mit einigen geschichtlichen und inhaltlichen Hintergrund-,
Rahmen
und Begleitdaten aus allgemeiner und integrativer (schulen-
und methodenuebergreifender) Perspektive
Querverweis: Ursprünglicher[historischer] Anlass
und Sinn der Dokumentation * Berufspolitisches
Überblick Geschichte der Psychologie,
Psychopathologie, Psychotherapie.
Aktuell:
Der Kampf
der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie (GwG) um ihre Anerkennung.
Anfang Jahres-Links * Literatur
* Querverweise * Zum
Stichwortregister
_100 * _160
* _920 * _925 * 1403
* 1409 * 1525
* 1751 * 1758 * 1761
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1802
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* 2006 * 2007 * 2008 * 2009 * 2010
*
Zur Zeitgeschichte
für den Zeitraum 1750-1886 siehe bitte auch hier
* Geschichte ADEIS: 1,
2
*
Zur Geschichte
der Chemie hier * Zeit/Geschichte
psychischer Epidemien und Psychomoden
100~
-
Plutarch (46-125) beschreibt Selbstbehauptungsübungen
und das Prinzip der Konfrontationstherapie über das Heilmittel J
stellen. (siehe auch Goethe 1777 und Freud/
Ferenzci <1919]
-
Epitekt (60-140). Stoischer Popularphilosoph: Nicht die Tatsachen sind
schlimm, sondern wie wir darüber denken, eine Haltung und Einstellung,
die sich ganz aktuell auch in der rational-emotiven (Ellis) und kognitiven
Therapie (McMullin, Beck) wiederfindet.
_
160~
Galen (129-199), Leibarzt von Marc Aurel: "Ein vorzüglicher
Arzt muß auch ein Philosoph sein." Viersäftelehre, Humoralpathologie,
funktionelle und telelogische Grundanahmen.
_
920
Judaeus (griechisch arabische Schule): "Den Kranken sollst du beruhigen,
seine Genesung ihm in Aussicht stellen, wenn Du auch selbst nicht davon
überzeugt bist, da du damit seine Natur unterstützest."
_
925
Rhazes (arabisch islamische Medizin ): "Man kann in der Heilkunst die
Wahrheit nur näherungsweise erreichen".
_
1403 Anfang
Das Bethlehem Hospital in London (gegründet
1247) nimmt Geisteskranke neben anderen Kranken auf.
_
1409
Das Hospital de Ignocents, folls e orats in
Valencia, Spanien, gilt als das este rein psychiatrische Krankenhaus in
der Geschichte.
_
1525
"Archidoxen" (Erz- und Grundlehren) des Paracelsus,
Theophratus Bombastus von Hohenheim, (1493-1541). Metapher des inneren
Arztes; quantitatives Relativitätsprinzip der Heilmittel: "Alle Dinge
sind Gift, nichts ist ohne Gift; allein die Dosis bewirkt, daß ein
Ding kein Gift ist." Verallgemeinert von J.C.
Reil im Heilmitelhauptsatz 1803.
_
1685
Jean Hofer (Schweiz): Abhandlung über das Heimweh
_
1751 Anfang
-
Johann Christian
Bolten erkennt die Psychologie als wissenschaftliche Grundlage
fuer die psychische Kur an.
-
Französische Enzyklopädie erscheint
in 35 Bdn.
-
Lamettrie: Die Kunst, die Wollust zu empfinden.
_
1758
-
William Battie (1704-1776). Treatise of madness.
Empirisch und an John Locke orientiert:
"Jemand ist geistesgestört,
wenn er ständig und abänderlich von der Existenz oder Erscheinung
von irgend etwas, was es für gesunde Menschen nicht gibt, verfolgt
wird und sich entsprechend dieser irrtümlichen Überzeugung benimmt.
Geisteskrankheit oder fälschliche Wahrnehmung ist also ein außerordentlicher
Zustand oder eine Krankheit der Empfindung." (Nach
Leibbrand & Wettley S. 339)
-
Tissot, Samuel Auguste (1758). Die
Onanie, oder Abhandlung über die Krankheiten die von der Selbstbefleckung
herrühren. Die Geschichte
einer metaphysischen und wissenschaftlichen Verirrung
_
1761
-
Morgagni, Giovanni Batista: De sedibus et causis morborum. Venedig. Dt.
1967: Sitz und Ursache der Krankheiten.
1763
Thomas Bayes (1702-1761) Theorem
zur Schätzung der Wahrscheinlichkeit von Hypothesen wird posthum veröffentlicht,
eine zunehmend für wichtiger erkannte Ergänzung zur angloamerikanisch
vorherrschenden Lehre des statistischen Schätzens und Testens nach
Pearson und Neyman.
_
1774
F. A. Mesmer (1734-1815) führt am 28.7. erstmals eine erfolgreiche
Behandlung mit einem Magneten an Fräulein Österlin durch. Entwickelte
darauf auch ein 'gruppentherapeutisches' Verfahren mit individuellem
Streichen (Mesmerismus).
_
1776
Proklamation der Bill of Rights (Virginia).
_
1777 Anfang
-
Die empirische Psychologie entsteht:
Nikolaus
Tetens führt die ersten Messungen zu den Nachempfindungen
durch
-
Goethe
entdeckt und fuehrt auf dem Strassburgermuensterturm
erfolgreich eine Konfrontationstherapie über das Heilmittel Jstellendurch
- 200 Jahre vor dem Verhaltenstherapieboom.
-
Goethe verwendet erstmals das Wort "unbewußt".
-
Die Erfahrungsseelenkunde entwickelt sich:
zahlreiche psychologisch-
psychopathologisch- psychotherapeutische Magazine
entstehen
-
Cullen (1710-1790) erfindet den Begriff
Neurose
_
1779 Anfang
Mesmers Lehre beschleunigt die Entwicklung moderner Psychotherapie
_
1783
Karl Philipp
Moritz gibt das erste interdisziplinaere und integrative Magazin
zur Erfahrungsseelenkunde heraus
_
1791
C.C.E. Schmid formuliert die Idee der Leib
als ein sich selbst organisierendes Wesen
_
1793
-
Pinel befreit
die Geisteskranken von ihren Ketten
_
1801
_
1802 Anfang
-
Erstes Kinder(arbeits)schutzgesetz in England
_
1803
-
Johann Christian
Reil begruendet die allgemeine und integrative Psychotherapie in
seinem psychopathologischen Hauptwerk:
"Rhapsodieen über die Anwendung der psychischen Curmethode
auf Geisteszerrüttungen". Heilmittelhauptsaetze
1803.
_
1805
Dissertation Jean J.D. Esquirol (1772-1840): Die Leidenschaften
als Ursachen und Symptome der Geisteskrankheit, sowie als Mittel zu ihrer
Beeinflussung.
_
1808
Johann Christian Reil erfindet den Begriff der Psychiaterie
_
1810 Anfang
Hahnemann (1755-1843), der Begründer
der Homöopathie, veröffentlicht sein Hauptwerk: Organon
der rationellen Heilkunde.
_
1811
Heinroth: erster Lehrstuhl fuer Psychische Therapie in Leipzig.
_
1818
Heinroth, J. A. C. (1818). Lehrbuch der
Störungen des Seelenlebens oder der Seelenstörungen. 2 Bde. Leipzig:
Vogel.
_
1829
Beginn der Non-Restraint Bewegung in England:
R. Gardiner Hill übernimmt die Direktion des Lincoln-Lunatic-Asylum:
"Ich wünsche, das zu vollenden, was Pinel begann." Die Zahl der Zwangsmaßnahmen
sank unter seiner Leitung von 2364 im Jahre 1830 auf 3 im Jahre 1837. [Panse
S.32]
_
1830
Friedrich Johann Baptist Friedreich (1796 - 1862), Professor und
Gerichtsarzt in Würzburg und Erlangen: „Literaergeschichte der
Pathologie und Therapie der psychischen Krankheiten"
_
1832 Anfang
Friedreich, Friedrich Johann Baptist (1832). Allgemeine Diagnostik
der psychischen Krankheiten. Würzburg: Strecker.
_
1834
Schneider, P. J. (1824).
Entwurf zu einer Heilmittellehre gegen psychische Krankheiten oder Heilmittel
in Beziehung auf psychische Krankheitsformen. Innentitel: Medicinisch-practische
Adversarien. Zweite Lieferung. Tübingen: Laupp.
_
1837
Leupoldt erkennt in seinem Lehrbuch der Psychiatrie (S. 27) weltweit
einen Eklektizismus zwischen Psychischem und Somatischen und bekennt sich
dazu.
_
1838
Jean J.D. Esquirol (1772-1840): Die Geisteskrankheiten in ihrer Beziehung
zur Medizin, Hygiene und Gerichtsmedizin.
_
1839 Anfang
-
F. G. Braeunlich, Direktor der Privat-Heilanstalt Wackerbarthsruhe bei
Dresden veröffentlicht: Psychische Heilmittellehre für Ärzte
und Psychologen.
-
Non-restraint-System wird in England durch John Conolly (1794-1866)
im größten Irrenhaus (ca. 1000 Insassen) in Middlesex in Hanwell
eingeführt: Abschaffung von Zwangsmitteln durch Prinzipien von Geduld,
Gerechtigkeit und Güte.
-
Preußen 9.3.: Regulativ über die Beschäftigung jugendlicher
Arbeiter in Fabriken
_
1844
American Psychiatric Association (APA)
gegründet als Verein der Leiter von Heilanstalten. Umbenennung 1891,
seit 1921 jetztige Bezeichnung [nach Peters 1984]
_
1846
Carus formuliert in seiner
Psychegrundlegende
Prinzipien zum Unbewußten: "Der Schlüssel zur Erkenntnis vom
Wesen des bewußten Seelenlebens liegt in der Region des Unbewußtseins."
[ubw-FP; Allgemein]
_
1847
Große Arbeitsschutzgesetzgebung in England
_
1848 Revolution
-
Arbeiterbewegung: Karl Marx und
Friedrich Engels: Das Kommunistische Manifest.
_
1849
C. Th. Groddeck (1849) promoviert - nach Angaben der
Scientology
Autoren Röder & Kubillus (1850) - Über
die demokratische Krankheit, eine neue Wahnsinnsform.
_
1850 Anfang
Nach einer statistischen Erhebung stehen in Preußen
für 4600 Einwohneer ein Arzt zur Verfügung. Bei Einbeziehung
der Wundärzte ergibt sich ein Verhältnis von 1 : 3000. Auf dem
Lande stehen kaum akademisch gebildete Ärzte zur Verfügung. (Quelle
"Chronik .." S. 286/94)
_
1855
-
G.B.A. Duchenne (1806-1875) heilt Nervenkranke mit elektrischen
Strom
_
1858
Rudolf Virchow (1821-1902): Die Cellularpathologie
...
_
1859
Charles Darwin (1809-1882) Die Entstehung der Arten
_
1861
-
Griesinger vertritt die
Gleichberechtigung von Psychikern und Somatikern, einen pragmatischen
Eklektizismus (S. 471) und fördert damit die Integration von Psychikern
und Somatikern
-
Pasteur (), Paris, entdeckt die Bakterien (>
Geschichte der Chemie)
_
1863
-
Kahlbaum, Karl, Ludwig (1863). Die Gruppierung der psychischen Krankheiten
und die Einteilung der Seelenstörungen. K. trennte
klinisches Zustandsbild und Krankheitsprozeß (Medizinisches
Krankheitsmodell). Schöpfer der Katatonie > 1874.
-
Dunant (1828-1910; CVJM Genf; Friedensnobelpreis
1901): Gründung Internationales Rotes Kreuz
_
1864
-
Genfer
Konvention zum Schutz der Verwundeten
_
1865
-
In Zürich wird "Burghölzli"
(Forel 1848-1931, Bleuler) eröffnet.
-
Mendel (1822-1884): Versuche über Pflanzenhybride;
Grundlagen modernen Vererbungslehre.
-
Pettenkofer
in München erhält den ersten Lehrstuhl für Hygiene
_
1869 Anfang
Eduard von Hartmann (1842-1906): Erste Auflage Philosophie des Unbewußten.
_
1870
(Politisch)
-
Hagen, Friedrich Wilhelm. (1870). Fixe
Ideen. In: Studien auf dem Gebiete der aerztlichen Seelenkunde. Gemeinfassliche
Vortraege. Erlangen. In der Arbeit über die fixen
Ideen taucht der Begriff des Unbewußten - als Freud gerade 14
war - 10 mal auf.
_
1871 (Politisch)
Hecker beschreibt aufgrund des klinischen Materials von Kahlbaum die
Hebephrenie,
die Form der Schizophrenie, die im Jugendlichenalter ausbricht
_
1872
-
§ 218 ins Strafgesetzbuch Deutsches Reich aufgenommen (von Preußen
1851, 1870 Norddeutscher Bund)
-
Charcot (1825-1893) veröffentlicht Vorlesungen über Nervenkrankheiten
_
1873
Robert Vischer (1847 - 1933) erfindet den Begriff der Einfühlung,
die von der klassischen deutschen Psychologie (Lipps, Volkelt, Stein) gründlich
bearbeitet wird.
_
1874 Anfang
-
Kahlbaum gibt eine Klinische Monographie zur Katatonie heraus.
-
Ernst Haeckel (1834-1919): Biogenetisches Grundgesetz
-
Die Deutsche
Medicinische Wochenschrift (DMW) wird von Paul A. Boerner gegründet
_
1878
Sozialistengesetz (reaktiv nach zwei Attentaten auf Kaiser Wilhelm)
_
1879
Wilhelm Wundt, Psychologe, Philosoph und Arzt gründet das erste
Psychologische Labor in Leipzig: Die Psychologie wird unabhängig
_
1881 Anfang
Kaiserliche Botschaft oder "Magna
Charta der deutschen Sozialversicherung"
_
1882
-
Robert Koch (1843-1910; Nobelpreis
1905) entdeckt Tuberkelbazillus.
_
1883
-
Krankenversicherungsgesetz
-
Kräpelin, Emil (1883). Compendium
der Psychiatrie. Leipzig. Abel.
_
1886
Ludwig
II. König von Bayern für unmündig erklärt
__
1889 Anfang
-
Bergarbeiterstreik. Verschärfung der sozialen Gegensätze.
-
22.6.: Gesetz zur Invaliden- und Altersversicherung
_
1892
-
Auf dem Internationalen
Kongreß für Experimentelle Psychologie in London im Juli trägt
Janet
seine Forschungsergebnisse über den Zusammenhang zwischen Amnesie
(Erinnerungsverlust) und unbewußten fixen Ideen vor
-
Gründung der American Psychological Association
(APA) - nicht verwechseln mit der American Psychiatric Association
(APA > 1844)
_
1893 Anfang
-
11.1. Vorlaeufige Mitteilungen Freuds. Die Weltbewegung
der Psychoanalyse beginnt.
_
1895
-
Adolf Jost: Das Recht auf den Tod
-
Im Thieme Verlag erscheint die Zeitschrift für sociale
Medicin
_
1896
-
Otto Binswangers beschreibt in seiner Neurasthenie ein Allgemeines
Psychotherapie- Konzept
-
Gründung der ersten psychologischen (Kinder)-Klinik 1896 durch
Lightner
Witmer.
-
Am 21.4.1896 hält Freud vor einem kleinen Kreis Wiener Kollegen daß
zahlreiche Kinder, in erster Linie Mädchen von Familienangehörigen
und hier hauptsächlich von ihren Vätern sexuell mißbraucht
wurden, störßt ab Ablehnung und gerät dadurch in Isolation;
1905
widerruft er seine Mißbrauchtstheorie
("Verführungstheorie") öffentlich.
-
Heinrich Stadelmann:
"Der Psychotherapeut. Für Ärzte geschrieben und mit biologisch-psychologischen
Vorbemerkungen versehen"
_
1897
-
Pawlow veröffentlicht seine Entdeckung von den bedingten Reflexen
-
Loewenfeld: Lehrbuch der gesammten Psychotherapie
_
1899
In Deutschland werden Frauen zum medizinischen Staatsexamen
zugelassen.
_
1900 Anfang
-
Entmündigungsgesetz: 1. wer in Folge von Geisteskrankheit oder
Geistesschwäche seine Angelegenheiten nicht zu besorgen vermag. 2.
wer durch Verschwendung sich oder seine Familie der Gefahr des Notstandes
aussetzt. 3. wer in Folge von Trunksucht oder Rauschgiftsucht seine Angelegenheiten
nicht zu besorgen vermag oder sich oder seine Familie der Gefahr des Notstandes
aussetzt und die Sicherheit anderer gefährdet. Die Entmündigung
ist wieder aufzuheben, wenn der Grund der Entmündigung wegfällt.
Die Entmündigung erfolgt durch Beschluß des Amts-gerichtes im
Rahmen der Zivilprozeßordnung. Jede Entmündigung wird in das
Bundeszentralregister eingetragen, bei Aufhebung wird die Eintragung nicht
gelöscht sondern durch den Vermerk "Wiederbemündigung" gekennzeichnet.
-
27374 Ärzte im Deutschen Reich, 10% davon allein in Berlin. Arztdichte
im Oktober: 1 : 1923 (2002: ca. 1 : 280) und 8165 MedizinstudentInnen.
Auf jährlich 500 verstorbene kommen 1340, die sich frisch niederlassen.
Man ist beunruhigt und spricht von "Überfüllung". Ununterbrochener
Streit zwischen den Ärzten und rund 300 Krankenkassen um die Honorare
Leipzig: Hartmannbund "zum Schutz gegen die rücksichtslose Ausbeutung
der Ärzte durch die Krankenkassen". [Quelle
Stähr S. 55]
_
1901
-
Neue Prüfungsordnung für Ärzte (Spezialkenntnise
müssen nachgewiesen werden), 1924 abgelöst.
_
1903
-
Carl R. Rogers, Begründer
der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie, geboren.
-
Lipps, T. (1903c). Einfühlung,
innere Nachahmung, und Organempfindungen. Archiv Für Die Gesamte Psychologie.
I. Band, 185-204.
-
D. Paul Schreber (1842-1911):
Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken
-
Typentheorie
Bertrand Russell (Vermischung von Aussageebenen führt zu Paradoxien).
_
1904
-
Erster medizinischer Nobelpreis fuer Pawlow
_
1905
-
Lipps, T. (1905). Weiteres zur
Einfühlung. Archiv Für Die Gesamte Psychologie. IV. Band, 465-519.
-
Freud
widerruft öffentlich seine Mißbrauchstheorie ("Verführungstheorie")
-
Hermann
Simon entdeckt bei Bau von Warstein das Heilmittel Arbeit
und Beschäftigung
_
1907 Anfang
-
Lightner Witmer
(1867-1956), Gründer der der ersten Klinischen Zeitschrift 1907 und
der Erfinder des Begriffes Klinische Psychologie 1907
-
Lipps, T. (1907, Hg.).
Das Wissen von fremden Ichen. In: Psychologische Untersuchungen. Bd. 1.,
694 -722. Leipzig: W. Engelmann.
_
1908
-
27.8. Erste Psychoanalytische Zweiggruppe ('Ortsgruppe')
in Berlin
_
1909
Hugo Münstbergs Allgemeine und integrative "Psychotherapy"
erscheint erstmals.
_
1910
-
Berlin: Berliner psychoanalytische Vereinigung (K.
Abraham)
-
Positiv ressourcen-orientierter
und integrativer Psychotherapieansatz von dem italienischen Psychiater
und Psychotherapeuten Roberto Assagioli (1888 - 1974) erstmals 1910 in
seiner kritischen Dissertation zur Freudschen Psychoanalyse skizziert.
-
Paul Dubois (1848 - 1918): Die Psychoneurosen und ihre seelische Behandlung
[Fallbeispiel]
_
1911 Anfang
-
Dornblueth (Erfinder des "Pschyrembel"): Psychoneurosen,
Konzept einer kognitiven Therapie, u. a. Frankls Dereflexion
(Sponsel 1995, 24; Dornblüth
S. 618) vorweggenommen
-
Reichsversicherungsordnung (RVO) am 19.7. verkündet.
Sie regelt die Kranken-, Unfall- (1913) und Rentenversicherung
(1914) der Arbeiter
-
Auf dem internationalen
Philosophie-Kongreß in Bologna 1911 stellte Roberto Assagioli seine
Ansichten zum Unbewußten dar.
-
Das Zentralblatt
für Psychoanalyse erscheint
-
1911/1912 Erste systematische und wissenschaftstheoretische
Kritik der Psychoanalyse des Heidelberger Assistenzarztes Arthur
Kronfeld: Über die psychologischen Theorien Freuds und verwandte
Anschauungen - Systematik und kritische Erörterung. (1913 russisch)
-
Eugen Bleuer erfindet
den Schizophreniebegriff.
_
1912
-
Jones schlägt Freud die Gründung
eine Geheimes Komitees vor,
um die Reinheit der Lehre und mögliche Dissidenten besser zu kontrollieren
_
1913
-
Münsterberg: Grundzüge der Psychotechnik. Formuliert
u.a. das
Allgemeine Heilwirkprinzip der
Antagonistenbahnung (S. 336 z. B. Entspannung gegen Angst)
-
J. B. Watson Behavioristisches Manifest: Psychology as the bahaviorist
views it.
-
Jaspers bahnbrechendes, 100 Jahre später noch
aktuelles Werk: Allgemeine Psychopathologie (erste Auflage)
_
1917
-
Emil Kraepelin (1865-1926), München:
Deutsche Forschungsanstalt für Psychiatrie
-
Wagner-Jauregg (1857-1940), Wien: Malariatherapie
gegen progressive Paralyse eingeführt.
_
1918
-
Neuropsychologe und Psychiater Bechterew (1857-1927)
gründet in St. Petersburg das Institut für Gehirnforschung.
-
Spanische Grippe fordert ca. 20 Millionen
Tote
_
1919
-
Eröffnung des - ersten - Instituts für Sexualwissenschaft
in Berlin durch Magnus Hirschfeld mit dem Psychiater Arthur
Kronfeld und dem Hautarzt Friedrich Wertheim
-
Erstes Psychoanayltisches Institit in Berlin (Karl Abraham)
-
Thomas Morgan: The physical bases of heredity (Grundlage
-
Der britische Frauenarzt Read erfindet psychisches Training
zur Ausschaltung des Geburtsschmerzes.
-
Offene
Fürsorge durch Kolb in Erlangen
_
1920 Anfang
-
Berlin: Erste psychoanalytische
Poliklinik
-
Arthur Kronfeld:
Das Wesen der psychiatrischen Erkenntnis - Beiträge
zur Allgemeinen Psychiatrie (enthält auch wissenschaftstheoretische
Grundlagen der Psychologie)
-
Hirschfeld, M. (1920). Sexualpathologie. 3.
Bde. Bonn: Marcus & Webers.
-
Ethisch bedenkliche Konditionierte Angstreaktion
des kleinen Albert (11 Monate) durch Watson / Rayner (USA), die
nicht mehr ygelöscht
werden konnte, weil der Junge verschwand.
-
Rudolf Steiner (1861-1925):
Anfänge anthroposophischer Medizin
-
Strafrechtler Karl Binding und
der Psychiater Hoche veröffentlichen Die Freigabe der Vernichtung
lebensunwerten Lebens und bahnen damit der Vernichtung
der psychisch Kranken (T4) durch die Nazis einen Weg.
_
1921
-
Eugen Bleuler: Das autistisch-undiskziplinierte
Denken in der Medizin und seine Überwindung
-
Ernst Kretschmer (1888-1964): Körperbau
und Charakter
-
Insulin isoliert (Banting & Best)
_
1922
-
Lehranalyse wird auf dem Kongreß der Internationalen
Psychoanalytischen Vereinigung gefordert.
-
Hans Prinzhorn:
Bildnerei
der Geisteskranken
_
1924
-
Arthur Kronfeld: Psychotherapie
- Charakterlehre, Psychoanalyse, Hypnose, Psychagogik
-
Facharztordnungen
_
1925
R. A. Fisher führt den Signifikanztest ein: Statistical methods
for research workers.
_
1926 Anfang
-
I. Allgemeiner Aerztlicher Kongress fuer Psychotherapie
in Baden-Baden (mit 537 Teiln. aus ganz Europa)
-
Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft. Ausbildungs-
und Zulassungsrichtlinien werden formuliert.
-
Ernst Simmel eröffnet das Berliner
Sanatorium Schloß Tegel
_
1927
-
II. Allgemeiner Aerztlicher Kongress fuer Psychotherapiein
Bad-Nauheim (mit 539 Teiln. aus ganz Europa)
-
Am 1. Dezember in Berlin formelle Gründung der
für Anhänger aller Psychotherapieschulen offenen verbandsübergreifenden
Allgemeinen
Ärztlichen Gesellschaft für Psychotherapie (damals 402
Mitglieder, davon 65 aus 9 weiteren europäischen Ländern)
_
1928
-
III. Allgemeiner Aerztlicher Kongress fuer Psychotherapie
in
Baden-Baden - nunmehr als offizielle Veranstaltung der AÄGP
-
und Erscheinen ihres Publikationsorgans Allgemeine
aerztliche Zeitschrift fuer Psychotherapie und psychische Hygiene
_
1929 Anfang
-
IV. Allgemeiner Aerztlicher Kongress fuer Psychotherapie
in Bad-Nauheim
_
1930
-
V. Allgemeiner Aerztlicher Kongress fuer Psychotherapie
in
Baden-Baden
-
Umbenennung der AÄZP
zum Zentralblatt für Psychotherapie und ihrer Grenzgebiete einschließlich
der Medizinischen Psychologie und Psychischen Hygiene
_
1931
-
VI. - und letzter von nationalsozialistischem
Gedankengut unbeeinflußter - Allgemeiner Aerztlicher Kongress fuer
Psychotherapie in Dresden
-
Kurt Schneider: Klinische Psychopathologie
_
1933 Anfang
-
Am 15. September Gründung der von nationalsozialistisch
eingestellten Ärzten beherrschten Deutschen allgemeinen ärztlichen
Gesellschaft für Psychotherapie (DAÄGP) unter dem "Reichsführer"
Prof. Dr. jur. Dr. med. M. H. Göring, eines Vetters von Hermann Göring
- als Landesgruppe der zur "überstaatlichen" erklärten
AÄGP (dessen Vorsitz durch Rücktritt von Ernst Kretschmer an
seinen Stellvertreter C. G. Jung fiel).
-
Gründung der Kassenaerztlichen
Vereinigung Deutschlands: Die Chronik der
Medizin fuehrt hierzu aus: "Mit der Gründung der 'Kassenärztlichen
Vereinigung Deutschlands' gewinnen die Ärzte nach der Machtergreifung
Adolf Hitlers erheblichen Einfluss. Kasseneigene Einrichtungen der medizinischen
Versorgung müssen aufgelöst werden. Sie werden von der Ärzteschaft
als Konkurrenzunternehmen eingestuft. ... Die nationalsozialistische Propaganda
gegen die 'sozialistischen' Kassen kam dem Interesse der Ärzte entgegen
und erklärt z.T., warum die Ärzte zu einem so hohen Prozentsatz
mit dem Nationalsozialismus sympathisierten."
-
French (1933): Interrelations Psychoanalysis and
Pawlow im American Journal of Psychiatry
-
Wolfgang
Köhler (1887-1967), der einzige (Gestalt) Psychologe
und Universitätsprofessor von Rang und Namen, der sich auf eigenem
Antrag 1935 vom Amt entpflichten ließ, protestierte öffentlich
in einem Zeitungsartikel gegen die Machenschaften und die Judenhetze des
Nationalsozialismus.
-
Sakel (Wien) beginnt Schizophrene mit hypoglikämischen
Komata (Insulinschock) zu behandeln (1934 veröffentlicht)
_
1934 Anfang
-
Ausrufung der "Neuen Richtung, neuen Bindung"
der Psychotherapie an "das große Geschehen, das uns alle bewegt"
durch H. v. Hattingberg (der 1943 sogar eine - neue - "Deutsche Seelenheilkunde"
propagierte) nach Aufforderung C. G. Jung's zur Unterscheidung einer "germanischen
und der jüdischen Psychologie" von Ende 1933 auf der einen Seite und
auf der anderen offizielle Gründung der Überstaatlichen allgemeinen
ärztlichen Gesellschaft für Psychotherapie (ÜAÄGP)
auf dem von 77 - davon 7 ausländischen - Teilnehmern besuchten
"VII. Kongreß für Psychotherapie" in Bad Nauheimn am 12.
5. 1934 (ab 1935 ohne weitere Erklärung umbenannt - zunächst
im Geleitwort zum ersten Heft, ab dem fünften auch auf dem Titelblatt
ihres weiterhin offiziellen sowie unter deutsch-schweizerischer Schriftleitung
von weit überwiegend deutschen Autoren verfaßten und in Deutschland
auch gedruckten - ab 1936 sogar noch von dem Vorsitzenden ihrer "deutschen
Landesgruppe", M. H. Göring mit herausgegebenen - Publikationsorgans,
des Zentralblattes
für Psychotherapie - zur Internationalen Allgemeinen Ärztlichen
Gesellschaft für Psychotherapie ['offiziell': im November 1937];
im Oktober 1937 konnte diese in Kopenhagen und Sommer 1938 in London noch
zwei internationale Kongresse veranstalten - bevor ihr Präsident C.
G. Jung 1940 von allen Ämtern zurücktrat und sie unter
ihrem englischen Vizepräsidenten Chrichton-Miller ganz dem deutschen
Einfluß überlies, unter dem sie 944 dann zugrunde ging; zur
Neugründung s. 1948).
-
Psychotherapeutische Praxis - Vierteljahresschrift
für praktische ärztliche Psychotherapie (als "unabhängiges
und überparteiliches Organ im Dienst der praktischen ärztlichen
Psychotherapie
und ihrer Grenzgebiete von
A. Kronfeld
und W. Stekel zusammen mit einer internationalen Herausgeberschaft von
Island bis Rußland im Verlag der Psychotherapeutischen Praxis,
Weidmann & Co. in Wien, Leipzig und Bern herausgebrachte Alternativzeitschrift
zu dem Zentralblatt für Psychotherapie, das unter der Schirmherrschaft
von C.G. Jung in die Regie von "deutschen Ärzten" übergegangenen
war.)
-
Gesetz zur Vereinheitlichung des Gesundheitswesens
_
1935
-
C. G. Jung berichtet von "Fortschritten" der Organisation der Internationalen
Allgemeinen Ärztlichen Gesellschaft für Psychotherapie, nachdem
sich in der Folge der Umwandlung der AÄGP in eine deutsche Landesgruppe
mit unbekannt vielen Mitgliedern auch eine holländische mit 32, eine
dänische mit 10 sowie eine schweizerische mit 14 Mitgliedern gegründet
hatte...
-
Gründung einer Reichsarbeitsgemeinschaft für eine Neue
Deutsche Heilkunde, "die auf dem Boden der Schulmedizin die erprobten
Verfahren der Naturheilkunde ... in ihren Heilschatz aufnehmen sollte."
("Reichsärzteführer" Dr. Wagner, der diese RAG 1936 nach Erlaß
der Reichsärzteordnung wieder auflöste und dafür ankündigte,
über den Nationalsozialistischen Deutschen Ärztebund "die
Gesamtärzteschaft mit dem neuen Gedankengut" vorwärts zu
bringen).
-
Der portugiesische Neurologe Moniz (Lissabon) erfindet die Leukotomie als
umstrittene psychochirurgische Methode
_
1936 Anfang
-
Auflösung der deutschen Ärzteorganisationen.
Das Vermögen des Hartmannbundes wird der Kassenärztlichen
Vereinigung Deutschlands uebertragen. Die Nazis erzwingen den Austritt
der
Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft aus der Internationalen
Psychoanalytischen Vereinigung. Bis zu Beginn des 2. Weltkrieges verlassen
ca. 4/5 derPsychoanalytikerInnen Deutschland. Mit
'Zustimmung' Freuds wird das
"Deutsche Institut für psychologische Forschung und Psychotherapie"
gegründet.
[Dührssen S. 176]
-
Gründung des Deutschen Instituts für psychologische Forschung
und Psychotherapie in Berlin (Leitung: M. H. Göring) mit dem Auftrag
der Erarbeitung einer Neuen Deutschen Seelenheilkunde
-
Die deutsche Psychologie verliert durch den Nazi-Terror ca. 1/3
fuehrende Koepfe.
-
Rosenzweig veröffentlicht 1936 Some implicit
factors in diverse methods in psychotherapy im American Journal of
Orthopsychiatry mit dem berühmten statement: "At
last the Dodo said, 'Everybody has won, and all must have prices."
_
1938
-
Auflösung der Deutschen Psychoanalytischen
Gesellschaft
-
Cerletti und Bini: Entwicklung und Anwandung eines Apparates zur Elektro-Konvulsions-Therapie
_
1939
-
Heilpraktikergesetz
_
1940 Anfang
-
Areas Of Aggreement
In Psychotherapy, Bericht einer Diskussion im American Journal
of Orthopsychiatry, u. a. mit Allen, Rogers, Rosenzweig
-
Einsetzen einer Kommission zur Erarbeitung einer
Diplomprüfungsordnung für Psychologen [Geuter
1988, S. 324 ff]
_
1941
Diplom Prüfungsordnung für
die Psychologie erlassen
_
1943
Der Chemiker Hofmann entdeckt bei seiner Arbeit (Dandoz AG) mit Mutterkornalkoholiden
LSD.
_
1946
Gründung des Berufsverbandes Deutscher Psychologen (BDP)
_
1948
Neugründung der AÄGP
am 11. September während der Jahresversammlung Deutscher Neurologen
und Psychiater durch ihren letzten Vorsitzenden vor 1933 Ernst Kretschmer,
der wieder in dieselbe Funktion gewählt wurde und in Tübingen
Psychotherapie- Kurse abhielt (die historisch zur Anregung der Etablierung
der seit 1950 stattfindenden Lindauer Psychotherapiewochen wurden,
die zu der für lange Zeit - und vielleicht heute noch - "bedeutendsten
und differenziertesten psychotherapeutischen Fortbildungsveranstaltung
im europäischen Raum" wurden (nach W. Th. Winkler).
_
1950
Thorne veröffentlicht zur eklektischen Psychotherapie
_
1951
Gründung der Zeitschrift für Psychotherapie und
Medizinische Psychologie als Organ der Nachkriegs-AÄGP - (zugleich
der Österreichischen Allgemeinen Ärztlichen Gesellschaft für
Psychotherapie - der heutigen Österreichischen Ärztegesellschaft
für Psychotherapie).
_
1952 Anfang
-
Zufällige Entdeckung der psychopharmakologischen Wirkung des Chlorpromazins
als
"lytische Cocktails" in der Narkosetechnik durch Laborit und Hugenard
[S.22]
1951 veröff.. Anwendung auf die Behandlung von Psychosen durch den
französischen Psychiater Jean Delay (1907-1957), der 1955 den Begriff
Neuroleptika
prägt. US-Psychiater N.S. Kline () weist auf eine ähnliche Wirkung
des Reserpins (Blutdrucksenker): Anwendung auf Psychosen 1954 (erhebliche
Nebenwirkungen).
-
Am 27.2. verabschiedet der Bundestag das Gesetz zur Einrichtung des Bundesgesundheitsamtes.
_
1953
-
Crick & Watson entschlüsseln den Code des Trägers
der genetischen Information (DNS, Doppelhelix, Nobelpreis 1962)
_
1954
Schou et. al. entdecken - erneut nach
Garrod 1859 [Harnsäure Diathese] und Cade 1949 - die Bedeutung
des Lithiumsalzes für zyklische und periodische affektive Störungen.
[Nach
Rudolf 1996, S. 7]
_
1955
Eine Kommission der British
Medical Association empfiehlt die Anwendung der Hypnose bei neurotischen
Störungen und Schmerzzuständen.
_
1956 Anfang
-
29.2. Der Bundesgerichtshof wendet sich dagegen, die Haftung für
Neuroseschäden nur unter dem Gesichtspunkt des auesseren Zusammenhanges
abzugrenzen (BGHZ 20, 142).
-
Der Bundestag verabschiedet Gesetz zur Krankenversicherung der Renter (Mitglied
ist, wer in den letzten fünf Jahren seines Erwerbslebens, mindestens
12 Monate in die Pflichtversicherung einbezahlt hat.
-
Arthur Jores (1956): Der Mensch und seine Krankheiten. Grundlagene
einer anthropolgischen Medizin (stellt das ausschließlich naturwissenschaftliche
Verständnis von Krankheit, die auch dem Zeitwandel unterliege,
in Frage). [W]
-
Alexander Lowen, Schüler Reichs, gründet das "Institut
für Bioenergetische Analyse". [W]
_
1957
Michael Balint veröffentlich
"Der Arzt, sein Patient und die Krankheit". [W]
_
1958
Der Begriff Behaviour Therapy von Wolpe und Eysenck 1958/59
unabhängig voneinander eingeführt
Gründung des Arbeitskreises Medizin und Soziologie. Anfänge
der Medzinsoziologie (König [W],
Tönnesmann).
System der Immunabwehr wird entdeckt (Dausset, Nobelpreis 1980).
Die Vereinigung der US-amerikanischen Ärzte würdigt die ärzliche
Hypnose als ein wichtiges therapeutisches Verfahren (>1979).
_
1959
Der Begriff Behaviour Therapy von Wolpe und Eysenck 1958/59
unabhängig voneinander eingeführt
_
1960 Anfang
-
Fatales Kassenarzt-Fehlurteil
am 23.3. des Bundesverfassungsgerichts zur uneingeschraenkten
Berufszulassungsfreiheit von Ärzten, das die Beschränkung
1 Arzt auf 500 Krankenkassenmitglieder für nichtig erklaerte, wobei
man faelschlich davon ausging, dass sich nach
Freigabe der Zulassungsbeschraenkung die damals 37.000 KassenaerztInnen
um nicht mehr als 12% erhoehen wuerden. Sämtliche Annahmen der
Richter erwiesen sich als falsch und heute als überaus fatal. (Korrelation
Arztdichte und Gesundheitskosten)
-
In Frankfurt wird das Institut für Psychonalyse und
Psychosomatische Medizin (ab 1964 Sigmund Freud Institut) gegründet.
-
Durch K Laing und D. Cooper begründen um 1960 die Bewegung
der Anti-Psychiatrie
-
Der Tranquilizer Librium (Chlordiazepoxid; entspannende
und angstlösende Wirkung) kommt auf den Markt. Ein neues Kapitel von
Medikamentenabhängigkeit und -Mißbrauch wird aufgeschlagen.
-
Einführung der Anti-Babypille in den USA (Ablehnung
des Papstes wirkungslos).
-
Die American Heart Association veröffentlicht
einen Bericht über den Zusammenhang zwischen Nikotinmissbrauch und
Herzinfarkt.
-
Joe Kamiya (San Franscisco) entwickelt Bio-Feedback-Techniken.
_
1961 Anfang
-
28.11. Der Bundesgerichtshof entscheidet, daß eine Haftung des Schädigers
entfalle, wenn die neurotischen Krankheitserscheinungen durch einen zumutbaren
Willensakt haetten überwunden werden können. (BHG VerR 1962,
280)
-
J. D. Frank's epochales Werk zur interkulturellen und interhistorischen
Allgemeinen Psychotherapie erscheint 1961 (Die Heiler, dt. 1981)
-
Foucault, Michel (dt. 1969, fr. 1961). Historie de la folie.
Geschichte des Wahnsinns vom 16. bis 18. Jhd.
_
1962
-
Einführung der Anti-Babypille.
_
1963
-
Am 20.7. Änderung des Arzt-Ersatzkassen-Vertrages, wonach
Nicht-Äzte und Nicht-Vertragsärzte von der Leistung der Ersatz-Krankenkassen
ausgeschlossen wurden (Sicherung des ärztlichen Behandlungsmonopols).
-
1963 wurde die Sektion KLIPS (Klinische Psychologen) im BdP gegründet,
deren psychotherapeutische Orientierung von Anfang an schulen- und methodenübergreifend
war
-
Der Tranquilizer Valium (Diazepam; entspannende und angstlösende
Wirkung) komtm auf den Markt.
_
1964 Anfang
-
1.7. "Neurosen-Urteil" des Bundessozialgerichts: "Seelische
Stoerungen - neurotische Hemmungen, die der Versicherte - auch bei zumutbarer
Willensanspannung - aus eigener Kraft nicht überwinden kann,
sind eine Krankheit." (BSGE 21, 189).
-
Juni: Deklaration von Helsinki des Weltärzebundes zur Arbeit von ÄrztInnen,
die in der biomedizinischen Forschung am Menschen tätig sind (revidiert
1975 in Tokyo, 1983 in venedig und 1989 in Hongkong).
_
1965
-
28.9. Der Bundesgerichtshof entscheidet sich gegen eine Schadenersatzpflicht
mit dem Argument, dass nach aerztlicher Erfahrung es als gesichert anzusehen
sei, dass eine grosszuegige rechtliche Anerkennung der Ausgleichspflicht
renteneurotische Fehlhaltungen vermehren wuerde und die Eingliederung ins
Arbeitslebene erschwerten. (BGH NJW 1965, 2294).
-
Kingsley Hall: Erste institutionelle antipsychiatrische
Gemeinschaft (1965-1970) nach den Vorstellungen von R.D. Laing
_
1967
-
Erste Psychotherapie-Richtlinien: die Psychoanalyse
und Tiefenpsychologie werden krankenkassen abrechenbar.
-
Erste Berufsordnung fuer Psychologen durch den Berufsverband
Deutscher Psychologen (BDP)
-
Laing und Cooper organisieren den Kongreß
Dialektik
der Befreiung vom 15.7.-30.7. in London. [Antipsychiatrie]
_
1968
-
Am 18.6.wird Alkoholabhängigkeit durch das Bundessozialgericht
als Krankheit anerkannt.
-
DGVT: Gründung der heutigen "Deutschen Gesellschaft
für Verhaltenstherapie"
_
1970 Anfang
-
Das Fach Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
wurde 1970 in die neue Approbationsordnung für ÄrztInnen aufgenommen.
-
Politische Bestrebungen der Bundesregierung, ein
einheitliches Sozialgesetzbuch zu schaffen (In Kraft treten aller Neuregelungen
1992)
-
5.3. Antrag und Debatte im Bundestag zur Lage
der Psychiatrie
-
GwG Gründung der Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie,
-
Die DGVT und die GwG gegründet 1970) bilden mit dem Bund deutscher
Psychologen, 1946 gegründet, die Verbände der angewandten
Psychologen
_
1971
-
Am 23.6. Beschluss des Bundestages, die Regierung
mit der Organisation Psychiatirie Enquete zu beauftragen.
_
1972 Anfang
-
Änderung der ersten Psychotherapie
Richtlinien von 1967 und Einfuehrung des Delegationsverfahrens
fuer die Tiefenpsychologie und Psychoanalytische Psychotherapie (siehe
auch 1963).
_
Psychotherapie im Delegationsverfahren ist eine "Hilfeleistung
anderer Personen, die von dem Arzt angeordnet und von ihm zu verantworten
ist, zur aerztlichen Behandlung"
(Bundes Sozialgericht vom 10.7.1979)
|
_
1972 Anfang
-
Um an die Kassentöpfe zu gelangen,
haben die tiefenpsychologischen und psychoanalytischen Diplom-PsychologInnen
ihre akademische, geistige, berufliche und wirtschaftliche Unabhängigkeit
aufgegeben und damit das Medizin-Monopol objektiv gestärkt.Deutschland
hatte keine psychologisch-psychoanalytischen Persönlichkeiten vom
berufspolitischen Format eines Theodor Reik.
_
1973
-
Vorlage Zwischenbericht Psychiatrie Enquete am 19.10.
-
Lazarus
1973 veroeffentlicht
zum technischen Eklektizismus und zur multimodalen Psychotherapie.
_
1974 Anfang
-
Rauschgiftsucht als Grund für Entmündigung gesetzlich eingeführt
-
Die Amarican Psychiatric Association fordert die Abschaffung
der Homosexualität als Krankheit. Watzlawick genüßlich:
"Man
hat so mit einem Federstrich Millionen von Menschen von ihrer 'Krankheit'
geheilt."
_
1975
-
Das FPI um Hilarion Petzold gibt seit 1975 die Zeitschrift „Integrative
Therapie" heraus und bildet seit 1973 gestaltbasiert integrativ
aus. (Zur humanistischen PT).
-
Bastine,
R. H. (1975). Auf dem Wege zu einer integrierten Psychotherapie, Psychologie
Heute Heft 7 / 1975, 53-58.)
-
Luborsky, L., Singer, B., & Luborsky,
L. (1975). Comparative studies of psychotherapies: Is it true that "everyone
has won and all must have prizes"? Archives of General Psychiatry,
32, 995-1008. (siehe bitte auch 1936)
_
1976 Anfang
-
Goldstein & Stein: Maßgeschneiderte Psychotherapien (dt. 1980)
-
Neufassung der Psychotherapie-Richtlinien und
Einfuehrung des "allgemeinen" Delegationsverfahrens
-
Das Krankenversicherungs-Weiterentwicklungsgesetz vom 28.12. schafft
ein Instrumentarium zur Bedarfsplanung (viel zu spät, viel zu schlecht;
Zur
Kostenexplosion im Gesundheitswesen und was zu tun ist)
_
1977
-
Wachtel, P. (1977). Psychoanalysis and behavior therapy: Toward an
integration. New York: Basic Books.
-
Metz, Hubert (1977). Reform des Gesundheitssystems.
Aktuelle Dokumente. Berlin: de Gruyter.
_
1978 Anfang
-
Referentenentwurf fuer ein PsychotherapIEgesetz
Der
erste Versuch zeilte auf ein Psychotherapiegesetz (vergleichbar Oesterreich)
und scheitere sehr schnell im Vorfeld an der Zerstrittenheit aller betroffener
Berufsgruppen und den vielen Therapieverbaenden.
_
| Bundesgerichtshof:
"Übersieht der Arzt veröffentlichte neue Behandlungsmethoden
und haelt er an Überholtem fest, so handelt er pflichtwidrig (BGH
NJW 1978, 587) |
_
1979
-
Renaud van Quekelberghe veroefftnlicht das erste moderne wissenschaftlich
fundierte schulen- und methodenuebergreifende Grundlagenwerk
Systematik der Psychotherapie
-
Bundessozialgericht verneint am 10.7. eine Leistungspflicht gegenüber
der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) durch nicht ärztliche PsychotherapeutInnen
oder am 1.3. durch Heilpraktiker.
-
Die International Society of Hypnosis legt in ihrem Code of Ethics
fest, dass Hyponose nur angewandt werden darf, wenn sie in einen medizinischen
Therapieplan im Verbund mit anderen schulmedizinischen Verfahren eingesetzt
wird.
_
1980 Anfang
-
Einbeziehung der Verhaltenstherapie in die Leistungen der Ersatz- Krankenkassen
ab 1.10. (Anlage 5a).
Das Delegationsverfahren erkennt nur zwei Formen der
Psychotherapie an: Psychoanalyse und Verhaltenstherapie. Die Kriterien
zur Zulassung sind bspw. für VT so definiert:
- 600 Stunden Theorie, davon 100 durch das Studium anrechenbar
- 100 Stunden Selbsterfahrung
- 20 protokollierte Fälle mit mindestens 15 Sitzungen
unter Supervision
- 3 Jahre ganztägige Arbeit in einer Klinik, bei
Halbtagsbeschäftigung 5 Jahre, davon 1 Jahr Psychiatrie oder Psychosomatik.
-
Garfield, der erste Kliniker
der USA, veroeffentlicht: Psychotherapie, ein eklektischer Ansatz (dt.
1982).
-
Smith, M. L., Glass, G. T., & Miller, T. I. (1980). The
benefits of psychotherapy. Baltimore: Johns Hopkins University Press.
-
1980: 1. Kongreß der "KLIPS" (Klinische PsychologInnen)
_
1981
-
Psychotherapie Manual 1981 zur Überwindung
psychotherapeutischer Schulen
_
1982 Anfang
-
Die International Academy of Eclectic Psychotherapists (IAEP
), in der z. B. auch Ellis
Mitglied ist, wird gegruendet.
-
Schweiz: Musterverodnung der Sanitaetsdirektorenkonfeenz ueber die selbständige
Berufsausuebung von Psychotherapeuten (Psychotherapeutenverordnung)
-
Das Bundessozialgericht entscheidet am 9.3., dass die Krankenkassen
zur Erstattung psychotherapeutischer Leistung durch Diplom-Psychologen
verpflichtet sind, wenn eine Kassenleistung nicht zur Verfügung
steht.
-
Die psychiatrische Therapie ist integrativ
orientiert: Helmchen, H.; Linden, M.; Rüger, U. (1982). Psychiatrische
Psychotherapie. In: Helmchen, H.; Linden, M.; Rüger, U. (1982). Psychotherapie
in der Psychiatrie, 344-345. Berlin: Springer.
_
1983
-
Die Society for Exploration of Psychotherapy Integration (SEPI)
wurde 1983 gegründet und seither werden regelmäßig Weiterbildungen
in vielen Ländern der Welt durchgefuehrt und in der Zeitschrift
„Journal of Psychotherapy Integration" dokumentiert.
-
"Geregelte" Kostenerstattung: Vereinbarung BDP
und Techniker Krankenkasse ("TK-Regelung")
-
Das Bundesverwaltungsgericht erklärt am 10.2.1983
die Anwendung des Heilpraktikergesetzes auf Diplom-Psychologen für
rechtens empfiehlt dem Gesetzgeber aber alsbald
eine bessere Konfliktlösung.
_
1984
Ebel, Volker (1984, Hrsg). Psychologische Heilkunde.
Möglichkeiten. Nutzen. Kosten. Dokumentation des 4. Forums für
Klinische Psychologie.
_
1986 Anfang
-
Norcross (Ed.) Handbook of ecclectic Psychotherapy
-
Die Verhaltenstherapie wird ab 15.5. auch als
Leistung in die übrigen gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen.
-
Der BDP legt im April einen eigenen Gesetzesentwurf
ueber den Beruf des Klinischen Psychologen / Psychotherapeuten vor.
Im September Entwurf der Berliner Senatsverwaltung fuer Gesundheit und
Soziales zu einem Gesetz ueber den Beruf des Psychotherapeuten.
-
Neufassung der Berufsordnung fuer Psychologen
durch
den Berufsverband Deutscher Psychologen BDP (erste von 1967)
-
Bühringer, Gerhard % Hahlweg,
K. (1986). Kosten- Nutzen Aspekte psychologischer Behandlung. Psychologische
Rundschau 37,1-19.
_
1987
-
Norcross (Ed.) Casebook of ecclectic psychotherapy
-
Neufassung der Psychotherapierichtlinien:
Am
1.10.1987 wurde die Verhaltenstherapie Bestandteil der Psychotherapie-Richtlinien.
Weiter wurde die Psychosomatische Grundversorgung als Ergänzung der
kassenaerztlichen Psychotherapie mit in die Psychotherapie- Richtlinien
aufgenommen
_
1988 Anfang
-
Renaud van Quekelberghe veroeffentlichtAnna.
Eine Lebenslaufsanalyse, die erste allgemeine und integrative
Einzelfallstudie im Sinne der GIPT.
-
Bundesverfassungsgericht zur Heilpraktikerzulassung, zum bezweifelten
Delegationsverfahren und zur Erfordernis eines Psychotherapeutengesetz
-
Norcross, J. C., Prochasca, J. O. (1988). Wege zur Integration:
Zehn Möglichkeiten, wie sie nicht erreicht werden kann. Report Psychologie
(13), 4, 9-11.
-
Norcross, J. C. (1988, Ed., orig. 1986) Wie sollte eine Ausbildung
zum integrativen/ eklektizistischen Psychotherapeuten aussehen? Ausschnitte
aus einer Diskussion (Beutler, Clarkin, Diclemente, Frances, Halgin, Prochaska,
Robertson, Suedfeld) zum Thema "Training Integrative/ Eclectic Psychotherapists".
Report Psychologie, April 1988, 12-20 (Original in: International Journal
of Eclectic Psychotherapy 5 (1), 71-139).
-
Etscheit, Jost( 1988). Wirtschaftskriminalität im Gesundheitswesen.
Köln: Müller-Botermann.
_
1989
-
Ausschreibung "Forschungsgutachten zur Fragen eines Psychotherapreutengesetzes"
(Gesundheitsministerin Lehr)
-
Richtlinien der Foederation Deutscher Psychologenvereinigungen für
den Bildungsgang zum Klinischen Psychologen / Psychotherapeuten
_
1990 Anfang
-
Eckpunkte fuer ein Psychotherapeutengestez durch das Bundesgesundheitsministerium
Diskussionspapier
der Berliner Senatsverwaltung fuer Gesundheit und
Soziales zu einem Psychotherapeutengesetz.
-
Das Landessozialgericht NRW erkennt
am 5.12., dass der Bundesausschuss für Ärzte und Krankenkassen
keine Normensetzungsbefugnis hat, die Zusatzqualifikation der
Delegationberechtigten zu regeln.
_
1991
-
Veröffentlichung des Forschungsgutachtens
-
Österreich: Berufskodex fuer PsychotherapeutInnen und Psychotherapeuten
-
ICD-10 F (Psychisch): Deskriptiv orientiert; störungs- statt
krankheitsorientiert; Konzept der Komorbidät; das Konzept der Endogenität
tritt zurück; Homosexualität als Krankheit abgeschafft.
_
1992 Anfang
-
Neues Betreuungsgesetz
-
Stricker & Gold
(Ed.) Comprehensive handbook of psychotherapy integration.
-
Arkowitz, H. (1992a). Integrative theories of therapy. In D. K.
Freedheim (Ed.), History of psychotherapy: A century of change (pp. 261-303).
Washington, DC: American Psychological Association
-
Messer, S. B. (1992). A critical examination of belief structures
in integrative and eclectic psychotherapy. In J. C. Norcross &
M. R. Goldfried (Eds.), Handbook of psychotherapy integration (pp. 130-165).
New York: Basic Books.
-
Der Lehrstuhl Grawe beginnt die
Bern einen Studiengang Allgemeine Psychotherapie für Postgraduierte.
Inzwischen beginnt der Lehrgang jährlich.
_
1993 Anfang
-
Referentenentwurf fuer ein Psychotherapeutengesetz: Ablehnung durch
den Bundesrat. 1. Lesung Bundestag. Anhörungen.
-
Petzold's dreibaendiges Hauptwerk zur Integrativen Therapie erscheint
-
Am 18.11.1993 benannte sich die DGGK (Deutsche Gesellschaft für
Gestalttherapie
und Kreativitaetsfoerderung) nach 20 Jahren in DGIK (Deutsche
Gesellschaft fuer Integrative Therapie, Gestalttherapie und Kreativitaetsfoerderung
e. V.) um (ca. 700 Mitglieder).
-
Differenzierung und Integration. Auf dem Weg zu einer methodenuebegreifenden
Psychotherapie in der Psychiatrie. Symposion Rheinische Landesklinik
zum
20jaehrigen Bestehen (Verroef. 1995)
_
1994 Anfang
-
2. und 3. Lesung des PsychThG im Bundestag. Ablehnung durch den
Bundesrat. Vermittlungsausschuss. Erneute Ablehnung.
-
Der DPTV schliesst am 14.12. mit dem Bundesverband
der Betriebs- und Innungskrankenkassen eine Empfehlungsvereinbarung
fuer den Unterversorgungs-§ 13 Abs. 3 SGB V fuer psychologische
PsychotherapeutInnen, die die Qualifikation fuer die Approbation
nach dem PsychThG Entwurf vom 25.2.94 erfuellen. Gegen diese Vereinbarung
klagte die Kassenaerztliche Bundesvereinigung und gefaehrdet damit
auch die bis dahin angewandte TK-Regelung. Das Bundesgesundheitsministerium
untersagt die Anwendung dieser Vereinbarung.
-
Grawe, K.; Donati, R.; Bernauer, F. (1994).
Psychotherapie
im Wandel. Von der Konfession zur Profession.
-
Hermer, R. (1994, Gastherausgeber).
Psychologische Beiträge 36, 3-4, 1996, 228-471. Themenheft Eklektische,Integrative
und schulen- und methodenübergreifende Psychotherapie.
_
1995 Anfang
-
Die Opposition legt mit der neuen Legislaturperiode
einen Gesetzentwurf vor, das Bundgesundheitsministerium reagiert
nicht, kündigt immer nur an.
-
Sponsel: Handbuch
Integrativer Psychologischer Psychotherapie: Zur Theorie und Praxis
schulen- und methodenuebergreifender Psychologischer Psychotherapie
-
Sponsel, R. (1.7.1995). Vortrag
anläßlich der Mitgliederversammlung der Landesgruppe Bayern
in München zum Thema Evaluation und Strategie für eine schulen-
und methodenübergreifende Psychotherapie zum PsychthG.
-
Sponsel, R. (1995). Ein praktisches
Konzept Integrativer Psychologischer Psychotherapie. Vortrag 18. Kongreß
für Angewandte Psychologie 14.-17.9.1995 in Bremen (unveröff.).
-
Gesellschaft für Allgemeine Psychotherapie e.V. Bonn gegründet:
-
1. Rheinische Allgemeine Psychotherapietage
4-6-10 Universität Bonn: Das Allgemeine im Besonderen - Zur Qualität
der Psychotherapie.
-
Das OLG Karlsruhe stellt am 10.5. fest, dass die Kassenärztlichen
Vereinigungen
ihren Mitgleidern nicht untersagen duerfen, Notwendigkeitsbescheinigungen
fuer Psychotherapien bei Kos0tenerstattlerInnen, auszustellen.
-
Gründung SEPI Regionales Netzwerk Deutschland
-
Psychotherapy Integration (Integrative Psychotherapy in Toronto)
Society for the Exploration of Psychotherapy Integration. Thirteenth Annual
Conference by Toronto psychotherapist Beth Mares
_
1996 Anfang
-
Das Landessozialgericht Nord Rhein Westfalen die TK-Regelung am 23.10.
als rechtswidrig ein und stellt damit die Interessen der kassenaerztlichen
Vereinigung ueber das Recht der Versicherten auf eine angemessene Behandlung.
-
Unter dem Druck der KBV und des Bundesgesundheitsministeriums
wurde die Empfehlungsvereinbarung ab 1.1. zwischen dem
DPTV
und den Betriebs- und Innungskrankenkassen "modifiziert" und nur noch Richtlinienverfahren
zugelassen.
-
2. Rheinische Allgemeine Psychotherapietage 18.-21.9. Universität
Bonn: Macht Psychotherapie reicher? - Zur Lebensqualität von Psychotherapiepatienten.
-
Sponsel, R. (Internet Publikation
1998). Integrative Psychologische Psychotherapie
(IPPT) und Psychiatrie. Vortrag zur Geschichte der Allgemeinen und
Integrativen Psychotherapie auf der Interdisziplinären Fachtagung
150 Jahre Bezirkskrankenhaus Erlangen am 24.10.96.
-
Senf, W.; Broda, M. (1996, Hg.).
Praxis der Psychotherapie. Ein integratives Lehrbuch für Psychoanalyse
und Verhaltenstherapie. Stuttgart: Thieme. Bemerkung: Das ist kein
integratives Lehrbuch, sondern eine gemeinsame Veröffentlichung der
"Richtlinienverfahren" (PA, VT) mit einem kleinen Exkurskapitel wirklich
integrativer Psychotherapie (12 Seiten von rund 580).
-
SEPI Konferenz in San Franzisco
_
1997 Anfang
-
14.5. Gross-Demonstration von ca. 5000 Psychologen in Bonn fuer ein
PsychThG
-
9.6. Neuer Referentenentwurf PsychThG durch das Bundesgesundheitsministerium
26.6.
Erste Lesung Bundestag
-
20.-24.6.97 Hückeswagen, Germany [G] 1. Arbeitstagung SEPI-Deutschland
(Society for the Exploration of Psychotherapy Integration. Topic: Integration
und Methodenkombination- Gemeinsamkeiten und Unterschiede/ Wie man sein
Handlungsrepertoire konsistent erweitert/ Psychotherapieforschung und Praxis/
Integrative Modelle in der Praxis.
-
Sponsel, R. (1997a). Einführung
in die Allgemeine und Integrative psychologische Heilmittel- (Heilwirkfaktoren-)
Lehre. Integrative Therapie, 23, 3, 273-288. Ausarbeitung des Vortrages
der 1. Deutschen SEPI-Arbeitstagung 21.-22.6.1997 in Hückeswagen.
-
Sponsel, R. (21.6. 1997c). Demonstration,
Übung und Training zur Allgemeinen und Integrativen psychologischen
Heilmittellehre in der IPPT-Praxis. Workshop 1. Arbeitstagung SEPI-Deutschland
(Society for the Exploration of Psychotherapy Integration).
-
Sponsel, R. (1997). Potentielle
Kunst/ Fehler aus der Sicht der Allgemeinen und Integrativen Psychologischen
Psychotherapie. Materialien zur Qualitätssicherung mit einer Literaturübersicht.
Report Psychologie 22,8,602-621
-
Sponsel, R. (1997d). Theorie
und Praxis einer allgemeinen und speziellen psychologischen
Heilmittellehre, Psychotherapiesprache und Methodologie. Überarbeit.
Sonderdruck des Vortrags auf dem 4. Dt. Psychologentag des BDP, 19.
Kongreß für Angewandte Psychologie 2.-5. Oktober 1997 in Würzburg.
34 S., mit über 20 Illustrationen und Graphiken. Ringheftung DIN A4
DM 10.00. Erlangen: IEC
-
SEPI Konferenz in Toronto
-
3. Rheinische Allgemeine Psychotherapietage 17.-20.9. Universität
Bonn:
Therapie sexueller Störungen.
-
September, Venedig: Die Italian Society
of Psychotherapy Integration organisierte ein Symposium zur Psychotherpie
Integration im Rahmen des XXVII Congress of European Association for Vehavioral
and Cognitive Therapies (JoPI
Vol. 8,1, p.59)
-
Oktober, Tel Aviv: Symposion on Psychotherapy
Integration of the Israeli Association of Integrative Psychotherapy
(JoPI Vol. 8,1,
p.58)
-
Weitere SEPI Aktivitäten in Großbritannien,
Portugal, Spanien, Südamerika, USA (JoPI
Vol. 8,1)
_
1998 Anfang
-
Sponsel: Veröffentlichung im
Internet: 1.2.: Mathematisch-ökonomische
Analyse der Kostenexplosion im Gesundheitswesen in Beziehung
zum Wachstum des Bruttosozialprodukts. 8.2. Entwicklung
der ÄrztInnen-Dichte in Deutschland und ihre finanz- ökonomische
Bedeutung für die Kostenexplosion im Gesundheitswesen
-
Verabschiedung des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG)
(am
12.2. im Bundestag, am 6.3. im Bundesrat)
-
Grawe, K.: Psychologische Therapie
(ignoriert alles ausser sich und VT)
-
Am 23.10. werden die neuen Psychotherapierichtlinien
verabschiedet.
-
Gegen Ende Im Oktover erscheinen
die Ausfuehrungsbestimmungen zum PsychThG: Der "Huerdenendlauf"
fuer die KostenerstattlerInnen beginnt.
-
4. Rheinische Allgemeine Psychotherapietage 23.-25.9. Universität
Bonn: Strukturen der Sucht - Hilfen für Helfer.
-
5. Internationaler Kongreß of Integrative
and Eclectic Psychotherapy 15.7.-19.7.1998 in Puerto Vallarta, Mexico mit
dem Thema: "Integrating the Mind, Body & Spirit". Informationen.
-
Die hervorragende Zeitschrift Journal
Of Integrative And Eclectic Psychotherapy, die
wegen eines Streits der Herausgeber eine Zeit lang nicht erschien, wird
nun wieder publiziert. Lazarus dazu: "I have never been as enthusiastic
about any journal as I am about the JIEP."
-
Sexueller Mißbrauch in Psychotherapie wird endlich Straftatbestand
(Zur Geschichte der Sexualgesetzgebung: 1,).
_
1999 Anfang
-
1.1. In Kraft treten des Psychotherapeutengesetzes
(PsychThG)
-
Die Kostenerstattung § 13 Abs. 3 SGB
V, also bei Unterversorgung, was Kinder- und Jugendlichen Psychotherapie
sowie einige Spezialisten betreffen kann, gilt grundsätzlich weiter.
Auch HeilpraktikerInnen oder nicht Approbierte können Psychotherapie
weiterhin nach dem Heilpraktikergsetz ausueben. Das Gesetz schützt
und regelt die Namen PsychotherapeutIn und Psychologische PsychotherapeutIn.
-
5. Rheinische Allgemeine Psychotherapietage 23.-25.9. Universität
Bonn: Angst essen Seele auf!
-
Society for the Exploration of Psychotherapy Integration, Miami, Florida
To be held April 23-25, 1999 at the Sheraton Four Points Hotel in Miami.
_
2000 Anfang
-
1) Ab 1.1. wird Psychotherapie grundsätzlich antragspflichtig,
d.h. über Gutachterverfahren "geregelt", wobei die vormaligen KostenerstattlerInnen
- offenbar gewollt - benachteiligt werden.
-
2) Ab 1.1. wird nach den neuen Psychotherapierichtlinien
vom 23.10.98 "Verfahren zur Dokumentation psychotherapeutischer Leistungen
und zur Evaluation der Prozess- und Ergebnisqualitaet zwischen den Vertragspartnern
der Psychotherapie-Vereinbarungen vereinbart."
-
6. Rheinische Allgemeine Psychotherapietage 4.-6.10. Hotel maritim,
Königswinter: Bitte ganz ZWANG los!
_
2001 Anfang
-
7. Rheinische Allgemeine Psychotherapietage 7.-8.9. Gustav Stresemann
Institut, Bonn: Depression in der Praxis - Tragen Sie es mit Humor!
_
2002 zum
Anfang Jahreslinks
-
18th Annual Conference - SEPI
2002, Friday, May 3rd — Sunday, May 5th, 2002 Holiday Inn Golden Gateway
San Francisco, California : Attachment and Relationships
-
Integrative Therapieformen auf dem 3. Weltkongreß für Psychotherapie
in Wien vom 14.-18. Juli ANIMA MUNDI - Globalisierung als Herausforderung
-
8. Rheinische Allgemeine Psychotherapietage 18.-21.9. Universität
Bonn: Partnerschaften in der Psychotherapie
_
2003 zum
Anfang Jahreslinks
-
1.1.2003: J.C. Reils "Rhapsodieen...
"
200 Jahre alt.
_
2004 zum
Anfang Jahreslinks
-
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) wurde am 1. Januar 2004 durch das
Gesetz zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GMG) errichtet.
[BA]
Mitgliederstruktur:
"Der Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat 21 Mitglieder: drei unparteiische
Mitglieder (davon ein unparteiischer Vorsitzender); neun Vertreter der
Kostenträger (gesetzliche Krankenkassen). Benannt werden diese von
den sieben Spitzenverbänden der Krankenkassen; neun Vertreter der
Leistungserbringer (Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhausärzte).
Benannt werden diese von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV)
sowie der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) und der Deutschen
Krankenhausgesellschaft (DKG). Darüber hinaus nehmen an den Sitzungen
des G-BA bis zu neun Patientenvertreter teil, die Antrags- und Mitberatungsrecht,
jedoch kein Stimmrecht haben."
Gesetzlicher
Auftrag: "Grundlage für die Arbeit des Gemeinsamen Bundesausschusses
(G-BA) ist das fünfte Buch des Sozialgesetzbuches (SGB V). Dort hat
der Gesetzgeber den gesundheitspolitischen Rahmen vorgegeben, den der G-BA
ausfüllt. Die von ihm beschlossenen Richtlinien haben den Charakter
untergesetzlicher Normen und sind für alle Akteure der Gesetzlichen
Krankenversicherung (GKV) bindend.
Der G-BA steht unter der Rechtsaufsicht des Bundesministeriums
für Gesundheit (BMG). Die Beschlüsse des G-BA müssen dem
Bundesministerium zur Prüfung vorgelegt werden. Erst bei einer Nichtbeanstandung
durch das BMG werden sie im Bundesanzeiger veröffentlicht und damit
rechtswirksam. Der G-BA ist keine nachgeordnete Behörde des BMG, sondern
eine eigenständige juristische Person des öffentlichen Rechts"
_
2005_zum
Anfang Jahreslinks
-
Am 1.4.5 wurde der neue EBM (Einheitlicher
Bewertungs Maßstab) frei gegeben. Wichtigste Änderung für
PsychotherapiepatientInnen und PsychotherapeutInnen war, dass nun die Möglichkeit
geschaffen wurde, auch nach Beendigung von Psychotherapien im Rahmen des
KV-Systems
("Chipkarte") maximal 15*10 Minuten = 150 Minuten oder z.B. 3 à
50-Minuten Sitzungen pro Quartal über
nichtgestützten
Punktwert
abzurechnen, also nur sehr eingeschränkt wirtschaftlich durchführbar.
_
2006_zum
Anfang Jahreslinks
-
15.2.6: BGH weist Revision gegen Urteil des OLG Celle
zur Tarifklausel der „Landeskrankenhilfe“, die PP/KJP von der Behandlung
von Privatpatienten ausschließt, zurück. [1,2,3,4,5,]
-
März Bonner Erklärung:
Ausgrenzung ganzheitlich-nachhaltiger Psychotherapieverfahren zugunsten
naturwissenschaftlicher Einheitspsychotherapie. Ca. 130 Wissenschaftler
und Vertreter verschiedener wissenschaftlich fundierter Psychotherapieverfahren
verabschiedeten am Wochenende "Bonner Erklärung" zum Erhalt der Psychotherapiekultur.
[mehr: GwG 21.3.6]
-
7.4.6 Der wissenschaftliche Beirat hat in Bezug auf
die Anerkennung psychotherapeutischer Verfahren keine ausschlaggebende
oder gar eine monopolartige Stellung: Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie
(WBP) nach § 11 PsychThG könne dabei lediglich „ergänzend“
zu Rate gezogen werden. Sein Votum dürfe jedoch die einzig vom Land
zu treffende Entscheidung „nicht ersetzen“… Das Verwaltungsgericht Düsseldorf
(Az.: 26 K 9121/03) bestätigt damit die Aufassung der Deutschen
Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie
(DGSF) gegenüber dem Land NRW.
"Die zuständige Behörde
der Bezirksregierung Münster hatte den Antrag des Institutes vom 3.3.2003
auf staatliche Anerkennung mit der Begründung abgelehnt, dass „eine
Anerkennung des Wissenschaftlichen Beirats nicht vorliegt“; somit fehle
es an der „erforderlichen rechtlichen Grundlage“. Von dieser Auffassung
rückte das Land zwar in seinem Widerspruchsbescheid ab und stellte
klar, „dass der wissenschaftliche Beirat nicht Entscheidungsträger
ist, sondern nur eine beratende Funktion ausübt“; es stützte
sich bei seiner Ablehnung jedoch nach wie vor ausschließlich auf
das Votum des WBP." Weiter wird ausgeführt: "Das Gericht habe
bei seinen eigenen Nachforschungen feststellen können (im Internet
habe man rund 1,5 Mill. Einträge gefunden), dass die Familien- und
Systemische Therapie weltweit verbreitet und anerkannt sei. Das Verfahren
werde an Universitäten gelehrt, es gebe wissenschaftliche Literatur
und zahlreiche Weiterbildungsinstitute sowie zwei Fachgesellschaften. Systemische
Therapie sei weit über eine Außenseitermethode hinaus gediehen.
Es sei daher nicht nachzuvollziehen, warum das Land hartnäckig bei
seiner Ablehnung bleibe."
-
6.7.6 Anerkennung des EMDR Verfahren zur Behandlungen
der Posttraumatischen Belastungsstörung bei Erwachsenen:
"11. Zusammenfassende Stellungnahme:
Der wissenschaftliche Beirat Psychotherapie stellt zusammenfassend fest,
dass die EMDR-Methode bei Erwachsenen als Methode zur Behandlung der Posttraumatischen
Belastungsstörung als wissenschaftlich anerkannt gelten kann.
Die EMDR-Methode
kann nicht als Verfahren für die vertiefte Ausbildung zum Psychologischen
Psychotherapeuten entsprechend § 1 Abs. 1 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung
für Psychologische Psychotherapeuten empfohlen werden, da sie nicht
für die geforderte Mindestzahl von fünf der 12 Anwendungsbereiche
der Psychotherapie bei Erwachsenen des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie
bzw. für mindestens vier der acht klassischen Anwendungsbereiche als
wissenschaftlich anerkannt gelten kann.
Für die
Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung im Kindes- und
Jugendalter liegen zwar aus einer anerkannten Studie begründete Hinweise
für die Wirksamkeit der EMDR-Methode vor. Insgesamt ist jedoch die
Anzahl der Studien für eine wissenschaftliche Anerkennung der EMDR-Methode
bei Kindern und Jugendlichen für den Bereich der posttraumatischen
Belastungsstörungen nicht ausreichend. Bei Kindern und Jugendlichen
kann für keinen Anwendungsbereich der Psychotherapie die wissenschaftliche
Anerkennung der EMDR-Methode festgestellt werden.
Die EMDR-Methode
kann nicht als Verfahren für die vertiefte Ausbildung zum Kinder-
und Jugendlichenpsychotherapeuten entsprechend § 1 Abs. 1 der Ausbildungs-
und Prüfungsverordnung für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten
empfohlen werden, da sie nicht für die geforderte Mindestzahl von
vier der acht Anwendungsbereiche der Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen
des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie bzw. für mindestens
drei der fünf klassischen Anwendungsbereiche als wissenschaftlich
anerkannt gelten kann. Berlin, den 6. Juli 2006. Prof. Dr. Gerd Rudolf
(Vorsitzender). Prof. Dr. Dietmar Schulte (Stellvertretender Vorsitzender)"
_
2007_zum
Anfang Jahreslinks
2008
-
Erneute Verweigerung der sozialrechtlichen Anerkennung der Gesprächspsychotherapie
durch den Bundesausschuss [25.4.8].
> Doku.
-
9.5.8: Gemeinsame
Pressemitteilung KBV und BÄK aktualisieren Leitfaden zu Datenschutz
und Datenverarbeitung in Arztpraxen
[Empfehlungen zur ärztlichen Schweigepflicht, Datenschutz
und Datenverarbeitung in der Arztpraxis. PDF]
"Ärzte dürfen mit ihren Praxisrechnern auch dann ins Internet,
wenn auf ihnen Patientendaten verarbeitet oder gespeichert werden. Das
sehen neue Empfehlungen zur ärztlichen Schweigepflicht von Bundesärztekammer
und Kassenärztlicher Bundesvereinigung vor, die am Freitag veröffentlicht
worden sind."
Sonderstudien
Geschichte
der psychotherapeutischen Berufsentwicklungen
Dokumentation:
Der
Kampf der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie (GwG)
um ihre Anerkennung.
* Wissenschaftlicher
Beirat Psychotherapie.
-
25.04.08:
Erneute Verweigerung der sozialrechtlichen Anerkennung der Gesprächspsychotherapie
durch den Bundesausschuss.
-
11.12.06: Gemeinsamer
Bundesausschuss zeichnet Karikatur der Gesprächspsychotherapie. Hierzu
die BundesPsychotherapeutenKammer vom 23.11.6:
"Bei der Prüfung der Gesprächspsychotherapie kamen zum ersten
Mal die Kriterien der evidenzbasierten Medizin zur Anwendung." Zum ersten
Mal"!
-
23.08.06: BMG
beanstandet Änderung der Psychotherapie-Richtlinien
-
22.06.06: Gemeinsamer
Bundesausschuss (G-BA) beschließt "weit reichende" Änderungen
für die Aufnahme neuer Psychotherapieverfahren
-
22.05.06: Resolutionen
zur Gesprächspsychotherapie
-
08.04.06: Über
2500 Psychotherapeuten kritisieren Richtlinien-Reform
-
06.04.06: Professor
Dr. Jochen Eckert wirft das Handtuch
-
14.03.06: Kommentar
zur Stellungnahme der ersten Vorsitzenden des WBP
-
14.03.06: GK
II verabschiedet Beschluss zum GPT-Anerkennungsverfahren
-
14.03.06: Gesprächspsychotherapeuten
machen von ihrem Antragsrecht gegenüber dem Gemeinsamen Bundesausschuss
Gebrauch - Sozialgericht Saarbrücken bestätigt Klagerecht
-
14.03.06: Gemeinsamer
Bundesausschuss will – speziell zur Bewertung der GPT – Psychotherapie-Richtlinien
ändern
-
04.11.05: LSG
Baden-Württemberg: Gesprächspsychotherapeuten haben Anspruch
auf Fachkundeanerkennung
-
22.06.05: Prof.
Dr. V. Tschuschke: Stellungnahme zur Wirksamkeit der GT
-
29.04.05: LSG
Baden-Württemberg: Ausschluss der Gesprächspsychotherapie kommt
Berufswahlbeschränkung gleich
-
21.04.05: Gesprächspsychotherapie
in der KJP-Ausbildung
-
24.02.05: Zum
Stand des Bewertungsverfahrens der Gesprächspsychotherapie durch den
Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA)
-
24.02.05: Kommentar
der GwG zur Stellungnahme des Dachverbandes für Verhaltenstherapie
(DVT) zur Gesprächspsychotherapie
-
06.12.04: Stellungnahme
des Justiziars der BPtK zum Fragenkatalog des Gemeinsamen Bundesausschusses
-
19.11.04: Anerkennungsverfahren
zur Gesprächspsychotherapie - aktueller Stand
-
28.10.04: Kommentar
der GwG zu dem Fragenkatalog des Gemeinsamen Bundesausschusses
-
10.08.04: GT-Anerkennungsverfahren:
Neue Entwicklungen
-
25.06.04: Eine
unendliche Geschichte?
-
17.03.04: Zum
Stand der sozialrechtlichen Anerkennung der Gesprächspsychotherapie
-
17.03.04: GK
II unterstützt zügige Prüfung der GT
-
17.10.03: Abrechnungsgenehmigung
für Gesprächspsychotherapie?
-
17.10.03: Psychotherapie-Bundesausschuss
nimmt Beratungen zur Gesprächspsychotherapie auf
-
04.07.03: Verfahren
zur sozialrechtlichen Anerkennung der Gesprächspsychotherapie stockt
-
13.06.03: Gutachten
zur Wissenschaftlichkeit in der Psychotherapie
-
06.03.03: Zum
Stand des sozialrechtlichen Anerkennungsverfahrens und zur Vorbereitung
der approbationsfähigen
-
24.12.02: Einheitlicher
Bewertungsmaßstab (EBM) - Krankenkassen gesprächsbereit
-
27.11.02: Beschluss
des Berufeausschusses der Länder
-
19.11.02: Pychotherapeutenkammern
unterstützen die Gesprächspsychotherapie nachhaltig
-
19.11.02: Vorbereitungen
zu approbationsfähigen GPT-Ausbildung
-
19.11.02: Richtigstellung
und Kommentar zum Minderheitenvotum von Prof. Buchkremer
-
26.10.02: Psychotherapeutenkammer
Berlin wendet sich an den Senat
-
26.10.02: bkj
wendet sich gegen Altergruppen-Psychotherapie des WBP
-
26.10.02: Verfahrensspaltung
des Wissenschaftlichen Beirates Psychotherapie stößt auf Widerspruch
-
26.10.02: AGP-Kammerkonferenz
fasst Entschließung zur Initiative des WBP gegenüber den Landes-Ärztekammern
-
26.10.02: Familientherapie
und Psychodrama sollen gestrichen werden
-
26.10.02: Bundesärztekammer
und Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie wenden sich gemeinsam an die
Landes-Ärztekammern
-
16.10.02: Hinweise
zu Struktur und Funktion des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen
-
16.10.02: Gutachten
zum Nachantrag zur Gesprächspsychotherapie
-
16.10.02: Grünes
Licht für die Gesprächspsychotherapie?
-
28.07.02: Verfahren
zur sozialrechtlichen Anerkennung der Gesprächspsychotherapie eingeleitet
-
18.07.02: Bundestag
weist Petition zum Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie zurück
-
18.07.02: Hinweise
zu dem Beschluss des WBP vom 16.05.2002
-
29.05.02: OVG
Bremen bestätigt Einheitlichkeit psychotherapeutischer Verfahren für
alle Altersgruppen
-
29.05.02: Ausbildungsinstitute
klagen gegen Länder
-
29.05.02: WBP
beendet Blockade der GPT
-
18.02.02: Neuer
Wirbel im WBP
Externe Links
Geschichte der
deutschen Psychologie
„100 Jahre Deutsche Gesellschaft f?r Psychologie“: http://vs.fernuni-hagen.de/dgps/Kalendertext.pdf
Klinische Psychologie
www.psychologie.tu-bs.de/studium/skripte/hauptdiplom/klinische_psychologie_grundlagen.doc
Literatur
-
Bergmann,-Guenther (1989, Hg.). Psychosomatische Grundversorgung.
Mit Richtlinien und Kommentar. Berlin: Springer.
-
Berufsverband Deutscher Psycholgen e. V. Vertragsabteilung
Psychotherapie (1994) . Psychotherapeutengesetz. Dokumentation eines Gesetzgebungsverfahrens.
Bonn: Deutscher Psychologenverlag.
-
Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.
V. (1998). Das Psychotherapeutengesetz. Information zu Approbation und
Kassenzulassung. Bonn: Deutscher Psychologenverlag.
-
Bieback, Karl Juergen (1989). Gutachten zur Rechtmaessigkeit
des Ausschlusses bestimmter Psychotherapiemethoden aus der ambulanten Behandlung
der Gesetzlichen Krankenversicherung durch die Psychotherapie-Richtlinien.
GwG Zeitschrift, 76, 286-290
-
Cremerius, Johannes (1992). Der DPV-Analytiker als Teilnehmer
an der Kassenregelung. Forum der Psychoanalyse, 1992, 8 (1), 63-76
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Duehrssen, A (1987). Historischer Ruckblick zu den Psychotherapierichtlinien.
Zeitschrift fuer Psychosomatische Medizin und Psychoanalyse. 1987; 33(4):
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Dührssen,
A (1994). Ein Jahrhundert psychoanalytische Bewegung in Deutschland. Goettingen:
Vandenhoeck & Ruprecht.
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Ebel, Volker (1984, Hrsg). Psychologische Heilkunde. Möglichkeiten.
Nutzen. Kosten. Dokumentation des 4. Forums für Klinische Psychologie.
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Enke, H. (1972). Medizinische
Psychologie und Psychotherapie im Medizinstudium - Aufgaben und Konsequenzen
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Etscheit,
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Müller-Botermann.
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Faber,
F. R., Haarstrick, R. (11989,
21991, 31994
ff). Kommentar. Psychotherapierichtlinien. Stuttgart: Jungjohann.
-
Faber, F. R. (1991). Verhaltenstherapie
in der gesetzlichen Krankenversicherung der BRD. Eine kritische Bilanz
der ersten 10 Jahre (1980-1990). In: Zeitschrift Verhaltenstherapuie, Bd.
1, Germerking: Karger.
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Hautzinger, M. & Janssen,
P. L. (1997). Aus- und Weiterbildung in der Psychotherapie. Psychotherapeut,
1997, 42 (5), 322-329
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Herold, Reinhard (1993). Wissenschaft
oder Berufspolitik? Zur Diskussion ueber hochfrequente Behandlungen im
Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung. Forum der Psychoanalyse, 9
(1), 62-71
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Herold, Reinhard (1995).
"Utopische" und "tatsaechliche" Kosten analytischer Psychotherapie in der
kassenaerztlichen Versorgung. Zeitschrift fuer psychoanalytische Theorie
und Praxis, 10 (4), 462-480
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Hohage, R & Kuhn,H.
(1976). Ueberlegungen und erste Erfahrungen zum Unterricht in Psychotherapie
nach der neuen Approbationsordnung. Psychother-Med-Psychol-Stuttg, Sep;
26(5): 151-7
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Journal
of Psychotherapy Integration (JoPI). Unter der Rubrik Newsletter wird über
internationale Aktivitäten der SEPI berichtet.
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Jütte,
Robert (1997, Hrsg.). Geschichte der deutschen Ärzteschaft. Organisierte
Berufs- und Gesundheitspolitik im 19. und. 20. Jahrhundert. Köln:
Deutscher Ärzte Verlag.
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Jüttemann, Gerd; Sonntag
& Wulf, Christoph (1991). Die Seele. Ihre Geschichte im Abendland.
Weinheim: Psychologie Verlagsunion.
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Keil-Kuri, Eva (1993). Vom Erstinterview zum Kassenantrag.
Stuttgart:
Jungjohann.
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Kallinke, D. (1992). Das Gutachterverfahren
in der Verhaltenstherapie - "Musterfaelle"? In: Zeitschrift Praxis der
Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabiliation. Heft 17. Dortmund: verlag
modernes lernen.
-