"Grundlinien zu einem ohngefähren
Entwurf in Rücksicht auf die Seelenkrankheitskunde
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Mangel der verhältnißmäßigen
Übereinstimmung aller Seelenfähigkeiten ist Seelenkrankheit.
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Die Zerstörung dieses Verhältnisses
ist nur alsdann Seelenkrankheit, wenn sie anhaltend ist.
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Die thätigen Kräfte müssen
mit den vorstellenden Kräften in einem gewissen Verhältniß
stehen.
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Die zum Denken erforderliche Klarheit
der Vorstellungen, setzt eine verhältnißmäßige Verdunklung
andrer voraus.
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Alle durch Zufall oder durch die freie
Wirkung der Einbildungskraft veranlaßten Ideenverbindungen dürfen
die durch die Natur der Dinge selbst bestimmte Ideenverbindung nicht aufheben.
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Einige Seelenkrankheiten können
so wie einige Krankheiten des Körpers angeerbt, einem Volke oder Lande
eigen, ansteckend, heilbar oder unheilbar seyn.
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Es giebt gegen die Seelenkrankheiten
keine Universalmittel.
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Es giebt allerdings Seelenärzte,
die es im größern oder kleinern Grade sind."
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Aus der Zusammenfassung: MORITZ, K. P. (1783 - 1793,
Hg.). Magazin zur Erfahrungs- Seelenkunde. 10 Bde. Neu
aufgelegt Nördlingen: Greno, 1986. Bd. X, S. 196 - 197.
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