Internet Publikation für
Allgemeine und Integrative Psychotherapie
Abteilung Politische Psychologie,
Bereich Finanzen - Präambel
* Sprache *
IP-GIPT DAS=03.03.2007
Internet-Erstausgabe, letzte Änderung 27.5.9
Impressum:
Diplom-PsychologInnen Irmgard Rathsmann-Sponsel und Dr. phil. Rudolf Sponsel
Stubenlohstr.
20 D-91052 Erlangen * Mail:_sekretariat@sgipt.org_Zitierung
& Copyright
Anfang_Schuldenporträt
Bezirk Mittelfranken (Bay) _Service_
Überblick_
Relativ
Aktuelles_Rel.
Beständiges Titelblatt_
Konzept_
Archiv_
Region
_Wichtiger Hinweis
zu Links und Empfehlungen
*
Willkommen in unserer Internet Publikation für Allgemeine
und Integrative Psychotherapie, Abteilung Politische Psychologie, Bereich
Finanzen, Finanzpolitik un Finanzwissenschaft, Thema Schulden, und hier
speziell:
Das Schulden-Porträt
des
Bezirk Mittelfranken
von Rudolf Sponsel, Erlangen
(ohne Gewähr)
Anregungen und
Kritik erwünscht.
_
Zusammenfassung - Abstract.
Es wurden die 7 Landkreise Mittelfrankens
(1991-2005) mit ihren 205 Gemeinden (1978-2005) nach ihren Schulden und
Wirtschaftswachstum (BIP: 1994-2004) analysiert. Hierbei wurden die Schuldensteigerungen
und die stetigen
Wachstumsraten nach dem Zinseszinsmodell berechnet und für den Zeitraum
1994-2004 einander gegenüberstellt. Insgesamt haben die 205 Gemeinden
und 7 Landkreise mit 917004 EinwohnerInnen
2005 gut 821 Millionen Euro Schulden, wofür rund 41 Millionen Euro
Zinsen zu zahlen sind. Im Vergleich hierzu hat allein die kreisfreie Stadt
Nürnberg
mit 499237 EinwohnerInnen
bald das Doppelte, nämlich 1,465 Milliarden Schulden mit ca. 73 Millionen
Euro Zinslasten. Unter Berücksichtigung der Schulden der Eigenbetriebe
haben sich für die Kreise und ihre Gemeinden folgende Ergebnisse ergeben:
Von den 205 Gemeinden sind 2005 drei völlig
schuldenfrei (Kalchreuth, Buckenhof, Rednitzhembach) und 74,
das sind erstaunliche 36%, bauen seit 1978 ihre Schulden, teils
sehr stark und erfolgreich ab. Das ist eine Erfolgsbilanz, die sich wirklich
sehen lassen kann. Selbst drei Landkreisen gelang es, ihre Schulden zu
senken: Neustadt/Aisch-Bad Windsheim (-56.06%), Weißenburg-Gunzenhausen
(-16.55%) und Fürth (-10.4%). Spitzenreiter im Bezirk
sind die Landkreise Weißenburg- Gunzenhausen mit 13 von 27 = 48,15%
und Erlangen-Höchstadt mit 12 von 25 = 48,00% schuldenabbauenden
Gemeinden, Ansbach mit 23 von 58 = 39,7%, gefolgt von Neustadt/Aisch-Bad
Windsheim mit 13 von 38 = 34,21%, Nürnberger Land mit 9 von
27 = 33% und Roth mit 4 von 16 = 25% [aber].
Nur in Fürth baut keine Gemeinde 2005 gegenüber 1978 Schulden
ab, wohl aber der Landkreis. (Details siehe bitte unten).
Wie man also sieht, gibt es im Bezirk Mittelfranken
einen großen und äußerst wertvollen Wissensschatz bei
den BürgermeisterInnen und Kämmerern - der
abgerufen
und verbreitet gehört - , wie verantwortliches und erfolgreiches Wirtschaften
im Staat wirklich geht. Die Analyse der schuldenfreien und schuldenabbauenden
Gebietskörperschaften beweist ganz klar und unzweideutig, dass die
Haushalts-, Wirtschaft- und Finanzkompetenz bei den BürgermeisterInnen
und KämmerInnen der kleinsten Gebietskörperschaften liegt.
Deutschland hat ein daher ein strukturelles Problem
mit seinen "Eliten", die nicht selten gar keine sind, jedenfalls dann nicht,
wenn man die Benchmarkkriterien (> Schuldenporträt)
Hauswirtschafts-, Wirtschafts- und Finanzkompetenz, geschätzt durch
die Wachstumsraten bei den Schulden und beim Wirtschaftswachstum (BIP)
heranzieht. Und wie sich bislang herausstellte, ist die richtige Einstellung
der BürgermeisterInnen und ihre Unterstützung besonders wichtig,
nämlich:
(1) man kann auf Dauer nicht mehr ausgeben als man einnimmt,
ohne früher oder später in der exponentiellen Schuldenfalle zu
landen. Ausgeglichene Haushalte alleine helfen nicht, sondern:
(2) man muss in guten Zeiten Rücklagen bilden, damit
man in schlechten Zeiten darauf zurückgreifen kann.
Diese banalen Binsenweisheiten scheint man auf der Gemeindeebene viel
mehr zu kennen und zu berücksichtigen als auf den "höheren" Ebenen,
so dass die zwei Paradoxien zu gelten scheinen: a) Je verantwortlicher,
desto verantwortungsloser und, auf gut fränkisch, b) Je g'scheiter,
desto blöder. |
Gesamtauswertung
im Vergleich schuldenabbauender Gemeinden und Landkreise im Bezirk Mittelfranken
mit Einbeziehung
der ab 1995 "ausgelagerten" Schulden der Eigenbetriebe
_
Zusammenfassender
Überblick Schulden, Bruttoinlandsprodukt (BIP) und stetige Wachstumsraten
mit Einbeziehung der ab 1995 "ausgelagerten"
Schulden der Eigenbetriebe
Zur Unterscheidung stetige
Wachstumsrate pro Jahr und jährliche Wachstumsrate pro Jahr.

| Man
beachte bitte auch: Zur Beurteilung, wenn die Neuverschuldung
abnimmt oder gar richtig getilgt wird, ob echtes Einsparen vorliegt oder
nur mehr Geld durch Tafelsilberverkäufe, Steuermehreinnahmen durch
höheres Aufkommen - Wachstum oder Steuererhöhungen (z.B. 1994)
- hereinkommt, müssten diese Daten eingearbeitet werden. Außerdem
muss zusätzlich an sog. "kreative Buchführung" der PolitikerInnen
gedacht werden, um das wahre Ausmaß der Schulden zu verschleiern.
(z.B. durch extreme Ausdehnung der sog. "Kassenverstärkungskredite"
oder auch die versteckten und teilweise kaum kalkulierbaren zukünftigen
Lasten, siehe Staatsverschuldung
und Bilanzfälschung. Dazu gehören auch Veränderungen
der Kriterien (auch sog. "Revisionen", Beispiel hier).
Es wäre Aufgabe der Kontrollorgane und Aufsichtsbehörden (Bundesbank,
Rechnungshöfe, Bundesaufsichtsamt für Finanzdienstleistungen),
der Steuerzahlerverbände und der kritischen Medien solche Methoden
zu unterbinden bzw. transparent und öffentlich zu machen. Siehe bitte:
Tatsächliche
Verschuldung der Gemeinden. Doch viele "Kontrollograne" funktionieren
gar nicht richtig und sind hoffnungslos verfilzt. |
Überblick
Pro Kopf Verschuldung im Bezirk Mittelfranken 2005
ohne (blau) und mit (gelb) Schulden der Eigenbetriebe
u.a.
Reihenfolge: Bezirk * Kreisfreie
Städte: Ansbach, Erlangen, Fürth, Nürnberg,
Schwabach * Landkreise/Gemeinden (innerhalb alphabetisch sortiert): Ansbach,
Erlangen-Höchstadt,
Fürth,
Neustatdt/Aisch-Bad
Winsheim, Nürnberger Land, Roth,
Weißenburg-Gunzenhausen.
_
| Warnung:
Die Angaben des Bayerischen Landesamtes Landesamtes für Statistik
und Datenverarbeitung (BLAfStuDV) bei den kreisfreien Städten
sind ab 1995 mehrdeutig oder unklar und geben u.U. - [z.B. für das
Jahr 2004] - ein völlig unrealistisches Bild
der wirklichen Verschuldungssituation durch "Auslagerung" der Schulden
kommunaler Eigenbetriebe und Zweckverbände (> siehe).
Die tatsächlichen Schulden, also diejengen, für die die Gemeinden
letztlich bürgen und haften, können in Wirklichkeit weit mehr
und auch das Doppelte betragen [im Fall Wendelstein
z.B. fast das Fünffache]. So weist das BLAfStuDV 2004 für
Nürnberg
einen Schuldenstand von 936,320 Millionen Euro aus, während in den
Nürnberger Nachrichten vom 23.2.7, S. 10, der Kämmerer Wolfgang
Köhler zitiert wird, der von einer "dramatischen Gesamtverschuldung"
in Höhe von 1,75 Milliarden Euro spricht. Aber in zwei Jahren kann
sich nicht einmal in Nürnberg der Schuldenstand einfach verdoppeln.
In den Angaben des BLAfStuDV sind bei den Schulden die der Eigenbetriebe
und kommunalen Krankenhäuser einfach weggelassen worden. Es wird Zeit,
dass BLAfStuDV diesen Datenspuk beendet und zu einer verständlichen,
vollständigen und zuverlässigen Berichterstattung zurückfindet.
Damit die Schulden im individuellen Längsschnitt und im Querschnitt
mit anderen Gebietskörperschaften vergleichbar - auch fair - sind
und als Zeitreihe ausgewertet werden können, müssen sich die
Schulden auf die gleichen
Schuldenträger, Kriterien oder Merkmale beziehen. > Kritischer
Kommentar.
Auslagerung von Eigenbetrieben:
>
Beispiel
Rothenburg odT. |
_
Rechnungsbeispiel für
Wilhermsdorf.
Auslagerung von Eigenbetrieben:
>
Beispiel
Rothenburg odT, Beispiel
Landkreis Roth.
Gebietskörperschaften,
die ab 1995 Auslagerungen der Schulden von Eigenbetrieben aufwiesen
In der Quelldatei "71327-001r" für 1995 und 2005
des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung
|
1995
|
2005
|
Mittelfranken
Ansbach (Krfr.St)
Fürth (Krfr.St)
Nürnberg
(Krfr.St)
Schwabach (Krfr.St)
Ansbach (Lkr)
Dinkelsbühl, GKSt
Feuchtwangen, St
Rothenburg ob der Tauber, GKSt
Erlangen-Höchstadt
(Lkr)
Herzogenaurach, St
Fürth (Lkr)
Zirndorf, St
Nürnberger
Land (Lkr)
Altdorf b.Nürnberg, St
Burgthann
Feucht, M
Hersbruck, St
Lauf a.d.Pegnitz, St
Röthenbach a.d.Pegnitz, St
Neustadt a.d.Aisch-Bad
Windsheim (Lkr)
Bad Windsheim, St
Neustadt a.d.Aisch, St
Roth (Lkr)
Rednitzhembach
Roth, St
Spalt, St
Wendelstein, M
Weißenburg0Gunzenhausen
(Lkr)
Treuchtlingen, St
Weißenburg i.Bay., GKSt |
Mittelfranken
Erlangen (Krfr.St)
Fürth (Krfr.St)
Nürnberg
(Krfr.St)
Ansbach (Lkr)
Dinkelsbühl, GKSt
Feuchtwangen, St
Rothenburg
ob der Tauber, GKSt
Erlangen-Höchstadt
(Lkr)
Baiersdorf, St
Fürth
(Lkr)
Ammerndorf,
M
Cadolzburg,
M
Zirndorf,
St
Nürnberger
Land (Lkr)
Burgthann
Roth
(Lkr)
Roth,
St
Spalt,
St
Wendelstein,
M
Weißenburg0Gunzenhausen
(Lkr)
Treuchtlingen, St
|
Einwohner
2005 in den 7 Landkreisen und 5 kreisfreien Städten in Mittelfranken
Mfr Alle 1,712275 Millionen.
Ansbach (Krfr.St): 40624
Erlangen (Krfr.St): 103197
Fürth (Krfr.St): 113422
Nürnberg (Krfr.St): 499237
Schwabach (Krfr.St): 38791
Lkr Ansbach: 183755
Lkr Erlangen Höchstadt: 130489
Lkr Fürth 114024:
Lkr Neustadt/Aisch-Bad Windsheim: 99979
Lkr Nürnberger Land: 168389
Lkr Roth: 125708
Lkr Weißenburg-Gunzenhausen: 94660
Summe Einwohner in den 7 Lkr: 917004
Alphabetisches
Register Orte-Landkreise Mittelfranken (2005)
_
Literatur > Schulden
und Finanzwirtschaft der Städte und Gemeinden.
Haushaltsrecht
und Haushaltspraxis.
In der staatlichen Rechnungslegung und Haushaltsführung
zeichnet sich ein Wandel ab. Das traditionelle sog. Kameralistik-System
folgt einer einfachen Eingabe/Ausgaberechnung. Die sog. Doppik
nutzt die kaufmännische doppelte Buchführung und orientiert am
privatwirtschaftlichen Bilanzierungssystem, womit man sich mehr Transparenz
hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit, der aktuellen Finanzsituation und
eine bessere Steuerungsfähigkeit verspricht. Manche sehen in der Umstellung
eine Fluchtmöglichkeit, ihre Misswirtschaft zu verschleiern, daher
vergesse man nicht: wer kameralistisch keinen ordentlichen Haushalt hinkriegt,
wird auch bei doppelter Buchführung scheitern.
Faustregeln
zum Kapitaldienst: Der Kapitaldienst besteht aus Tilgungsverpflichtungen
und Zinsen. Der Zins ist der Preis für die Ware Geld. Schulden und
Tilgungen stehen im kameralistischen Buchungssystem gewöhnlich im
sog. Vermögenshaushalt, während - sofern - die
Zinsen im Verwaltungshaushalt aufgeführt werden. Eine
ordentliche Finanz- und Veröffentlichungspolitik weist aus: Absolute
Verschuldung, Schulden pro Kopf, Neuverschuldung bzw. Tilgung und Zinslast,
Begründungen für Veränderungen und Vergleichswerte. Als
groben Schätzwert kann man 2005/6 für die Zinsen knapp 5% ansetzen.
Berechnung Zinslast: ZL = S * Z mit S := Schulden in Euro,
Z := Zins/100 mit dem Ergebnis ZL (Zinslast).
Links zu den Datenquellen:
-
Bayerisches Landesamt für
Statistik und Datenverarbeitung.
-
Öffentliche
Haushalte.
-
Datenbankrecherche
Genesis Online (Bayern).
-
Dateien zu den Schulden der Gemeinden: 71327-001r.xls [unzuverlässig
ab 1995]
2004.
Der Datensatz wurde von mir am 8.3.7 eingesehen und festgestellt, dass
die Missing Data inzwischen ergänzt wurden, wenn auch noch nicht eineindeutig
gekennzeichnet.
| Kritischer
Kommentar. Die Schulden der kreisfreien und größeren Städte
in den Landkreisen sind nicht ordentlich vergleichend darstellbar, weil
das Bayerische Landesamt für Statistik die Datensätze ab 1995
(71327-001r) nicht verständlich und zu den früheren Werten eindeutig
zuordbar ausweist. Die juristisch-sophistische "Auslagerung" der Schulden
der Eigenbetriebe und kommunaler Zweckverbände (z.B. Krankenhäuser)
zeigt den Niedergang wissenschaftlicher, statistischer und politischer
Daten-Moral recht deutlich auf und demonstriert, auf welches bananenrebublikanische
Niveau die Not der "Schuldentollwütigen" in der größeren
Gebietskörperschaften inzwischen sogar die amtliche bayerische Statistik
(seit 1833) - gebracht hat. Durch diese nicht klar nachvollziehbaren
"Auslagerungen" sind faire und zuverlässige Zeitreihen-Vergleiche
mit anderen Gemeinden, die korrekt ausweisen - und damit gegenüber
den Hochstaplermethoden der Datenmanipulateure im Nachteil sind - nicht
mehr möglich, es sei denn, die Gebietskörperschaften, hier die
kreisfreien Städte, stellen diese Daten selbst zur Verfügung
wie z.B. die Stadt Erlangen (wenn auch nicht leicht zu finden).
Aber es kann und darf eigentlich nicht sein, dass die Zuverlässigkeit,
Verständlichkeit und Bedeutung der Daten davon abhängt, ob es
denjenigen, die womöglich ein Interesse an Verwirrung und Desinformation
haben, gefällt die Daten richtig auszuweisen. Diese Entwicklung zeigt
leider auch, dass weder die öffentliche Kontrolle (Medien, Presse)
noch unsere Justiz richtig funktionieren, sonst wäre ein solches manipulatives
Datendurcheinander nämlich gar nicht möglich. Kommunen haben
genau die Schulden, für die sie letztlich bürgen und haften und
genau diese müssen auch als Gesamtschulden ausgewiesen werden - wie
immer man sonst auch noch differenzieren mag. Vertuschen, verwirren und
desinformieren sind nicht geeignet, das Land aus der "Schuldentollwut"
zu führen. > Beispiel Rothenburg
odT, Beispiel (Nürnberg)
zu den Daten für 2004 und für
Erlangen
im zusammenfassenden Überblick > [Auf
das Problem hat schon das stat. Bundesamt hingewiesen] |
-
Dateien zu den Schulden der Verwaltungseinheit Landkreise: 71327-002r-1.xls
-
Dateien zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Landkreise: 82111-001r.xls
-
Bevölkerungsentwicklung GENESIS-Tabelle: 12411-001.
_
Bezirks- und Landeslinks.
>
Gemeindeordnungen
in Bayern.
Der Bezirk Mittelfranken besteht im einzelnen aus
folgenden Gebietskörperschaften: dem Bezirk Mittelfranken [W]
mit 205 Gemeinden (mit 5 gemeindefreien Gebieten), den 5 kreisfreien Städten
Ansbach
[W] [Schuldenporträt],
Erlangen
[W,
Schuldenporträt]
Fürth
[W],
Nürnberg
[W] und Schwabach
[W] und aus den Landkreisen
Ansbach [W]
[Schuldenporträt] mit 58 Gemeinden und
einer Kreisverwaltungseinheit, dem Landkreis
Erlangen-Höchstadt [W]
[Schuldenporträt] mit 25 Gemeinden und einer
Kreisverwaltungseinheit, dem Landkreis
Fürth [W]
[Schuldenporträt] mit 14 Gemeinden und einer
Verwaltungseinheit, dem Landkreis Nürnberger
Land [W]
[Schuldenporträt] mit 27 Gemeinden und
einer Kreisverwaltungseinheit, dem Landkreis
Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim [W]
[Schuldenporträt] mit 38 Gemeinden und
einer Kreisverwaltungseinheit, dem Landkreis
Roth [W]
[Schuldenporträt] mit 16 Gemeinden und einer
Kreisverwaltungseinheit und dem dem Landkreis
Weißenburg-Gunzenhausen [W]
[Schuldenporträt] mit 27 Gemeinden und
einer Kreisverwaltungseinheit. Demnach ergeben sich insgesamt 218 Haushalte,
nämlich 205 Gemeindehaushalte, 5 kreisfreie Städtehaushalte,
7 Kreishaushalte und 1 Bezirkshaushalt. Anmerkung: Die 5 sog. gemeindefreien
Gebiete [W]
wurden hier nicht berücksichtigt.
-
Homepage der
Regierung von Mittelfranken (Aufsichtsbehörde des Freistaats Bayern
für das Finanzgebaren der Gemeinden und Landkreise im Bezirk [kein
eigener Haushalt]).
-
Homepage Bezirk Mittelfranken.
-
Verwaltungsaufbau und Gebietskörperschaften der Bundesrepublik Deutschland:
[ ,W,
]
-
Schulden und Haushalt des Bezirks Mittelfranken:
-
Bartsch kontra Pauli: „Bezirk gibt alle Entlastungen weiter“
Unverständnis für den Vorwurf mangelnder Transparenz beim Etat
2006[1,
2,]
_
Bund Links
Glossar,
Anmerkungen und Endnoten
GIPT = General and Integrative
Psychotherapy,
internationale Bezeichnung für Allgemeine und Integrative Psychotherapie.
___
Allgemeines zum
Schulden-Syndrom: Das Schuldenproblem hat seinen Ursprung in einer
expansiven
und verfehlten maniformen
Grundeinstellung: mehr, immer mehr und noch viel mehr. Diese grundlegende
Fehleinstellung wird von der plutokratischen Wirtschaft und ihrer falschen
Philosophie des homo oeconomicus, die
ihre pseudowissenschaftliche Rechtfertigung in den amerikanischen
etilE-Universitäten (Harvard,
Princeton,
Yale,
Stanford)
findet, sehr unterstützt. Wachstum
über alles, Wachstum um jeden Preis, Konsum, Konsum, kaufen, kaufen
(wozu letztlich auch die Globalisierung erfunden
wurde, weil die heimischen Märkte grundgesättigt sind). Der Mensch
interessiert nicht oder nur als Konsummaschine, als konditionierte Kaufratte.
Stabilität interessiert nicht. Gerechtigkeit
interessiert nicht. Es geht darum, dass eine kleine radikale Minderheit
von Millionären und Milliardären mehr, noch mehr und noch viel
mehr anhäufen kann. Die Nationalökonomie und Wirtschaftspolitik
wird vollkommen beherrscht von einer plutokratischen
Pseudo-Elite, die weder vom Menschen noch von der Wirtschaft wirklich
etwas verstehen, nur vom in die eigene Tasche raffen, Bilanzfälschungen,
vom Schulden machen, von Börsenspekulation, Luft- und Seifenblasen,
globalem Zocken und einer verantwortungs- und hemmungslosen Manipulation
durch Werbung, Falschinformation und ihrer hollywoodgerechten Aufbereitung
mit Hilfe gewissenloser Medien. Denn dass Deutschland so an den Rand des
finanziellen Ruins getrieben werden konnte, ist wesentlich mit das Werk
seiner unkritischen und willfährigen WirtschaftswissenschaftlerInnen
und der wirtschaftspolitischen Medien, die das Problem seit ca. 35 Jahren
nicht nur verharmlosen und falsch darstellen, sondern an der finanzpolitischen
Verwahrlosung und Verblödung dieses Landes wesentlich Mitschuld haben.
Was
bedeutet Staatsverschuldung ganz praktisch ? Schulden erfordern einen
Kapitaldienst, d.h. die Begleichung bei Fälligkeit und die Zahlung
der Zinsen. Derzeit belaufen sich nach der Zinsuhr des Bundes für
SteuerzahlerInnen die Zinsen wie hier
ausgewiesen. Am 5.11.6, gegen 14 Uhr, waren dies über 57 Milliarden
Euro. Der Bundeshaushalt für 2006 sieht Ausgaben in Höhe von
261,6 Milliarden Euro vor [siehe].
Auf das Gesamtjahr hochgerechnet, ergeben sich rund 66 Milliarden Euro
Zinslast für den Bund. Das sind 25,2% der gesamten Ausgaben im Bundeshaushalt
allein für Zinszahlungen. Dieses Geld fehlt nicht nur für sinnvolle
Ausgaben, aufgrund der Zinseszins- und Wachstumseffekte droht dieser Anteil
immer größer zu werden.
-
Zunehmende Staatsverschuldung bedeutet unmittelbar, dass über die
Verhältnisse gelebt und mehr verbraucht als erwirtschaftet und geleistet
wird, was über längere Zeiten oder gar auf Dauer geldwirtschaftlich
und staatspolitisch als krankhaft zu bewerten ist.
-
Zunehmende Staatsverschuldung bedeutet dann in der Folge, dass der Staat
immer weniger Geld für sinnvolle Investitionen und Leistungen zur
Verfügung hat, weil immer mehr Geld für Zinsen aufgewendet werden
muss.
-
Fragt man, wer in den Genuss des Kapitaldienstes kommt, so wird man feststellen,
dass zusätzlich eine Umverteilung von arm nach reich eintritt: die
Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer.
-
Die Risiken und Instabilitäten werden immer größer, weil
sie nicht durch Rücklagen aufgefangen werden können, sondern
die Staatsverschuldung weiter in die Höhe treiben.
-
Am Ende steht Zusammenbruch, Geldentwertung und Währungsreform, was
extreme soziale Verwerfungen, Elend, Aufstände, Bürgerkriegs-
und Kriegsgefahren begünstigt. Kriegsgefahren auch deshalb, um abzulenken,
die unerträglichen Spannungen zu lösen, einen Sündenbock
zu finden oder sogar in der Hoffnung auf Ausgleich durch Kriegsgewinne
und Ausbeutung der Verlierer.
Anmerkung: So schreibt
David Rapoport (1971, Part II.) in "Primitive War - Its Practise and Concepts"
von zwei großen Motivsystemen: sozio-psychologischen und ökonomischen.
Zu den ganz großen sozio-psychologischen gehören:
"A very profound motive for going to war is to resolve
life's tensions, to escape from unhappiness caused by frustration in other
realms of existence. War is one of the most effective devices ever invented
for this cathartic purpose. Life at best is full of frustration, thwarted
ambitions, unfulfilled wishes — all of the sorrows and disappointments
with which humanity is only too familiar. People become involved in personal
dislikes which develop into hatreds, often irrational ones. ..."
(Ein sehr grundlegendes Motiv für Kriege führen
ist die Lösung von Spannungen, um dem Kummer durch die Frustration
der Existenz anderer Reiche zu entgehen. Krieg ist eines der wirksamsten
Instrumente, die jemals erfunden wurden, um Katharsis [= die Seele von
Spannung, Frustration und Unglücklichsein zu 'reinigen'] herbeizuführen.
Auch ein gutes Leben ist voll von Frustration, durchkreuzten Bestrebungen,
unerfüllten Wünschen - alle Sorgen und Enttäuschungen mit
denen die Menschheit nur zu vertraut ist. Menschen widerfahren persönliche
Missgeschicke, die sich zu Hass, oft zu irrationalem Hass, entwickeln.)
historische Entschuldungen.
Den Mechanismen historischer Entschuldung über Inflation, Währungsreform,
Ermordung der Gläubiger und Kriege bzw. Kriegsfolgen werde ich demnächst
im Schuldenporträt der Stadt Nürnberg1298-2005
erstmals etwas ausführlicher nachspüren. So zynisch und absonderlich
es sich auch anhören mag: die sehr wünschenswerte und ungewöhnlich
lange Friedenszeit in Europa und die Kontrolle der Notenbanken der Inflation
lassen die Schuldenprobleme immer stärker werden. So wird ein Umdenken
nicht etwa durch Einsicht kommen, sondern weil die Grenzen der Bezahlbarkeit
der Zinsen, der Preis für die Ware Geld, dies erzwingen.
Finanzpolitisches
Fazit und Vorbeugung: Schon Kant hat in seinem Ewigen
Frieden ausgeführt, daß es moralisch nicht zulässig
sein darf, Kriege über Schulden zu finanzieren. Ich denke, wir müssen
weiter gehen: die Schuldenmacherei muß grundsätzlich und zwingend
begrenzt werden. Wir brauchen eine völlig neue Verfassung.
-
Staatsverschuldung bedeutet auch das Eingeständnis, nicht vernünftig
und angemessen haushalten und wirtschaften zu können oder zu wollen
und ist damit Ausdruck einer tiefgreifenden [egozentrisch-maniformen]
Fehlhaltung.
-
Staatsverschuldung bedeutet auch versteckte vorgezogene Steuererhöhungen
zu Lasten späterer Generationen; sie verbergen aktuelle Konflikte
und verlagern sie auf später ("Nach uns die Sintflut"). Das ist unfair,
ungerecht, intransparent, feige und letztlich verantwortungslos.
Wann wird
Staatsverschuldung auf längere Sicht sehr gefährlich - wann ist
sie vertretbar, vernünftig, ja sogar gerecht und geboten ?
> Stabilitätsbedingung
für ein Finanzsystem: Wirtschaftswachstumsrate >= Schulden-Wachstums-Rate
und, verallgemeinert: Gefährlich
wird es, wenn die Problemgrößen schneller wachsen als die Ressourcengrößen.
Verschuldung steht durchaus im Dienste der Generationengerechtigkeit, wenn
von Investitionen über die Jahre hinweg die Menschen in einer Gebietskörperschaft
(Gemeinde, Bezirk, Land, Bund) einen Nutzen haben. Etwa Infrastruktur:
Verkehr, Kanalisation, Wasser- und Energieversorgung, Kindergärten,
Schulen und Bildung, Kultur-, Umwelt- und Heimatpflege. Vielfach passt
es daher auch zum Prinzip der Generationengerechtigkeit, wenn das Geld
für bestimmte Projekte durch Kreditaufnahmen beschafft werden muss.
Gefährlich wird es wiederum, wenn Kreditaufnahme zu einem allumfassenden
und fortgesetzt wachsenden Phänomen wird, das genaue Wirtschaftlichkeits-,
Folgekostenüberlegungen, realistische Tilgungspläne und genaue
Begründungen auch für die Generationengerechtigkeit ausser Acht
lässt.
___
| Zur Therapie der "Schuldentollwut":
Das psychologsiche Grundproblem liegt sicher in der
falschenEinstellung
und
in der Folgenlosigkeit maßlosen Wirtschaftens.
Staatsverschuldung
hat eine jahrtausende alte Geschichte und Tradition über
fast
alle Kulturen und Epochen, geht über
alle Herrschaftssysteme,
über alle politischen Verwaltungsebenen (Gemeinden,
Städte, Kreise, Bezirke, Länder, Bund, Nationen) und über
alle
Parteien hinweg. Sie ist ein grundsätzliches und
strukturelles
Problem (historisch oft durch
Inflationen, Währungsreformen und Kriege entschuldet).
Strukturelle
Therapie des Schuldenproblems.
Das Struktur-Problem Schuldenspirale ist langfristig nur lösbar, wenn
echte Stabilitätsbedingungen in die Verfassung so eingebaut werden,
dass VerletzerInnen automatisch amtsenthoben, für eine
Zeit
lang von Wahlen ausgeschlossen und nicht durch Abfindungen
oder andere Vergünstigungen
belohnt werden dürfen.
Außerdem sollten PolitikerInnen
als Minimalbedingung einen zu schaffenden Facharbeiterbrief in Politik
nachweisen, der fortwährend qualitätszusichern
ist. Schulden dürfen auch nur dann gemacht werden, wenn
zugleich
ein Investitions- Kostenfolge- und Tilgungsplan vorgelegt wird,
der von Ephoren
überwacht wird. Für die Verfassungsgerichte müssen neue
Besetzungs- und Kontrollstrukturen gefunden werden.
Hierzu bedarf es eines starken öffentlichen
Problem-Bewußtseins und einer tiefgreifenden Konditionierung
der politischen Massenhirne. Schulden machen, das muss Gefühle
wie Scheiße in der Zahncreme hervorrufen: Abscheu und Ekel.
Und man muss sich von falschen Eliten (Etilen)
und besonders von den Irrlehren der US-etilE-Universitäten
lösen - die sind in erster Linie für sich selber da - wie man
auch begreifen muss, dass die USA ganz andere natürliche Wachstumsbedingungen
haben als Deutschland (Bevölkerungswachstum und Arbeitsplatzentwicklung).
Die USA sind weder real noch normativ oder
ideal ein Weltmodell, das sollten die USA und wir Europäer und Deutsche
möglichst schnell begreifen und akzeptieren. Die Ausbeutung und Zerstörung
der Landwirtschaftsbasis der Dritten Welt durch die Globalisierung
und die supra-nationalen Egoismen (EU)ist
ein politisches Wirtschaftsverbrechen gegen die Menschlichkeit und die
Regierungen der führenden Industrienationen gehörten dafür
vor ein internationales Tribunal gestellt.
Als allererstes sollte bei PolitikerInnen das Geldtabu
aufgehoben und radikale finanzielle Transparenz herbeigeführt werden
und vielleicht wäre es eine gute Qualitätssicherungsmaßnahme,
wenn JuristInnen und BeamtInnen wenigstens eine Quotenbegrenzung bei Wahlen
erhielten, um das Allerschlimmste zu verhüten.
Kognitive
Therapie des Schuldenproblems.
Wie fast
immer beginnt die Problemlösung
mit der Problemwahrnehmung. Doch was ist hier das Grundproblem?
Wie wir aus der Psychotherapie wissen, setzt eine Verhaltensänderung
Leidensdruck,
Motivation oder / und Einsicht voraus. Am Beginn
einer Verhaltensänderung steht oft eine veränderte, neue Einstellung.
Wie wichtig Einstellungen für Verhaltensänderungen sind, weiß
man aus der "Küchenpsychologie": Gibt man irrtümlicherweise die
Buntwäsche in das Kochwäscheprogramm, dann erfährt man ziemlich
schnell, was eine falsche Einstellung der Waschmaschine für Folgen
hat hinsichtlich der Buntwäsche (sie geht ein, verblasst und verfärbt).
Die elementar notwendige Grundstellung für
eine dauerhaft verantwortliche, solide und vernünftige Haushaltswirtschaft
ist:
(1) man kann auf Dauer nicht mehr ausgeben als man einnimmt,
ohne früher oder später in der exponentiellen Schuldenfalle zu
landen (>Eingangsgraphik,
was
bedeutet ...? );
(2) man muss in guten Zeiten Rücklagen bilden, damit man in schlechten
Zeiten darauf zurückgreifen kann (> Antizyklische
Finanzhaushaltung).
Diese elementaren und banalen Binsenweisheiten - für deren Realisation
und Beherzigung ein Studium anscheinend eher hinderlich ist - wollen viele
Kämmerer, Finanz"fach"leute und PolitikerInnen nicht einsehen oder
es ist ihnen egal. Wir werden daher überwiegend von finanzökonomisch
uneinsichtigen Dummköpfen oder von Nach-mir-die-Sintflut-Verwahrlosten
- oder von einer besonders ungesunden Mischung aus beiden - regiert. Dummerweise
wählen wir diese Leute auch immer noch, so dass man wohl sagen muss:
es geschieht uns nicht besser. Doch daraus folgt fatalerweise, dass es
wahrscheinlich auch keine Problemlösung (höchstens
einer ungewöhnlichen höheren Ordnung) gibt: Denn wenn die
grosse Masse der soziologisch-statistisch betrachtet Normalen - inhaltlich
betrachtet - die Verrückten sind, dann sind die Verrückten die
Normalen und bestimmen, was normal ist. Hier sind zwei paradoxe Erscheinungen
beobachtbar: a) Je verantwortlicher, desto verantwortungsloser und, auf
gut fränkisch, b) Je g'scheiter, desto blöder. Dies bestätigt
sich auch durch eine Analyse der schuldenfreien
Gemeinden in Deutschland. Insgesamt dürften diese vernünftig,
verantwortlich und solide Wirtschaftenden nicht einmal die 5%-Hürde
schaffen. Eine Änderung ist also ziemlich unwahrscheinlich - bis es
wirklich nicht mehr geht und alles zusammenkracht. Bei einigen Gemeinden
und Ländern scheint dieser Grenzbereich inzwischen recht nahe zu sein
(Berlin, Bremen,
München),
so dass im Zusammenhang damit, dass es einige wenige Prozent ja wollen
und können und der faktischen Pleitesituation vieler anderer vielleicht
ein wenig Hoffnung gibt, wenn auch der begonnene Ausverkauf
der öffentlichen Vermögenswerte noch viel Schlimmeres befürchten
lässt. Wann wird ihnen einfallen, den Kölner Dom, die Berliner
Luft oder die bayerischen Alpen an "Investoren" - am besten gleich mehrfach
- zu verleasen, um für ein paar wenige Millionen, ein paar Tröpfchen
auf den heißen Stein für kurze Zeit ihre Zahlungsunfähigkeit
hinauszuschieben?
Staatsschulden
(alt) in 6,5 Jahren nach dem IP-GIPT Modell tilgbar.
|
___
abgerufen. Zur Erkundung des Wissens,
des BürgermeisterInnen-Profils und worauf es nach Meinung der kompetenten
und erfolgreichen PraktikerInnen ankommt, habe ich einen "Fragebogen KommunalpolitikerInnen
(fast) schuldenfreier Gemeinden" entwickelt, der sich derzeit in der Erprobungsphase
befindet. Wer mitmachen möchte, melde
sich bitte. Gesucht werden für die Kontrollgruppe auch
BürgermeisterInnen und KommunalpolitikerInnen von Gemeinden, die noch
stärker in den Schulden stecken.
___
Antizyklische Wirtschaftspolitik:
Jede antizyklische Finanz- und Wirtschafts-Politik
setzt
voraus, dass in schlechten Zeiten das eingesetzt wird, was in guten
Zeiten
zur Seite gelegt wurde. Antizyklisch kann niemals
heißen: wir machen immer Schulden und in schlechten
Zeiten ganz besonders viele. Das scheint in Deutschland und in den plutokratischen
Hollyvoodookratien
noch nie einer richtig begriffen zu haben. Es sei daher noch einmal an
das erinnert, worum es John Meynard Keynes
(1936, S. 314) letztlich und wirklich ging:
"Die hervorstechenden Fehler der wirtschaftlichen Gesellschaft,
in der wir leben, sind ihr Versagen, für Vollbeschäftigung Vorkehrung
zu treffen und ihre willkürliche und unbillige Verteilung
des Reichtums und der Einkommen."
Antizyklische Haushaltspolitik steht nach Keynes also unter dem Ziel der
Vollbeschäftigung,
Stabilität
und die sie ermöglichende
soziale
Gerechtigkeit.
___
Datenquellen
und Hinweise zu Schulden und Wirtschaftswachstum (BIP): s.a.
Überblick
(Datenquellen) ...
-
Statistisches Bundesamt: Fachserie 14, Reihe 5: Schulden
der Öffentlichen Haushalte (2180140047005.xls), Verschuldung des Bundes
Tabelle 1.1.1, Verschuldung der Länder Tabelle 1.3 und
Fachserie 18 Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen. * Statistik
shop destatis.
-
BIP Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen Länder 1970….:
http://www.vgrdl.de/Arbeitskreis_VGR/tab01.asp.
Zu den Daten wurde mitgeteilt: "Der Arbeitskreis VGR d L hat im Jahr 1999
nach einer Verordnung der Europäischen Union seine Rechnungen auf
das neue Europäische System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen
(ESVG 1995) umgestellt. Es liegen Rückrechnungsergebnisse nach dem
neuen System nur bis 1970 vor. ... Beide Systeme sind nicht vergleichbar!
Nach der Umstellung der VGR auf das Europäische System Volkswirtschaftlicher
Gesamtrechnungen 1995 (ESVG 1995) wurden die Länderergebnisse nur
bis 1970 zurückgerechnet. Für die Vorjahre sind lediglich Daten
nach dem alten deutschen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen
vorhanden. Diese Daten sind aufgrund zahlreicher methodischer und konzeptioneller
Unterschiede nicht mit den aktuellen Daten nach dem Europäischen System
Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 1995 (ESVG 1995) vergleichbar und
dürfen keinesfalls an diese Daten angehängt werden." Anmerkung:
Hier ist natürlich zu wünschen, daß die Daten weiter zurückgerechnet
oder Schätzformeln mitgeteilt werden, wie die Vergleichbarkeit verbessert
werden kann.
-
Deutsche Bundesbank (1998). 50 Jahre Deutsche Mark. Monetäre
Statistiken 1948-1997. CD ROM Verlage C.H.Beck & Vahlen (erfordert
unter XP im System MFCUIA32.dll)
___
Etile = Elite rückwärts e t i
l E, womit ausgedrückt wird, dass die vermeintlichen - in Wahrheit
plutokratischen - "Elite"- Universitäten keine echten, gemeinwohlorientierten
Eliten heranbilden, sondern das Gegenteil: Anti-Elite =: Etile.
Die Analyse der Schuldentollwut zeigt ganz klar, dass die Eliten hinten
und vorne nicht stimmen, wenn man sie mit ihrem eigenen Maß misst:
Wirtschaftskompetenz und Umgang mit Geld. Schaut man nämlich genau
hin, also auf die zwei wichtigsten Zahlen, die Schulden-
und die Wirtschaftswachstumsrate, stellt man ebenso erstaunt wie ernüchtert
fest, dass wir es meist mit Gauklern, Hochstaplern,
Schwätzern,
Dünnbrettbohrern,
Selbstbedienern
und Tartüffs zu tun haben. In Wahrheit gilt also die Umkehrfunktion:
die Kompetenz ist umso geringer je höher die Funktion und je größer
das Einflussgebiet. Und je etilärer das Niveau, desto größer
auch der Schaden, der angerichtet wird. Parkinson
und noch mehr das Peter-Prinzip feiern hier unentwegte
Triumpfe. Und es passt auch alles hervorragend zusammen: ein einzigartig
etilärer
Filz aus Politik, Justiz, Banken, Wirtschaft und Wissenschaft (vornehmlich
die maniforme
Variante der Wachstumsfetischisten
in der Volkswirtschaft).
Interne Links zum Elite-Problem: * Literaturliste
* Generalkritik
an der "Elite" * Elite-Meßverfahren
* Was
sind und wozu brauchen wir "Eliten" (Elite-Universitäten)? * Was
bieten amerikanische etilE-Universitäten am Beispiel Wirtschaft?.
* Wirtschaftlich
motivierte "Elite"-Kritik * Wirtschaftselite
in Deutschland * plutokratischer
etilE-Papagei Peter Glotz *
Das Peter-Prinzip: "Mir kam
der Verdacht, daß meine Schulbehörde in puncto Unfähigkeit
kein Monopolbetrieb war. Als ich mich umsah, stellt ich fest, daß
es in jeder Organisation eine Anzahl Menschen gab, die unfähig waren,
ihrer Arbeit gerecht zu werden." (S. 15). Ein universales Phänomen:
"Berufliche Unfähigkeit gibt es überall" (S. 16) "In einer Hierarchie
neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit
aufzusteigen" (S. 19) "Die Arbeit wird von den Mitarbeitern erledigt, die
ihre Stufe der Inkompetenz noch nicht erreicht haben." (S. 20)." [mehr:
PKW3-04,
Überblick
Bürokratie,
]
Dr. Laurence J.
Peter, 1919 in Vancouver/Kanada geboren; Studium der Pädagogik an
der Washingtoner State University; Tätigkeit als Lehrer, Erziehungs-
und Sozialberater, Schulpsychologe, Gefängnislehrer und Universitätsprofessor;
Veröffentlichung zahlreicher Artikel in Fachzeitschriften; Erfinder
und Autor des «Peter-Prinzips», der «Peter-Pyramide»
(rororo sachbuch Nr. 8715) und des «Peter-Programms» (rororo
sachbuch 6947) sowie von «Schlimmer geht's nimmer. Das Peter-Prinzip
im Lichte neuerer Forschung» (Wunderlich Verlag, Reinbek bei Hamburg
1985). Laurence J. Peter starb 1990 in Kalifornien.
Das Parkinsonsche Gesetz::
"1. »Jeder Beamte oder Angestellte wünscht die Zahl seiner Untergebenen,
nicht aber die Zahl seiner Rivalen zu vergrössern.« 2.
»Beamte oder Angestellte schaffen sich gegenseitig Arbeit.«
(die Bürokratie bläht sich eigendynamisch auf)." [mehr]
Selbstbediener. Die Selbstbedienungsmentalität
wird seit Jahrzehnten gut dokumentiert durch die Schriften von Arnims.
___
Globale Enteignung
der Städte. [1,2,
Google]
Ein lesenswerter Artikel in den Nürnberger Nachrichten (6.7.4,
S.13) über das Buch von Werner Rügemer
(2004). Cross Border Leasing - Ein Lehrstück zur globalen Enteignung
der Städte. Münster:
Westfälisches
Dampfboot.
| "Seit 1995 haben Hunderte Städte und öffentliche
Unternehmen in Deutschland und Europa ihre Großanlagen wie Klär-
und Wasserwerke, Straßenbahnen, Schulen und Messehallen an US-Investoren
verkauft und zurückgemietet. Erst durch Rundfunksendungen von Werner
Rügemer wurde »Cross Border Leasing« seit 2002 zu einem
öffentlichen Thema. Er schildert die Entstehung und Struktur dieses
Finanzprodukts der »New Economy« in den USA, ihre Verwandtschaft
mit anderen Formen öffentlicher Enteignung, ihr Ausmaß in den
wichtigsten europäischen Staaten sowie die Arbeitsmethoden der Leasing-branche.
Erstmalig legt er jetzt die bisher geheimen Vertragsinhalte dieser Konstrukte
fiktiver Kapitalbildung in vollem Umfang offen." (Rückumschlag
/ Info
mit Inhaltsverzeichnis.). Bestellung: Westfälisches
Dampfboot. |
| PPP. Seitdem die USA, Ende 2004, das Steuerschlupfloch
zugemacht haben, ist CBL über die USA nicht mehr möglich. Die
Gefahr ist aber keineswegs vorüber, weil die Steuerschlupfloch-Industrie
ständig neue Möglichkeiten erschließt. Die neue gefährliche
Formel heißt PPP = Public Private Partnership. Es ist absehbar
und ziemlich sicher, dass auch dieser Weg falsch und genau betrachtet sogar
verfassungswidrig ist, weil sich - in den grundlegenden kommunalen Bedürfnissen
- Gemeinwohlauftrag und
Renditeprinzip oder gar Gewinnmaximierung ausschliessen. Nachdem aber viele
öffentliche Haushalte verfassungswidrig sind, heißt das leider
gar nichts, wenn man sich vor Augen führt, dass ein Landesfinanzminister,
der mehrfach verfassungswidrige Haushalte vorgelegt hat, sogar zum Bundesfinanzminister
aufsteigen konnte. Verfassungsbruch, Misswirtschaft und selbst grob fahrlässiges
Fehlverhalten hat in diesem Lande keine Konsequenzen: Rechtsstaat und Strafverfolgung
existieren hauptsächlich für Kleinkriminelle und Gewalttäter
getreu dem Prinzip: Wer Mist macht auf höherer Ebene, wird gnadenlos
belohnt im Einvernehmen mit der Volksweisheit: die Kleinen hängt man
und die Großen lässt man laufen. |
PPP Public Private
Partnerschip.
Rügemer, Werner (2006). Privatisierung in Deutschland.
Eine Bilanz. Von der Treuhand zu Public Private Partnership
3. Auflage. Münster: Verlag Westfälisches Dampfboot.
ISBN: 3-89691-630-0:
 |
"Besser, billiger, bürgernäher! Öffentliche
Haushalte entlasten! - Nach diesem neoliberalen Glaubensbekenntnis wird
privatisiert. Werner Rügemer zieht zum ersten Mal eine empirisch begründete
Bilanz für Ost- und Westdeutschland und legt offen: Die Privatisierung
von Medien, Post, Bahn, Rathäusern, Schulen, Müllentsorgung,
Strom, Wasser und der Sozialsysteme erweist sich als neue Quelle der öffentlichen
Verschuldung, der Arbeitslosigkeit, der Teuerung. Die Privatisierung der
DDR gab den Schub für die Privatisierung im Westen, die Akteure sind
dieselben. Rügemer zeigt Privatisierung als Element der "neoliberalen
Gegenreform" und der Umgründung des Staates. Die Konsequenz: Die öffentliche
Daseinsvorsorge muss als Teil einer kooperativen Ökonomie neu entwickelt
werden." [Q] |
___
historische Entschuldungen.
Den Mechanismen historischer Entschuldung über Inflation, Währungsreform,
Ermordung der Gläubiger und Kriege bzw. Kriegsfolgen (> Anmerkung)
werde ich demnächst im Schuldenporträt der Stadt Nürnberg
1298-2005
nachspüren. So zynisch und absonderlich es sich auch anhören
mag: die sehr wünschenswerte und ungewöhnlich lange Friedenszeit
in Europa und die Kontrolle der Notenbanken der Inflation lassen die Schuldenprobleme
immer stärker werden. So wird ein Umdenken nicht etwa durch Einsicht
kommen, sondern weil die Grenzen der Bezahlbarkeit der Zinsen, der Preis
für die Ware Geld, dies erzwingen.
___
Hollyvoodoo. Eine Wortschöpfung
aus Hollywood ("Traumfabrik") und Voodoo (Zauber), das meist im Zusammenhang
Voodoo-Tod (Tod durch Glauben, die Überzeugung durch einen Bann oder
Fluch sterben zu müssen) gebraucht wird, womit zum Ausdruck gebracht
werden soll, dass die Amerikanisierung der Welt auf Schein ("Hollywoodisierung")
beruht und für viele, global
betrachtet, in den Tod führt.
___
Schulden-Porträt. Ein neues
Benchmark-Format und Evaluations-Kriterium zur Qualitätssicherung
von PolitikerInnen, Ökonomen, Finanziers und Wirtschaftseliten.
Es ist wichtig, dass die abstrakten Zahlen zu Gesichtern, Namen und verantwortlichen
Funktionen in Beziehung gesetzt werden, sonst ändert sich womöglich
nie etwas. PoltikerInnen reden viel und sagen meist wenig, doch wichtig
und entscheidend zur Beurteilung ihrer Gemeinwohl-Qualität
sind allein ihre Handlungen und deren Wirkungen, hier Schulden-
und Wirtschaftswachstumsraten: die beiden wichtigsten Kenngrößen
für eine vernünftige Finanzökonomie und Stabilität.
Und hierbei kommt es nach Musgrave (1987,
Bd. 3, S. 209) entscheidend darauf an, dass das Verhältnis beider
Wachstumraten wenigstens konstant bleibt: Stabilitätsbedingung
für ein Finanzsystem: Wirtschaftswachstumsrate >= Schuldenwachstumsrate.
Eine Service-Leistung der IP-GIPT, Abteilung Politische Psychologie (Präambel;
Sprache).
> Stetige
und jährliche Wachstumsraten.
___
Sponsel, Rudolf. Jahrgang 1944,
Psychologe und Psychotherapeut in Erlangen; Politische Psychologie als
"Hobby". Geboren in Markt-Erlbach,
aufgewachsen in Wilhermsdorf,
Utrecht
und Nürnberg
(Schweinau, Deutschherrenwiese, Erlenstegen), später in Wertheim
a.M., Stockholm
[W], Stuttgart
und seit 1971 in Erlangen. Früher
politisch links-alternativ orientiert und engagiert, inzwischen zu einem
"Weißen"
entwickelt. Politikaxiome. Weltanschaulich:
metaphysisch liberaler Freidenker. Grundsätze: integratives
Manifest, integratives
Menschenbild. Künstlerische Aktivitäten Hegel-Bilder,
Offenes
Atelier, Porträts.
- Berufsfachbiographisches.
Für die Franken: Manche sougn: An glann Batscher
hadd der scho a, obber an goudn ;-). Und Fehler machd der a, obber der
gibds wenigstens zou und korrigierts, wenn ers märgd.
___
Änderungen Kleinere
Änderungen werden nicht extra ausgewiesen; wird gelegentlich überarbeitet
und ergänzt.
05.04.07
03.04.07 Einbau etile,
stetige
- gegenüber jährlichen - Wachstumsraten ausdrücklich
so genannt, Therapie der "Schuldentollwut"
vereinheitlicht.
11.03.07 Überarbeitung unter Berücksichtigung
der Schulden der Eigenbetriebe.
08.03.07 Zusammenfassender
Überblick Schulden ... überarbeitet eingehängt.
08.03.07 Heute konnte der Missing Data
bereinigte Datensatz 71327-001r für das Jahr 2004 (GENESIS ONLINE
BAYERN) heruntergeladen werden, so dass nun für alle Gebietskörperschaften
Mittelfrankens auch die Rechnung unter Einbeziehung "ausgelagerter" Schulden
nach und nach durchgeführt werden kann * Neue
Pro Kopf Verschuldungstabelle mit (gelb) und ohne (blau) Einbeziehung der
Schulden von Eigenbetrieben für 2005.
04.03.07 Gesamtauswertung
im Vergleich schuldenabbauender Gemeinden und Landkreise im Bezirk Mittelfranken
* Zusammenfassender Überblick
Schulden, Bruttoinlandsprodukt (BIP) und Wachstumsraten. * Kritischer
Kommentar zum Verwirrspiel der Schuldendaten bei den kreisfreien Städten
("Schuldenbombern") *
Querverweise
Standort: Schuldenporträt Bezirk
Mittelfranken (Bay).
Schuldenporträts der Landkreise:
Ansbach (58+1)
* Erlangen-Höchstadt
(25+1) * Fürth
(14+1) * Nürnberger
Land (27+1) * Neustadt/Aisch-Bad
Windsheim (38+1) * Roth
(16+1) * Weißenburg-Gunzenhausen
(27+1) *
Schuldenporträts der kreisfreien Städte:
Ansbach, Erlangen,
Fürth, Nürnberg,
Schwabach.
*
Überblick
Schuldenporträts Landkreise.
Überblick
Schuldenfreie Gemeinden in Deutschland.
* Überblick
Schuldenporträts 1876-2006. * Staatsverschuldung
der Länder im Vergleich 1950-2004.
Die politische Krankheit der Schuldentollwut.
Gibt es eine rollenfunktionelle Geistesstörung? Und wenn - wie heilt
man sie?
Wachstums-Tabellen
und Schaubilder. Zur Veranschaulichung des Schuldenproblems
Was
zum Teufel heißt eigentlich "Sparkurs"?
* Überblick
Staatsverschuldung 0_*
1
* Was tut not? * Neuverschuldung
* Privat * Geldtabu
* Psychopathologie
Geld1,
Geld2
* Adam Smith zur Staatsverschuldung
* Gemeinwohl * Freiheit
*
Juliusturm. Antizyklische Haushaltspolitik
der Vernunft. Fritz Schäffer und John Meynard Keynes.
Überblick
Statistik in der IP-GIPT: Methoden, Daten, Geschichte, Verwandtes.
Beweis und beweisen
in Politik, gesellschaftlichem Leben, Medien und Öffentlichkeit.
Überblick Programm Politische Psychologie
in der IP-GIPT
*
*
Dienstleistungs-Info.
*