Das Schulden-Porträt Bundesland
Baden-Württemberg
1950-2005
[Schuldenfreie Gemeinden B-W 2005 mit
einer Dokumentation
Der Ausverkauf
Baden-Württembergs]
von Rudolf Sponsel, Erlangen (ohne Gewähr)
Staatsschulden
(alt) in 6,5 Jahren nach dem IP-GIPT Modell tilgbar.
Die politische Krankheit
der Schuldentollwut. Erklärung und Heilung.
* Politbiographie: Land, Maier, Müller, Kiesinger, Filbinger, Späth, Teufel. * Schulden-Tabelle * Ergebnis * Kommentar * Anregung * Links * Ländervergleich * Deutsches Reich * Weimar * Drittes Reich * Übersicht Schulden-Porträts * Schulden-Wachstumstabelle * Japan * USA 1791-2004 * Querverweise *
Politbiographische Daten Bundesland Baden Württemberg
Das Land Baden-Württemberg:
[1,
2]
"Wenn die Einwohner liebevoll von ihrem "Ländle" sprechen, stellt
sich manch einer darunter ein kleines Gebiet im Südwesten der Bundesrepublik
vor. Tatsächlich aber ist unser 1952 geschaffenes Bundesland nach
Bayern und Niedersachsen der drittgrößte Flächenstaat in
Deutschland. Baden-Württemberg liegt zentral im europäischen
Wirtschaftsraum. Im Westen grenzt es an Frankreich, im Süden an die
Schweiz und – über den Bodensee hinweg – an Österreich.
Sowohl mit seiner Fläche von 35.752 km²
als auch mit seinen 10,680 Millionen Einwohnern (Stand: 30.06.2003) ist
Baden-Württemberg das drittgrößte der 16 deutschen Bundesländer.
Seit der Gründung des Bundeslandes im Jahre 1952 hat die Bevölkerung
um rund vier Millionen Menschen zugenommen. Baden-Württemberg ist
aufgeteilt in 35 Landkreise und 9 Stadtkreise. Es gibt insgesamt 1.110
Gemeinden, darunter 88 Große Kreisstädte.
Auf einem Quadratkilometer leben - statistisch gesehen
- 298 Einwohner (Bundesgebiet: 231). Den 5,2 Millionen männlichen
Einwohnern stehen 5,4 Millionen Frauen gegenüber. Knapp 1,3 Millionen
Einwohner (Stand: 31.03.2003) sind Ausländer. Dabei stellen die Türken
mit ca. 323.000 das größte Kontingent, gefolgt von Personen
aus dem ehemaligen Jugoslawien (248.000) und Italienern (188.000).
Im Jahr 2003 gingen in Baden-Württemberg rund
5 Millionen Menschen einer Erwerbstätigkeit nach. Unser Land hat bundesweit
nach wie vor die niedrigste Arbeitslosenquote. Ein Angestellter verdiente
im Oktober 2003 in Baden-Württemberg durchschnittlich 3.510 Euro brutto
im Monat. Der Bruttomonatsverdienst eines Arbeitnehmers im Produzierenden
Gewerbe lag bei 2.638 Euro.
1.029 Kilometer Bundesautobahnen, rund 4.433 km
Bundesstraßen, 9.937 km Landesstraßen und 12.055 km Kreisstraßen
erschließen Baden-Württemberg. Auf ihnen rollen mehr als 7,3
Millionen Kraftfahrzeuge mit Kennzeichen baden-württembergischer Städte
und Landkreise, davon rd. 6 Millionen Pkw. Oder anders ausgedrückt:
im Land von Daimler, Benz und Porsche fahren zwei von drei Bürgern
Auto."
1952 - 1953:
Reinhold Maier (FDP/DVP) [1,2]
| Zeitgeschichtliche Jahreschronik nach dhm: 1952, 1953, |
"Ministerpräsident der Vorläufigen Regierung aus SPD, FDP/DVP und BHE. Reinhold Maier, am 16. Oktober 1889 in Schorndorf geboren, war Rechtsanwalt und Parlamentarier der Demokratischen Partei [ später FDP ]. Nach dem Krieg wurde er von der amerikanischen Besatzungsmacht zum Ministerpräsidenten von Württemberg-Baden bestellt und in diesem Amt mehrfach bestätigt. Zielstrebig betrieb er den Zusammenschluss mit den Ländern Württemberg-Hohenzollern und [ Süd- ]Baden und am 25. April 1952 wurde er zum ersten Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg gewählt. Aber seine Regierung aus SPD, FDP/ DVP und BHE erwies sich als instabil und nach einem schlechten Ergebnis seiner Partei bei der Bundestagswahl vom September 1953 legte er sein Amt nieder. Am 19. August 1971 ist Reinhold Maier gestorben."
1953 - 1958: Gebhard
Müller (CDU) Ministerpräsident einer Regierung aus CDU, SPD,
FDP/DVP und BHE [1,2]
| Zeitgeschichtliche Jahreschronik nach dhm: 1953, 1954, 1955, 1956, 1957, 1958, |
"Gebhard Müller, am 17. April 1900 in Füramoos [ Kreis Biberach ] geboren, war Jurist, zeitweise als Richter tätig, und Parlamentarier der CDU. Er wurde 1948 zum Staatspräsidenten von Württemberg-Hohenzollern gewählt und war zunächst für die Wiederherstellung der alten Länder Württemberg und Baden eingetreten, ehe er sich der Südweststaatsidee anschloss. Da seine Partei in der Verfassunggebenden Landesversammlung die stärkste Kraft stellte, war er Kandidat für das Amt des ersten baden-württembergischen Regierungschefs. Aber erst nach Reinhold Maiers Rücktritt wurde er, am 30.September 1953, zum zweiten Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg gewählt. 1959 wurde er zum Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts berufen. Gebhard Müller ist am 7. August 1990 gestorben."
1958 - 1966:
Kurt Georg Kiesinger (CDU) Ministerpräsident einer Regierung aus
[1,2]
- CDU, SPD, FDP/DVP und BHE (1958-1960); - CDU und FDP/DVP (1960-1966)
| Zeitgeschichtliche Jahreschronik nach dhm: 1958, 1959, 1960, 1961, 1962, 1963, 1964, 1965, 1966. |
"Kurt Georg Kiesinger, am 6. April 1904 in Ebingen geboren, war Jurist und Mitglied des Deutschen Bundestags, wo er sich vor allem als Außenpolitiker profilieren konnte. Nach dem Weggang Gebhard Müllers wurde Kiesinger als dessen Nachfolger präsentiert und am 17. Dezember 1958 zum dritten Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg gewählt. Als ihm im Herbst 1966, nach dem Scheitern der Bundesregierung unter dem CDU-Politiker Ludwig Erhard, das Amt des Bundeskanzlers angeboten wurde, verließ er das Land, um in Bonn Regierungschef einer Großen Koalition zu werden. Am 9. März 1988 ist Kurt Georg Kiesinger gestorben."
1966 - 1978:
Hans Karl Filbinger (CDU) Ministerpräsident einer [1,2]
- Großen Koalition aus CDU und SPD (1966-1972); - CDU-Alleinregierung
(1972-1978)
| Zeitgeschichtliche Jahreschronik nach dhm: 1966, 1967, 1968, 1969, 1970, 1971, 1972, 1973, 1974, 1975, 1976, 1977, 1978, |
"Hans Filbinger, am 15. September 1913 in Mannheim geboren, Jurist und CDU-Politiker, war in der baden-württembergischen Landesregierung bereits ehrenamtlicher Staatsrat „für die Belange des badischen Landesteils“, ehe er nach der Landtagswahl von 1960 von Kiesinger mit der Leitung des Innenministeriums betraut wurde. Als Kiesinger nach Bonn wechselte, wurde Filbinger als dessen Nachfolger nominiert und am 16. Dezember 1966 zum vierten Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg gewählt. Infolge einer politischen und juristischen Auseinandersetzung über seine ehemalige Tätigkeit als Marinerichter geriet er im Sommer 1978 unter massiven Druck, der schließlich zu seinem Rücktritt führte."
1978 -
13. Januar 1991: Lothar Späth (CDU). Ministerpräsident einer
CDU-Alleinregierung [1,2]
| Zeitgeschichtliche Jahreschronik nach dhm: 1978, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989, 1990, 1991, |
"Lothar Späth, am 16. November 1937 in Sigmaringen geboren, war kommunaler Verwaltungsbeamter und Bürgermeister der Stadt Bietigheim, als er 1968 für die CDU in den Landtag gewählt wurde. Vier Jahre später wurde er Vorsitzender der CDU Fraktion. Im Zuge einer Regierungsumbildung berief ihn Filbinger im Februar 1978 zum Innenminister. Nach Filbingers Rücktritt machte Späth seinen Anspruch auf dessen Nachfolge geltend und wurde am 30. August 1978 zum fünften Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg gewählt. Seine engen Beziehungen zu einflussreichen Wirtschaftsführern, von denen er sich Dienst- und Privatreisen finanzieren ließ, führten zu einer politischen Auseinandersetzung, in deren Folge er im Januar 1991 sein Amt niederlegte."
Seit 22.
Januar 1991: Erwin Teufel (CDU). Ministerpräsident einer - CDU-Alleinregierung
(bis 1992) [1,2,3,]
- Großen Koalition aus CDU und SPD (1992-1996). - Regierung aus
CDU und FDP/DVP (seit 1996).
| Zeitgeschichtliche Jahreschronik nach dhm: 1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1996, 1997, 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, |
"Geboren am 04. September 1939 in Rottweil katholisch, verheiratet,
vier Kinder, wohnhaft in 78549 Spaichingen, Dreifaltigkeitsbergstraße
44. Erwin Teufel ist aufgewachsen in Zimmern ob Rottweil. Nach dem Besuch
des Albertus-Magnus-Gymnasiums in Rottweil absolvierte er die Ausbildung
für den gehobenen Verwaltungsdienst, die er 1961 mit der Staatsprüfung
als Diplom-Verwaltungswirt (FH) abschloss. 1964 wurde er zum Bürgermeister
der Stadt Spaichingen gewählt. Dieses Amt hatte er bis 1972 inne.
Seit 16. Mai 1972 ist Erwin Teufel Abgeordneter
des Landtags von Baden-Württemberg. Er vertritt als direkt gewählter
Abgeordneter den Wahlkreis Villingen-Schwenningen inzwischen in der achten
Wahlperiode im Landtag in Stuttgart. Von 1972 bis 1978 war Erwin Teufel
Politischer Staatssekretär im Innenministerium sowie Staatssekretär
für Umweltschutz. Das Amt des Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion
hatte Erwin Teufel von Februar 1978 bis Januar 1991 inne.
Am 22. Januar 1991 wurde Erwin Teufel zum Ministerpräsidenten
des Landes Baden-Württemberg gewählt. Der Landtag von Baden-Württemberg
wählte ihn am 11. Juni 1992, am 12. Juni 1996 sowie am 13. Juni 2001,
zu Beginn der 13. Legislaturperiode, erneut in dieses Amt. Er war Präsident
des Bundesrats von November 1996 bis Oktober 1997 und Vorsitzender der
Konferenz der Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer
von Oktober 1997 bis November 1998.
Seit 1961 ist Erwin Teufel Mitglied des Landesvorstands
der CDU Württemberg-Hohenzollern bzw. von Baden-Württemberg.
Den Vorsitz im CDU Bezirksverband Südbaden hatte er von 1973 bis 1991
inne. Das Amt des Landesvorsitzenden der CDU Baden-Württemberg übernahm
er am 4. Oktober 1991. Zum Mitglied im Ausschuss der Regionen Europas bei
der Europäischen Union wurde Erwin Teufel erstmals im Januar 1994
berufen. Er ist Mitglied im Präsidium dieses Ausschusses.
Im Konvent zur Zukunft Europas, einberufen vom Europäischen Rat,
vertrat er von Februar 2002 bis Juli 2003 die deutschen Länder.
Von Januar 1995 bis Dezember 1998 übernahm
Erwin Teufel das Amt des Bevollmächtigten der Bundesrepublik Deutschland
für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrags über die
deutsch-französische Zusammenarbeit.
Seit September 1993 ist Erwin Teufel Präsident der Jerusalem Foundation
Deutschland e.V. (ehrenamtlich).
Er ist Vorsitzender des Exposure- und Dialogprogramms
e. V. (EDP e.V.) und Mitglied im Kuratorium des Heidelberger Dokumentations-
und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma.
Seit 7. Dezember 1998 ist Erwin Teufel Vorsitzender
der Gewährträgerversammlung der Landesbank Baden-Württemberg.
Seit 24.10.2000 ist er Vorsitzender des Aufsichtsrats der Landesstiftung
Baden-Württemberg. Dem Verwaltungsrat der Kreditanstalt für Wiederaufbau
in Frankfurt gehört er seit 1. Januar 2002 an.
Erwin Teufel ist Mitglied im Zentralkomitee der
deutschen Katholiken. Die Universität Freiburg, die Fachhochschule
für öffentliche Verwaltung Kehl, die Fachhochschule Furtwangen,
die Fachhochschule für Polizei Villingen-Schwenningen, die Berufsakademie
Villingen-Schwenningen sowie die Jiao-Tong-Universität in Shanghai
(China) zeichneten ihn als Ehrensenator aus. Die University of Massachusetts
in Amherst/USA verlieh ihm 1999 den Grad des Doctor of Laws honoris causa.
Von der Landwirtschaftlichen Universität in Timisoara/Rumänien
und von der Universität Oradea/Rumänien wurde Erwin Teufel 2000
jeweils mit dem Titel Doktor honoris causa ausgezeichnet. Am 10. Februar
2003 wurde er Ehrenbürger seiner Heimatstadt Spaichingen. Die Europäische
Akademie der Wissenschaften und Künste hat Erwin Teufel am 6. März
2004 die Ehrensenatorwürde verliehen."
Tabelle: Die Schulden-Leistungen der Baden-Württembergischen
Ministerpräsidenten
Wie das stat. Bundesamt mitteilt, sind die Aufgaben zwischen
Land, Gemeinden und Zweckverbänden in den verschiedenen Bundesländern
unterschiedlich geregelt. Aus Gründen der besseren Vergleichbarkeit,
werden daher die Schulden von Ländern, Gemeinden und Zweckverbänden
zusammengefaßt.
Zur Situation der Gemeinden siehe bitte Bund der Steuerzahler Baden-Württemberg: [Q] und Schuldenfreie Gemeinden in B-W.
Zum Vergleich
das Wirtschaftswachstum in Baden-Württemberg BIP 1970-2005
Querverweis zu Korrelation
, Eigenwerte
und Multi-Kollinaritätsanalyse
einer Korrelationsmatrix.
Querverweis zu Korrelation
, Eigenwerte
und Multi-Kollinaritätsanalyse
einer Korrelationsmatrix.
Ergebnis Schuldenporträt der Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten
Vergleichender
Überblick Schulden- und Wirtschaftswachstumsraten
Baden-Württemberg, einschließlich Gemeinden und Zweckverbänden, startet im Jahre 1950 mit einer Schuldenlast von 993 Millionen Euro. Bis zum Jahre 2005 steigert zuletzt Erwin Teufel diese Verschuldung auf 46 Milliarden und 517 Millionen Euro, die sich damit seit 1950 fast versiebenundvierzigfachen. Der Schuldenberg wird in den betrachteten 55 Jahren um 4582 % erhöht, im arithmetischen Mittel entspricht das bezogen auf den Anfangswert 1950 einer jährlichen Steigerung von rund 83 %. Die stetige Schuldenwachstumsrate zwischen 1950 und 2005 beträgt 6,99% und die jährliche 7,24%. Einzelausweise: Da mir die Zeitreihen nicht für jedes Jahr in der Anfangszeit vorliegen, habe ich mit Kiesinger im Jahre 1960 begonnen.
Kurt Georg Kiesinger, Jurist, steigert die Schulden von 1960 mit 2,2 bis 1966 auf 3,8 Milliarden Euro, also in 6 Jahren, um 72,26% mit einem Jahresmittel von 12,04%. Damit erzielt Kiesinger im Zeitraum 1960-1966 eine Schuldenwachstumsrate nach dem Zinseszinsmodell von stetig = 9,06 % und jährlich = 9,49%. [BIP Zahlen erst ab 1970].
Hans Karl Filbinger, Jurist, beginnt 1966 mit 3,8 Milliarden und hört 1978, 12 Jahre später, mit 12,3 Milliarden Euro Schulden auf. Das ist eine Steigerung von insgesamt 221% mit einem Jahresmittel von 18,44%. Damit erzielt Filbinger im Zeitraum 1966-1978 eine Schuldenwachstumsrate von stetig = 9,73% und jährlich =10,21%. Zum Vergleich wächst die Wirtschaft, hier gemessen am BIP in Marktpreisen, in seiner Zeit von 1970 bis 1978 um stetig=8,22% und jährlich=8.57%.
Lothar Späth, Verwaltungsbeamter, steigert die Schulden im Zeitraum 1978-1990 von 12,3 Milliarden auf 26,3 Milliarden. Das ist eine Steigerung von insgesamt 113,1% mit einem Jahresmittel von 9,43%. Damit erzielt Späth eine Schuldenwachstumsrate von stetig=6,31% und jährlich=6,51%. Zum Vergleich erzielt Lothar Späth 1978-90 Wirtschaftswachstumsraten, hier gemessen am BIP in Marktpreisen, von stetig=5,81% und jährlich=5,98%.
Erwin Teufel, Verwaltungsfachwirt, steigert die Schulden von 1990(91)-2005 von 26,302 auf 46,517 Milliarden Euro, das entspricht einer prozentualen Steigerung von 77% mit einem Jahresmittel von 4,06%. Dies ergibt für 1990-2005 Schuldenwachstumsraten von stetig=3,80% und jährlich=3,87%. Zum Vergleich erzielt Erwin Teufel Wirtschaftswachstums-Raten, hier gemessen am BIP in Marktpreisen, von stetig=2,89% und jährlich=2,93%.
Anmerkung 31.12.6: [Schuldenfreie Gemeinden B-W
2005 mit einer Dokumentation Der
Ausverkauf Baden-Württembergs].
| Man beachte bitte auch: Zur Beurteilung, wenn die Neuverschuldung abnimmt oder gar richtig getilgt wird, ob echtes Einsparen vorliegt oder nur mehr Geld durch Tafelsilberverkäufe, Steuermehreinnahmen durch höheres Aufkommen - Wachstum oder Steuererhöhungen (z.B. 1994) - hereinkommt, müssten diese Daten eingearbeitet werden. Außerdem muss zusätzlich an sog. "kreative Buchführung" der PolitikerInnen gedacht werden, um das wahre Ausmaß der Schulden zu verschleiern. (z.B. durch extreme Ausdehnung der sog. "Kassenverstärkungskredite" oder auch die versteckten und teilweise kaum kalkulierbaren zukünftigen Lasten, siehe Staatsverschuldung und Bilanzfälschung. Dazu gehören auch Veränderungen der Kriterien (auch sog. "Revisionen", Beispiel hier). Es wäre Aufgabe der Kontrollorgane und Aufsichtsbehörden (Bundesbank, Rechnungshöfe, Bundesaufsichtsamt für Finanzdienstleistungen), der Steuerzahlerverbände und der kritischen Medien solche Methoden zu unterbinden bzw. transparent und öffentlich zu machen. Siehe bitte: Tatsächliche Verschuldung der Gemeinden. Doch viele "Kontrollograne" funktionieren gar nicht richtig und sind hoffnungslos verfilzt. |
Kommentar (Allgemeines zum Schuldenproblem)
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| Wie man sieht, steht das Schwabenland völlig zu Unrecht
in dem Ruf, dass seine politische Führung auch nur irgendetwas von
verantwortlicher Finanzpolitik versteht. Der einfache Schwabe mag ein sparsamer
und umsichtiger Hauswirtschafter sein: seine Ministerpräsidenten,
meist gelernte Juristen oder Beamte, sind es nicht.
Zunehmend mehr erhärtet sich der Verdacht, dass "das" Wirtschaftswachstum überhaupt kein echtes und solides ist, sondern zu einem großen Teil auf die Luft- und Seifenblasenwirtschaft der "Schuldentollwut" und eine künstlich aufgeblähte Geldmenge aufgebaut ist, so dass das "System Kapitalismus und Wirtschaftswachstum" immer mehr den Charakter eines gigantischen Schneeballsystems annimmt. Verantwortung? Kompetenz? Respekt vor der Schöpfung, vor dem Menschen, vor der Natur? GeMEINwohl ... Schaut man sich die Zahlen an, an denen man seine Pappenheimer wirklich erkennt, nicht an dem, was sie schwätzen, blubbern und gackern, kann einem nur schlecht werden und man greift sich ans Hirn, wie solche Leute nicht amtsenthoben werden, Berufsverbot erhalten und davon gejagt werden. Sie richten Deutschland zu Grunde und verstehen es gleichzeitig meisterhaft, sich mit dem Nimbus und Ruf von Wirtschaftskompetenz zu umgeben. Der hollyvoodooformste scheint der mit dem Beinamen "Cleverle" zu sein. Deutschlands Amigo-Republik wurde weitgehend von JuristInnen aufgebaut, sie wird weitgehend von JuristInnen beherrscht, verwaltet und sie wird auch von weitgehend von JuristInnen zugrunde gerichtet. Die können anscheinend nichts, außer den Staat ausbluten, indem sie sich selbst und ihre Amigos sehr gut bedienen. Es ist ein einzigartiges Trauerspiel, wie ein so schönes und reiches Land wie Baden-Württemberg - das ich, wie deren Menschen, persönlich im "Städtle", wo ich mein Abitur am "Ebelu" machte, sehr schätzen lernte - durch solche unfähigen Finanzchaoten so niedergewirtschaftet werden konnte. Doch es ist ja nicht nur das reiche Baden-Württemberg und - inzwischen auch Bayern (Stoiber) - ja ganz Deutschland, das ganz überwiegend fest im Würgegriff der Selbstbediener, Hochstapler, Dünnbrettbohrer und Tartüffs zu sein scheint, die nur vier Dinge wirklich gut können, wie uns die Metapher der vierköpfigen Hydra lehrt, nur eines nicht, nicht einmal wenn sie Schwaben sind: richtig haushalten, sparen und wirtschaften. Und das gilt leider durch die Bank, ob gelb, ob grün, ob rot, ob schwarz, ob höhere oder niedere Ebene: sie alle leiden an der politischen Krankheit der Schuldentollwut. Dafür hagelt es dann Orden, extreme Gagen, Vorteile und Ehrendoktorwürden. Vielleicht sollten wir hierzu ein Gesetz für alle Gebietskörperschaften machen: für jede Milliarde Schulden ein Bundesverdienstkreuz und einen Ehrendoktor (Stolpe ahoi!). Zur Therapie der "Schuldentollwut": Das psychologsiche Grundproblem liegt sicher in der falschenEinstellung und in der Folgenlosigkeit maßlosen Wirtschaftens. Staatsverschuldung hat eine jahrtausende alte Geschichte und Tradition über fast alle Kulturen und Epochen, geht über alle Herrschaftssysteme, über alle politischen Verwaltungsebenen (Gemeinden, Städte, Kreise, Bezirke, Länder, Bund, Nationen) und über alle Parteien hinweg. Sie ist ein grundsätzliches und strukturelles Problem (historisch oft durch Inflationen, Währungsreformen und Kriege entschuldet), das nur durch grundlegende strukturelle Veränderungen lösbar ist: Hierzu bedarf es eines starken öffentlichen Problem-Bewußtseins und einer tiefgreifenden Konditionierung der politischen Massenhirne. Schulden machen, das muss Gefühle wie Scheiße in der Zahncreme hervorrufen: Abscheu und Ekel. Und man muss sich von falschen Eliten (Etilen) und besonders von den Irrlehren der US-etilE-Universitäten lösen - die sind in erster Linie für sich selber da - wie man auch begreifen muss, dass die USA ganz andere natürliche Wachstumsbedingungen haben als Deutschland (Bevölkerungswachstum und Arbeitsplatzentwicklung). Die USA sind weder real noch normativ oder ideal ein Weltmodell, das sollten die USA und wir Europäer und Deutsche möglichst schnell begreifen und akzeptieren. Die Ausbeutung und Zerstörung der Landwirtschaftsbasis der Dritten Welt durch die Globalisierung und die supra-nationalen Egoismen (EU)ist ein politisches Wirtschaftsverbrechen gegen die Menschlichkeit und die Regierungen der führenden Industrienationen gehörten dafür vor ein internationales Tribunal gestellt. Als allererstes sollte bei PolitikerInnen das Geldtabu aufgehoben und radikale finanzielle Transparenz herbeigeführt werden und vielleicht wäre es eine gute Qualitätssicherungsmaßnahme, wenn JuristInnen und BeamtInnen wenigstens eine Quotenbegrenzung bei Wahlen erhielten, um das Allerschlimmste zu verhüten. Die elementar notwendige Grundstellung für eine dauerhaft verantwortliche, solide und vernünftige Haushaltswirtschaft ist: (1) man kann auf Dauer nicht mehr ausgeben als man einnimmt, ohne früher oder später in der exponentiellen Schuldenfalle zu landen (>Eingangsgraphik, was bedeutet ...? );Diese elementaren und banalen Binsenweisheiten - für deren Realisation und Beherzigung ein Studium anscheinend eher hinderlich ist - wollen viele Kämmerer, Finanz"fach"leute und PolitikerInnen nicht einsehen oder es ist ihnen egal. Wir werden daher überwiegend von finanzökonomisch uneinsichtigen Dummköpfen oder von Nach-mir-die-Sintflut-Verwahrlosten - oder von einer besonders ungesunden Mischung aus beiden - regiert. Dummerweise wählen wir diese Leute auch immer noch, so dass man wohl sagen muss: es geschieht uns nicht besser. Doch daraus folgt fatalerweise, dass es wahrscheinlich auch keine Problemlösung (höchstens einer ungewöhnlichen höheren Ordnung) gibt: Denn wenn die grosse Masse der soziologisch-statistisch betrachtet Normalen - inhaltlich betrachtet - die Verrückten sind, dann sind die Verrückten die Normalen und bestimmen, was normal ist. Hier sind zwei paradoxe Erscheinungen beobachtbar: a) Je verantwortlicher, desto verantwortungsloser und, auf gut fränkisch, b) Je g'scheiter, desto blöder. Dies bestätigt sich auch durch eine Analyse der schuldenfreien Gemeinden in Deutschland. Insgesamt dürften diese vernünftig, verantwortlich und solide Wirtschaftenden nicht einmal die 5%-Hürde schaffen. Eine Änderung ist also ziemlich unwahrscheinlich - bis es wirklich nicht mehr geht und alles zusammenkracht. Bei einigen Gemeinden und Ländern scheint dieser Grenzbereich inzwischen recht nahe zu sein (Berlin, Bremen, München), so dass im Zusammenhang damit, dass es einige wenige Prozent ja wollen und können und der faktischen Pleitesituation vieler anderer vielleicht ein wenig Hoffnung gibt, wenn auch der begonnene Ausverkauf der öffentlichen Vermögenswerte noch viel Schlimmeres befürchten lässt. Wann wird ihnen einfallen, den Kölner Dom, die Berliner Luft oder die bayerischen Alpen an "Investoren" - am besten gleich mehrfach - zu verleasen, um für ein paar wenige Millionen, ein paar Tröpfchen auf den heißen Stein für kurze Zeit ihre Zahlungsunfähigkeit hinauszuschieben? (1) man kann auf Dauer nicht mehr ausgeben als man einnimmt, ohne früher oder später in der exponentiellen Schuldenfalle zu landen;Diese elementaren und banalen Binsenweisheiten - für deren Realisation und Beherzigung ein Studium anscheinend eher hinderlich ist - wollen leider viele Finanz"fach"leute und PolitikerInnen nicht einsehen oder sie sind ihnen sogar egal. Soziologisch und statistisch sind die "Schuldentollwütigen" in der Mehrheit - soziologisch statistisch gesehen also die "Normalen" -, verantwortlich und umsichtig Haushaltswirtschaftende in der großen Minderheit, zumindest auf den "höheren" Ebenen. Hier sind zwei paradoxe Erscheinungen beobachtbar: a) Je verantwortlicher, desto verantwortungsloser und, auf gut fränkisch, b) Je g'scheiter, desto blöder. Dies bestätigt sich auch durch eine Analyse der schuldenfreien Gemeinden in Deutschland. Insgesamt dürften diese vernünftig, verantwortlich und solide Wirtschaftenden kaum die 5%-Hürde schaffen. Eine Änderung ist also ziemlich unwahrscheinlich - bis es wirklich nicht mehr geht und alles zusammenkracht. Bei einigen Gemeinden und Ländern scheint dieser Grenzbereich inzwischen recht nahe zu sein (Berlin, Bremen, München), so dass im Zusammenhang damit, dass es einige wenige Prozent ja wollen und können und der faktischen Pleitesituation vieler anderer vielleicht ein wenig Hoffnung gibt, wenn auch der begonnene Ausverkauf der öffentlichen Vermögenswerte und die globale Enteignung unserer Städte noch viel Schlimmes befürchten lässt. Hinweis: Zur Erkundung des Wissens, des BürgermeisterInnen-Profils und worauf es nach Meinung der kompetenten und erfolgreichen PraktikerInnen ankommt, habe ich einen "Fragebogen KommunalpolitikerInnen (fast) schuldenfreier Gemeinden" entwickelt, der sich derzeit in der Erprobungsphase befindet. Wer mitmachen möchte, melde sich bitte. Gesucht werden für die Kontrollgruppe auch BürgermeisterInnen und KommunalpolitikerInnen von Gemeinden, die noch stärker in den Schulden stecken. Mehr zur politischen Krankheit der
"Schuldentollwut".
|
Staatsverschuldung:
Literatur- und Linkhinweise zu Paul C. Martins Arbeiten und dem sog. "Lüftl-Theorem"
Martin, Paul C. & Lüftl, Walter (1984, 2.A.). Die Pleite.
Staatsschulden, Währungskrise und Betrug am Sparer. München:
Langen-Müller.
![]() |
Das sog. Lüftl-Theorem finden Sie auch praktisch durchgerechnet für die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen hier. Entscheidend für die Problematik ist die Geschwindigkeit des Wachstums, z.B. der Schulden in Beziehung zu den Ressourcen, z.B. BIP, d.i. bei der exp. Regression der Faktor b in: F(X)=A*eb*x |
Die Warnungen Paul C. Martins von vor 20 Jahren bewahrheiten sich inzwischen recht dramatisch, einige Kommunen sind praktisch pleite und die Staatsfinanzen völlig zerrüttet. Es zeigt sich immer mehr, daß die politische, ökonomische gesellschaftliche Entwicklung eigentlich nur noch mit psychopathologischen Mitteln analysiert werden kann. Leider ist das Problem nicht lösbar, weil immer dann, wenn Massenwahnphänomene greifen, besonders in sog. "Demokratien", die Mehrheit bestimmt, was "normal" ist - auch wenn es noch so verrückt ist.
Wichtige Daten zur Wirtschaftsentwicklung, Konjunkturzyklen und Indikatoren finden Sie hier.
Baden-Württemberg und externe Links zur zeitgeschichtlichen, finanziellen und ökonomischen Situation (Auswahl, beachte):
Jahreschroniken nach dem dhm zum zeitgeschichtlichen Rahmen: 1952, 1953, 1954, 1955, 1956, 1957, 1958, 1959, 1960, 1961, 1962, 1963, 1964, 1965, 1966, 1967, 1968, 1969, 1970, 1971, 1972, 1973, 1974, 1975, 1976, 1977, 1978, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989, 1990, 1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1996, 1997, 1998, 1999, 2000, 2001, 2002,
Stichworte: Allgemeines
zum Schulden-Syndrom , Was
bedeutet Staatsverschuldung ganz praktisch? , Wann
wird Staatsverschuldung auf längere Sicht sehr gefährlich - wann
ist sie vertretbar, vernünftig, ja sogar gerecht und geboten?
* Amtliche Statistik * Armuts-
und Reichtumsberichte der Bundesregierung. * Antizyklische
Wirtschaftspolitik * Bund Links * Cross-Border-Leasing
* Datenquellen
und Hinweise zu Schulden und Wirtschaftswachstum (BIP) * Demokratien
* Euphemismus * Globalisierung
* Globale Enteignung der Städte
(CBL) * Hollyvoodoo * homo
oeconomicus * Ich pumpe, also bin
ich * Länder,
Gemeinden und Zweckverbände * Lüftl-Theorem
* Mittel(werte) * politische
"Krankheit" * Etile * Euphemismus
* Schulden-Pisa * Schulden-Porträt
(Neues
Benchmarkformat zur Bewertung der Leistung von PolitikerInnen) *
Schulden-Uhren
Links * Schulden-Wachstums-Rate
* Staatsverschuldung:
Literatur- und Linkhinweise zu Paul C. Martins Arbeiten ("Lüftl-Theorem")
* Die Schuld
der Wirtschaftswissenschaften und der Medien * Wachstum
kritisch betrachtet * Wachstumstabellen
(Zinseszins) * Zeitgeschichte.
___
Allgemeines zum
Schulden-Syndrom: Das Schuldenproblem hat seinen Ursprung in einer
expansiven
und verfehlten maniformen
Grundeinstellung: mehr, immer mehr und noch viel mehr. Diese grundlegende
Fehleinstellung wird von der plutokratischen Wirtschaft und ihrer falschen
Philosophie des homo oeconomicus, die
ihre pseudowissenschaftliche Rechtfertigung in den amerikanischen
etilE-Universitäten (Harvard,
Princeton,
Yale,
Stanford)
findet, sehr unterstützt. Wachstum
über alles, Wachstum um jeden Preis, Konsum, Konsum, kaufen, kaufen
(wozu letztlich auch die Globalisierung erfunden
wurde, weil die heimischen Märkte grundgesättigt sind). Der Mensch
interessiert nicht oder nur als Konsummaschine, als konditionierte Kaufratte.
Stabilität interessiert nicht. Gerechtigkeit
interessiert nicht. Es geht darum, dass eine kleine radikale Minderheit
von Millionären und Milliardären mehr, noch mehr und noch viel
mehr anhäufen kann. Die Nationalökonomie und Wirtschaftspolitik
wird vollkommen beherrscht von einer plutokratischen
Pseudo-Elite, die weder vom Menschen noch von der Wirtschaft wirklich
etwas verstehen, nur vom in die eigene Tasche raffen, Bilanzfälschungen,
vom Schulden machen, von Börsenspekulation, Luft- und Seifenblasen,
globalem Zocken und einer verantwortungs- und hemmungslosen Manipulation
durch Werbung, Falschinformation und ihrer hollywoodgerechten Aufbereitung
mit Hilfe gewissenloser Medien. Denn dass Deutschland so an den Rand des
finanziellen Ruins getrieben werden konnte, ist wesentlich mit das Werk
seiner unkritischen und willfährigen WirtschaftswissenschaftlerInnen
und der wirtschaftspolitischen Medien, die das Problem seit ca. 35 Jahren
nicht nur verharmlosen und falsch darstellen, sondern an der finanzpolitischen
Verwahrlosung und Verblödung dieses Landes wesentlich Mitschuld haben.
Was bedeutet Staatsverschuldung ganz praktisch ? Schulden erfordern einen Kapitaldienst, d.h. die Begleichung bei Fälligkeit und die Zahlung der Zinsen. Derzeit belaufen sich nach der Zinsuhr des Bundes für SteuerzahlerInnen die Zinsen wie hier ausgewiesen. Am 5.11.6, gegen 14 Uhr, waren dies über 57 Milliarden Euro. Der Bundeshaushalt für 2006 sieht Ausgaben in Höhe von 261,6 Milliarden Euro vor [siehe]. Auf das Gesamtjahr hochgerechnet, ergeben sich rund 66 Milliarden Euro Zinslast für den Bund. Das sind 25,2% der gesamten Ausgaben im Bundeshaushalt allein für Zinszahlungen. Dieses Geld fehlt nicht nur für sinnvolle Ausgaben, aufgrund der Zinseszins- und Wachstumseffekte droht dieser Anteil immer größer zu werden.
"Die hervorstechenden Fehler der wirtschaftlichen Gesellschaft, in der wir leben, sind ihr Versagen, für Vollbeschäftigung Vorkehrung zu treffen und ihre willkürliche und unbillige Verteilung des Reichtums und der Einkommen."Antizyklische Haushaltspolitik steht nach Keynes also unter dem Ziel der Vollbeschäftigung, Stabilität und die sie ermöglichende soziale Gerechtigkeit.
Interne Links zum Elite-Problem: * Literaturliste * Generalkritik an der "Elite" * Elite-Meßverfahren * Was sind und wozu brauchen wir "Eliten" (Elite-Universitäten)? * Was bieten amerikanische etilE-Universitäten am Beispiel Wirtschaft?. * Wirtschaftlich motivierte "Elite"-Kritik * Wirtschaftselite in Deutschland * plutokratischer etilE-Papagei Peter Glotz *
Das Peter-Prinzip: "Mir kam der Verdacht, daß meine Schulbehörde in puncto Unfähigkeit kein Monopolbetrieb war. Als ich mich umsah, stellt ich fest, daß es in jeder Organisation eine Anzahl Menschen gab, die unfähig waren, ihrer Arbeit gerecht zu werden." (S. 15). Ein universales Phänomen: "Berufliche Unfähigkeit gibt es überall" (S. 16) "In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen" (S. 19) "Die Arbeit wird von den Mitarbeitern erledigt, die ihre Stufe der Inkompetenz noch nicht erreicht haben." (S. 20)." [mehr: PKW3-04, Überblick Bürokratie, ]
| "Seit 1995 haben Hunderte Städte und öffentliche Unternehmen in Deutschland und Europa ihre Großanlagen wie Klär- und Wasserwerke, Straßenbahnen, Schulen und Messehallen an US-Investoren verkauft und zurückgemietet. Erst durch Rundfunksendungen von Werner Rügemer wurde »Cross Border Leasing« seit 2002 zu einem öffentlichen Thema. Er schildert die Entstehung und Struktur dieses Finanzprodukts der »New Economy« in den USA, ihre Verwandtschaft mit anderen Formen öffentlicher Enteignung, ihr Ausmaß in den wichtigsten europäischen Staaten sowie die Arbeitsmethoden der Leasing-branche. Erstmalig legt er jetzt die bisher geheimen Vertragsinhalte dieser Konstrukte fiktiver Kapitalbildung in vollem Umfang offen." (Rückumschlag / Info mit Inhaltsverzeichnis.) |
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(Faust II, A V, Palast, Mephisto Vers 11187) |
Quelle: Schuldenstände
Deutschland nach den Kriterien des Maastrichtvertrages.
Auch der Bund der Steuerzahler bestätigt in seinem Bericht "2006 Die öffentliche Verschwendung" [Bezugsquelle] die Praxis, mit Hilfe der Kassenverstärkungskredite die echte Staatsverschuldung optisch kleiner zu halten. Im Bericht wird S. 43 am Beispiel Bodenheim (Hessen) ausgeführt: "Die [Kassenverstärkungs] Kredite dienen eigentlich nur der kurzfristigen Liquiditätssicherung einer Kommune, werden mittlerweile aber landauf und landab als Finanzierungsquelle laufender Ausgaben benutzt."
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Länder,
Gemeinden und Zweckverbände. Wie das stat. Bundesamt mitteilt,
sind die Aufgaben zwischen Land, Gemeinden und Zweckverbänden in den
verschiedenen Bundesländern unterschiedlich geregelt. Aus Gründen
der besseren Vergleichbarkeit,
werden daher die Schulden von Ländern, Gemeinden und Zweckverbänden
zusammengefaßt.
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Lüftl-Theorem.
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Mittel = Arithmetischer Mittelwert: Alle
Werte addieren und durch ihre Anzahl teilen: M = Summe / N. Man beachte,
wenn Mittelwerte über Zuwächse gegenüber Vorjahreswerten
gerechnet werden, ergeben sich andere Mittelwerte als wenn der gesamte
Zeitraum gemittelt wird. In Mittelwertberechnungen von Zuwächsen geht
ein Wachstumsfaktor ein.
Streuung =: die Standardabweichung, ein Schätzmass
für die Streuung um den Mittelwert.
Spannweite = Maximum - Minimum.
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politische
"Krankheit". Sie heißt: Schulden, Schulden über alles,
über alles in der Welt. Man könnte sie als eine Art Schuldentollwut
bezeichnen. Siehe Überblick
Schuldenporträts. Leider helfen bislang weder die entsprechenden
Grundgesetzartikel (115
und 109) noch das Stabilitäts-Gesetz
(1967); die "Schulden-Tollwut" scheint inzwischen ein globales
Phänomen zu sein. Und die Nationalökonomie und Finanzwissenschaft
zeigt sich auch weitgehend unfähig, das Problem angemessen wahrzunehmen
und zu lösen. Dafür gibt es dann Wirtschaftsnobelpreise
für Spekulationsgewinnoptimierung.
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Schuldenentwicklungs-Modell
Verantwortlich
für die unverantwortliche Schuldenpolitik sind: Politik, Recht, Verfassung,
Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaft, Werbung, Banken, Medien, KonsumentInnen
und WählerInnen. Jeder Faktor für sich alleine genommen scheint
zu einem bestimmten Zeitpunkt - vor allem am Anfang - eine sehr geringe
Wirkung oder Bedeutung haben, wie es z.B. typisch für Wachstumsphänomene
ist, wo man lange, lange Zeit nichts merkt. Jeder gesellschaftliche Bereich
trägt in einem vernetzten Wechselwirkungsprozess immer wieder eine
kleine Veränderung bei, so dass aber insgesamt und über die Zeit
betrachtet eine riesige und womöglich nicht mehr beherrschbare Eigendynamik
an Wechselwirkungen zustande kommt. In einem Schaubild vorgestellt, könnte
man sich eine Spirale denken, die sich allmählich immer mehr ausdehnt
und in eine gigantische Wachstumsblase einmündet, die schließlich
in einer Währungsreform platzt. > Mehr Politische
Krankheit ...
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Schulden nach
dem Maastrichtvertrag.
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Schulden-Pisa.
| Anregung: machen oder unterstützen
Sie Schulden-Porträts von Ihren PolitikerInnen im Land, im Bezirk,
im Landkreis, in der Gemeinde und in der Stadt, von den Institutionen,
Organisationen und großen Firmen. Helfen Sie mit, unsere PolitikerInnen
und VerantwortungsträgerInnen zu erziehen, dass sie den einfachsten
und wichtigsten kaufmännischen Grundsatz, dass man auf Dauer
nicht mehr ausgeben darf als man einnimmt, also solides wirtschaften begreifen,
verinnerlichen und praktizieren lernen. Wählen Sie niemanden, der
dies nicht kann, beherzigt und zeigt.
PolitikerInnen reden viel, gefällig und selbstgefällig. Achten Sie nicht auf die Worte, denn diese bedeuten nichts, sind meist Werbung, Imagepflege, oft stimmen sie nicht. Achten Sie nur auf die Tatsachen, auf das, was gemacht wird; auf das, was als Ergebnis rauskommt. Und die Verschuldungszahlen sind ein sehr gutes Kriterium für Tüchtigkeit und Verantwortung. Und wer mit Steuer-Geldern nicht richtig umgehen kann, bedient sich womöglich nur selbst, kann also nicht nur nichts, sondern ist sogar eine Gefahr für das Gemeinwohl. Geld wäre genug da: Gehen wir von 1% bestverdienenden OligarchInnen in Deutschland aus, dann ergibt dies bezogen auf 40 Millionen Erwerbstätige 400.000. Schöpfen wir von den auf - im Durchschnitt - mindestens 1 Million Euro geschätzten Einnahmen der 1% Bestverdienenden 50% ab, dann ergäbe dies 400.000 mal 1/2 Million, das macht 200 Milliarden. Bei ca. 1,3 Billionen Staatsschulden wäre Deutschland damit in ca. 6,5 Jahren (alt) schuldenfrei. Derzeit gibt es nach der Datenquelle und Basis Materialband zum ersten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung S. 112, Tab. 1.65, ungefähr 460.000 (Multi) Millionäre in Deutschland. Das hier vorgeschlagene Modell ist also durchaus realistisch, wie hier auch gezeigt wurde: Die Wachstumsrate der Millionäre in Deutschland. |
Quelle: Erläuterungen Statistisches
Bundesamt Fachserie 14 Schulden der öffentlichen Haushalte.
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Schulden-Uhren
Links.
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Schulden-Wachstums-Rate
nach der Formel Endwert = Anfangswert * ez * n.
Hier Rechenbeispiel für Lothar Späth: n = 12 = 1990 -1978. Rechnung:
z = [ln(26302 / 12343)]/ 12, also z.B. für die absoluten Schulden:
z = [ln(2,1309244)]/ 12 = [0,7565558)] / 12 = 0,0630463 = 6,30 %.
Probe: e^(0,0630463*12) = e^(0,7565556) = 2,1309238 * 12343 [Anfangswert]
= 26302 [Endwert Probe].
Gerechnet mit Taschenrechner Sharp El-531VH.
Bedeutung
und Berechnung der stetigen und jährlichen Wachstumsrate. Einen
Vergleich zwischen der exponentiellen stetigen Schulden-Wachstums-Rate
nach dem Zinses-Zins-Modell und dem jeweils entsprechenden arithmetischen
Mittelwert findet man z.B. für alle Bundesbankpräsidenten und
Kanzler von Adenauer 1950 bis Schröder 2002 hier.
Wie man sieht, stimmen die Größenordnungen ganz gut überein.
Eine ziemlich perfekte Dokumentation könnte umfassen, absolut und
relativ in %: Ausgangswert = Schulden des Vorgängers, Anfangswert,
Endwert = Ausgangswert des Nachfolgers, Mittelwert, Standardabweichung
(Streuung), Minimum, Maximum, Spanne (Maximum-Minimum), stetige und jährliche
Wachstumsrate. Eine negative Schulden-Wachstums-Rate bedeutet natürlich
Tilgung und sparen. "Sparen" bedeutet nicht, wie in der Presse vielfach
falsch euphemistisch dargestellt, dass weniger
neue Schulden aufgenommen werden. In diesem Falle wird nicht
etwa gespart, "nur" nicht mehr so viel Schulden gemacht wie gegenüber
dem Bezugskriterium (meist Vorjahr). Siehe:
Was
zum Teufel heißt eigentlich "Sparkurs"?.
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Staatsverschuldung:
Literatur- und Linkhinweise zu Paul C. Martins Arbeiten und dem sog. "Lüftl-Theorem"
Martin, Paul C. & Lüftl, Walter (1984, 2.A.). Die Pleite.
Staatsschulden, Währungskrise und Betrug am Sparer. München:
Langen-Müller.
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Das sog. Lüftl-Theorem finden Sie auch praktisch durchgerechnet für die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen hier. Entscheidend für die Problematik ist die Geschwindigkeit des Wachstums, z.B. der Schulden in Beziehung zu den Ressourcen, z.B. BIP, d.i. bei der exp. Regression der Faktor b in: F(X)=A*eb*x |
Die Warnungen Paul C. Martins von vor 20 Jahren bewahrheiten sich inzwischen
recht dramatisch, einige Kommunen sind praktisch pleite und die Staatsfinanzen
völlig zerrüttet. Es zeigt sich immer mehr, dass die politische,
ökonomische gesellschaftliche Entwicklung eigentlich nur noch mit
psychopathologischen Mitteln analysiert werden kann. Leider ist das Problem
nicht lösbar, weil immer dann, wenn Massenwahnphänomene
greifen, besonders in sog. "Demokratien", die
Mehrheit bestimmt, was "normal"
ist - auch wenn es noch so verrückt ist.
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supra-nationale Egoismen
(EU). Es ist ein ungeheurer Vorgang, wenn die subventionierte Landwirtschaft
der Europäischen Union z.B. die afrikanische Landwirtschaft zerstört,
indem sie ihre Überschuss- und Überflussprodukte dorthin "billiger"
exportieren als die einheimischen landwirtschaftlichen Erzeuger produzieren
können.
| Suchen in der IP-GIPT,
z.B. mit Hilfe von "google": <suchbegriff>
site:www.sgipt.org
z.B. Schulden-Porträt site:www.sgipt.org. |
korrigiert: 21.06.04 und Überarbeitung am 3.4.7 irs