Internet Publikation für
Allgemeine und Integrative Psychotherapie
IP-GIPT DAS=07.11.1998
Internet-Erstveröffentlichung, letzte Änderung
5.7.7
Sekretariat:
Diplom-PsychologInnen Irmgard Rathsmann-Sponsel und Dr. phil. Rudolf Sponsel
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Anfang "Zahlen"_
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"Zahlen"1)
Die Grundlagen praktischer ArithMETRIK
für die Messung im Unscharfen,
Unklaren und Fluechtigen
in der Allgemeinen und Integrativen Psychologie
und Psychotherapie
„Die Zahlen hat der liebe Gott gemacht, alles andere
ist Menschenwerk". 2)
Uebersicht (blauunterstrichen:
aufrufbar, grau unterstrichen: in Vorbereitung)
1. Folge
2. Folge
-
Kritik der Stevens'schen Skalentypologie
-
Es gibt potentiell undendlich viele Skalen (Graduierungen)
Querverweise
Ziel dieser Arbeit ist es, für das Unscharfe und Fluechtige besonders
im Bereich des Subjektiven und Idiographischen angemessene Methoden der
Auspraegungsmessung zu entwickeln und die Moeglichkeiten, Methoden und
Probleme zu klaeren. Unter Auspraegung verstehen wir eine Ausdehnung, ein
Quantum, eine Menge, eine Intensitaet von irgendwelchen Qualitaeten, die
eben zu Auspraegungen faehig sind. Können die Auspraegungen gemessen
werden, wird die Qualität zu einer Groeße, d. h. zu einer Qualitaet
mit Auspraegungsmaß („Zahl") und Messverfahren. Quanta oder Auspraegungen
sind sowohl Vorgaenger als auch Verallgemeinerungen der Zahlen, die wir
als spezielle Klasse von Quanta verstehen. Die „klassische" Maßzahl
ist so eine Teilmenge und Spezifikation des allgemeineren Begriffs der
Auspraegung.
Definition: Messen heißt vergleichen mit Messkriterien
zum Zwecke der Feststellung von Quanta (Auspraegungen) oder ihrer Ordnung.
Im allgemeinen wird man verlangen, daß vergleichendes Feststellen
und Ordnen konstruktiv-operational normier- und kontrollierbar ist. Man
kann auch sagen, Messen heisse (normiertes) vergleichen von Quanta. Es
wird eine Messtheorie,
d. h. eine allgemeine Theorie der Messung von Auspraegungen (Quanta)
hier in der Hauptanwendung für Alltagsverhalten, für das Unscharfe,
Subjektive und Idiographische entwickelt. Wir unterscheiden die mathematische
Zahlentheorie, die wir im Einklang mit der Tradition Arithmetik nennen
und die ArithMETRIK, in der die Zahlen als Repraesentanten
für empirische Auspraegungen aufgefasst werden. Die Arithmetik setzen
wir voraus und benutzen sie gelegentlich als Modell, wie sie von den Mathematikern
entwickelt wurde.
|
Zur Terminologie: Arithmetik
heisst die mathematische Zahlenlehre. Mit ArithMETRIK bezeichnen
wir die Lehre der praktisch-empirischen Verfahren zum Messen, wenn "Zahlen"
zur Messung verwendet werden. Waehrend Arithmetik wie die Mathematik und
Logik ueberhaupt unabhaengig von Erfahrung und Empirie betrieben werden
kann und so gesehen tatsaechlich die reinste und die "Koenigin" aller Wissenschaften
genannt werden mag, ist die ArithMETRIK eine empirische Disziplin,
bei der es um die praktisch-empirische und messfunktionelle
Anwendung von "Zahlen" geht. Damit wir mit der arithmetischen Mathematik
nicht aneindergeraten und das allgemeine terminologische Chaos in der Psychologie,
Psychopathologie und Psychotherapie noch steigern, wollen wir durch unsere
Nomenklatur jede Verwirrung ausschliessen.
Doch was sind "Zahlen" ? Diese
Frage ist keineswegs einfach oder gar selbstverstaendlich zu beantworten.
Wir werden sogar gleich sehen, dass diese Frage ausgesprochen schwierig
ist. Das Wort "Zahl" ist semantisch betrachtet ein vieldeutiges und schillerendes
Homonym,
d. h. Traeger vieler unterschiedlicher Zahlbegriffe. Wir setzen
das Homonym "Zahlen" so lange in Anführungszeichen bis wir unten unsere
terminologischen Unterscheidungen "der" "Zahlen" eingeführt haben.
Konventionelles Grundproblem
1: Was heisst Messen?
Die meisten Autoren zur Messung sind vorschnell bei "den Zahlen". Die
übliche neuere Definition, messen sei eine homomorphe10)
Abbildung von einem empirischen Relativ in ein numerisches Relativ, halten
wir nicht ganz für angemessen und zweckmäßig, weil die
Feststellung und Ordnung von Ausprägungen grundsätzlich gesehen
nicht an "Zahlen" (hier: "numerisches Relativ") gebunden ist. Es könnte
aber folgendes richtig sein: wenn eine empirische quantitative
Ordnung konstruierbar ist, dann läßt sich auch ein - äquivalentes
- numerisches Modell dafür konstruieren. Allgemein gestehen
wir aber natürlich zu, daß formale Modelle von
Ausprägungen oder Quantifizierungen grundsätzlich zum Fachgebiet
der Mathematik gehören. Allerdings hat sich die Mathematik bislang
wenig an unseren Problemen interessiert gezeigt und auch noch keine geeigneten
praktischen Modelle für den Alltag, die Sozialwissenschaften und die
Psychotherapie vorgelegt. Das hat natürlich mit der Geschichte der
Wissenschaften und der Verwandtschaft in der geistigen Orientierung der
sog. exakten Wissenschaften, insbesondere Physik und Mathematik zu tun.
Jeder Physiker ist auch ein Mathematiker und viele Mathematiker haben sich
von den Problemen der Physik inspirieren lassen. Ein fundamentaler Definitions-
und Bewertungsfehler vieler Mathematiker und Naturwissenschaftler ist es
nun, den Grad an Wissenschaftlichkeit einer Wissenschaft vom metrischen
Niveau ihrer Meßmöglichkeiten abhängig zu definieren.
Wir meinen dagegen:
Der Begriff
der Wissenschaftlichkeit bedeutet grundsätzlich auf wissenschaftliche
Weise gewonnenes Wissen: Schritt für Schritt zeig- und nachvollziehbar.
Es gibt letztlich nur eine Wissenschaft, wobei sich Wissenschaft von anderen
Erkenntnismethoden durch das Beweisen
unterscheidet. Unscharfe Wirklichkeiten bedürfen unscharfer Modelle
und keiner pseudoexakten Verkleidung.
Wissenschaft
[IL] schafft Wissen und
dieses hat sie zu beweisen, damit es ein wissenschaftliches Wissen ist,
wozu ich aber auch den Alltag und alle Lebensvorgänge rechne. Wissenschaft
in diesem Sinne ist nichts Abgehobenes, Fernes, Unverständliches.
Wirkliches Wissen sollte einem Laien vermittelbar sein (PUK - "Putzfrauenkriterium").
Siehe
hierzu bitte das Hilbertsche
gemeinverständliche Rasiermesser 1900, zu dem auch gut die Einstein
zugeschriebene Sentenz passt: "Die meisten Grundideen der Wissenschaft
sind an sich einfach und lassen sich in der Regel in einer für jedermann
verständlichen Sprache wiedergegeben."
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Aus der Tatsache, daß wir in den psychosozialen Wissenschaften
kein hohes metrisches Niveau an Meßmöglichkeiten zur Verfügung
haben, folgt natürlich nicht, daß diese Wissenschaften
gewissermaßen gar keine echten Wissenschaften sind, sondern nur,
daß im Kontext Messen andere Wege, Modelle
und Methoden entwickelt werden müssen, die dem Gegenstand unserer
psychosozialen Welt angemessen sind. Viele Lehrstuhlinhaber
der Psychologie, angeführt und dominiert durch die anglo-amerikanische
Psychologie, sind der Versuchung erlegen, der Psychologie einfach die für
Naturwissenschaft, Technik, Biologie und Landwirtschaft entwickelten Methoden,
besonders im Bereich der Statistik, überstülpen zu lassen, ohne
daß die sachlichen Vorausaussetzungen dafür erfüllt wären
(3)
Konventionelles
Grundproblem 2: Unterschiedliche Bedeutung der Zahlen.
Sehr wichtig ist es, daß man sich klar macht, daß "die
Zahlen" ganz unterschiedliche quantitative Bedeutung haben,
was man ihnen aber in ihrer üblichen Verwendung so nicht ansieht.
Selbst in der Mathematik wird gewöhnlich unterhalb bzw. innerhalb
der natürlichen "Zahlen" nicht weiter differenziert.
Aus messpragmatischen Gruenden erscheint es aber nicht sinnvoll,
die natürlichen "Zahlen" in praktisch vierfacher Bedeutung (ordinal,
kardinal, intervallskalisch, verhältnisskalisch) zu belassen, da dann
immer zu erklären ist, in welcher Bedeutung man die natürlichen
"Zahlen" [0], 1, 2, 3 .... gerade verwendet (ordinal, kardinal, intervallskalisch,
verhältnisskalisch(4)). Gewöhnlich
werden in der [Schul-] Mathematik nur die Mengen der natürlichen (N),
ganzen (Z), rationalen (Q), reellen (R) und die komplexen Zahlen (C) gesondert
benannt.
8-fache
Bedeutung der natuerlichen "Zahlen"
"0, 1, 2, 3, ..." werden von den meisten Menschen als verhältnisskalische
"Zahlen" interpretiert. Dabei haben die Ziffern bzw. die "Zahlen" 0, 1,
2, 3 ... mindestens eine achtfache Bedeutung. Um den Problemen einigermassen
beizukommen, ist es erforderlich, jeweils klar zu sagen, von welchem Zahlentyp
man spricht. Um dies zu foerdern, schlagen wir in der Allgemeinen und Integrativen
Psychologie und Psychotherapie folgende Unterscheidungen und Notationsvereinbarungen
vor:
Notations-Vereinbarungen
Zahlen
in der Allgemeinen, Integrativen Psychologie und Psychotherapie
(1) "0, 1, 2, 3, ..." als Ziffer-Zeichen zum Zwecke der
Unterscheidung (nominalskalische Anwendung; bei uns 0A, 1A
, 2A, ...; "A" für Alphabetische Bedeutung). Nominalskalisch
bedeutet in der Psychologie meist: Merkmal vorhanden (oft mit 1A
codiert) oder Merkmal nicht vorhanden (meist mit 0A codiert).
(2) "0, 1, 2, 3, ..." als Ordnungszahlen (bei uns: 0O,
1O , 2O, ...) für auf- oder absteigende Ordnungen
(ohne Abstandsdefinition der Abstände zwischen den Ordnungszahlen);
Wichtige
Bemerkung zu den Ordnungszahlen:
Das mathematisch-arithmetische Ordinalzahlkonzept,
das das Transfinite (Unendliche) einbezieht, ist fuer unsere Zwecke nicht
geeignet.
In der mathematisch-arithmetischen Ordinalzahlkonzeption,
die das Transfinite (Unendliche) einbezieht, gilt naemlich noch nicht
einmal die Kommutativitaet "der" Ordinalzahl-Addition (Halmos 1968
S. 106; Klaua 1974 S. 155) 9).
Beispiel.
(3) "0, 1, 2, 3, ..." als Kardinalzahlen (bei uns: 0K,
1K , 2K, ... ) für Anzahlen in der Anwendung
zählen;
(4) "0, 1, 2, 3, ..." als Verhältniszahlen (bei uns:
0V, 1V , 2V, ... ) für Verhältnisse
und Vielfache(s);
(5) "0, 1, 2, 3, ..." als Natürliche Zahlen (bei
uns: [0N], 1N , 2N, 3N,...)
in der Anwendung gleiche Einheitsabstände zählen;
(6) "... -2, -1, 0, 1, 2, ..." als ganze Zahlen (bei uns
... -2Z, -1Z, 0Z, +1Z , +2Z,
...) besonders in der Anwendung bipolarer (5)Begrifflichkeiten
(z. B. ängstlich -2Z, -1Z, 0Z, +1Z
, +2Z mutig),
(7) 0, 1, 2, 3, ... als rationale Zahlen (bei uns: 0Q,
1Q, 2Q, ...), die eine feinere Differenzierung durch
Bruchteile und Verhältnisangaben erlauben und schließlich
(8) 0, 1, 2, 3, ... als reelle Zahlen (bei uns: 0R,
1R , 2R, ...) in der Hauptanwendung genaues rechnen.
Für die imaginären und komplexen Zahlen ist mir für
den Alltag und die Psychotherapie noch keine Anwendung eingefallen(6)
und natürlich noch weniger für die Quaterionen, die ich
selbst noch nicht verstanden habe (7).
|
Die Zahlen scheinen in unserer Perspektive weniger Gotteswerk, wie es
ein Meister (2) der Mathematik einmal bonmothaft
und aus seiner Perspektive wohl sehr trefflich bemerkte als viel eher Teufelswerk,
da man im Kontext Messen sofort in größte Schwierigkeiten gerät,
wenn man die vielen Bedeutungen nicht auseinanderhält.
Interessant ist hier die Bedeutung "achtfach". Man kann "achtfach" hier,
wenn man nur den Gesichtspunkt der Unterscheidung sieht, als nominalskalisch
auffassen, dann also 8A. Zählt
man ab, wie viele Bedeutungen "es gibt", so gibt es relativ zu unserem
gewählten Ansatz 8KBedeutungen.
"achtfach" repräsentiert so betrachtet eine Kardinalzahl (Anzahl).
Denken wir uns die Zahlen nach Dichte und Differenziertheit angeordnet,
so wird "achtfach" zu einer Ordnungszahl, so gesehen also 8O.
Da
immer wenigstens eine Bedeutung gegeben ist, kommt in der "Skala der Zahlen
nach Dichte und Differenziertheit" die 0 nicht vor.
Fußnoten
1) Vorabdruck aus: Sponsel,
R. (in Vorbereitung].). Zahlen und neue Zahlen zum Messen im Unscharfen,
Flüchtigen, Subjektiven und idiographischen. Zahlen-, Meß-,
Test- und Wissenschaftstheorie am Beispiel Alltag, Psychologie und Psychotherapie.
Begründung quantitativer Evaluation von Psychotherapieeffekten aus
der Perspektive der Allgemeinen, Integrativen Psychologie und Psychotherapie.
Erlangen: IEC.
2) Dieser Spruch wird L.
Kronecker (1823-1892) zugeschrieben.
Der Satz soll von Kronecker aufvielen Kongressen ausgesprochen worden sein,
ist in seinem Werk aber nicht dokumentiert. Zitiert nach
Meschkowski, H.
(1990, S. 245).
3) So hat sich ein gigantischer
Szientismus, ein ungeheuress Blend- und Machwerk an Scheinwissenschaft
in exakter Verkleidung breit gemacht. Und das ganz große Problem
ist, daß die Lehrstühle und Fachzeitschriften im wissenschaftstheoretischen,
methodologischen und statistischen Bereichen von den Szientisten weitgehend
beherrscht werden. Sie haben die Macht zu sagen, was als wissenschaftlich
gilt. Hieran mag man sehen, wie fatal es ist, wenn die falschen Leute berufen
werden, die wiederum ihre Nachfolger bestimmen ...
4) In die fünf Peano-Axiome,
die die natürlichen Zahlen konstituieren, sind die RechenregelnAddition
und Multiplikation nicht einbezogen: Reinhardt, F.; Soeder, H. (51982).
Dtv-Atlas zur Mathematik. München: dtv. Seite 53.
5) Logisch als Spezifikation
konträr (schwarz-weiß) gegenüber kontradiktorisch (schwarz-nicht
schwarz)
6) Ausnahme: W. Witte in
Dorsch, F. (1963) Psychologisches Wörterbuch. Hamburg: Meiner, führt
im mathematischen Anhang S. 446-47, für die vier Grundfarben als Modell
die komplexe Zahlenebene an. In der Systemtheorie für Psychologen
und bei der Zeitreihenanalyse ist das anders. Vgl. Bischof, N. (1995).
Struktur und Bedeutung. Eine Einführung in die Systemtheorie für
Psychologen. Bern: Huber. Besonders im Zusammenhang mit periodischen Prozessen
S. 206, 253, 255. Schlittgen, R.; Streitberg, B. H. J. (1984). Zeitreihenanalyse.
Schwarz, R. (1986). Numerische Mathematik. Stuttgart: Teubner. Im Prinzip
können sie aber in allen Modellen periodischer Prozesse über
die Zeit eine Rolle spielen.
7) Nach Pontrjagin, L. S.
(dt. 1995, orig. 1986). [Verallgemeinerung der Zahlen. Frankfurt: Deutsch]
"sind" Quaterionen Elemente eines vierdimensionen euklidischen Vektorraumes
(S. 48) und praktisch werden einer reellen Zahl nicht nur eine imaginaere
Einheit wie bei den komplexen Zahlen zugefuegt, sondern drei (S. 67).
8) Beispiel: Nehmen wir die
beiden arithMETRISCHEN Ordnungszahlen "VielO"
und "WenigO",
so gilt mathematisch-arithmetisch:
"VielO" + "WenigO" UNGLEICHarithmetisch
"WenigO" + "VielO"
wohl aber in unserer ArithMETRIK:
"VielmO" + "WenigO"
GLEICHarithMETRISCH
"WenigO" + "VielO"
Diese Eigentuemlichkeit der mathematisch-arithmetischen Ordinalzahlkonzeption,
die das Transfinite (Unendliche) einbezieht, fuehrt dazu, dass es eigentlich
keine mathematisch-arithmetische Ordnungszahlkonzeption fuer unsere Zwecke
gibt. Wir muessen also eine eigene Ordnungszahltheorie, die fuer unsere
Ziele und Zwecke taugt, entwerfen. Implizit tun wir das schon immer. Es
ist intuitiv voellig klar - was mathematisch leider gar nichts besagen
muss - , dass im Alltag und im gewoehnlichen psychologischen Denken die
Kommutativitaet immer gilt: Quantum_1 + Quantum_2 = Quantum_2 + Quantum_1.
Das mag daran liegen, dass wir es im psychologischen Alltag fast immer
mit dem Finiten, dem Endlichen zu tun haben, obschon es im Erleben und
in der Phantasie durchaus Erscheinungen gibt, wo das Konzept des Unendlichen
Sinn macht, wenn z. B. etwas unaushaltbar wird und das System Mensch darum
das Bewusstsein verliert, etwa bei "unendlicher" Angst, "unendlichen" Schmerzen.
9) Halmos, P. R. (dt. 1968). Naive Mengenlehre.
Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
Klaua, D. (1974). Kardinal und Ordnungszahlen. Teil I, II. Braunschweig:
Vieweg.
10) Von mathematischer Seite
wurde hier eingewandt, daß das Vorliegen einer Homomorphie ja einer
Messung äquivalent ist. Das bestreiten wir nicht, wenn sie denn vorliegt.
Die neuere Meßdefinition setzt aber schon im Begriff "numerisches
Relativ" einen Zahlenbegriff und Zahlentyp voraus, der unseres Erachtens
aber noch nicht hinreichend für unsere Zwecke geklärt ist. Denken
wir uns eine allgemeine Theorie von Ausprägungen, so wäre die
Zahlentheorie eine Teilmenge davon. Weil wir aber noch keine in unserem
Bereich angemessenen "Zahlen" haben, nutzt uns auch die Idee Messung als
homomorphe Abbildung zwischen einem numerischen und empirischen Relativ
noch nicht allzuviel. Diese Formulierung täuscht eine klare Lösung
vor. Wir sehen aber weder eine Lösung und schon gar nicht eine klare.
Schon der Begriff des "Relativs" ist ausgesprochen unklar. Keine Einwendungen
ergeben sich, wenn man den Begriff "numerisches Relativ" durch "Ausprägungs
Relativ" ersetzen würde.
___
Notizen / Materialien:
-
Hlawka, E.: Grundbegriffe der Geometrie der Zahlen. Jahresbericht
der Deutschen Mathematiker Vereinigung, 57, 37-55 (1954)
-
Brandt, H.: Zur Zahlentheorie der Quaternionen. Jahresbericht
der Deutschen Mathematiker Vereinigung, 53, 23-57 (1943)
-
Davenport, H.: Über einige neuere Fortschritte der additiven
Zahlentheorie. Jahresbericht
der Deutschen Mathematiker Vereinigung, 63, 163-169 (1960)
-
Scriba, C.J.: Zur Entwicklung der additiven Zahlentheorie
von Fermat bis Jacobi. Jahresbericht
der Deutschen Mathematiker Vereinigung, 72, 122-142 (1970)
Änderungen
05.07.07 Ergänzungs zum Wissenschaftsbegriff.
* Link: http://www.zahlen.mathematic.de/.
31.12.03 Begriff
der Wissenschaftlichkeit durch das Beweiskriterium ergänzt. Querverweise
umorganisiert und ergänzt.
Querverweise
Standort: Zahlen.
*
Externer Link: http://www.zahlen.mathematic.de/
*
* Überblick
Wissenschaft in der IP-GIPT * Beweisen
in Wissenschaft und Leben *
*
Testtheorie der Allgemeinen und Integrativen
Psychotherapie *
Norm,
Wert, Abweichung (Deviation) Darin: "Quantoren"
* Der
Wissenschaftsbegriff und seine aktuelle Bedeutung *
Kausalitätsproblem
*
*
*
Dienstleistungs-Info.
*
Zitierung
Sponsel, R. (DAS). "Zahlen".
Die Grundlagen praktischer ArithMETRIK für die Messung
im Unscharfen, Unklaren und Fluechtigen in der Allgemeinen und Integrativen
Psychologie und Psychotherapie. Internet Publikation für
Allgemeine und Integrative Psychotherapie IP-GIPT.Erlangen: http://www.sgipt.org/wisms/zahlen0.htm
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