sie keine negativen Eigenwerte haben dürfen.
Nicht nur gegen dieses Prinzip wird permanent verstoßen, sondern
die psychologische, medizinische und sozialwissenschaftliche Forschung
ist dermaßen verwahrlost oder/ und entrückt, daß meist
nicht mehr die geringsten Gedanken darauf verschwendet werden, ob
das, was man da tut, überhaupt einen mathematisch und methodologisch
nachvollziehbaren und begründbaren Sinn hat. Eine aus Faktoren reprodzierte
Korrelationsmatrix muß der Ursprungs- Korrelationsmatrix im hohen
Maße ähnlich sein, sonst ist sie keine methodisch legitimierbare
Repräsentation. Die Gretchenfrage lautet also: wieviel Ähnlichkeit
wird verlangt, wie viel Unähnlichkeit toleriert? Damit hängt
natürlich zusammen, wie lautet die Definition
für die Ähnlichkeit und wie mißt man überhaupt
die Ähnlichkeit von Korrelationsmatrizen? Leider wird der wahre Sinn
und Wert und die tiefe wissenschaftliche Bedeutung von Eigenwerten nahe
0 von den meisten FaktorenanalytikerInnen gar nicht gewußt oder erkannt,
so hat sich denn eine szientistische Anti-Wissenschaft breit gemacht, die
statt Gesetze zu erforschen und zu suchen, solche kurzerhand durch methodologischen
Beschluß festlegt, d.h. einfach definiert. Damit sind wir in diesem
Teil der "Wissenschaft" auf dem Niveau des Mittelalters - numehr im dritten
Jahrtausend.
Zum Verständnis für das Gebaren von FaktorenanalytikerInnen
beginne ich dieses Projekt mit dem Kapitel 7.7
aus meinem Buch [FN01]
Numerisch instabile Matrizen und Kollinearität in der Psychologie,
in dem ich rund 1000 Matrizenanalysen von 1910 bis in die jüngste
Gegenwart erfaßt, analysiert und dokumentiert habe. Die Mathematik
hierzu hat im 6. Kapitel Dr. Bernhard Hain geschrieben. Sein mathematisches
Grundlagenkapitel 6 Bemerkungen über Korrelationsmatrizen wird
in hoffentlich absehbarer Zeit hier veröffentlicht. Auch mein fünftes
Kapitel
Zur Therapie bösartig numerisch instabiler Matrizen
wird im Laufe der Zeit hier veröffentlicht. In diesem Buch ist ein
repräsentatives Beispiel enthalten, wie eine 7*7
Korrelationsmatrix tatsächlich auf 5 Faktoren reduziert werden
kann bei einer hohen Ähnlichkeit. Ich werde noch ein weiteres empirisches
Beispiel aus der schulpsychologischen Verwahrlosungsforschung bringen,
wo es sechs Fast-Kollinearitäten gibt, wenn man die 18-artefiziellen
Kollinearitäten aus dem zu geringen Stichprobenumfang (46-29=17) unberücksichtigt
läßt. Schließlich mache ich mich an die makabere Dokumentationarbeit:
'Aus dem Korrelationsmatrizen- Gruselkabinett faktorenanalytischer
Folterknechte.'
Inhaltsverzeichnis
(aktuelle Arbeiten am Anfang):
Einführung und Überblick. Kritik der
Handhabung der Faktorenanalyse
Grundlegende Texte und Dokumente aus der Geschichte der Faktorenanalyse
Dokumente und Beweise durch Modellbildung (Beispiel):
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