Internet Publikation für Allgemeine und Integrative Psychotherapie
    IP-GIPT DAS=20.04.2003 Internet-Erstausgabe, letzte Änderung 26.04.2003
    Sekretariat: Diplom-PsychologInnen Irmgard Rathsmann-Sponsel und Dr. phil. Rudolf Sponsel
    Postbox   3147  D-91019 Erlangen    E-Mail:  sekretariat@sgipt.org_

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    Willkommen in der Abteilung Allgemeine und Integrative Politische Psychologie, Bereich Kultur zum speziellen Thema:

    Die Deutschen und ihre Macken
    Materialien zu Geschichte und Zeitgeist des deutschen Nationalcharakters

    Präsentiert von Rudolf Sponsel, Erlangen

    Einführung in das Problemfeld Nationalcharaktere
    Bibliothek der Deutschen Werte (satirisch)
    Historisches

    • Tacitus' Germania (98)
    • Von deutscher Republik 1775-1795: Texte radikaler Demokraten
      • Hieraus Adolph Freiherr von Knigge: Die Unbelehrbaren
    • Madame de Staël Über Deutschland (1813f)
    Die Chronik der Deutschen
    Nation, Nationalismus, Nationale Identität
    Zeitgeschichtlich Aktuelleres
    • Die Nachkriegs-Deutschen (Perspektive 1958)
    • Helmut Schmidt über die Angst der Deutschen vor dem Neuen
    • Zur Ära Kohl und dem absoluten Niedergang deutscher Politik informiert
    • Der deutsche Durchschnittsbürger um die Jahrtausendwende wird erkennbar in
    Querverweise



    Einführung in das Problemfeld Nationalcharaktere
     
    Wissenschaftlich betrachtet ist es sehr fraglich, ob es so etwas wie einen Nationalcharakter gibt. Dies herauszufinden wäre die Aufgabe einer anthropologischen Persönlichkeits- Psychologie, die notwendigerweise Vergleiche mit anderen Nationen und Völkern einbeziehen müßte. Klare Definitionsregeln und Operationalisierungen, wie ein "Nationalcharakter" zu konstruieren und empirisch zu beweisen ist, liegen bislang kaum vor [Überblick und Hinweise hier]. Wahrscheinlich verteilen sich die Charakter- und Persönlichkeitstypen über die meisten Völker und Kulturen hinweg. 
    Gute Charaktertypisierungen findet man in der deutschen Wehrmachtspsychologie. Die deutsche Gründlichkeit findet man hier etwa in dem Charaktertypus des sog. "Grundtoffels". Neuer, gängiger und etwas abweichend wird in der Persönlichkeitstypologie der Begriff des zwanghaften Menschen - deftiger: Zwangscharakters - verwendet. Diese Persönlichkeitstypen gibt es aber überall auf der Welt, unter autoritär orientierten Erziehungsumgebungen dürfte dieser Typus aber gehäuft vorkommen. 


    Bibliothek der Deutschen Werte

    Möglicherweise sind Satire, Kabarett, Witz und Überzeichnung gute Möglichkeiten für Hypothesen zu Nationalcharakteren.
     

    Beispiel: Die deutsche Gründlichkeit. 
    An sich ein reizvolles Thema - aber auch schwierig, und hier, wie mir scheint, nicht sehr umwerfend, wenn auch einzelne Lichter dabei sind (siehe bitte Leseprobe unten). Die Reihe "Bibliothek der deutschen Werte" (siehe bitte links) ist satirisch angelegt, übertreibt also und erscheint mir daher geeignet, Aspekte des Zeitgeistes und National- Charakters zu erfassen. 

    Leseprobe aus Die deutsche Gründlichkeit

    Müller zu Helmut Kohl Dissertation



    Tacitus' Germania

    Quelle: Chronik der Deutschen (3.A. 1995), S. 46



    Von deutscher Republik 1775-1795: Texte radikaler Demokraten

    Und hieraus Adolph Freiherr von Knigge mal ganz anders:

    "Die Unbelehrbaren

    Personen, die in solchem Ämtern und Würden stehen, welche man in freien Staaten für unbedeutend, unnütz oder gar für verächtlich und schädlich hält, Hofschranzen und andre besoldete, pensionierte und bepfründete Müßiggänger, können den Gedanken nicht ertragen, daß ein System Anhänger finden mögte, das ihre ganze Existenz vernichtet, indem es nur dem Fleiße und dem wahren Verdienste Achtung, Vorrechte und Vorteile einräumt.
    Solche Fürsten und Edelleute, die sich bewußt sind, daß sie gar nichts mehr sein würden, wenn sie aufhören sollten, Fürsten und Edelleute zu sein;

    Auch manche bessere, verdienstvollere Männer unter diesen, die aber von Jugend auf mit den Vorurteilen ihres Standes aufgewachsen und gewöhnt sind, Dinge, deren Wert jetzt in [176] Frankreich gänzlich verrufen ist, wo nicht wie Schätze voll inneren, echten Gehalts, wenigsten wie eine, durch den Stempel der Konvention gewürdigte, nützliche Ware zu betrachten;

    Geadelte Bürger und alle solche Personen; die es sich haben Mühe und Geld kosten lassen, in eine Klasse hinaufzurücken, mit Ständen in Verbindung zu kommen, die sie außerdem vielleicht verachten würden;
    Hohe und niedre Geistliche aller Bekenntnisse, die so gern Religion und Gottes-Verehrung, Theologie, Dogmatik, Kirchen-System und Christuslehre mit einander verwechseln, ihr Amt zu einem besondern Stande im Staate erheben und ihre Sache zur Sache Gottes machen;

    Solche Menschen, die überhaupt gegen jede Neuerung eingenommen sind und es gern beim Alten lassen;
    Schmeichler; feile, kriechende Schriftssteller, und alle solche Insekten, die unbemerkt herumkriechen und sich fürchten müßten, zertreten zu werden, wenn sie sich nicht in das Unterfutter der Großen dieser Erde einnisteten; an Leib und Seele arme Schlucker, die sich von den Brosamen nähren, welche von der Herren Tische fallen;

    Gutmütige, furchtsame, mitleidige, gefühlvolle und sanguinische Menschen, welche durch die Schilderung der vernübten Gewalttätigkeiten erschüttert und empört werden;

    Untertanen guter Fürsten, besonders in dem nördlichen Teile von Teutschland, die, unter milden Regierungen, bei dem Genusse ihres Eigentums und ihrer Freiheit, gar keinen Begriff vom Despotendrucke haben und - o! der glücklichen Unwissenheit! - das Bedürfnis einer andern Verfassung nicht kennen;

    Alle diese stimmen mehr oder weniger lebhaft die allgemeine Meinung gegen die französische Revolution. Man kann ihnen, was die nachteiligen Eindrücke betrim, welche sie bewirken, noch diejenigen zugesellen, die, aus unvernünftigem Eifer, ohne Kenntnis der Sache, aus unbändigem Freiheitssinne, aus [177] ungerechter Unzufriedenheit mit den Regierungen , welche nicht so hohe Begriffe, wie sie selbst, von ihren Verdiensten haben, sich unberufen zu ungeschickten Verteidigern aufwerfen."



    Historischer Hinweis: Madame de Staël Über Deutschland (1813)
     

    Germaine de Staël-Holstein, Tochter des Schweizer Bankiers und ersten bürgerlichen Finanzministers unter Ludwig XVI., Jacques Necker, wurde 1766 in Paris geboren und lebte bis 1817.

    Der Insel-Verlag:
    "De l'Allemagne, »die bedeutendste Kulturgeschichte der Goethe-Zeit« (R. Minder), 1813 im Londoner Exil erschienen, nachdem Napoleon die französische Auflage von 1810 hatte einstampfen lassen, ist neben Tacitus' De Germania und Heines ebenfalls De l'Allemagne überschrifteter Artikelserie das international bekannteste Buch über Deutschland. Außer einer Fülle scharfsinniger Beobachtungen, die die Verfasserin während ihrer beiden ausgedehnten Deutschlandreisen (1803/04 und 1807/08) machen konnte, entfaltet sie hier das durch die Norm der französischen Salonkultur gefilterte Resultat ihrer Gespräche mit Goethe, Schiller, Fichte, Schelling, A. Müller, F. v. Gentz wie auch ihrer kontinuierlichen Zusammenarbeit mit den Gebrüdern Schlegel, B. Constant, W. v. Humboldt, Sismondi, Ch. de Villers und vielen anderen.
    Gelobt und bewundert, aber auch geschmäht und kritisiert, beförderte diese wagemutige Schrift, ein Grundtext der deutsch-französischen Beziehungen, die Ausprägung der Romantik in Frankreich und markierte den Eintritt der deutschen Literatur ins europäische Bewußtsein.
    Den spezifischen Charakter dieses historischen Dokuments erhellt auf vorzügliche Weise die vollständige deutsche Erstübersetzung aus dem Jahre 1814, welche hier in einer neu durchgesehenen Fassung dem deutschen Leser erstmals wieder zugänglich gemacht wird."

    Ein wichtiges historisches Buch über die Deutschen und ihre Eigenarten (von Marcel Reich-Ranitzki manipulativ sophistisch mißbraucht).



    Die Chronik der Deutschen

    Was "ein" Deutscher "ist", wird - falls es überhaupt möglich ist, dies nationalcharakterlich zu fassen - wesentlich durch die Geschichte "der" Deutschen beeinflußt. Aber auch hier bedarf es natürlich des Vergleichs, um nicht etwas für "deutsch" zu halten, das ebensogut auf andere Völker und Nationen zutrifft. Einen hilfreichen Überblick geben die Chronik Bände, etwa der Vergleich Chronik der Deutschen mit Chronik der Menschheit.
     

    Hier 3.A. Ausgabe 1995, mit:
    Sachregister
    Personenregister
    Bildquellenverzeichnis 
    Vorwort Hans-Dietrich Genscher 
     
    Ur- und Frühgeschichte 800 v. Chr-101 v. Chr.
    Rom und Germanien 100v.Chr.181 n.Chr.
    Das Reich der Merowinger 482-749
    Das Reich der Karolinger 750-918
    Das Kaisertum der Ottonen 919-1024
    Die Salier und der Investiturstreit 1024-1137
    Das Stauferimperium 1138-1250 
    Interregnum und Wahlkönigtum 1251-1355
    Das Spätmittelalter 1356-1516 
    Reformation und Gegenreformation 1517-1617l 
    Der Dreißigjährige Krieg 618-1648 
    Die deutschen Fürstenstaaten 1649-1714
    Das Zeitalter der Aufklärung und des Absolutismus 1715-1788
    Deutschland und die Französische Revolution  1789-1815 
    Wiener Kongreß und Restauration 1816-1829 
    Vormärz und Deutsche Revolution 1830-1849 
    Industrialisierung und soziale Folgen 1850-1869 
    Das Zeitalter Bismarcks 1870-1890 
    Das Zeitalter des Imperialismus 1891-1913
    Der Erste Weltkrieg  1914-1918 
    Die Weimarer Republik 1919-1932 
    Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg 1933-1945 
    Der kalte Krieg und die Teilung Deutschlands 1946-1965 
    Alter Konflikt und Neue Ostpolitik 1966-1988 
    Ende des kalten Krieges und Wiedervereinigung ab 1989 



    Nation, Nationalismus, Nationale Identität

    Eine außerordentlich wertvolle Anthologie 18. Jahrhundert bis zum Ende des 20. Jahrhunderts der Bundeszentrale für Politische Bildung. Hieraus die Begriffsbestimmungen (S. 128):"

    Nation
    Der Begriff Nation bezeichnet eine soziale Großgruppe, die bestimmt wird durch gemeinsame Abstammung, Wohngebiet, Sprache, Religion, Rechts- und Staatsordnung, Kultur, Welt- und Gesellschaftsvorstellungen, Geschichte sowie durch die Intensität der Kommunikation. Entscheidend dabei ist, daß die Angehörigen einer Nation vom Andersund Besonderssein im Vergleich zu allen anderen Nationen überzeugt sind, da nicht immer alle oben genannten Merkmale vorhanden sind. Unterschieden wird u.a. zwischen Staats-, Kultur- und Willensnation. Versuche, Nation anhand objektiver, allgemeingültiger Merkmale zu definieren, bleiben bis heute umstritten. Begriffsgeschichtlich standen bis ins 18. Jahrhundert hinein regionale und soziale Bezeichnungen der Nation gleichberechtigt neben anderen Definitionen. So bezeichnete lateinisch "natio" in der Antike und weit ins Mittelalter hinein die Abstammung oder den Herkunftsort einer Person. Im 19. und 20. Jahrhundert wird Nation, ausgehend von Europa, zu einem Zentralbegriff politischer Integration.

    Nationalismus
    Nationalismus ist eine Ideologie, die - beruhend auf einem bestimmten Nationalbewußtsein - den Gedanken der Nation und des Nationalstaats militant nach innen und außen vertritt. Soziale Großgruppen werden zu einer inneren Einheit verbunden, um sie gegen eine als anders empfundene Umwelt abzugrenzen. Dies geschieht durch überzogene nationale Identifikation, aber auch durch Assimilation oder gewalttätige Gleichschaltung. Der Nationalismus ist an keine bestimmte Staats- oder Gesellschaftsform gebunden. Oft vereint sich im Nationalismus das Bewußtsein eines Anders- oder Besondersseins mit einem starken Sendungsbewußtsein. Dies kann zur Abwertung oder Geringschätzung anderer Völker oder nationaler Minderheiten im eigenen Staatsgebiet führen.

    Nationalstaat
    Im Nationalstaat besteht eine weitgehende Identität von Nation und Staatsvolk. Im Gegensatz zum Nationalitäten- oder Vielvölkerstaat sind die Staatsangehörigen im Nationalstaat alle oder die überwiegende Mehrheit
    Angehörige ein und derselben Nation. Das Zusammengehörigkeitsbewußtsein der Nation und der politische Wille derselben zu einem eigenen und selbständigen Staat ist die politische Grundlage eines Nationalstaats.

    Patriotismus
    Patriotismus ist die Liebe zum Vaterland, zur Heimat und bedeutet Verehrung und gefühlsmäßige Hingabe an Traditionen, Werte und historisch-kulturelle Leistungen des eigenen Volkes bzw. der eigenen Nation. Außerlich zeigt sich Patriotismus z. B. in der Wertschätzung von Symbolen (Hymnen, Flaggen) oder Institutionen (Verfassung, Parlament), aber auch in der Bereitschaft, sich für das eigene Volk einzusetzen. Er orientiert sich primär am Staatswesen und unterscheidet sich vom Nationalismus, der sich stärker auf die Interessen eines Volkes oder einer Nation bezieht. Die Ubergänge sind allerdings fließend.

    Rassismus
    Rassismus ist ein Begriff aus der politischen und sozialen Sprache des 20. Jahrhunderts. Er wird aber auch, was nicht unumstritten ist, zur Bezeichnung bestimmter Erscheinungen in der Vergangenheit herangezogen. Rassismus kennzeichnet im engeren Sinne die im 19. Jahrhundert ausformulierten Ideologien der Rassenunterschiede, die bis in die Gegenwart in jeweils unterschiedlichen Bezügen (u. a. Kolonialismus, Nationalsozialismus, Antisemitismus, Apartheid, neue Rechte) die Basis der dort gerechtfertigten oder praktizierten Diskriminierung von Menschen bildet.

    Staatenbund
    Als Staatenbund bezeichnet man einen losen völkerrechtlichen Zusammenschluß von Staaten zu gemeinsamen politischen Zwecken (Beispiel: der Deutsche Bund 1815 -1866). Die Souveränität liegt nicht beim Gesamtstaat, sondern bei den Gliedstaaten. So bleiben die Gliedstaaten im Staatenbund zum Beispiel Völkerrechtssubjekte, unterhalten eigene diplomatische Vertretungen und können selbst Staatsverträge abschließen. Gegenteil des Staatenbundes ist der Bundesstaat.

    Zusammengestellt nach: Dieter Nohlen (Hrsg.): Worterbuch Staat und Politik, Bonn 1995.
    Brockhaus Enzyklopädie, 19. und 20. Auflage, Mannheim 1991/ 1998"


    Die Nachkriegs-Deutschen (Perspektive 1958)
     

     
     
     
     
     
     
     
     

     

    Hieraus (S. 10):"Der Einzelne: Das Individuum läuft weg. Politik ist eine Angelegenheit der Berufspolitiker. Europa eine Angelegenheit der Berufseuropäer, Innenpolitik eine Sache der Funktionäre, Außenpolitik eine der Diplomaten und die Steuer, jener echte Zweikampf des Staates gegen den Bürger, ist eine Sache, in der man nur mit Kenntnis der Geheimregeln weiterkommt oder auch nicht. Deshalb ist das Individuum, das sich entzieht, heute eine so moderne Sache. Es ist auf der Flucht. Das »Ohnemich« des Einzelnen gegenüber dem Staat oder anderen höheren Formen der Existenz hatte sich in fast antiker Weise wie eine Seuche ausgebreitet und predigte einmal Gleichmut, dann die Neutralität gegenüber den Verschlingungen der Weltmächte. Auch dem Mittelalter ist dieser Rückzug des Herzens vor der Welt nicht fremd. Wir wollen hier die moderne Abart bestimmen. Wer ist dieser moderne »Mensch, der sich entzieht« ?
    Ohwohl sich hier zunächst unser deutsches Erlebnis abzeichnet, geht dieser Vorgang weit über unsere Grenzen hinaus. Das Individuum, das sich entzieht, ist ein Bestandteil aller Massengesellschaften. Es reicht nicht in die Bezirke der Macht. Es spürt, es kann nicht heran und herein. Der Hebelarm fehlt. Das Element der Demokratie, heißt es — aber es heißt nur so —, sei der gemeine Mann, der mit dem Stimmschein in der Hand seinen Willen überträgt und die Welt danach ordnet. Es ist nach der philosophischen Übereinkunft von zwei Jahrhunderten eine harmonische, wenn auch nicht konflikttreie Welt, in der der Viille der Meisten zum Besten wirkt. Dieser Glaube wird durch die Veränderungen der Gegenwart angegriffen. Wir nennen die Punkte. ..."

    Inhaltsverzeichnis "Deutschland Heute" (Perspektive 1958)

    IM KÄFIG DES KOMFORTS

    • Die Transmissionen der Macht (Ein Versuch über den Einzelwert des Menschen)
    • Mensch aus der Zählmaschine (Zur Technik der Meinungsbefragung im Nachkriegsdeutschland)
    • Die Karriere des Arbeiters (Typische Erfahrungen in Großbetrieben)
    • Unter Tage (Die Zechen im Strom der Hochkonjunktur)
    • Ein Tag auf dem Lande (1954)
    • Schichtwechsel auf dem Dorfe (1957) . . .
    • Auf dem Markt der Liebe (Wandlungen der modernen Prostitution)
    • Der Verbrecher in der modernen Welt....


    ZWISCHEN ELBE UND ODER

    • Wo ein Gutshof stand (Wiedersehen mit einem Dorf in Sachsen)
    • Der Weg nach Stalinstadt (Das Eisenhattenkombinat an der Oder im zweiten Fünfjahrplan)
    • Mannequins in Leipzig (In der Schere zwischen neuem Komfort und altem Mangel)
    • Die Intelligenz in der Schere (Die Umkehr der Bi1dungsprivilegien in der Ostzone)
    • Ein neuer Marx wird gesucht. (Unruhige Intelligenz zwischen Dresden und Ostberlin)


    DER MENSCH VON DER STANGE

    • Lächeln hinterm Ladentisch (Das Warenhaus als Kunstwerk)
    • Verführung im Basar (Psychannalyse des Schaufensters)
    • Die Herren im Büro (Zur Situation der Angestellten im 20. Jahrhundert)
    • Großes Fernweh auf Rädern (Das demokratische Gefälle im modernen Reisebetrieb)
    • Die Weihnachtsschlacht (Psychologie und Strategie)


    DAS BILDUNGSGEFECHT

    • Eines Tages bin ich Lehrer (Der Student auf der Pädagaglichen Akademie)
    • Ein Mühlrad im Kopf (Die Leiden des höheren Schülers)
    • Achtung und Mißachtung des Lehrers.


    NACHHUT DER AVANTGARDE

    • Die letzten Feuer der Farbe (Über den Ausgang der expressionistischen Malerei)
    • Die Einsamkeit der Maler (Die Künstler am Angelhaken der Dialektik)
    • Im Gefängnis der modernen Kunst
    • Die Welt der Einäugigen (Nach einem Jahrhundert Photegraphie)
    • Snobismus in der Architektur (Über die Wendung zum dekorativen zun femininen Stil)
    • Turmbau und Zellenstaat (Richtungen der modernen Architektur)



    Über die Ängstlichkeit der Deutschen vor dem Neuen
    Helmut Schmidt (Bundeskanzler 1974-1982)

    "Eine der wichtigsten Aufgaben für Politik und Wissenschaft und Unternehmen und für alle ist, daß wir uns mit ganz langem Atem darum bemühen, die Deutschen aufzuklären, damit die psychotischen deutschen Ängste vor technischer Innovation überwunden werden. Die Deutschen sind heute die Europameister der Angst. Alles, was neu ist, begegnet bei uns Ängsten, und die Ängste werden ausgebeutet von irgendwelchen Politikern oder Verbänden oder Bürgerinitiativen. Zuerst waren sie gegen Kernkraft, dann waren sie dagegen, daß weiterhin Kohle und Öl verbrannt wird, denn das schafft Abgase in die Luft, was ja auch stimmt. Dann sind sie aber nun neuerdings auch gegen Windspargel (Windkraft [93] Generatoren), denn die verschandeln ja die Landschaft. Alles Neue macht Angst, deshalb muß man dagegen sein. So denken viele. Aber in Wahrheit muß die Nation begreifen, und dazu müssen wir alle beitragen: Ohne Innovationen verurteilen wir uns selbst zu Verlust weiterer Arbeitsplätze und zu Verlust weiterer Teile unseres allgemeinen Lebensstandards." Quelle (S. 93-94)

    Helmut Schmidt zu den Fehlern bei der Wiedervereinigung

    Zur Ära Kohl und dem absoluten Niedergang deutscher Politik informiert

    Mit Kohls Dissertation beschäftigt sich auch Hans-Christian Müller in "Die deutsche Gründlichkeit" (S. 71ff):



    Der deutsche Durchschnittsbürger um die Jahrtausendwende wird erkennbar in

    Man beginnt zu verstehen, warum die Hollywooddemokratie weniger als alle anderen reformierbar sind: Römisches Brot und Spiele sind hier stahlbetonperfektioniert. Die Demokratie muß daher mit der Kontrolle der Medien beginnen.



    Lebensformen, Kultur und Zeitgeist der Deutschen in der DDR
    • Beispiel: "Im Blick der Massen" Plakate in der DDR bis 21. April 2003: http://www.alltagskultur-ddr.de/pages/aus/inhalt.html



    Wird im Laufe der Zeit unregelmäßig ergänzt und vertieft

    Querverweise
    Axiome und Konstruktionsprinzipien Differentieller Psychologie der Persönlichkeit in der Allgemeinen und Integrativen Psychodiagnostik, Psychologie, Psychopathologie und Psychotherapie.
    Übersicht Differentielle Psychologie der Persönlichkeit in der Allgemeinen und Integrativen Psychodiagnostik, Psychologie, Psychopathologie und Psychotherapie.
    Historische und psychiatrie-historische Probleme und Grundsätze ihrer Handhabung (Zeitgeistproblematik)
    Überblicks- und Verteilerseite Wert, Werten, Werterleben


    Zitierung
    Sponsel, Rudolf  (DAS). Die Deutschen und ihre Macken. Materialien zu Geschichte und Zeitgeist des deutschen Nationalcharakters. IP-GIPT Erlangen. http://www.sgipt.org/politpsy/kultur/dduim0.htm
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