Internet Publikation für Allgemeine und Integrative Psychotherapie
    Abteilung Politische Psychologie, Bereich Finanzen -   Präambel *  Sprache *
    IP-GIPT DAS=22.06.2004 Internet-Erstausgabe, letzte Änderung 22.4.7
    Impressum: Diplom-PsychologInnen Irmgard Rathsmann-Sponsel und Dr. phil. Rudolf Sponsel
    Stubenlohstr. 20     D-91052 Erlangen * Mail:_sekretariat@sgipt.org_Zitierung & Copyright

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    Willkommen in der Abteilung Allgemeine und Integrative Politische Psychologie, Bereich Finanzen, Finanzpolitik und Finanzwissenschaft hier zum Thema:

    Das Schulden-Porträt Bundesland

    Baden-Württemberg
    1950-2005
    [Schuldenfreie Gemeinden B-W 2005 mit einer Dokumentation
    Der Ausverkauf Baden-Württembergs]

    von Rudolf Sponsel, Erlangen  (ohne Gewähr)

    Staatsschulden (alt)  in 6,5 Jahren nach dem IP-GIPT Modell tilgbar.
    Die politische Krankheit der Schuldentollwut. Erklärung und Heilung.
     

    * Politbiographie: Land, Maier, Müller, Kiesinger, Filbinger, Späth, Teufel. * Schulden-Tabelle * Ergebnis * Kommentar * Anregung * Links * Ländervergleich * Deutsches Reich * Weimar *  Drittes Reich * Übersicht Schulden-Porträts * Schulden-Wachstumstabelle * Japan *  USA 1791-2004 *  Querverweise *

    Politbiographische Daten Bundesland Baden Württemberg

    Das Land Baden-Württemberg:  [1, 2]
    "Wenn die Einwohner liebevoll von ihrem "Ländle" sprechen, stellt sich manch einer darunter ein kleines Gebiet im Südwesten der Bundesrepublik vor. Tatsächlich aber ist unser 1952 geschaffenes Bundesland nach Bayern und Niedersachsen der drittgrößte Flächenstaat in Deutschland. Baden-Württemberg liegt zentral im europäischen Wirtschaftsraum. Im Westen grenzt es an Frankreich, im Süden an die Schweiz und – über den Bodensee hinweg – an Österreich.
        Sowohl mit seiner Fläche von 35.752 km² als auch mit seinen 10,680 Millionen Einwohnern (Stand: 30.06.2003) ist Baden-Württemberg das drittgrößte der 16 deutschen Bundesländer. Seit der Gründung des Bundeslandes im Jahre 1952 hat die Bevölkerung um rund vier Millionen Menschen zugenommen. Baden-Württemberg ist aufgeteilt in 35 Landkreise und 9 Stadtkreise. Es gibt insgesamt 1.110 Gemeinden, darunter 88 Große Kreisstädte.
        Auf einem Quadratkilometer leben - statistisch gesehen - 298 Einwohner (Bundesgebiet: 231). Den 5,2 Millionen männlichen Einwohnern stehen 5,4 Millionen Frauen gegenüber. Knapp 1,3 Millionen Einwohner (Stand: 31.03.2003) sind Ausländer. Dabei stellen die Türken mit ca. 323.000 das größte Kontingent, gefolgt von Personen aus dem ehemaligen Jugoslawien (248.000) und Italienern (188.000).
        Im Jahr 2003 gingen in Baden-Württemberg rund 5 Millionen Menschen einer Erwerbstätigkeit nach. Unser Land hat bundesweit nach wie vor die niedrigste Arbeitslosenquote. Ein Angestellter verdiente im Oktober 2003 in Baden-Württemberg durchschnittlich 3.510 Euro brutto im Monat. Der Bruttomonatsverdienst eines Arbeitnehmers im Produzierenden Gewerbe lag bei 2.638 Euro.
        1.029 Kilometer Bundesautobahnen, rund 4.433 km Bundesstraßen, 9.937 km Landesstraßen und 12.055 km Kreisstraßen erschließen Baden-Württemberg. Auf ihnen rollen mehr als 7,3 Millionen Kraftfahrzeuge mit Kennzeichen baden-württembergischer Städte und Landkreise, davon rd. 6 Millionen Pkw. Oder anders ausgedrückt: im Land von Daimler, Benz und Porsche fahren zwei von drei Bürgern Auto."
     

    1952 - 1953: Reinhold Maier (FDP/DVP)  [1,2]
     
    Zeitgeschichtliche Jahreschronik nach dhm: 1952, 1953,

    "Ministerpräsident der Vorläufigen Regierung aus SPD, FDP/DVP und BHE. Reinhold Maier, am 16. Oktober 1889 in Schorndorf geboren, war Rechtsanwalt und Parlamentarier der Demokratischen Partei [ später FDP ]. Nach dem Krieg wurde er von der amerikanischen Besatzungsmacht zum Ministerpräsidenten von Württemberg-Baden bestellt und in diesem Amt mehrfach bestätigt. Zielstrebig betrieb er den Zusammenschluss mit den Ländern Württemberg-Hohenzollern und [ Süd- ]Baden und am 25. April 1952 wurde er zum ersten Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg gewählt. Aber seine Regierung aus SPD, FDP/ DVP und BHE erwies sich als instabil und nach einem schlechten Ergebnis seiner Partei bei der Bundestagswahl vom September 1953 legte er sein Amt nieder. Am 19. August 1971 ist Reinhold Maier gestorben."

    1953 - 1958: Gebhard Müller (CDU) Ministerpräsident einer Regierung aus CDU, SPD, FDP/DVP und BHE  [1,2]
     
    Zeitgeschichtliche Jahreschronik nach dhm: 1953, 1954, 1955, 1956, 1957, 1958, 

    "Gebhard Müller, am 17. April 1900 in Füramoos [ Kreis Biberach ] geboren, war Jurist, zeitweise als Richter tätig, und Parlamentarier der CDU. Er wurde 1948 zum Staatspräsidenten von Württemberg-Hohenzollern gewählt und war zunächst für die Wiederherstellung der alten Länder Württemberg und Baden eingetreten, ehe er sich der Südweststaatsidee anschloss. Da seine Partei in der Verfassunggebenden Landesversammlung die stärkste Kraft stellte, war er Kandidat für das Amt des ersten baden-württembergischen Regierungschefs. Aber erst nach Reinhold Maiers Rücktritt wurde er, am 30.September 1953, zum zweiten Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg gewählt. 1959 wurde er zum Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts berufen. Gebhard Müller ist am 7. August 1990 gestorben."

    1958 - 1966: Kurt Georg Kiesinger (CDU) Ministerpräsident einer Regierung aus [1,2]
    - CDU, SPD, FDP/DVP und BHE (1958-1960); - CDU und FDP/DVP (1960-1966)
     
    Zeitgeschichtliche Jahreschronik nach dhm: 1958, 1959, 1960, 1961, 1962, 1963, 1964, 1965, 1966. 

    "Kurt Georg Kiesinger, am 6. April 1904 in Ebingen geboren, war Jurist und Mitglied des Deutschen Bundestags, wo er sich vor allem als Außenpolitiker profilieren konnte. Nach dem Weggang Gebhard Müllers wurde Kiesinger als dessen Nachfolger präsentiert und am 17. Dezember 1958 zum dritten Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg gewählt. Als ihm im Herbst 1966, nach dem Scheitern der Bundesregierung unter dem CDU-Politiker Ludwig Erhard, das Amt des Bundeskanzlers angeboten wurde, verließ er das Land, um in Bonn Regierungschef einer Großen Koalition zu werden. Am 9. März 1988 ist Kurt Georg Kiesinger gestorben."

    1966 - 1978: Hans Karl Filbinger (CDU) Ministerpräsident einer  [1,2]
    - Großen Koalition aus CDU und SPD (1966-1972); - CDU-Alleinregierung (1972-1978)
     
    Zeitgeschichtliche Jahreschronik nach dhm: 1966, 1967, 1968, 1969, 1970, 1971, 1972, 1973, 1974, 1975, 1976, 1977, 1978, 

    "Hans Filbinger, am 15. September 1913 in Mannheim geboren, Jurist und CDU-Politiker, war in der baden-württembergischen Landesregierung bereits ehrenamtlicher Staatsrat „für die Belange des badischen Landesteils“, ehe er nach der Landtagswahl von 1960 von Kiesinger mit der Leitung des Innenministeriums betraut wurde. Als Kiesinger nach Bonn wechselte, wurde Filbinger als dessen Nachfolger nominiert und am 16. Dezember 1966 zum vierten Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg gewählt. Infolge einer politischen und juristischen Auseinandersetzung über seine ehemalige Tätigkeit als Marinerichter geriet er im Sommer 1978 unter massiven Druck, der schließlich zu seinem Rücktritt führte."

    1978 - 13. Januar 1991: Lothar Späth (CDU). Ministerpräsident einer CDU-Alleinregierung  [1,2]
     
    Zeitgeschichtliche Jahreschronik nach dhm: 1978, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989, 1990, 1991,

    "Lothar Späth, am 16. November 1937 in Sigmaringen geboren, war kommunaler Verwaltungsbeamter und Bürgermeister der Stadt Bietigheim, als er 1968 für die CDU in den Landtag gewählt wurde. Vier Jahre später wurde er Vorsitzender der  CDU Fraktion. Im Zuge einer Regierungsumbildung berief ihn Filbinger im Februar 1978 zum Innenminister. Nach Filbingers Rücktritt machte Späth seinen Anspruch auf dessen Nachfolge geltend und wurde am 30. August 1978 zum fünften Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg gewählt. Seine engen Beziehungen zu einflussreichen Wirtschaftsführern, von denen er sich Dienst- und Privatreisen finanzieren ließ, führten zu einer politischen Auseinandersetzung, in deren Folge er im Januar 1991 sein Amt niederlegte."

    Seit 22. Januar 1991: Erwin Teufel (CDU). Ministerpräsident einer - CDU-Alleinregierung (bis 1992)  [1,2,3,]
    - Großen Koalition aus CDU und SPD (1992-1996). - Regierung aus CDU und FDP/DVP (seit 1996).
     
    Zeitgeschichtliche Jahreschronik nach dhm:  1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1996, 1997, 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 

    "Geboren am 04. September 1939 in Rottweil katholisch, verheiratet, vier Kinder, wohnhaft in 78549 Spaichingen, Dreifaltigkeitsbergstraße 44. Erwin Teufel ist aufgewachsen in Zimmern ob Rottweil. Nach dem Besuch des Albertus-Magnus-Gymnasiums in Rottweil absolvierte er die Ausbildung für den gehobenen Verwaltungsdienst, die er 1961 mit der Staatsprüfung als Diplom-Verwaltungswirt (FH) abschloss. 1964 wurde er zum Bürgermeister der Stadt Spaichingen gewählt. Dieses Amt hatte er bis 1972 inne.
        Seit 16. Mai 1972 ist Erwin Teufel Abgeordneter des Landtags von Baden-Württemberg. Er vertritt als direkt gewählter Abgeordneter den Wahlkreis Villingen-Schwenningen inzwischen in der achten Wahlperiode im Landtag in Stuttgart. Von 1972 bis 1978 war Erwin Teufel Politischer Staatssekretär im Innenministerium sowie Staatssekretär für Umweltschutz. Das Amt des Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion hatte Erwin Teufel von Februar 1978 bis Januar 1991 inne.
        Am 22. Januar 1991 wurde Erwin Teufel zum Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg gewählt. Der Landtag von Baden-Württemberg wählte ihn am 11. Juni 1992, am 12. Juni 1996 sowie am 13. Juni 2001, zu Beginn der 13. Legislaturperiode, erneut in dieses Amt. Er war Präsident des Bundesrats von November 1996 bis Oktober 1997 und Vorsitzender der Konferenz der Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer von Oktober 1997 bis November 1998.
        Seit 1961 ist Erwin Teufel Mitglied des Landesvorstands der CDU Württemberg-Hohenzollern bzw. von Baden-Württemberg. Den Vorsitz im CDU Bezirksverband Südbaden hatte er von 1973 bis 1991 inne. Das Amt des Landesvorsitzenden der CDU Baden-Württemberg übernahm er am 4. Oktober 1991. Zum Mitglied im Ausschuss der Regionen Europas bei der Europäischen Union wurde Erwin Teufel erstmals im Januar 1994 berufen. Er ist Mitglied im Präsidium dieses Ausschusses.
    Im Konvent zur Zukunft Europas, einberufen vom Europäischen Rat, vertrat er von Februar 2002 bis Juli 2003 die deutschen Länder.
        Von Januar 1995 bis Dezember 1998 übernahm Erwin Teufel das Amt des Bevollmächtigten der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrags über die deutsch-französische Zusammenarbeit.
    Seit September 1993 ist Erwin Teufel Präsident der Jerusalem Foundation Deutschland e.V. (ehrenamtlich).
        Er ist Vorsitzender des Exposure- und Dialogprogramms e. V. (EDP e.V.) und Mitglied im Kuratorium des Heidelberger Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma.
        Seit 7. Dezember 1998 ist Erwin Teufel Vorsitzender der Gewährträgerversammlung der Landesbank Baden-Württemberg. Seit 24.10.2000 ist er Vorsitzender des Aufsichtsrats der Landesstiftung Baden-Württemberg. Dem Verwaltungsrat der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Frankfurt gehört er seit 1. Januar 2002 an.
        Erwin Teufel ist Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Die Universität Freiburg, die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Kehl, die Fachhochschule Furtwangen, die Fachhochschule für Polizei Villingen-Schwenningen, die Berufsakademie Villingen-Schwenningen sowie die Jiao-Tong-Universität in Shanghai (China) zeichneten ihn als Ehrensenator aus. Die University of Massachusetts in Amherst/USA verlieh ihm 1999 den Grad des Doctor of Laws honoris causa. Von der Landwirtschaftlichen Universität in Timisoara/Rumänien und von der Universität Oradea/Rumänien wurde Erwin Teufel 2000 jeweils mit dem Titel Doktor honoris causa ausgezeichnet. Am 10. Februar 2003 wurde er Ehrenbürger seiner Heimatstadt Spaichingen. Die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste hat Erwin Teufel am 6. März 2004 die Ehrensenatorwürde verliehen."

    Tabelle: Die Schulden-Leistungen der Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten
    Wie das stat. Bundesamt mitteilt, sind die Aufgaben zwischen Land, Gemeinden und  Zweckverbänden in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich geregelt. Aus Gründen der besseren Vergleichbarkeit, werden daher die Schulden von Ländern, Gemeinden und Zweckverbänden zusammengefaßt.

    Zur Situation der Gemeinden siehe bitte Bund der Steuerzahler Baden-Württemberg: [Q] und Schuldenfreie Gemeinden in B-W.

    Zum Vergleich das Wirtschaftswachstum in Baden-Württemberg BIP 1970-2005
    Querverweis zu Korrelation , Eigenwerte und Multi-Kollinaritätsanalyse einer Korrelationsmatrix.


    Querverweis zu Korrelation , Eigenwerte und Multi-Kollinaritätsanalyse einer Korrelationsmatrix.
     

    Ergebnis Schuldenporträt der Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten

    Vergleichender Überblick Schulden- und Wirtschaftswachstumsraten

    Baden-Württemberg, einschließlich Gemeinden und Zweckverbänden, startet im Jahre 1950 mit einer Schuldenlast von 993 Millionen Euro. Bis zum Jahre 2005 steigert zuletzt Erwin Teufel diese Verschuldung auf 46 Milliarden und 517 Millionen Euro, die sich damit seit 1950 fast versiebenundvierzigfachen. Der Schuldenberg wird in den betrachteten 55 Jahren um 4582 % erhöht, im arithmetischen Mittel entspricht das bezogen auf den Anfangswert 1950 einer jährlichen Steigerung von rund 83 %. Die stetige Schuldenwachstumsrate zwischen 1950 und 2005 beträgt 6,99% und die jährliche 7,24%. Einzelausweise: Da mir die Zeitreihen nicht für jedes Jahr in der Anfangszeit vorliegen, habe ich mit Kiesinger im Jahre 1960 begonnen.

    Kurt Georg Kiesinger, Jurist, steigert die Schulden von 1960 mit 2,2 bis 1966 auf 3,8 Milliarden Euro, also in 6 Jahren, um 72,26% mit einem Jahresmittel von 12,04%. Damit erzielt Kiesinger im Zeitraum 1960-1966 eine Schuldenwachstumsrate nach dem Zinseszinsmodell von stetig = 9,06 % und jährlich = 9,49%. [BIP Zahlen erst ab 1970].

    Hans Karl Filbinger, Jurist, beginnt 1966 mit 3,8 Milliarden und hört 1978, 12 Jahre später, mit 12,3 Milliarden Euro Schulden auf. Das ist eine Steigerung von insgesamt 221% mit einem Jahresmittel von 18,44%. Damit erzielt Filbinger im Zeitraum 1966-1978 eine Schuldenwachstumsrate von stetig = 9,73% und jährlich =10,21%. Zum Vergleich wächst die Wirtschaft, hier gemessen am BIP in Marktpreisen, in seiner Zeit von 1970 bis 1978 um stetig=8,22% und jährlich=8.57%.

    Lothar Späth, Verwaltungsbeamter, steigert die Schulden im Zeitraum 1978-1990 von 12,3 Milliarden auf 26,3 Milliarden. Das ist eine Steigerung von insgesamt 113,1% mit einem Jahresmittel von 9,43%.  Damit erzielt Späth eine Schuldenwachstumsrate von stetig=6,31% und jährlich=6,51%. Zum Vergleich erzielt Lothar Späth 1978-90 Wirtschaftswachstumsraten, hier gemessen am BIP in Marktpreisen, von stetig=5,81% und jährlich=5,98%.

    Erwin Teufel, Verwaltungsfachwirt, steigert die Schulden von 1990(91)-2005 von 26,302 auf 46,517 Milliarden Euro, das entspricht einer prozentualen Steigerung von 77% mit einem Jahresmittel von 4,06%. Dies ergibt für 1990-2005 Schuldenwachstumsraten von stetig=3,80% und jährlich=3,87%. Zum Vergleich erzielt Erwin Teufel Wirtschaftswachstums-Raten, hier gemessen am BIP in Marktpreisen, von stetig=2,89% und jährlich=2,93%.

    Anmerkung 31.12.6: [Schuldenfreie Gemeinden B-W 2005 mit einer Dokumentation Der Ausverkauf Baden-Württembergs].
     
    Man beachte bitte auch: Zur Beurteilung, wenn die Neuverschuldung abnimmt oder gar richtig getilgt wird, ob echtes Einsparen vorliegt oder nur mehr Geld durch Tafelsilberverkäufe, Steuermehreinnahmen durch höheres Aufkommen - Wachstum oder Steuererhöhungen (z.B. 1994) - hereinkommt, müssten diese Daten eingearbeitet werden. Außerdem muss zusätzlich an sog. "kreative Buchführung" der PolitikerInnen gedacht werden, um das wahre Ausmaß der Schulden zu verschleiern. (z.B. durch extreme Ausdehnung der sog. "Kassenverstärkungskredite" oder auch die versteckten und teilweise kaum kalkulierbaren zukünftigen Lasten, siehe Staatsverschuldung und Bilanzfälschung. Dazu gehören auch Veränderungen der Kriterien (auch sog. "Revisionen", Beispiel hier). Es wäre Aufgabe der Kontrollorgane und Aufsichtsbehörden (Bundesbank, Rechnungshöfe, Bundesaufsichtsamt für Finanzdienstleistungen), der Steuerzahlerverbände und der kritischen Medien solche Methoden zu unterbinden bzw. transparent und öffentlich zu machen. Siehe bitte: Tatsächliche Verschuldung der Gemeinden. Doch viele "Kontrollograne" funktionieren gar nicht richtig und sind hoffnungslos verfilzt. 

    Kommentar (Allgemeines zum Schuldenproblem)
    An ihren Zahlen sollt ihr sie erkennen ... die Selbstbediener, Dünnbrettbohrer, Freibeuter, Hochstapler, Gaukler und Tartüffs ...
    Wie man sieht, steht das Schwabenland völlig zu Unrecht in dem Ruf, dass seine politische Führung auch nur irgendetwas von verantwortlicher Finanzpolitik versteht. Der einfache Schwabe mag ein sparsamer und umsichtiger Hauswirtschafter sein: seine Ministerpräsidenten, meist gelernte Juristen oder Beamte, sind es nicht. 

    Zunehmend mehr erhärtet sich der Verdacht, dass "das" Wirtschaftswachstum überhaupt kein echtes und solides ist, sondern zu einem großen Teil auf die Luft- und Seifenblasenwirtschaft der "Schuldentollwut" und eine künstlich aufgeblähte Geldmenge aufgebaut ist, so dass das "System Kapitalismus und Wirtschaftswachstum" immer mehr den Charakter eines gigantischen Schneeballsystems annimmt. Verantwortung? Kompetenz? Respekt vor der Schöpfung, vor dem Menschen, vor der Natur? GeMEINwohl ...

    Schaut man sich die Zahlen an, an denen man seine Pappenheimer wirklich erkennt, nicht an dem, was sie schwätzen, blubbern und gackern, kann einem nur schlecht werden und man greift sich ans Hirn, wie solche Leute nicht amtsenthoben werden, Berufsverbot erhalten und davon gejagt werden. Sie richten Deutschland zu Grunde und verstehen es gleichzeitig meisterhaft, sich mit dem Nimbus und Ruf von Wirtschaftskompetenz zu umgeben. Der hollyvoodooformste scheint der mit dem Beinamen "Cleverle" zu sein. 

    Deutschlands Amigo-Republik wurde weitgehend von JuristInnen aufgebaut, sie wird weitgehend von JuristInnen beherrscht, verwaltet und sie wird auch von weitgehend von JuristInnen zugrunde gerichtet. Die können anscheinend nichts, außer den Staat ausbluten, indem sie sich selbst und ihre Amigos sehr gut bedienen. Es ist ein einzigartiges Trauerspiel, wie ein so schönes und reiches Land wie Baden-Württemberg - das ich, wie deren Menschen, persönlich im "Städtle", wo ich mein Abitur am "Ebelu" machte, sehr schätzen lernte - durch solche unfähigen Finanzchaoten so niedergewirtschaftet werden konnte. Doch es ist ja nicht nur das reiche Baden-Württemberg und - inzwischen auch Bayern (Stoiber) - ja ganz Deutschland, das ganz überwiegend fest im Würgegriff der Selbstbediener, Hochstapler, Dünnbrettbohrer und Tartüffs zu sein scheint, die nur vier Dinge wirklich gut können, wie uns die Metapher der vierköpfigen Hydra lehrt, nur eines nicht, nicht einmal wenn sie Schwaben sind: richtig haushalten, sparen und wirtschaften. Und das gilt leider durch die Bank, ob gelb, ob grün, ob rot, ob schwarz, ob höhere oder niedere Ebene: sie alle leiden an der politischen Krankheit der Schuldentollwut. Dafür hagelt es dann Orden, extreme Gagen, Vorteile und Ehrendoktorwürden. Vielleicht sollten wir hierzu ein Gesetz für alle Gebietskörperschaften machen: für jede Milliarde Schulden ein Bundesverdienstkreuz und einen Ehrendoktor (Stolpe ahoi!). 

    Zur Therapie der "Schuldentollwut": Das psychologsiche Grundproblem liegt sicher in der falschenEinstellung und in der Folgenlosigkeit maßlosen Wirtschaftens. Staatsverschuldung hat eine jahrtausende alte Geschichte und Tradition über fast alle Kulturen und Epochen, geht über alle Herrschaftssysteme, über alle politischen Verwaltungsebenen (Gemeinden, Städte, Kreise, Bezirke, Länder, Bund, Nationen) und über alle Parteien hinweg. Sie ist ein grundsätzliches und strukturelles Problem (historisch oft durch Inflationen, Währungsreformen und Kriege entschuldet), das nur durch grundlegende strukturelle Veränderungen lösbar ist:

    Strukturelle Therapie des Schuldenproblems. 

    Das Struktur-Problem Schuldenspirale ist langfristig nur lösbar, wenn echte Stabilitätsbedingungen in die Verfassung so eingebaut werden, dass VerletzerInnen automatisch amtsenthoben, für eine Zeit lang von Wahlen ausgeschlossen und nicht durch Abfindungen oder andere Vergünstigungen belohnt werden dürfen. Außerdem sollten PolitikerInnen als Minimalbedingung einen zu schaffenden Facharbeiterbrief in Politik nachweisen, der fortwährend qualitätszusichern ist. Schulden dürfen auch nur dann gemacht werden, wenn zugleich ein Investitions-Kostenfolge- und Tilgungsplan vorgelegt wird, der von Ephoren überwacht wird. Für die Verfassungsgerichte müssen neue Besetzungs- und Kontrollstrukturen gefunden werden. 
        Hierzu bedarf es eines starken öffentlichen Problem-Bewußtseins und einer tiefgreifenden Konditionierung der politischen Massenhirne. Schulden machen, das muss Gefühle wie Scheiße in der Zahncreme hervorrufen: Abscheu und Ekel.
       Und man muss sich von falschen Eliten (Etilen) und besonders von den Irrlehren der US-etilE-Universitäten  lösen - die sind in erster Linie für sich selber da - wie man auch begreifen muss, dass die USA ganz andere natürliche Wachstumsbedingungen haben als Deutschland (Bevölkerungswachstum und Arbeitsplatzentwicklung). Die USA sind weder real noch normativ oder ideal ein Weltmodell, das sollten die USA und wir Europäer und Deutsche möglichst schnell begreifen und akzeptieren. Die Ausbeutung und Zerstörung der Landwirtschaftsbasis der Dritten Welt durch die Globalisierung und die supra-nationalen Egoismen (EU)ist ein politisches Wirtschaftsverbrechen gegen die Menschlichkeit und die Regierungen der führenden Industrienationen gehörten dafür vor ein internationales Tribunal gestellt. 
      Als allererstes sollte bei PolitikerInnen das Geldtabu aufgehoben und radikale finanzielle Transparenz herbeigeführt werden und vielleicht wäre es eine gute Qualitätssicherungsmaßnahme, wenn JuristInnen und BeamtInnen wenigstens eine Quotenbegrenzung bei Wahlen erhielten, um das Allerschlimmste zu verhüten.

    Kognitive Therapie des Schuldenproblems. 

    Wie fast immer beginnt die Problemlösung mit der Problemwahrnehmung. Doch was ist hier das Grundproblem? Wie wir aus der Psychotherapie wissen, setzt eine Verhaltensänderung Leidensdruck, Motivation oder / und Einsicht voraus. Am Beginn einer Verhaltensänderung steht oft eine veränderte, neue Einstellung. Wie wichtig Einstellungen für Verhaltensänderungen sind, weiß man aus der "Küchenpsychologie": Gibt man irrtümlicherweise die Buntwäsche in das Kochwäscheprogramm, dann erfährt man ziemlich schnell, was eine falsche Einstellung der Waschmaschine für Folgen hat hinsichtlich der Buntwäsche (sie geht ein, verblasst und verfärbt).
        Die elementar notwendige Grundstellung für eine dauerhaft verantwortliche, solide und vernünftige Haushaltswirtschaft ist:
    (1) man kann auf Dauer nicht mehr ausgeben als man einnimmt, ohne früher oder später in der exponentiellen Schuldenfalle zu landen (>Eingangsgraphik, was bedeutet ...? ); 
    (2) man muss in guten Zeiten Rücklagen bilden, damit man in schlechten Zeiten darauf zurückgreifen kann (> Antizyklische Finanzhaushaltung).
    Diese elementaren und banalen Binsenweisheiten - für deren Realisation und Beherzigung ein Studium anscheinend eher hinderlich ist - wollen viele Kämmerer, Finanz"fach"leute und PolitikerInnen nicht einsehen oder es ist ihnen egal. Wir werden daher überwiegend von finanzökonomisch uneinsichtigen Dummköpfen oder von Nach-mir-die-Sintflut-Verwahrlosten - oder von einer besonders ungesunden Mischung aus beiden - regiert. Dummerweise wählen wir diese Leute auch immer noch, so dass man wohl sagen muss: es geschieht uns nicht besser. Doch daraus folgt fatalerweise, dass es wahrscheinlich auch keine Problemlösung (höchstens einer ungewöhnlichen höheren Ordnung) gibt: Denn wenn die grosse Masse der soziologisch-statistisch betrachtet Normalen - inhaltlich betrachtet - die Verrückten sind, dann sind die Verrückten die Normalen und bestimmen, was normal ist. Hier sind zwei paradoxe Erscheinungen beobachtbar: a) Je verantwortlicher, desto verantwortungsloser und, auf gut fränkisch,  b) Je g'scheiter, desto blöder. Dies bestätigt sich auch durch eine Analyse der schuldenfreien Gemeinden in Deutschland. Insgesamt dürften diese vernünftig, verantwortlich und solide Wirtschaftenden nicht einmal die 5%-Hürde schaffen. Eine Änderung ist also ziemlich unwahrscheinlich - bis es wirklich nicht mehr geht und alles zusammenkracht. Bei einigen Gemeinden und Ländern scheint dieser Grenzbereich inzwischen recht nahe zu sein (Berlin, Bremen, München), so dass im Zusammenhang damit, dass es einige wenige Prozent ja wollen und können und der faktischen Pleitesituation vieler anderer vielleicht ein wenig Hoffnung gibt, wenn auch der begonnene Ausverkauf der öffentlichen Vermögenswerte noch viel Schlimmeres befürchten lässt. Wann wird ihnen einfallen, den Kölner Dom, die Berliner Luft oder die bayerischen Alpen an "Investoren" - am besten gleich mehrfach  - zu verleasen, um für ein paar wenige Millionen, ein paar Tröpfchen auf den heißen Stein für kurze Zeit ihre Zahlungsunfähigkeit hinauszuschieben?
     (1) man kann auf Dauer nicht mehr ausgeben als man einnimmt, ohne früher oder später in der exponentiellen Schuldenfalle zu landen; 
    (2) man muss in guten Zeiten Rücklagen bilden, damit man in schlechten Zeiten darauf zurückgreifen kann (> Antizyklische Finanzhaushaltung).
    [(1) und (2) gehören wegen der strukturellen Bedingtheit, Geschichte und Verbreitung in die Verfassung].
    Diese elementaren und banalen Binsenweisheiten - für deren Realisation und Beherzigung ein Studium anscheinend eher hinderlich ist - wollen leider viele Finanz"fach"leute und PolitikerInnen nicht einsehen oder sie sind ihnen sogar egal. Soziologisch und statistisch sind die "Schuldentollwütigen" in der Mehrheit - soziologisch statistisch gesehen also die "Normalen" -, verantwortlich und umsichtig Haushaltswirtschaftende in der großen Minderheit, zumindest auf den "höheren" Ebenen. Hier sind zwei paradoxe Erscheinungen beobachtbar: a) Je verantwortlicher, desto verantwortungsloser und, auf gut fränkisch,  b) Je g'scheiter, desto blöder. Dies bestätigt sich auch durch eine Analyse der schuldenfreien Gemeinden in Deutschland. Insgesamt dürften diese vernünftig, verantwortlich und solide Wirtschaftenden kaum die 5%-Hürde schaffen. Eine Änderung ist also ziemlich unwahrscheinlich - bis es wirklich nicht mehr geht und alles zusammenkracht. Bei einigen Gemeinden und Ländern scheint dieser Grenzbereich inzwischen recht nahe zu sein (Berlin, Bremen, München), so dass im Zusammenhang damit, dass es einige wenige Prozent ja wollen und können und der faktischen Pleitesituation vieler anderer vielleicht ein wenig Hoffnung gibt, wenn auch der begonnene Ausverkauf der öffentlichen Vermögenswerte und die globale Enteignung unserer Städte noch viel Schlimmes befürchten lässt. 

    Hinweis: Zur Erkundung des Wissens, des BürgermeisterInnen-Profils und worauf es nach Meinung der kompetenten und erfolgreichen PraktikerInnen ankommt, habe ich einen "Fragebogen KommunalpolitikerInnen (fast) schuldenfreier Gemeinden" entwickelt, der sich derzeit in der Erprobungsphase befindet. Wer mitmachen möchte, melde sich bitte. Gesucht werden für die Kontrollgruppe auch BürgermeisterInnen und KommunalpolitikerInnen von Gemeinden, die noch stärker in den Schulden stecken.

    Mehr zur politischen Krankheit der "Schuldentollwut".
    Staatsschulden (alt) in 6,5 Jahren nach dem IP-GIPT Modell tilgbar.

    Staatsverschuldung: Literatur- und Linkhinweise zu Paul C. Martins Arbeiten und dem sog. "Lüftl-Theorem"
    Martin, Paul C. & Lüftl, Walter (1984, 2.A.). Die Pleite. Staatsschulden, Währungskrise und Betrug am Sparer. München: Langen-Müller.
     
    Das sog. Lüftl-Theorem finden Sie auch praktisch durchgerechnet für die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen hier. Entscheidend für die Problematik ist die Geschwindigkeit des Wachstums, z.B. der Schulden in Beziehung zu den Ressourcen, z.B. BIP, d.i. bei der exp. Regression der Faktor b in: F(X)=A*eb*x

    Die Warnungen Paul C. Martins von vor 20 Jahren bewahrheiten sich inzwischen recht dramatisch, einige Kommunen sind praktisch pleite und die Staatsfinanzen völlig zerrüttet. Es zeigt sich immer mehr, daß die politische, ökonomische gesellschaftliche Entwicklung eigentlich nur noch mit psychopathologischen Mitteln analysiert werden kann. Leider ist das Problem nicht lösbar, weil immer dann, wenn Massenwahnphänomene greifen, besonders in sog. "Demokratien", die Mehrheit bestimmt, was "normal" ist - auch wenn es noch so verrückt ist.

    Wichtige Daten zur Wirtschaftsentwicklung, Konjunkturzyklen und Indikatoren finden Sie hier.

    Baden-Württemberg und externe Links zur zeitgeschichtlichen, finanziellen und ökonomischen Situation (Auswahl, beachte):

    Jahreschroniken nach dem dhm zum zeitgeschichtlichen Rahmen: 1952, 1953, 1954, 1955, 1956, 1957, 1958, 1959, 1960, 1961, 1962, 1963, 1964, 1965, 1966, 1967, 1968, 1969, 1970, 1971, 1972, 1973, 1974, 1975, 1976, 1977, 1978, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989, 1990, 1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1996, 1997, 1998, 1999, 2000, 2001, 2002,

    • Geschichte:  [1, 2, 3, 4,] Schwaben:  [1, 2, 3,] Baden [1, 2, 3]
    • Berühmte Schwaben: [1, 2, 3,]  Berühmte Badener: [1, 2, 3,]
    • Landesprogramm: http://www.baden-wuerttemberg.de/.
    • Landesregierung: http://www.baden-wuerttemberg.de/land/fuerunserland/landesreg/.
    • Lebensläufe Ministerpräsidenten: http://www.baden-wuerttemberg.de/sixcms/media.php/588/ministerpraesidenten.pdf.
    • Daten: http://www.baden-wuerttemberg.de/land/unserland/daten/.
    • Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/.
      • Wirtschaftswachstum in BIP 1970-1990: http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/Arbeitskreis_VGR/Rtab01.asp.
      • Links der Seitdes des Statistisches Landesamtes Baden-Württemberg.
    • Landesrechnungshof Baden-Württemberg: http://www.baden-wuerttemberg.de/land/fuerunserland/rechnungshof/.
    • Zentrale für politische Bildung Baden-Württemberg: http://www.lpb.bwue.de/.
    • Bund der Steuerzahler Baden-Württemberg: http://www.steuerzahler-baden-wuerttemberg.de/
    • Bundeszentrale Politische Bildung (bpb): http://www.bpb.de/.
    • Deutsches historisches Museum (dhm): http://www.dhm.de/.
    • Bund der Steuerzahler: http://www.steuerzahler.de/.
    • Bundesamt für Statsitik: http://www.destatis.de/.
    • Deutsche Bundesbank: http://www.bundesbank.de/.
    • Bundesrechnungshof: http://www.bundesrechnungshof.de/1024.html.




    Glossar, Anmerkungen und Endnoten
    GIPT = General and Integrative Psychotherapy, internationale Bezeichnung für Allgemeine und Integrative Psychotherapie.

    Stichworte: Allgemeines zum Schulden-Syndrom , Was bedeutet Staatsverschuldung ganz praktisch? , Wann wird Staatsverschuldung auf längere Sicht sehr gefährlich - wann ist sie vertretbar, vernünftig, ja sogar gerecht und geboten? * Amtliche Statistik * Armuts- und Reichtumsberichte der Bundesregierung. * Antizyklische Wirtschaftspolitik * Bund Links * Cross-Border-Leasing *  Datenquellen und Hinweise zu Schulden und Wirtschaftswachstum (BIP) * Demokratien * Euphemismus * Globalisierung  * Globale Enteignung der Städte (CBL) * Hollyvoodoo * homo oeconomicus * Ich pumpe, also bin ich * Länder, Gemeinden und Zweckverbände * Lüftl-Theorem * Mittel(werte) * politische "Krankheit" * Etile * Euphemismus * Schulden-Pisa * Schulden-Porträt (Neues Benchmarkformat zur Bewertung der Leistung von PolitikerInnen) * Schulden-Uhren Links * Schulden-Wachstums-Rate * Staatsverschuldung: Literatur- und Linkhinweise zu Paul C. Martins Arbeiten ("Lüftl-Theorem") * Die Schuld der Wirtschaftswissenschaften und der Medien * Wachstum kritisch betrachtet * Wachstumstabellen (Zinseszins) * Zeitgeschichte.
    ___
    Allgemeines zum Schulden-Syndrom: Das Schuldenproblem hat seinen Ursprung in einer expansiven und verfehlten maniformen Grundeinstellung: mehr, immer mehr und noch viel mehr. Diese grundlegende Fehleinstellung wird von der plutokratischen Wirtschaft und ihrer falschen Philosophie des homo oeconomicus, die ihre pseudowissenschaftliche Rechtfertigung in den amerikanischen etilE-Universitäten (Harvard, Princeton, Yale, Stanford) findet, sehr unterstützt. Wachstum über alles, Wachstum um jeden Preis, Konsum, Konsum, kaufen, kaufen (wozu letztlich auch die Globalisierung erfunden wurde, weil die heimischen Märkte grundgesättigt sind). Der Mensch interessiert nicht oder nur als Konsummaschine, als konditionierte Kaufratte. Stabilität interessiert nicht. Gerechtigkeit interessiert nicht. Es geht darum, dass eine kleine radikale Minderheit von Millionären und Milliardären mehr, noch mehr und noch viel mehr anhäufen kann. Die Nationalökonomie und Wirtschaftspolitik wird vollkommen beherrscht von einer plutokratischen Pseudo-Elite, die weder vom Menschen noch von der Wirtschaft wirklich etwas verstehen, nur vom in die eigene Tasche raffen, Bilanzfälschungen, vom Schulden machen, von Börsenspekulation, Luft- und Seifenblasen, globalem Zocken und einer verantwortungs- und hemmungslosen Manipulation durch Werbung, Falschinformation und ihrer hollywoodgerechten Aufbereitung mit Hilfe gewissenloser Medien. Denn dass Deutschland so an den Rand des finanziellen Ruins getrieben werden konnte, ist wesentlich mit das Werk seiner unkritischen und willfährigen WirtschaftswissenschaftlerInnen und der wirtschaftspolitischen Medien, die das Problem seit ca. 35 Jahren nicht nur verharmlosen und falsch darstellen, sondern an der finanzpolitischen Verwahrlosung und Verblödung dieses Landes wesentlich Mitschuld haben.

    Was bedeutet Staatsverschuldung ganz praktisch ? Schulden erfordern einen Kapitaldienst, d.h. die Begleichung bei Fälligkeit und die Zahlung der Zinsen. Derzeit belaufen sich nach der Zinsuhr des Bundes für SteuerzahlerInnen die Zinsen wie hier ausgewiesen. Am 5.11.6, gegen 14 Uhr, waren dies über 57 Milliarden Euro. Der Bundeshaushalt für 2006 sieht Ausgaben in Höhe von 261,6 Milliarden Euro vor [siehe]. Auf das Gesamtjahr hochgerechnet, ergeben sich rund 66 Milliarden Euro Zinslast für den Bund. Das sind 25,2% der gesamten Ausgaben im Bundeshaushalt allein für Zinszahlungen. Dieses Geld fehlt nicht nur für sinnvolle Ausgaben, aufgrund der Zinseszins- und Wachstumseffekte droht dieser Anteil immer größer zu werden.

    • Zunehmende Staatsverschuldung bedeutet unmittelbar, dass über die Verhältnisse gelebt und mehr verbraucht als erwirtschaftet und geleistet wird, was über  längere Zeiten oder gar auf Dauer geldwirtschaftlich und staatspolitisch als krankhaft zu bewerten ist.
    • Zunehmende Staatsverschuldung bedeutet dann in der Folge, dass der Staat immer weniger Geld für sinnvolle Investitionen und Leistungen zur Verfügung hat, weil immer mehr Geld für Zinsen aufgewendet werden muss.
    • Fragt man, wer in den Genuss des Kapitaldienstes kommt, so wird man feststellen, dass zusätzlich eine Umverteilung von arm nach reich eintritt: die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer.
    • Die Risiken und Instabilitäten werden immer größer, weil sie nicht durch Rücklagen aufgefangen werden können, sondern die Staatsverschuldung weiter in die Höhe treiben.
    • Am Ende steht Zusammenbruch, Geldentwertung und Währungsreform, was extreme soziale Verwerfungen, Elend, Aufstände, Bürgerkriegs-  und Kriegsgefahren begünstigt. Kriegsgefahren auch deshalb, um abzulenken, die unerträglichen Spannungen zu lösen, einen Sündenbock zu finden oder sogar in der Hoffnung auf Ausgleich durch Kriegsgewinne und Ausbeutung der Verlierer.
      • Anmerkung: So schreibt David Rapoport (1971, Part II.) in "Primitive War - Its Practise and Concepts" von zwei großen Motivsystemen: sozio-psychologischen und ökonomischen. Zu den ganz großen sozio-psychologischen gehören:
            "A very profound motive for going to war is to resolve life's tensions, to escape from unhappiness caused by frustration in other realms of existence. War is one of the most effective devices ever invented for this cathartic purpose. Life at best is full of frustration, thwarted ambitions, unfulfilled wishes — all of the sorrows and disappointments with which humanity is only too familiar. People become involved in personal dislikes which develop into hatreds, often irrational ones. ..."
            (Ein sehr grundlegendes Motiv für Kriege führen ist die Lösung von Spannungen, um dem Kummer durch die Frustration der Existenz anderer Reiche zu entgehen. Krieg ist eines der wirksamsten Instrumente, die jemals erfunden wurden, um Katharsis [= die Seele von Spannung, Frustration und Unglücklichsein zu 'reinigen'] herbeizuführen. Auch ein gutes Leben ist voll von Frustration, durchkreuzten Bestrebungen, unerfüllten Wünschen - alle Sorgen und Enttäuschungen mit denen die Menschheit nur zu vertraut ist. Menschen widerfahren persönliche Missgeschicke, die sich zu Hass, oft zu irrationalem Hass, entwickeln.)
        historische Entschuldungen. Den Mechanismen historischer Entschuldung über Inflation, Währungsreform, Ermordung der Gläubiger und Kriege bzw. Kriegsfolgen habe ich im Schuldenporträt der Stadt Nürnberg_1298-2005 erstmals etwas ausführlicher nachgespürt. So zynisch und absonderlich es sich auch anhören mag: die sehr wünschenswerte und ungewöhnlich lange Friedenszeit in Europa und die Kontrolle der Notenbanken der Inflation lassen die Schuldenprobleme immer stärker werden. So wird ein Umdenken nicht etwa durch Einsicht kommen, sondern weil die Grenzen der Bezahlbarkeit der Zinsen, der Preis für die Ware Geld, dies erzwingen.
        Finanzpolitisches Fazit und Vorbeugung: Schon Kant hat in seinem Ewigen Frieden ausgeführt, daß es moralisch nicht zulässig sein darf, Kriege über Schulden zu finanzieren. Ich denke, wir müssen weiter gehen: die Schuldenmacherei muß grundsätzlich und zwingend begrenzt werden. Wir brauchen eine völlig neue Verfassung.
    • Staatsverschuldung bedeutet auch das Eingeständnis, nicht vernünftig und angemessen haushalten und wirtschaften zu können oder zu wollen und ist damit Ausdruck einer tiefgreifenden [egozentrisch-maniformen] Fehlhaltung.
    • Staatsverschuldung bedeutet auch versteckte vorgezogene Steuererhöhungen zu Lasten späterer Generationen; sie verbergen aktuelle Konflikte und verlagern sie auf später ("Nach uns die Sintflut"). Das ist unfair, ungerecht, intransparent, feige und letztlich verantwortungslos.
    Wann wird Staatsverschuldung auf längere Sicht sehr gefährlich - wann ist sie vertretbar, vernünftig, ja sogar gerecht und geboten ?
      > Stabilitätsbedingung für ein Finanzsystem: Wirtschaftswachstumsrate >= Schulden-Wachstums-Rate und, verallgemeinert: Gefährlich wird es, wenn die Problemgrößen schneller wachsen als die Ressourcengrößen. Verschuldung steht durchaus im Dienste der Generationengerechtigkeit, wenn von Investitionen über die Jahre hinweg die Menschen in einer Gebietskörperschaft (Gemeinde, Bezirk, Land, Bund) einen Nutzen haben. Etwa Infrastruktur: Verkehr, Kanalisation, Wasser- und Energieversorgung, Kindergärten, Schulen und Bildung, Kultur-, Umwelt- und Heimatpflege. Vielfach passt es daher auch zum Prinzip der Generationengerechtigkeit, wenn das Geld für bestimmte Projekte durch Kreditaufnahmen beschafft werden muss. Gefährlich wird es wiederum, wenn Kreditaufnahme zu einem allumfassenden und fortgesetzt wachsenden Phänomen wird, das genaue Wirtschaftlichkeits-, Folgekostenüberlegungen, realistische Tilgungspläne und genaue Begründungen auch für die Generationengerechtigkeit ausser Acht lässt.
    ___
    Armuts- und Reichtumsberichte der Bundesregierung.
    "Mit Beschluss vom 27. Januar 2000 hat der Deutsche Bundestag die Bundesregierung aufgefordert, regelmäßig einen Armuts- und Reichtumsbericht zu erstatten. Am 25. April 2001 hat die Bundesregierung den ersten Armuts- und Reichtumsbericht vorgelegt [Erster, Anlagen]. Der Bericht und die zeitgleiche Vorlage des "Nationalen Aktionsplanes zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung 2001-2003" (NAP-incl) bei der EU-Kommission waren der Beginn einer kontinuierlichen Berichterstattung über Fragen der sozialen Integration und der Wohlstandsverteilung in Deutschland. Die Armuts- und Reichtumsberichterstattung basiert auf dem Leitgedanken, dass eine detaillierte Analyse der sozialen Lage die notwendige Basis für eine Politik zur Stärkung sozialer Gerechtigkeit und zur Verbesserung gesellschaftlicher Teilhabe ist. Am 19. Oktober 2001 hat der Deutsche Bundestag die Verstetigung der Armuts- und Reichtumsberichterstattung beschlossen und die Bundesregierung aufgefordert, jeweils zur Mitte einer Wahlperiode einen entsprechenden Bericht vorzulegen. Dem kommt die Bundesregierung mit der Vorlage des Berichts "Lebenslagen in Deutschland - Der 2. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung" nach. Der Bericht beschreibt die Lebenslagen der Menschen in Deutschland auf der Basis statistischer Daten etwa zu Einkommen, Vermögen, Erwerbstätigkeit, Bildungsbeteiligung. Stand: Februar 2005. PDF-Bericht (1.79 MB) 370 Seiten., Anhänge."
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    Antizyklische Wirtschaftspolitik: Jede antizyklische Finanz- und Wirtschafts-Politik setzt voraus, dass in schlechten Zeiten das eingesetzt wird, was in guten Zeiten zur Seite gelegt wurde. Antizyklisch kann niemals heißen: wir machen immer Schulden und in schlechten Zeiten ganz besonders viele. Das scheint in Deutschland und in den plutokratischen Hollyvoodookratien noch nie einer richtig begriffen zu haben. Es sei daher noch einmal an das erinnert, worum es John Meynard Keynes (1936, S. 314) letztlich und wirklich ging:
    "Die hervorstechenden Fehler der wirtschaftlichen Gesellschaft, in der wir leben, sind ihr Versagen, für Vollbeschäftigung Vorkehrung zu treffen und ihre willkürliche und unbillige Verteilung des Reichtums und der Einkommen."
    Antizyklische Haushaltspolitik steht nach Keynes also unter dem Ziel der Vollbeschäftigung, Stabilität und die sie ermöglichende soziale Gerechtigkeit.
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    Datenquellen und Hinweise zu Schulden und Wirtschaftswachstum (BIP):  s.a. Überblick (Datenquellen)  ...
    • Statistisches Bundesamt: Fachserie 14, Reihe 5: Schulden der Öffentlichen Haushalte (2180140047005.xls), Verschuldung des Bundes Tabelle 1.1.1, Verschuldung der Länder Tabelle 1.3  und  Fachserie 18 Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen. * Statistik shop destatis.
    • BIP Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen Länder 1970….: http://www.vgrdl.de/Arbeitskreis_VGR/tab01.asp. Zu den Daten wurde mitgeteilt: "Der Arbeitskreis VGR d L hat im Jahr 1999 nach einer Verordnung der Europäischen Union seine Rechnungen auf das neue Europäische System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG 1995) umgestellt. Es liegen Rückrechnungsergebnisse nach dem neuen System nur bis 1970 vor.  ... Beide Systeme sind nicht vergleichbar! Nach der Umstellung der VGR auf das Europäische System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 1995 (ESVG 1995) wurden die Länderergebnisse nur bis 1970 zurückgerechnet. Für die Vorjahre sind lediglich Daten nach dem alten deutschen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen vorhanden. Diese Daten sind aufgrund zahlreicher methodischer und konzeptioneller Unterschiede nicht mit den aktuellen Daten nach dem Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 1995 (ESVG 1995) vergleichbar und dürfen keinesfalls an diese Daten angehängt werden."  Anmerkung: Hier ist natürlich zu wünschen, daß die Daten weiter zurückgerechnet oder wenigstens Schätzformeln mitgeteilt werden, wie die Vergleichbarkeit verbessert werden kann. Denn diese Verwirrspiele und das Datenchaos der statistischen Ämter und der politischen  Institutionen sind so wenig geeignet, eine vernünftige Forschung, Analyse, insbesondere mit langen Zeitreihen und Planung zu ermöglichen wie das Vertrauen ihrer Rezipienten zu fördern.
    • Deutsche Bundesbank (1998). 50 Jahre Deutsche Mark. Monetäre Statistiken 1948-1997. CD ROM Verlage C.H.Beck & Vahlen (erfordert unter XP im System MFCUIA32.dll)
    • Informations- und Überblicksseiten zu den Quellen:
      • Ergebnisse vor der Revision 2005 | Indicators before revision 2005. Für diese Aggregate liegen noch keine revidierten Daten (Revision 2005) vor. Sie basieren derzeit noch auf dem bisherigen System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG 1995) und sind nicht an die neuen Berechnungskonzepte nach nationalem und europäischem Stand angepasst. Bitte beachten Sie, dass diese Daten aufgrund zahlreicher methodischer und konzeptioneller Unterschiede nicht mit den aktuellen Daten vergleichbar sind. Rückrechnungsergebnisse für das frühere Bundesgebiet nach Bundesländern vor der Revision 2005 | Reverse projection of indicators for the former territory of the Federal Republic by Bundesland before revision 2005. [Q]
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    Demokratien. Die meisten westlichen Demokratien sind vom Hollyvoodoo-Typ, also Oligarchien, meist plutokratische Medien- und Hollywooddemokratien.
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    Etile = Elite rückwärts e t i l E, womit ausgedrückt wird, dass die vermeintlichen - in Wahrheit plutokratischen - "Elite"- Universitäten keine echten, gemeinwohlorientierten Eliten heranbilden, sondern das Gegenteil: Anti-Elite =: Etile. Die Analyse der Schuldentollwut zeigt ganz klar, dass die Eliten hinten und vorne nicht stimmen, wenn man sie mit ihrem eigenen Maß misst: Wirtschaftskompetenz und Umgang mit Geld. Schaut man nämlich genau hin, also auf die zwei wichtigsten Zahlen, die Schulden- und die Wirtschaftswachstumsrate, stellt man ebenso erstaunt wie ernüchtert fest, dass wir es meist mit Gauklern, Hochstaplern, Schwätzern, Dünnbrettbohrern, Selbstbedienern und Tartüffs zu tun haben. In Wahrheit gilt also die Umkehrfunktion: die Kompetenz ist umso geringer je höher die Funktion und je größer das Einflussgebiet. Und je etilärer das Niveau, desto größer auch der Schaden, der angerichtet wird. Parkinson und noch mehr das Peter-Prinzip feiern hier ein Dauerfest. Und es passt auch alles hervorragend zusammen: ein einzigartig etilärer Filz aus Politik, Justiz, Banken, Wirtschaft und Wissenschaft (vornehmlich die maniforme Variante der Wachstumsfetischisten in der Volkswirtschaft).

        Interne Links zum Elite-Problem: * Literaturliste * Generalkritik an der "Elite" * Elite-Meßverfahren * Was sind und wozu brauchen wir "Eliten" (Elite-Universitäten)? * Was bieten amerikanische etilE-Universitäten am Beispiel Wirtschaft?. * Wirtschaftlich motivierte "Elite"-Kritik * Wirtschaftselite in Deutschland * plutokratischer etilE-Papagei Peter Glotz *

    Das Peter-Prinzip: "Mir kam der Verdacht, daß meine Schulbehörde in puncto Unfähigkeit kein Monopolbetrieb war. Als ich mich umsah, stellt ich fest, daß es in jeder Organisation eine Anzahl Menschen gab, die unfähig waren, ihrer Arbeit gerecht zu werden." (S. 15). Ein universales Phänomen: "Berufliche Unfähigkeit gibt es überall" (S. 16) "In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen" (S. 19) "Die Arbeit wird von den Mitarbeitern erledigt, die ihre Stufe der Inkompetenz noch nicht erreicht haben." (S. 20)." [mehr: PKW3-04, Überblick Bürokratie, ]

      Dr. Laurence J. Peter, 1919 in Vancouver/Kanada geboren; Studium der Pädagogik an der Washingtoner State University; Tätigkeit als Lehrer, Erziehungs- und Sozialberater, Schulpsychologe, Gefängnislehrer und Universitätsprofessor; Veröffentlichung zahlreicher Artikel in Fachzeitschriften; Erfinder und Autor des «Peter-Prinzips», der «Peter-Pyramide» (rororo sachbuch Nr. 8715) und des «Peter-Programms» (rororo sachbuch 6947) sowie von «Schlimmer geht's nimmer. Das Peter-Prinzip im Lichte neuerer Forschung» (Wunderlich Verlag, Reinbek bei Hamburg 1985). Laurence J. Peter starb 1990 in Kalifornien.
    Das Parkinsonsche Gesetz:: "1. »Jeder Beamte oder Angestellte wünscht die Zahl seiner Untergebenen, nicht aber die Zahl seiner Rivalen zu vergrössern.«  2. »Beamte oder Angestellte schaffen sich gegenseitig Arbeit.« (die Bürokratie bläht sich eigendynamisch auf)." [mehr]
    Selbstbediener. Die Selbstbedienungsmentalität wird seit Jahrzehnten gut dokumentiert durch die Schriften von Arnims.

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    Euphemismus. Sprachliche Schönfärberei, beschönigende Darstellung. Gr. "eu" = gut, wohl;  phem = sagen, also wörtlich gut sagen. Beispiele: heimgehen für sterben, seine soldatische Pflicht tun für morden; jdn. lächerlich machen als Späßchen deklarieren; wenn Diktaturen z.B. "präsidiale Staaten" genannt werden. Rein sachlich bedeutet Euphemismus eine falsch positive Darstellung, besonders üblich im diplomatischen Dienst, in der Politik, Kirche und in "höheren" Kreisen (Aristokratie).
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    Globalisierung. Definition, Globalplayer, Erfindung und Sinn der Globalisierung I, II, III, IV, V., Schwarzbuch, Begriffe, Grundprobleme der Menschheit, Vorbilder und Alternativen. * Preisabsprachen, Kartelle und Oligopole *
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    Globale Enteignung der Städte.  [1,2, Google]
    Ein lesenswerter Artikel in den Nürnberger Nachrichten (6.7.4, S.13) über das Buch von Werner Rügemer (2004). Cross Border Leasing - Ein Lehrstück zur globalen Enteignung der Städte. Münster: Westfälisches Dampfboot.
     
    "Seit 1995 haben Hunderte Städte und öffentliche Unternehmen in Deutschland und Europa ihre Großanlagen wie Klär- und Wasserwerke, Straßenbahnen, Schulen und Messehallen an US-Investoren verkauft und zurückgemietet. Erst durch Rundfunksendungen von Werner Rügemer wurde »Cross Border Leasing« seit 2002 zu einem öffentlichen Thema. Er schildert die Entstehung und Struktur dieses Finanzprodukts der »New Economy« in den USA, ihre Verwandtschaft mit anderen Formen öffentlicher Enteignung, ihr Ausmaß in den wichtigsten europäischen Staaten sowie die Arbeitsmethoden der Leasing-branche. Erstmalig legt er jetzt die bisher geheimen Vertragsinhalte dieser Konstrukte fiktiver Kapitalbildung in vollem Umfang offen." (Rückumschlag / Info mit Inhaltsverzeichnis.) 
      CBL im Netz:
      • Attac DO - Allgemeine Links zum Cross-Border-Leasing.
      • Die Welt im Privatisierungswahn!
      • Info mit Inhaltsverzeichnis.
      • Rezension in der Zeit.
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    Hollyvoodoo. Eine Wortschöpfung aus Hollywood ("Traumfabrik") und Voodoo (Zauber), das meist im Zusammenhang Voodoo-Tod (Tod durch Glauben, die Überzeugung durch einen Bann oder Fluch sterben zu müssen) gebraucht wird, womit zum Ausdruck gebracht werden soll, dass die Amerikanisierung der Welt auf Schein ("Hollywoodisierung") beruht und für viele in den Tod führt. Obwohl die radikal- islamistischen Mullahs natürlich so wenig eine Alternative sind wie die Kommunisten oder Faschisten, haben sie doch etwas Richtiges und Kritisches erkannt: dieses Amerika hat etwas Tödlich-Teuflisches an sich. Die globale Hollyvoodookratie, der global-grenzenlose Konsum- und Wachstumsterror,  führt die ganze Menschheit in den Ruin.
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    homo oeconomicus. Die westlichen Gesellschaften werden vollkommen beherrscht vom homo oeconomicus, d.h. der Mensch wird weitgehend als Wirtschaftsobjekt missbraucht und als Konsummaschine gezüchtet bzw. konditioniert. Das ist an sich familien- und kinderfeindlich und daher ist auch völlig klar, weshalb in sog. Marktwirtschaften und Wohlstandsgesellschaften die Geburtenrate abnehmen muss. Die übermächtige share holder value Ideologie der Plutokraten trägt wesentlich mit zu einer einseitig überalterten, damit  kinderreduzierten Gesellschaft und zur Unmenschlichkeit der Sozialsysteme bei. Die Zerschlagung der Großfamilie und ihrer zahlreichen 'kostenlos' erbrachten sozialen Leistungen führt zu immer gigantischeren Kosten eines sog. professionellen Sozialsystems, das zunehmend weniger bezahlbar und zugleich unmenschlicher wird. Das ist die Saat und Frucht der absoluten Herrschaft des homo oeconomicus, made in USA. Die Aufrechterhaltung dieser Systeme erfordert die ständige Ausbeutung und Unterdrückung der nicht-westlichen Welt, der Armen und Schwachen und fördert damit auch den Kampf der Kulturen, Hass, Krieg und den Kampf aller gegen alle und erzwingt unvorstellbare und gigantische Aufwendungen für die Machtapparate (Militär, Waffen, Geheimdienste, Polizei, Medien: Hollyvoodoo).
    Mephisto zum Homo oeconomicus: "Krieg, Handel, Piraterie, dreieinig sind sie, nicht zu trennen ..."
    (Faust II, A V, Palast, Mephisto Vers 11187)
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    Ich pumpe, also bin ich. Die Formel ist Descartes berühmter Formel nachgebildet, die hier allerdings eher das Gegenteil  repräsentiert. Dem entspricht das Credo Ich kaufe, also bin ich des homo oeconomicus.
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    Kassenverstärkungskredite. [Mehr hier]
    In den Erläuterungen des statistischen Bundesamtes "Schulden der öffentlichen Haushalte" heißt es: "Unter Kassenverstärkungskrediten werden die kurzfristigen Verbindlichkeiten erfasst, welche die Berichtskörperschaften zur Überbrückung vorübergehender Kassenanspannungen eingehen. Zu den Kassenverstärkungskrediten rechnen neben den Kassenkrediten von Kreditinstituten auch Geldmarkttitel (Schatzwechsel, unverzinsliche Schatzanweisungen) soweit sie zur kurzfristigen Kassenverstärkung bestimmt sind. Die früher ebenfalls dazu zählenden Kassenkredite der Deutschen Bundesbank entfielen ab dem 1. Januar 1994, da zu diesem Zeitpunkt die Regelungen über die zweite Stufe der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion wirksam geworden sind. Danach dürfen Notenbanken den öffentlichen Haushalten keine Kredite mehr gewähren. (Erlaubt bleiben allerdings im Interesse der reibungslosen Abwicklung staatlicher Kassentransaktionen sog. untertägige Kreditaufnahmen bei der Notenbank, die zum Tagesschluss aber ausgeglichen sein müssen). Zweck dieses Kreditverbotes ist es, die öffentliche Hand zu zwingen, sich an den Kredit- und Kapitalmärkten zu Marktkonditionen zu finanzieren. Dadurch soll die Haushaltsdisziplin gestärkt und gleichzeitig eine wichtige potentielle Inflationsquelle verschlossen werden."


    Quelle: Schuldenstände Deutschland nach den Kriterien des Maastrichtvertrages.

    Auch der Bund der Steuerzahler bestätigt in seinem Bericht "2006 Die öffentliche Verschwendung" [Bezugsquelle] die Praxis, mit Hilfe der Kassenverstärkungskredite die echte Staatsverschuldung optisch kleiner zu halten. Im Bericht wird S. 43 am Beispiel Bodenheim (Hessen) ausgeführt: "Die [Kassenverstärkungs] Kredite dienen eigentlich nur der kurzfristigen Liquiditätssicherung einer Kommune, werden mittlerweile aber landauf und landab als Finanzierungsquelle laufender Ausgaben benutzt."

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    Länder, Gemeinden und Zweckverbände. Wie das stat. Bundesamt mitteilt, sind die Aufgaben zwischen Land, Gemeinden und Zweckverbänden in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich geregelt. Aus Gründen der besseren Vergleichbarkeit, werden daher die Schulden von Ländern, Gemeinden und Zweckverbänden zusammengefaßt.
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    Lüftl-Theorem.
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    Mittel = Arithmetischer Mittelwert: Alle Werte addieren und durch ihre Anzahl teilen: M = Summe / N. Man beachte, wenn Mittelwerte über Zuwächse gegenüber Vorjahreswerten gerechnet werden, ergeben sich andere Mittelwerte als wenn der gesamte Zeitraum gemittelt wird. In Mittelwertberechnungen von Zuwächsen geht ein Wachstumsfaktor ein.
        Streuung =: die Standardabweichung, ein Schätzmass für die Streuung um den Mittelwert.
    Spannweite = Maximum - Minimum.
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    politische "Krankheit". Sie heißt: Schulden, Schulden über alles, über alles in der Welt. Man könnte sie als eine Art Schuldentollwut bezeichnen. Siehe Überblick Schuldenporträts. Leider helfen bislang weder die entsprechenden Grundgesetzartikel (115 und 109) noch das Stabilitäts-Gesetz (1967); die "Schulden-Tollwut" scheint inzwischen ein globales Phänomen zu sein. Und die Nationalökonomie und Finanzwissenschaft zeigt sich auch weitgehend unfähig, das Problem angemessen wahrzunehmen und zu lösen. Dafür gibt es dann Wirtschaftsnobelpreise für Spekulationsgewinnoptimierung.
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    Schuldenentwicklungs-Modell Verantwortlich für die unverantwortliche Schuldenpolitik sind: Politik, Recht, Verfassung, Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaft, Werbung, Banken, Medien, KonsumentInnen und WählerInnen. Jeder Faktor für sich alleine genommen scheint zu einem bestimmten Zeitpunkt - vor allem am Anfang - eine sehr geringe Wirkung oder Bedeutung haben, wie es z.B. typisch für Wachstumsphänomene ist, wo man lange, lange Zeit nichts merkt. Jeder gesellschaftliche Bereich trägt in einem vernetzten Wechselwirkungsprozess immer wieder eine kleine Veränderung bei, so dass aber insgesamt und über die Zeit betrachtet eine riesige und womöglich nicht mehr beherrschbare Eigendynamik an Wechselwirkungen zustande kommt. In einem Schaubild vorgestellt, könnte man sich eine Spirale denken, die sich allmählich immer mehr ausdehnt und in eine gigantische Wachstumsblase einmündet, die schließlich in einer Währungsreform platzt. > Mehr Politische Krankheit ...
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    Schulden nach dem Maastrichtvertrag.

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    Schulden-Pisa.

    • "Im Prinzip zahlt also der Staat keine Zinsen!" Jochen Steffens am 11.12.6 in Finanznachrichten.de. Das ist ja praktisch. Tilgen tut er nicht und Zinsen zahlt er auch nicht - im Prinzip. Bei solchen Kommentaren muss sich wirklich niemand mehr wundern.
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    Schulden-Porträt. Ein neues Benchmark-Format und Evaluations-Kriterium zur Qualitätssicherung von PolitikerInnen, Ökonomen, Finanziers und Wirtschaftseliten. Es ist wichtig, dass die abstrakten Zahlen zu Gesichtern, Namen und verantwortlichen Funktionen in Beziehung gesetzt werden, sonst ändert sich womöglich nie etwas. PoltikerInnen reden viel und sagen meist wenig, doch wichtig und entscheidend zur Beurteilung ihrer Gemeinwohl-Qualität sind allein ihre Handlungen und deren Wirkungen, hier Schulden- und Wirtschaftswachstumsraten: die beiden wichtigsten Kenngrößen für eine vernünftige Finanzökonomie und Stabilität. Und hierbei kommt es nach Musgrave (1987, Bd. 3, S. 209) entscheidend darauf an, dass das Verhältnis beider Wachstumraten wenigstens konstant bleibt: Stabilitätsbedingung für ein Finanzsystem: Wirtschaftswachstumsrate >= Schuldenwachstumsrate. Eine Service-Leistung der IP-GIPT, Abteilung Politische Psychologie (Präambel; Sprache).  > Stetige und jährliche Wachstumsraten.
       
      Anregung: machen oder unterstützen Sie Schulden-Porträts von Ihren PolitikerInnen im Land, im Bezirk, im Landkreis, in der Gemeinde und in der Stadt, von den Institutionen, Organisationen und großen Firmen. Helfen Sie mit, unsere PolitikerInnen und VerantwortungsträgerInnen zu erziehen, dass sie den einfachsten und wichtigsten  kaufmännischen Grundsatz, dass man auf Dauer nicht mehr ausgeben darf als man einnimmt, also solides wirtschaften begreifen, verinnerlichen und praktizieren lernen. Wählen Sie niemanden, der dies nicht kann, beherzigt und zeigt. 
         PolitikerInnen reden viel, gefällig und selbstgefällig. Achten Sie nicht auf die Worte, denn diese bedeuten nichts, sind meist Werbung, Imagepflege, oft stimmen sie nicht. Achten Sie nur auf die Tatsachen, auf das, was gemacht wird; auf das, was als Ergebnis rauskommt. Und die Verschuldungszahlen sind ein sehr gutes Kriterium für Tüchtigkeit und Verantwortung. Und wer mit Steuer-Geldern nicht richtig umgehen kann, bedient sich womöglich nur selbst, kann also nicht nur nichts, sondern ist sogar eine Gefahr für das Gemeinwohl. 
      Geld wäre genug da: Gehen wir von 1% bestverdienenden OligarchInnen in Deutschland aus, dann ergibt dies bezogen auf 40 Millionen Erwerbstätige 400.000. Schöpfen wir von den auf - im Durchschnitt - mindestens 1 Million Euro geschätzten Einnahmen der 1% Bestverdienenden 50% ab, dann ergäbe dies 400.000 mal 1/2 Million, das macht 200 Milliarden. Bei ca. 1,3 Billionen Staatsschulden wäre Deutschland damit in ca. 6,5 Jahren (alt) schuldenfrei. Derzeit gibt es nach der Datenquelle und Basis Materialband zum ersten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung S. 112, Tab. 1.65,  ungefähr 460.000 (Multi) Millionäre in Deutschland. Das hier vorgeschlagene Modell ist also durchaus realistisch, wie hier auch gezeigt wurde: Die Wachstumsrate der Millionäre in Deutschland. 
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    Schuldenstände Deutschland nach den Kriterien des Maastrichtvertrages

    Quelle: Erläuterungen Statistisches Bundesamt Fachserie 14 Schulden der öffentlichen Haushalte.
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    Schulden-Uhren Links.
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    Schulden-Wachstums-Rate nach der Formel Endwert = Anfangswert * ez * n.  Hier Rechenbeispiel für Lothar Späth: n = 12 = 1990 -1978. Rechnung: z = [ln(26302 / 12343)]/ 12, also z.B. für die absoluten Schulden: z = [ln(2,1309244)]/ 12 = [0,7565558)] / 12 = 0,0630463 =  6,30 %. Probe: e^(0,0630463*12) = e^(0,7565556) =  2,1309238 * 12343 [Anfangswert] = 26302 [Endwert Probe].
    Gerechnet mit Taschenrechner Sharp El-531VH.
    Bedeutung und Berechnung der stetigen und jährlichen Wachstumsrate. Einen Vergleich zwischen der exponentiellen stetigen Schulden-Wachstums-Rate nach dem Zinses-Zins-Modell und dem jeweils entsprechenden arithmetischen Mittelwert findet man z.B. für alle Bundesbankpräsidenten und Kanzler von Adenauer 1950 bis Schröder 2002 hier. Wie man sieht, stimmen die Größenordnungen ganz gut überein. Eine ziemlich perfekte Dokumentation könnte umfassen, absolut und relativ in %: Ausgangswert = Schulden des Vorgängers, Anfangswert, Endwert = Ausgangswert des Nachfolgers, Mittelwert, Standardabweichung (Streuung), Minimum, Maximum, Spanne (Maximum-Minimum), stetige und jährliche Wachstumsrate. Eine negative Schulden-Wachstums-Rate bedeutet natürlich Tilgung und sparen. "Sparen" bedeutet nicht, wie in der Presse vielfach falsch euphemistisch dargestellt, dass weniger neue Schulden aufgenommen werden. In diesem Falle wird nicht etwa gespart, "nur" nicht mehr so viel Schulden gemacht wie gegenüber dem Bezugskriterium (meist Vorjahr). Siehe: Was zum Teufel heißt eigentlich "Sparkurs"?.
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    Staatsverschuldung: Literatur- und Linkhinweise zu Paul C. Martins Arbeiten und dem sog. "Lüftl-Theorem"
    Martin, Paul C. & Lüftl, Walter (1984, 2.A.). Die Pleite. Staatsschulden, Währungskrise und Betrug am Sparer. München: Langen-Müller.
     
    Das sog. Lüftl-Theorem finden Sie auch praktisch durchgerechnet für die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen hier. Entscheidend für die Problematik ist die Geschwindigkeit des Wachstums, z.B. der Schulden in Beziehung zu den Ressourcen, z.B. BIP, d.i. bei der exp. Regression der Faktor b in: F(X)=A*eb*x

    Die Warnungen Paul C. Martins von vor 20 Jahren bewahrheiten sich inzwischen recht dramatisch, einige Kommunen sind praktisch pleite und die Staatsfinanzen völlig zerrüttet. Es zeigt sich immer mehr, dass die politische, ökonomische gesellschaftliche Entwicklung eigentlich nur noch mit psychopathologischen Mitteln analysiert werden kann. Leider ist das Problem nicht lösbar, weil immer dann, wenn Massenwahnphänomene greifen, besonders in sog. "Demokratien", die Mehrheit bestimmt, was "normal" ist - auch wenn es noch so verrückt ist.
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    supra-nationale Egoismen (EU). Es ist ein ungeheurer Vorgang, wenn die subventionierte Landwirtschaft der Europäischen Union z.B. die afrikanische Landwirtschaft zerstört, indem sie ihre Überschuss- und Überflussprodukte dorthin "billiger" exportieren als die einheimischen landwirtschaftlichen Erzeuger produzieren können.

    • Afrika und die drei Wellen der Globalisierung [Q].
    • EU und USA zahlen 13 Milliarden Dollar illegaler Agrar-Subventionen [Q] Hieraus: "Die EU zahlt Oxfam zufolge 300 Mio. Euro im Jahr an Tomatenverarbeiter vor allem in Griechenland, Italien, Spanien und Portugal - was 65% des Wertes der Tomatenernte ausmacht und es ihnen ermöglicht, der weltgrößte Exporteur von Tomatenmark zu sein. Produzenten in Südafrika, Chile und Tunesien hingegen gehören zu den Verlierern. Die EU subventioniere ihre Fruchtsaft-Industrie, vor allem in Spanien und Italien, zu über 300%, heißt es in dem Bericht, mit 250 Mio. Euro pro Jahr. Produzenten in Argentinien, Brasilien, Costa Rica und Südafrika könnten jährlich 40 Mio. US$ mehr verdienen, wenn die EU ihre Subventionen abschaffte. Außerdem schütze die EU ihre Milchindustrie vor Wettbewerb und subventioniere die Hersteller von Molkereiprodukten mit 1,5 Mrd. Euro im Jahr. Argentinien, Brasilien und Uruguay könnten Butter exportieren, wenn nicht die EU-Exportsubventionen den Weltmarktpreis drücken würden. EU-Butter wird zu Dumpingpreisen direkt in Ägypten, Marokko und Südafrika eingeführt."
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    Wachstum kritisch betrachtet.
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    Wachstumstabellen (Zinseszins).
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    Die Schuld der Wirtschaftswissenschaften und der Medien
    Dass Deutschland so an den Rand des finanziellen Ruins getrieben werden konnte, ist wesentlich mit das Werk seiner unkritischen und willfährigen WirtschaftswissenschaftlerInnen und der wirtschaftspolitischen Medien, die das Problem seit ca. 25 Jahren nicht nur verharmlosen und falsch darstellen, sondern an der finanzpolitischen Verwahrlosung und Verblödung dieses Landes wesentlich Mitschuld haben.
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    Zeitgeschichte
    • IFZ: Institut für Zeitgeschichte (München).
    • Deutsches Historisches Museum (dhm), Jahreschroniken zum zeitgeschichtlichen Rahmen in Deutschland: 1900, 1901, 1902, 1903, 1904, 1905, 1906, 1907,1908, 1909, 1910, 1911, 1912, 1913, 1914, 1915, 1916, 1917, 1918, 1919, 1920, 1921, 1922, 1923, 1924, 1925, 1926, 1927, 1928, 1929, 1930, 1931, 1932, 1933, 1934, 1935, 1936, 1937, 1938, 1939, 1940, 1941, 1942, 1943, 1944, 1945, 1946, 1947, 1948, 1949, 1950, 1951, 1952, 1953, 1954, 1955, 1956, 1957, 1958, 1959, 1960, 1961, 1962, 1963, 1964, 1965, 1966, 1967, 1968, 1969, 1970,1971, 1972, 1973, 1974, 1975, 1976, 1977, 1978, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989, 1990, 1991, 1992, 1993, 1994,1995, 1996, 1997, 1998, 1999, 2000,
    • bpb: Bundeszentrale für Politische Bildung mit vielen interessanten und grundlegenden Informationen.
    • Allgemeine Wichtige Daten zur Wirtschaftsentwicklung, Konjunkturzyklen und Indikatoren finden Sie hier.
    • IFZ: Institut für Zeitgeschichte (München).
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    Sponsel, Rudolf. Jahrgang 1944, Psychologe und Psychotherapeut in Erlangen; Politische Psychologie als "Hobby". Geboren in Markt-Erlbach, aufgewachsen in Wilhermsdorf, Utrecht und Nürnberg (Schweinau, Deutschherrenwiese, Erlenstegen), später in Wertheim a.M., Stockholm [W], Stuttgart und seit 1971 in Erlangen. Früher politisch links-alternativ orientiert und engagiert, inzwischen zu einem "Weißen" entwickelt. Politikaxiome. Weltanschaulich: metaphysisch liberaler Freidenker. Grundsätze: integratives Manifest, integratives Menschenbild. Künstlerische Aktivitäten Hegel-Bilder, Offenes Atelier, Porträts. - Berufsfachbiographisches.
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    Änderungen Kleinere Änderungen werden nicht extra ausgewiesen; wird gelegentlich überarbeitet und ergänzt.
    03.04.07    Vollständige Überarbeitung und Aktualisierung der Daten von 2002 auf 2005, klärende Unterscheidungen zwischen stetiger und jährlicher Wachstumsrate u. kleinere Korrekturen. Querverweis zu Korrelation , Eigenwerte und Multi-Kollinaritätsanalyse einer Korrelationsmatrix.
    31.12.06    Schuldenfreie Gemeinden B-W 2005 mit einer Dokumentation Der Ausverkauf Baden-Württembergs.
    12.08.04    Fehler bei der Probe der Schulden-Wachstums-Rate korrigiert.
    22.06.04    Link-Nachträge Geschichte, berühmte Schabenen und Badener.
    21.06.04    Korrigiert.

    Querverweise
    Standort Schulden-Porträt Bundesland Baden-Württemberg.
    *
    Schuldenfreie Gemeinden B-W 2005 mit einer Dokumentation Der Ausverkauf Baden-Württembergs.
    * Überblick Schuldenporträts 1876-2002. * Staatsverschuldung der Länder im Vergleich 1950-2002.
    Die politische Krankheit der Schuldentollwut. Gibt es eine rollenfunktionelle Geistesstörung? Und wenn - wie heilt man sie?
     Wachstums-Tabellen und Schaubilder. Zur Veranschaulichung des Schuldenproblems
     Was zum Teufel heißt eigentlich "Sparkurs"?
     * Überblick Staatsverschuldung 0_* 1 * Was tut not? *  Neuverschuldung * Privat *  Geldtabu * Psychopathologie Geld1, Geld2 *   Adam Smith zur Staatsverschuldung * Gemeinwohl * Freiheit *
    Juliusturm. Antizyklische Haushaltspolitik der Vernunft. Fritz Schäffer und John Meynard Keynes.
    Überblick Statistik in der IP-GIPT: Methoden, Daten, Geschichte, Verwandtes.
    Beweis und beweisen in Politik, gesellschaftlichem Leben, Medien und Öffentlichkeit.
    Überblick Programm Politische Psychologie in der IP-GIPT
    *
       
      Suchen in der IP-GIPT, z.B. mit Hilfe von "google": <suchbegriff> site:www.sgipt.org
      z.B. Schulden-Porträt site:www.sgipt.org. 
    *
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    *
    Zitierung
    Sponsel, Rudolf (DAS). Das Schulden-Porträt Bundesland Baden-Württemberg. IP-GIPT. Erlangen: http://www.sgipt.org/politpsy/finanz/schuldp/badwuert.htm
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