SGIPT - Gesellschaft für Allgemeine und Integrative Psychotherapie - Deutschland
    Internet Publikation  für Allgemeine und Integrative Psychotherapie  IP-GIPT DAS=24.05.2002
    Sekretariat: Diplom-PsychologInnen Irmgard Rathsmann-Sponsel und Dr. phil. Rudolf Sponsel
    Postbox   3147  D-91019 Erlangen

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    Willkommen in der Abteilung Psychosomatik, hier speziell zum Thema:

    Tinnitus
    Allgemein, integrativ und epidemiologisch kritisch gesehen

    von Rudolf Sponsel, Erlangen
    Erstausgabe 21.5.2002, Letztes Update 24.05.02


    • Was ist Tinnitus?
    • Ist Tinnitus eine Epidemie?
    • Exkurs: Die Licht- und Schattenseiten von Syndrom-Lobbies
    • Geschichte des Tinnitus nach Feldmann (1998)
    • Diagnose und Differentialdiagnose des Tinnitus
      • Interdisziplinäre Kooperation notwendig
      • Mögliche Ursachen des Tinnitus Aurium nach Lenarz
      • Mögliche Ursachen des Tinnitus nach Tönnies
      • Mögliche Ursachen nach Hocker
      • Spezielle biopsychosoziale Exploration zur Umweltverschmutzung und Technologiebelastung
      • Exkurs: Stufendiagnostik bei Tinnitus Aurium nach Lenarz
    • Epidemiologie des Tinnitus
    • Exkurs: Ist die Medizin blind für pathogene Umweltfaktoren?
    • Therapie, Hilfe und Selbsthilfe zum Tinnitus
    • Literaturhinweise (Auswahl)
    • Links zum Tinnitus (Auswahl)
    • Querverweise




    Was ist Tinnitus?
    Tinnitus ist keine Krankheit, sondern ein Symptom, das durch vielfältige Faktoren und im Rahmen von unterschiedlichen Störungen oder Krankheiten entstehen kann. Das Symptom Tinnitus bedeutet störende oder sogar schmerzhafte Ohrgeräusche zu empfinden, ohne daß äußere Wahrnehmungsquellen ausgemacht werden könnten. Das Symptom Tinnitus erscheint demnach als eine endogene, von innen heraus reagierende Geräusch- bzw. Tonempfindungsstörung, die von den Betroffenen - in Abgrenzung zu einer Geräusch- Halluzination - auch als innerlich entstanden verarbeitet und keiner äußeren Wahrnehmungsquelle zugeordnet wird.
    Zur Geschichte des Tinnitus
    Zur Diagnostik und Differentialdiagnostik



    Ist Tinnitus eine Epidemie ?
    Erst 1986 erschien das erste deutsche Buch zu Tinnitus. Innerhalb kürzester Zeit entstand eine deutsche Tinnitus Liga und die Häufigkeitsmeldungen zum Tinnitus erreichen alljährlich neue Hochs mit geradezu irrsinnigen Zuwächsen [1, 2, 3] wie z.B. auch die Modediagnose Trauma, als ob Syndrom-Olympiaden abgehalten werden und diejenigen einen Preis gewinnen, die die höchsten Syndrom-Wachstumsraten aufweisen können. Hierbei wirkt die Tinnitus Zunft und Lobby ausgesprochen unkritisch, was das ziemlich plötzliche Bekanntwerden des Syndroms und seine hohen Wachstumsraten betrifft. Auf die ziemlich naheliegenden und wahrscheinlich sehr hohen Bedingungskomponenten der Umweltverschmutzung und Technologiebelastung (z.B. Elektrosmog) wird ganz selten eingegangen. Es ist als ob die Industrie- und Medizinlobby die gesamte Tinnitusbewegung sehr gut im Griff hat. Nicht nur die gewöhnlich schlecht informierte Politik, sondern auch das Gesundheitsministerium, das es von seinem Auftrag her wirklich besser wissen und sich zum kritischen Aufhorchen und Einschreiten veranlaßt sehen sollte, ignorieren die Epidemie und die Forschungshypothese Umweltverschmutzung bzw. Technologiebelastung.
        Inhaltlich mehr und differenzierter: Siehe bitte unter Epidemiologie des Tinnitus.



    Exkurs: Die Licht- und Schattenseiten von Syndrom-Lobbies
    Die Selbsthilfebewegung hat viele positive Auswirkungen, aber nicht nur. Der Kampf der Syndrome um Aufmerksamkeit birgt auch ganz eigenartige und schädliche Entwicklungen mit mächtigen suggestiv- modischen Effekten. Es scheint so etwas wie ein Syndrom- Entdeckungsmotiv bei Syndrom- TrägerInnen zu geben, daß zu regelrechten Syndrom- Epidemien (eine entdeckt die andere usw.) führen kann, wobei die Suggestibilität, Beeindruckbarkeit und Syndrom- Produktivitäts- Kreativität der Menschen (früher: hysterische Fähigkeit) die psychische Grundlage dafür liefert. Selbsthilfe und Internet führten inzwischen auch zu einer tiefen Vertrauenskrise im ÄrztIn- PatientInnen- Verhältnis. Immer mehr Menschen erkennen, wie wenig Zeit und Kompetenz viele ÄrztInnen für ihr individuelles Leidens- Schicksal mitbringen.



    Geschichte des Tinnitus nach Feldmann (1998)

    In Feldmann (1998, 1-34) findet sich auch ein Kapitel zur Geschichte des Tinnitus von Feldmann. Hier eine Zusammenfassung: In den alt- ägyptischen Schriften finden sich nach Feldmann keine Hinweise auf Tinnitus, wahrscheinlich aber schon in den babylonischen Schriften, wo das Singen im Ohr mehr als 10mal erwähnt wird (S.3). Auch im indischen Ayur-Veda in dem das medizinische Wissen des Sanskrit (ab 1500 v.Chr.) zusammengefaßt ist, wird davon gesprochen, "wenn einer nichtexistierende Töne hört ..." (S.3). Bei den alten Griechen wird Tinnitus im Corpus Hippocraticum 6mal erwähnt. (S.3). In den Aristotelesschülern zugeschriebenen Schriften Problemata physica wird bereits ein empirsich und therapeutisch sehr interessanter Befund beschrieben: "Warum hört das Summen in den Ohren auf, wenn jemand ein Geräusch macht? Doch wohl deshalb, weil das größere Geräusch das kleinere vertreibt." (S.5). Celsus (30. n. Chr.), zwar selbst kein Arzt, trug das medizinische Wissen seiner Zeit auch zum Tinnitus zusammen. Auf den römischen Enzyklopädisten Plinius der Ältere (23-79 n. Chr.) scheint der Ausdruck Tinnitus zurückzugehen (S.6). Galen (129-199) erwähnt Tinnitus insgesamt 10mal (S.6). Alexander von Tralles (525-605), Bruder des Architekten der Hagia Sophia in Konstantinopel, widmete als erster in seiner Medizingeschichte ein ganzes Kapitel dem Tinnitus (S.7). Auch Paul von Ägina (625-690) behandelt in seinen Schriften den Tinnitus ausführlich wie die persischen Ärzte und Gelehrten Rhazes (865-925) oder Avicenna (980-1038) und die mittelalterlichen neuen Medizinzentren des 12-14. Jahrhunderts in Salerno (Italien) und Montpellier (Frankreich) (S.8). Mit der Renaissance kam ein neuer Geist und Schub der Erkenntnisse: Versalius beschrieb 1543 erstmals Mittelohr, Hammer und Amboß, Ingrassia entdeckte 1546 den Steigbügel, Fallopio 1661 den Faszialiskanal u.v.a.m. (S.10). Der Schweizer Arzt Wepfer (1620-1695) beschreibt den Symptomenkomplex Ohrensausen und Schwindel. Dem Franzosen Duverney (1648-1730), Avignon u. Paris, wird erste Monographie über das Ohr zugeschrieben. Er stellte vermutlich als erster die These auf, daß die Hörempfindung sowohl durch äußere (Schall) als auch durch innere (nervörse) Reize ausgelöst werden kann und beschreibt zwei Typen des Tinnitus (S.12). Als weiterer Meilenstein gilt 120 Jahre später das Werk des Franzosen Itard (1775-1838). Sein Werk enthält - einmalig für die damalige Zeit - 172 detaillierte Fallberichte, darunter sind vier Fallberichte auf 21 Seiten dem Tinnitus gewidmet (S.13). Es folgen Auführungen zur Geschichte des Tinnitus in Großbritannien und Deutschland im 19. Jhd. (S.16) und anschließend die historische Nomenklatur und Klassifikationen: Duverney 1683; Grapengießer 1801; Itard 1822; Gradenigo 1893 (S.17-20). Das Kapitel schließt mit einer Aufzählung bedeutender Persönlichkeiten, die an Tinnitus litten: Luther, Rousseau, Lichtenberg, Beethoven, Smetana, Goya (S.27-31).



    Diagnose und Differentialdiagnose des Tinnitus

    Interdisziplinäre Kooperation notwendig
    Es versteht sich eigentlich von selbst, daß eine psychotherapeutisch- unterstützende Behandlung 'des' - es gibt viele! - Tinnitus nur in Kooperation mit einer medizinischen Tinnitus- SpezialistIn (HNO-ÄrztIn, NeurologIn, OrthopädIn, InternistIn) kunstgerecht und sinnvoll erscheint, weil das Symptom Tinnitus viele Ursachen haben kann.

    Allgemeine und biographische Anamnese

    Spezielle individuelle biopsychosoziale Symtom-Anamnese

    • Seit wann? Was genau? Wie oft? Unter welchen Bedingungen (Situationen)?
    • Belastungs- und Streßanalyse im Lebensverlauf und speziell im Zusammenhang mit Tinnitus:
    Man beachte hierbei, daß Streß, Belastung oder Überforderung eine Auslöserfunktion haben mögen, aber nicht einfach als Ursache anzusehen sind.
    Querverweis: Bio-Psycho-Soziales Krankheitsmodell und Kausalität

    Mögliche Ursachen des Tinnitus Aurium nach Lenarz
    in Feldmann (1998, S.86); verständlicher s.u. unter Tönnies

    Tabelle 4.4 Mögliche Ursachen subjektiver Ohrgeräusche (Tinnitus aurium)
     

      01. Hörsturz
      02. Morbus Menière
      03. Akutes Lärmtrauma
      04. Lärmschwerhörigkeit
      05. Presbyakusis
      06. Hereditäre sensorineurale Schwerhörigkeit
      07. Schädel-Hirn-Trauma mit / ohne Felsenbeinfraktur
      08. Akustikusneurinom
      09. Intoxikationen mit Chinin, Acetylsalicylsäure, Diuretika, Aminoglykosidantibiotika, Cisplatin
      10. Immunogene Innenohrschwerhörigkeit
      11. Sensorineurale Schwerhörigkeit unklarer Genese
      12. Otosklerose, chronische Mittelohrentzündung
      13. Herz-Kreislauf-Krankheiten
      14. Stoffwechselkrankheiten
      15. Nierenkrankheiten
      16. ZNS-Krankheiten
      17. Degenerative Veränderungen und funktionelle Blockierungen der Halswirbelsäule
      18. Myoarthropathie des Kiefergelenks


    Mögliche Ursachen des Tinnitus nach Tönnies (1991 ff, S. 18-23)
    Siehe Homepage: http://home.t-online.de/home/SToennies/
     

    Mögliche Ursachen nach Hocker (1997, S. 21)

    Ursachen des (subjektiven) Tinnitus:
     

      l. Verletzungen
      1.1 Unfälle
      1.2 akute und chronische Lärmschädigung

      2. Ernährungsstörungcn
      2.1 Sauerstoffmangel (Infarkt, Streß)
      2.2 Vergiftungen (Medikamente, Umweltgifte)

      3. Reflektorische Störungen
      3.1 Halswirbelsäule
      3.2 Kiefergelenke

      4. Folge von anderen Erkrankungen des Mittel- und Innenohrs, Hörnervs oder Gehirns
       


    Spezielle biopsychosoziale Exploration zur Umweltverschmutzung und Technologiebelastung

    Die meisten medizinischen AutorInnen gehen auf Umweltgifte und Technologiebelastung (Elektrosmog, Handys usw.) nicht ein. Eine Ausnahme bildet Hocker (1997, S.24):

    Umweltgifte

    • Lösungsmittel sind grundsätzlich Nervengifte wie z. B. Tetrachlorkohlenstoff, Benzol, Nitroverdünner
    • Schwefelkohlenstoff (wird vom Kammerjäger zur Raumdurchgasung verwandt)
    • Benzindämpfe
    • organische Phosphate
    • Schwermetallsalze wie Arsenverbindungen, Bleisalze und Quecksilbersalze, Barium, Thallium, Kupfer
    • Kohlenmonoxid


    Siehe auch: Exkurs: Ist die Medizin blind für pathogene Umweltfaktoren?
     

    Exkurs: Stufendiagnostik bei Tinnitus Aurium nach Lenarz
    in Feldmann (1998, S.85), also aus Sicht der HNO-ÄrztIn

    1. Spezifische Tinnitus-Anamnese

    • Charakter, Dauer, Lautheit des Tinnitus
    • mögliche oder wahrscheinliche Ursachen
    • Zusammenhang mit einer Hörstörung
    • Verstärkungsfaktoren (Lärm, Streß)
    • Belästigungsgrad
    • Einfluß auf die Lebensführung (Konzentration, Leistungsfähigkeit, Schlaf)
    • Sekundärsymptomatik
    • Maskierung durch Umgebungsgeräusche
    • Medikamentenliste


    2. Otologische Diagnostik

    • Spiegeluntersuchung, Trommelfellmikroskopie
    • Tubenfunktionsprüfung
    • Nasopharyngoskopie zur Beobachtung der Gaumenmuskulatur
    • Auskultation der Halsgefäße und der Ohrregion


    3. Audiologische und neurootologische Diagnostik

    • Ton- und Unbehaglichkeitsschwelle
    • Überschwellige Hörprüfungen (Rekruitment)
    • Sprachaudiometrie
    • Otoakustische Emissionen (TEOAE, DPOAE, SOAE)
    • Impedanzprüfung
    • BERA, ECochG
    • kalorische Vestibularisprüfung


    4. Spezielle Audiologische Diagnostik (s. auch Kapitel 5.)

    • Tinnitus-Matching (Frequenz, Intensität)
    • Tinnitus-Masking (Verdeckungskurve, minimaler Maskierungspegel, residuale Inhibition)
    • Subjektive Lautheitsskalierung (visuelle Analogskala)


    5. Allgemeine medizinische Diagnostik

    • körperliche Untersuchung
    • Blutdruck, Blutbild, BKS


    6. Erweiterte medizinische Diagnostik (im Einzelfall nützlich)

    • Bildgebende Verfahren (CT, MRT, Angiographie)
    • extra- und transkranielle Doppler-Sonographie der Hals- und intrakraniellen Gefäße)
    • Neurologischer Status
    • Internistische Untersuchung (Herz-Kreislauf, Stoffwechsel, Nierenfunktion, Hämatorheologie)
    • Halswirbelsäulendiagnostik (Röntgen, Manualdiagnostik, Orthopäde)
    • Kieferorthopädischer Status (Myoarthropathie des Kiefergelenks)
    • Psychosomatische und psychiatrische Exploration
    • Allergiediagnostik
    • Infektionsserologische Untersuchungen (kochleo- und neurotrope Viren, Borreliose, Lues)
    • Immunologische Untersuchungen (gewebespezifische Antikörper, Immunelektrophorese, Rheumafaktoren)


    7. Objektivierende diagnostische Verfahren (vorläufig nur von wissenschaftlichem Interesse)

    • OAE:  Spontane Emissionen und Veränderungen der Input-Output-Funktionen der DPOAE
    • ESA:  Ensemble Spontanaktivität des Hörnervs
    • PET:  Positronen-Emissions-Tomographie zum Nachweis kortikaler Aktivierung
    • NIRS: Nah-Infrarot-Spektroskopie zum Nachweis kortikaler Verarbeitung
    • MEG: Magnetenzephalographie zum Nachweis von Veränderungen der kortikalen Verarbeitung




    Epidemiologie

    Literatursammlung zur Epidemiologie des Tinnitus in Lenarz in Feldmann (1998, Hrsg., S.82-83).

    Ergebnisse Epidemiologie nach Lenarz in Feldmann (1998, Hrsg., S.77): Industriegesellschaft, Alter (40/50) und Lärm machen die Erscheinung eines Tinnitus wahrscheinlicher.

    Faktor Industriegesellschaft nach Lenarz in Feldmann (1998, Hrsg., S.77). :

      "Unter den Lebensbedingungen einer Industriegesellschaft tritt bei 35-45% aller Erwachsenen über 17 Jahren zu irgendeinem Zeitpunkt ein transientes oder permanentes Ohrgeräusch unterschiedlicher Lautheit auf.
      Bei 15% hält das Geräusch länger als 5 Minuten an.
      Etwa 8% fühlen sich durch ihr Ohrgeräusch in ihrem Alltagt belästigt oder weisen Schlafstörungen auf.
      Bei 0,5% der Erwachsenen hat das Ohrgeräusch den Stellenwert einer eigenständigen Erkrankung, die zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Lebensqualität durch Konzentrations- und Schlafstörungen, reaktive Depressionen und Angstzustände führt.  Bezogen auf den Bevölkerungsanteil der Erwachsenen in Deutschland umfaßt diese Gruppe ca. 300.000 Personen."


    Faktor Alter nach der NHS-Studie in Lenarz in Feldmann (1998, Hrsg., S.77).

    Faktor Lärm nach der NHS-Studie in Lenarz in Feldmann (1998, Hrsg., S.77).

    Faktor Belastung und Streß

    Faktor Umwelt- und Technologieverschmutzung
    Beide Begriffe tauchen bei Feldmann (1998, Hrsg.) nicht auf.

    Medizinische Faktoren der Entstehung des Tinnitus nach Lenarz in Feldmann (1998, Hrsg., S.82-83).
    Allgemeinmedizinische und internistische Befunde: kein bis geringer Zusammenhang (S.81).
    Halswirbelsäule und Kiefergelenk würden zwar häufig genannt, aber seien statistisch nicht gesichert (S.81).

    Häufigkeitsentwicklung des Tinnitus nach Tönnies
    "In Deutschland leiden mehr als drei Millionen Menschen unter Ohrgeräuschen (Tinnitus), davon  mindestens eine halbe Million so unerträglich, dass sie kein normales Leben mehr führen können. Außerdem werden jährlich 340.000 neu von chronischem Tinnitus betroffen. Die Ärzte stehen dieser Gesundheitsstörung oft hilflos gegenüber, da Ohrgeräusche nur selten erfolgreich medizinisch zu behandeln sind, und fühlen sich bei den psychischen Begleitproblemen zumeist überfordert. Dies drückt sich dann in dem sicherlich wohlgemeinten Rat aus: "Sie müssen eben lernen, damit zu leben."  (zit. n. 10. Auflage, Quelle Homepage)
     

    Häufigkeitsentwicklung des Tinnitus nach der Deutschen Tinnitus-Liga
    "3 Millionen Tinnitus-Betroffene in Deutschland. Die Deutsche Tinnitus-Liga e.V. (DTL) präsentiert erstmals wissenschaftlich fundierte Zahlen über die Tinnitus-Betroffenheit für die Bundesrepublik Deutschland. Das Ausmaß ist größer als bisher angenommen.
        Wuppertal, Juni 1999. (DTL) - 'Tinnitus ist eine Volkskrankheit' resümiert Elke Knör, Präsidentin der Deutschen Tinnitus-Liga. Mit knapp 3 Millionen aktuell Betroffenen, das entspricht vier Prozent der Gesamtbevölkerung, liege die Quote ähnlich hoch wie bei Diabetes. Bereits jeder vierte der Gesamtbevölkerung hat schon mal Tinnitus erlebt. Allein 1,5 Millionen Bundesbürger beeinträchtigt der Tinnitus mittelschwer bis zur Unerträglichkeit. Sie benötigen in unterschiedlicher Art der therapeutischen Hilfe. Diese Zahl liegt um 50% höher als bisher angenommen. Unerwartet hoch ist auch die jährliche Zuwachsrate von 270.000 Betroffenen mit chronischem Tinnitus. Ein Tinnitus wird als chronisch bezeichnet, wenn er mehrere Wochen andauert."

    Jährlich kommt es bei 10 Millionen Deutschen inzwischen zu einem Tinnitus
    http://www.buergerwelle.de/d/doc/gesund/tinnitus.htm
    Ergebnisse einer Fragebogenaktion an 110 HNO-Patienten mit Ohrgeräuschen, Allergien, Nervenkrankheiten, Epilepsie, psychiatrischen Erkrankungen (für Details bitte hier anklicken). Nachricht von Gerd Ernst Zesar. Von Prof. Dr. med. H. J. Wilhelm HNO-Facharzt Stimm- und Sprachstörungen Sportmedizin   Stellvertretender Präsident d. Gesundheitsforum Rhein-Main e. V.



    Exkurs: Ist die Medizin blind für pathogene Umweltfaktoren ?
    Faktor Umweltverschmutzung und Technologiebelastung (Links)

    In Bayern gab es ein Institut für Arbeitsmedizin, dessen Professor dafür berüchtigt war, daß er zugunsten Betroffener nie etwas "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" herausfinden konnte. Das liebte die Industrie und so überschütteten sie ihn mit Aufträgen unter kräftiger Mithilfe einer einseitigen Justiz, die damit, statt Recht zu sprechen, tatsächlich Unrecht gefördert und den Geist der Rechtsidee gebeugt hat, nämlich daß Geschädigte Anspruch auf Schadensersatz haben. Denn meist wird nach dem Prinzip geurteilt: in dubio pro pecuniam et contra populum (Im Zweifel für das Geld und gegen das Volk).

        Die Medizin steht in dem schlechten Ruf, schon immer mit den Mächtigen und vor allem mit den Geldgebern ein allzu enges Amigo-Bündnis einzugehen. Möglicherweise hat dies mit ihrem unstillbaren Hunger nach Geld und Anerkennung zu tun. Sieht man sich das auf den ersten Blick ausgezeichnet erscheinende Buch von Feldmann et al. genauer an, so fällt auf, daß die AutorInnen ziemlich blind für die epidemische Entwicklung des Tinnitus sind und noch nicht einmal theoretisch die Komponente Umweltverschmutzung und Technologiebelastung erwägen. Das Tinnitus etwa mit der industriell- gesellschaftlichen Entwicklung zu tun hat, erfährt man in dem sonst sehr informativen Werk nur implizit durch die Formulierung: "Unter den Lebensbedingungen einer Industriegesellschaft tritt bei 35-45% aller Erwachsenen über 17 Jahren zu irgendeinem Zeitpunkt ein transientes oder permanentes Ohrgeräusch unterschiedlicher Lautheit auf."

        Was spricht nun überhaupt dafür, die Forschungshypothese Umweltgifte und Technologiebelastung als bedeutungsvoll für die Tinnitus- Epidemie aufzustellen? Der Grund ist so offensichtlich, daß die Tinnitus- Lobby offenbar dem Prinzip folgt: vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen:
     
    die epidemische Entwicklung des Tinnitus

    Es ist einfach nicht normal und nachvollziehbar, daß innerhalb kürzester Zeit urplötzlich Millionen von Tinnituskranken mit exorbitanten jährlichen Zuwachsraten wie Pilze aus dem Boden schießen. Man erinnere sich: das erste deutsche Tinnitus-Buch erschien 1986, dessen Autor noch im selben Jahr die Tinnitus- Liga ins Leben rief. Noch 1979 kommt im großen Uexküll zur Psychosomatik - wie in den allermeisten anderen  Psychosomatikbüchern auch - das Stichwort Tinnitus gar nicht vor.
     
    Wie kommt es also zu dieser Tinnitus-Epidemie?
    Ist es (auch) eine Mode Erscheinung? Ist es (auch) eine suggestive Massen-Epidemie? Ist es (auch) ein getrimmtes Syndrom? Steckt (auch) die Abrechnungslobby dahinter? Spielen (auch) Umweltverschmutzung und (auch) Technologiebelastung [Elektrosmog] eine wichtige Rolle? 

    Überlegen wir: was war 1986? Gibt es irgendein herausragendes Ereignis, daß wir zu dieser relativ plötzlichen Tinnitusepidemie in Beziehung setzen könnten? Oder sollten wir die Umweltverschmutzung und Technologieentwicklung der ganzen 80er Jahre - oder noch länger? - betrachten (s.u.)?
     

    Das Jahr 1986 (Quelle: Chronik 1986)
    • Reaktorunglück Tschernobyl (April: radioaktive Wolken bringen Tschernobyl vor die Haustür; Süddeutschland besonders betroffen; München 150 Bequerel; erst am 2. Mai warnt die Bundesregierung vor Frischmilch und Blattgemüse): 50 Mill. Curie kondensierbare Spaltprodukte gelangen in die Umwelt.
    • Kohl beruft Wallmann am 6.6. als ersten Minister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. 
    • Gefahrenstoffverordnung 1.10.: In der Raumluft zahlreicher Kindergärten wird Dioxin festgestellt. Asbest wird in Spielzeug untersagt. Wohngift Vorbeugung:  Formaldehyd. 
    • Rheinverschmutzung (Rhein-"Unfälle": 31.10.: Ciba-Geigy, Basel; 11.11.: Sandoz AG, Basel; 21.11.: BASF, Ludwigshafen; 26.11.: Bayer, Leverkusen). 

    Es ist natürlich auch möglich, daß das Phänomen Tinnitus schon einige Jahre oder sogar Jahrzehnte unter den Lebensbedingungen einer Industriegesellschaft schwelte und erst in den 80er Jahren die entsprechende Aufmerksamkeit fand. Doch auch dies wäre natürlich kritisch zu untersuchen und zu reflektieren.

    Die wichtigsten Faktoren aus Umweltverschmutzung und Technologiebelastung in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts sind:
     

    • Der Ausstoß von Schadstoffen und Giften (Abgabe an Wasser, Boden, Luft und Amosphäre; Lebensmittel, Futtermittel, Alltagsobjekte, Industrieprodukte, Geräte, Farben, Lacke usw.)
    • Radioaktive Belastungen
    • Ozonloch und Bestrahlung
    • Belastung durch Elektrosmog (Abstrahlung durch Sender und Geräte)
    • Lärmbelastung (Verkehr, Technische Akustische Geräte [z.B. Rundfunk, Verstärker], Disco- Musik, Tiefflug)
    • Belastung durch erhöhte Anpassungsleistungen ("Streß")
    _
    Auch die Allergien sollen sehr zugenommen haben. Bereits 1987 werden 20 Millionen AllergikerInnen in Deutschland geschätzt - 1/3 der Bevölkerung. Man führt die Störung des Immunsystems auf die wachsende Belastung der Luft, Wasser, Lebensmittel und der Haushalte durch Umweltgifte zurück.
    (Quelle: Chronik 1987, April, S. 70). 

    Die Probleme der Umwelt erfahren in den 80er Jahren durch zahlreiche Umwelt- Katastrophen (Ozonloch, Waldsterben, Industrieunfälle, Wasserverschmutzung) eine erhöhte Aufmerksamkeit. Die Bedeutung des zunehmenden kritischen Umweltbewußtseins kommt am klarsten durch die Umweltschutzbewegungen zum Ausdruck (z.B. Greenpeace, ökologische Parteien, Robin Wood).



    Therapie, Hilfe und Selbsthilfe zum Tinnitus

    Literatur: Biesinger und Tönnies. [Beachte hierbei]
     



    Literaturhinweise

    In den folgenden Werken finden Sie zahlreiche weitere Literaturhinweise:
     

    • Biesinger, Eberhard (1996). Die Behandlung von Ohrgeräuschen. Was Tinnitus-Patienten das Leben leichter macht. Stuttgart: Trias.
    • Feldmann, Harald (1998, Hrsg.). Tinnitus. Grundlagen einer rationalen Diagnostik und Therapie. Stuttgart: Thieme.
    • Goebel, G. (1992, Hrsg.): Ohrgeräusche. München: Quintessenz-Verlag.
    • Hocker, Klaus M. (1997). Tinnitus. Ursachen und Behandlung von Ohrgeräuschen. München: C.H. Beck
    • Kröner-Herwig, B. (1997, Hrsg.). Psychologische Behandlung des chronischen Tinnitus. Weinheim: Psychologie Verlags Union.
    • Tönnies, Sven (1991 ff). Leben mit Ohrgeräuschen. Selbsthilfe bei Tinnitus. Heidelberg: Asanger. Hier die Auflage von 2001 abgebildet.


    Weiter finden Sie zahlreiche Literaturangaben unter den Internet-Links zum Tinnitus.



    Links zum Tinnitus im Internet
    Zur Beachtung bei Links und Empfehlungen besonders bei Lobbies und Interessenträgern
    Rückmeldung, Ergänzungen, Anregungen, Kritik erwünscht

    Allgemeines, Epidemiologie, Forschung, Diagnotistik, Beratung, Hilfe und Selbsthilfe

    • Allgemein: http://www.tinnitus.org
    • Alternativ-Medizinisches zum Tinnitus: http://www.mweisser.50g.com/alternative_medizin.htm
    • Epidemiologische Studie der Deutschen Tinnitus-Liga: http://www.tinnitus-liga.de/presse3.htm
    • Epidemiologie: Tinnitusbefragung: http://www.svr-gesundheit.de/befragung/id-nummern/209.pdf
    • Epidemiologie: Longitudinale follow-up van Tinnitus-klachten: http://www.nvvs.nl/tinnitus/act_longitud_followup.htm
    • Hilfe und Selbsthilfe: Leben mit Ohrgeräuschen - Tinnitusseiten von Sven Tönnies: http://home.t-online.de/home/SToennies/
    • Internetadressen zu Hörstörungen: http://www.mmw.de/medo/cont100_art.cfm?art_id=43
    • Klinik/ Fachberatungs-Beispiele für TINNITUS:
      • Info der Uni-Klinik Düsseldorf: Einführung Klassifikation Diagnostik Therapie Literatur: http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/hno_ll63.htm
      • Reha Krankheits-Info Therapie Verweise Literatur: http://www.tinnitus-klinik.de/
      • Hörgeräte Korallus: Ihr Ohr zur Welt: http://www.hoergeraete-korallus.de
      • Fachinstitut für Hörakustik und Tinnitus-Therapie (FIHTT): http://www.keutmann.de
    • Links deutsch zu Tinnitus: http://hajuku.bei.t-online.de/tinnitus/inhalt/tinnitus-1008-d-links.htm
    • Linksammlung: Suchkatalog für Medizin u.a. zu Tinnitus und Hörsturz: http://www.medknowledge.de
    • Niederländische Tinnitusseite: http://www.nvvs.nl/tinnitus/index2.htm
    • Psychologische Forschung:
      • Irrationale Einstellungen bei chronisch komplexem Tinnitus (Zusammenfassung): http://www.hogrefe.de/zkp/zk0201.html
    • Schmerzensgeld und Entschädigung für Gesundheitsschäden durch Ohrtelephone (ca. 150.000 Euro) : http://www.nvvs.nl/tinnitus/act_werk.htm
    • Service von Siemens: http://www.tinnitus-infoline.de/
      • Tagungsband Siemens: Der Phantomschmerz unseres Hörsinnes: http://internet.sat.siemens.de/Grafiken/00_de/Banner/Beethovendeu.pdf
    • Tinnitus (Ohrensausen): http://www.medknowledge.de/krankheiten/tinnitus.htm
    • Tinnitus and Hyperacusis Center: News Retraining Therapy Literatur Ursachen etc.: http://www.tinnitus-pjj.com
    • Tinnitus Relief Center at Mercy: Retraining Therapy About T. Treatment FAQ Make an Appointment The Staff: http://www.tinnitusrelief.com


    Links Umweltverschmutzung und Technologiebelastung bei Tinnitus

    • Elektrosmog Report Nr. 3 / 3. Jahrgang März 1997: http://www.datadiwan.de/netzwerk/index.htm?/esmog/es_97_03.htm
    • Elektrosmog und Tinnitus: http://www.pandalis.com/urheim/pdf/urheimn_2001_3.pdf
    • Elektrosmog: Krank durch -  ? Welche Krankheiten und Störungen können auftreten? http://www.elektrosmogberatung.de/krank01.htm
    • Erdstrahlen  und Elektrosmog: Ingeborg Buschmann, Dipl.Ing.FH - Diplomierte baubiologische Gesundheitsberaterin (IBG) Sachverständige für - : http://www.ingeborg-buschmann.de/home.html
    • Handys und Tinnitus: http://www.mweisser.50g.com/handys.htm
    • Lärmschäden: http://www.umweltlexikon-online.de/fp/archiv/RUBlaerm/Laermschaeden.shtml
    • Mobilfunk und Tinnitus: http://www.notiz.ch/wissenschaft-unzensiert/elektrosmog/2002/marz/tinitus.html
    • Orte: Wenn Orte krank machen...: http://www.grenzenlos-verlag.de/archiv_new/arc_ges_orte.htm
    • Schwerpunkt Elektrosmog: http://www.lebenswert-leben.at/www/start/startseite.html
    • Tinnitus/Acouphènes Luxembourg  A.S.B.L. (Vereinigung ohne Gewinnzweck): http://www.tinnitus-acouphenes-luxembourg.com/introde.htm
    • Betroffenen-Bericht: http://f15.parsimony.net/forum25681/messages/1154.htm
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    Querverweise
    • Elektrosmog - Daten, Fakten, die Politik und die Verschleierung
    • Tinnitus-Epidemie, Elektrosmog und Umweltvermschutzung
    • Epidemiologie
    • Übersicht - Psycho-Moden, psychische Epidemien, Epidemiologie und systemimmanente Kunstfehler.
    • Was taugen Deutschlands Sachverständige - und für wen?




    Lärmschäden-Info: "Schäden, die durch Lärm entstehen, treten in vielfältigen Formen zutage. Lärmschäden werden durch physische, psychische und soziale Lärmwirkungen verursacht. Die externen Kosten, die durch Lärm verursacht werden, werden allein für 1989 auf über 100 Mrd DM geschätzt. Zu den Lärmschäden zählen zum Beispiel arbeitsplatz/Laermschwerhoerigkeit.shtml"  >Lärmschwerhörigkeit, arbeitsplatz/Tinnitus.shtml" >Tinnitus, Wertverlust und eine Vielzahl von physischen und psychischen Gesundheitsschäden. Schon geringe Lärmpegel von 35 db (A) können zu einer Unterbrechung des Schlafs führen. Bereits niedrige und mittlere Lärmpegel führen zu einer Veränderung der Schlaftiefe, ohne dass der Betroffene aufwacht. Derartige Schlafstörungen beeinträchtigen die Erholung und können zu Zuständen chronischer Ermüdung führen. Die Folge sind eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit und eine höhere Krankheitsanfälligkeit. Dauernder Lärm führt zu einer Beeinträchtigung der menschlichen Leistungsfähigkeit, so steigt die Zahl der Fehler, und die Qualität nimmt ab."
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    Elektrosmog Report Nr. 3 / 3. Jahrgang März 1997: "Politik SPD-Bundestagsfraktion fordert "Generelles  Minimierungsgebot bei elektromagnetischen Feldern" Hieraus: 2. Eine Frau hatte vor 10 Jahren einen Altbau gekauft, renoviert und dabei auch die Elektroinstallation erneuern lassen. Sie selbst bewohnte das zweite Stockwerk. Nach einigen Jahren stellte sich bei ihr ein Tinnitus (Ohrgeräusche) ein, der allen Behandlungsversuchen trotzte. Obwohl sich keine elektrischen Geräte in der Nähe ihres Bettes befanden, betrug dort die elektrische Feldstärke 161 V/m, die magnetische Induktion lag bei 0,02 µT. Durch Ausschalten der Schlafraumsicherung ging dieser Wert nicht wesentlich zurück. Eine Überprüfung ergab, daß alle Wohnungen des Hauses über nur eine Phase versorgt wurden. Ein Elektrotechniker führte folgende zum Teil recht aufwendigen Sanierungsmaßnahmen durch:  Gleichmäßige Belastung der Phasen, so daß in jedem Stockwerk alle drei Phasen genutzt wurden, Umbau des bestehenden TN-Netzes in ein TT-Netz, Auftrennung von bestehenden Ringleitungen, Verbesserung der Hauserdung und Einbau eines Netzfreischalters hinter der Schlafraumsicherung. Nach erfolgter Sanierung konnte im Bett der Hausbesitzerin bei ausgeschaltetem Netzfreischalter nur noch eine elektrische Feldstärke von 6 V/m gemessen werden. Im Laufe einiger Monate besserte sich der Tinnitus so weit, daß er nur noch gelegentlich morgens nach dem Aufwachen auftrat. Gleichzeitig mit der Sanierung der Elektroinstallation ihres Hauses hatte die Frau auch eine Amalgamsanierung durchführen lassen. Möglicherweise lag hier eine Belastung mit Quecksilber durch erhöhte Korrosion der Amalgamplomben infolge von Körperströmen vor. Der Tinnitus wäre dann nur indirekt die Folge der elektrischen Feldbelastung gewesen." Zitiert nach Internet-Quelle:  http://www.datadiwan.de/netzwerk/index.htm?/esmog/es_97_03.htm

    Zitierung
    Sponsel, Rudolf  (DAS). Tinnitus, allgemein, integrativ und epidemiologisch kritisch gesehen. IP-GIPT. Erlangen: http://www.sgipt.org/gipt/psysom/tinni/tinnitus.htm
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