Afghanistan, die USA und die Politik
Was, Wann, Wie, Warum?
Aktueller 5-Punkte Plan für Afghanistan
von Rudolf Sponsel, Erlangen (noch nicht end-korrigiert)
Einführung:
Die Lage am und um den 14.10.2001
| Die Amerikaner haben zusammen mit den
Briten und mit logistischer Unterstützung der NATO und der Billigung
durch den Weltsicherheitsrat - NICHT der Vollversammlung
der Vereinten Nationen - den Krieg gegen das Taliban-Regime in Afghanistan
seit dem 7.10.2001 am Sonntag, heute vor einer Woche begonnen. Die deutsche
rot-grüne Politik fiebert - völlig unverständlich - unter
heftigem Beifall der Konservativen und der Partei für die Freiheit
und Sicherheit der Steuerhinterziehung einem militärischen Engagement
entgegen. Man will wieder wer sein, man will wieder marschieren. Der Schatten
einer US-NATO über alles, über alles in der Welt
erhebt
sich drohend über dem Atlantik.
Oh, Deutschland, ich wünschte, es wäre ein Wintermärchen! Zum Wesen der amerikanischen Außenpolitik gehört, daß sie kein langfristiges und vor allem kein vernünftiges und fremde Kulturen und Interessen respektierendes Konzept hat. Die amerikanische Außenpolitk besteht traditionell aus hemmungslosem Egoismus, der mit den Werten der sog. freien Gesellschaft, den Menschenrechten, Gerechtigkeit, Vernunft und Fairneß nicht nur nichts zu tun hat, sondern mit Hilfe ihrer Geheimdienste, allen voran die CIA (- 1- 2 - 3 - 4 - 5 ), diese Werte mit Füßen tritt, was aber in der Hollywooddemokratie USA und ihrer Medienpräsentationen nicht so erscheint. Doch darauf kommt es an: auf den Schein, die Verpackung, nicht auf den Inhalt, was hinter den Kulissen geschieht. Das sind im wesentlichen die Gründe, weshalb die USA aus politischen und moralischen Gründen völlig ungeeignet sind, eine führende Rolle in der Weltpolitik legitimiert einzunehmen und schnellstmöglich abgelöst werden sollten von ihrem Größenwahn, auserwählt für die Leitpolitik für die Welt zu sein. |
Was ist das: Afghanistan, seine Geschichte und jetzt?

Bis 1973 blieb Afghanistan eine Monarchie. Im Juli 1973 führte
der frühere Ministerpräsident Sardar Mohammad Daoud mit Hilfe
der Armee einen Staatsstreich gegen König Zahir Shah durch. Die Monarchie
wurde abgeschafft. Daoud erklärte sich zum Präsidenten, König
Zahir Shah ging ins Exil.
Die 'Saur Revolution' im April 1978 brachte die
marxistische 'People's Democratic Party of Afghanistan' (PDPA) an die Macht.
Daoud wurde ermordet. Die Herrschaft Hafizullah Amins führte innerhalb
kurzer Zeit zu Unruhen gegen das PDPA-Regime. Um einen Kollaps des Regimes
zu verhindern, marschierte die Sowjetunion im Dezember 1979 in Afghanistan
ein und ersetzte Amin durch Babrak Karmal. 1986 wurde Karmal seinerseits
durch Najibullah ersetzt.
Im April 1988 stimmte die Sowjetunion einem Abzug
der Truppen zu. Obwohl der Abzug schon im Februar 1989 abgeschlossen war,
hielt sich Najibullah bis April 1992.
| Nach dem Einmarsch der Sowjets in Afghanistan im Dezember 1979 hatten die USA und Saudi-Arabien begonnen, Widerstandsgruppen in Afghanistan zu unterstützen. Über den pakistanischen Geheimdienst 'Directorate of Interservices Intelligence' (ISI) wurden riesige Mengen an Kriegsmaterial und anderen Ressourcen an diese Widerstandsgruppen, die 'Mujaheddin', geleitet.299 |
Dabei handelte es sich um zahlreiche Gruppen, die sich um einzelne Persönlichkeiten herum bildeten. Um die Unterstützung effizienter zu gestalten, wurden die sieben größeren Mujaheddin-Gruppen 1985 zu einer Koalition gedrängt, über die alle Hilfe vergeben werden sollte. Kleinere Gruppen oder einzelne 'commander' waren daher gezwungen, sich rnit diesen 'Parteien' zu verbinden.
Schaubild 7: Die Parteien der 'Islamic Unity of the Afghan Mujaheddin' 300
Neben diesen sunnitischen Parteien gab es einige schiitischen Parteien, die vom Iran Unterstützung erhielten. 1990 wurden diese zur Hezb-i Wahdat ('Unity Party') vereinigt. Dies änderte wenig daran, daß auch die verschiedenen schiitischen Fraktionen untereinander zerstritten waren und sich gegenseitig bekriegten.
Bis Ende 1991 wurden sowohl das Regime in Kabul als auch die Mujaheddin- Parteien vom Ausland großzügig unterstützt. Das Ende dieser Hilfe verstärkte die Fragmentierung Afghanistans. Das Najibullah-Regime brach im April 1992 zusammen. Von da an bis September 1996 kämpften verschiedene Mujaheddin-Allianzen gegeneinander um die Macht in Kabul. In den ländlichen Gebieten verselbständigten sich viele der 'commander' mit ihren Milizen. Sie finanzierten sich über lokale Steuern, Wegezölle, Schmuggel von Holz oder Waffenhandel. Einige 'commander' finanzierten sich unter anderm auch über den Drogenhandel. Dazu gehören wohl die der Harakat-i-Inquilab-i Islami-yi Afghanistan, zumindest in Helmand, sowie der Hezb-i Islami/ Khalis und andere Fraktionen der Nangarhar Shura. Auch Hekmatyars Hezb-i Islami soll daran beteiligt gewesen sein. 301
Ein Umstand, der 1992 den Fall Najibullahs begünstigte, war, daß einige seiner Kommandeure mitsamt ihren Truppen zur Opposition wechselten. Darunter auch General Rashid Dostum aus Jawzjan, der im Januar 1992 meuterte und danach bis 1997 von Mazar-e-Sharif aus mit seinen usbekischen Truppen und zum Teil brutalem Vorgehen den Norden des Landes kontrollierte. Immer wieder, und insbesondere seit 1997, muß sich Dostum aber auch mit Widerstand innerhalb seiner eigenen Reihen auseinandersetzen.
Im November 1994 wurde Kandahar von einer Bewegung eingenommen, die aus Schülern ('taliban') von Koranschulen ('madrasas') in Flüchtlingslagern in Pakistan sowie aus Überläufern verschiedener Mujaheddin-Parteien bestand. Sie wurde von einer kleinen Gruppe von Mullahs geführt, von denen die meisten vorher auf Seiten der Harakat-i-Inquilab-i Islami-yi Afghanistan und der Hezb-i Islami/ Khalis gekämpft hatten. Die meisten Taliban und ihre Anhänger sind Pathanen. Zum Ursprungsmythos der Taliban-Bewegung gehört, daß sie im Juli 1994 als Reaktion auf die Vergewaltigung und Ermordung dreier Frauen durch einen Mujaheddin-Kommandeur entstand.302 Ein Mullah aus dem Distrikt Maiwand in Kandahar, Mullah Umar, sammelte einige Anhänger um sich, besiegte diesen 'commander' und ließ ihn aufhängen. Heute ist Mullah Umar der Führer der Taliban. Anfang November 1994 befreiten die Taliban einen pakistanischen LKW-Konvoy, den ein Mujaheddin-Kommandeur beschlagnahmt hatte 303, und nahmen dabei die Provinz Kandahar ein. Innerhalb kurzer Zeit eroberten die Taliban weitere Provinzen, darunter Helmand, die größte Opiumprovinz des Landes. Im September 1996 nahmen sie Nangarhar - die zweitgrößte Opiumprovinz - und daraufhin auch Kabul ein. Seit Dezember 1996 kontrollieren die Taliban etwa zwei Drittel des Landes.
Gleichzeitig formierten sich die zuvor zerstrittenen Mujaheddin- Gruppierungen zu einer Allianz gegen die Taliban, die vom Norden her versucht, den Taliban Widerstand zu leisten.
Die Taliban-Führung besteht aus einem Rat mit wahrscheinlich sechs Mitgliedern, darunter auch der 'Ministerpräsident', Mullah Mohammad Rabbani Akhund, und der Armeechef, Mullah Mohammad Hassan. Der Führer der Taliban, Mullah Umar, läßt sich seit geraumer Zeit als 'Emir al-Momineen' (Führer aller Gläubigen) verehren. Am 25. Oktober 1997 gaben die Taliban ihrem Land einen neuen Namen. Anstatt 'Islamischer Staat Afghanistan' soll das Land nun 'Islamisches Emirat Afghanistan' heißen, um die Position des 'Emir al-Momineen' als Staatsoberhaupt eines Emirats zu formalisieren. 304
Die Taliban haben in den von ihnen besetzten Gebieten dem 'Commander- Kult' ein Ende bereitet, Waffen eingesammelt, für Sicherheit gesorgt 305 und die Straßen für den Handel geöffnet. Dies sicherte ihnen die Unterstützung der Bevölkerung besonders in vom 'Commander'-Wesen besonders betroffenen Provinzen wie Kandahar und Helmand. Die aus einem ländlich konservativem Islam und dem Ehrenkodex der Pathanen ('Pashtunwali') bestehende Ideologie wird in den Pathanen-Gebieten mehr oder weniger akzeptiert. In Kabul und unter anderen Ethnien muß diese Ideologie - und vor allem die damit verbundene Ausgrenzung von Frauen - jedoch zu Konflikten führen. In Kabul war es Frauen bis zum Einmarsch der Taliban möglich, am öffentlichen Leben teilzunehmen. Bereiche wie das Gesundheitswesen beruhten auf der Mitarbeit von Frauen. Aus Sicht der Vereinten Nationen repräsentiert die Diskriminierung von Frauen, die 'gender apartheid', derzeit den schwerwiegendsten Aspekt von Menschenrechtsverletzungen in Afghanistan.306 Auch die Rechtsprechung der Taliban, die zwar auf der 'Schariah' beruht, aber in einigen Bereichen in ungewohnt scharfer Form angewendet wird, führt zu Menschenrechtsverletzungen. 307
Problematisch ist außerdem, daß die Ideologie der Taliban sehr auf die Pathanen zugeschnitten ist. Der Vormarsch der Taliban verstärkt daher die ethnische Polarisierung des Landes. Im September 1997 sollen 70 Frauen, Kinder und ältere Männer der schiitischen Hazara-Minderheit von sunnitischen Taliban- Einheiten ermordet worden sein.308
Eine militärische Lösung des Afghanistan- Konflikts ist derzeit nicht in Sicht. Klare Alternativen gibt es unter den verschiedenen Parteien des Konflikts nicht."
Fußnoten
S. 139 - 142
298 Rubin 1996: 19.
299 Zwischen 1986 und 1990 war dies Unterstützung im Wert von
etwa US$ 5 Mrd. von Seiten der USA und Saudi-Arabiens. Die UdSSR unterstützte
das PDPA-Regirne in Kabul im selben Zeitraum mit umgerechnet mindestens
US$ 5,7 Mrd. (Rubin 1996: 179ff.).
300 Quelle: Nach Angaben in Rubin 1996.
301 Rubin 1996: 257.
302 Die Taliban rechtfertigen ihre restriktive Frauenpolitik darnit,
daß die Sicherheit der Frauen nicht gewährleistet werden könne,
solange das ganze Land nicht unter ihrer Kontrolle und befriedet sei (Quelle:
Diskussionen des Autors rnit hochrangigen Taliban- Vertretern).
303 Deshalb der Verdacht, daß die Taliban eine Kreation des pakistanischen
ISI und vor allem des damaligen Innenrninisters Nasirullah Babars seien,
um für Pakistan die Öffnung der Handelsrouten nach Zentralasien
zu sichern.
304 The News 29.10.97.
305 Der Autor bereiste die Gebiete mehrfach vor und nach der Taliban-Machtübernahme
(zuletzt im November 1997). Vor der Machtübernahme waren Reisen selbst
mit bewaffneten Eskorten und bei Absprachen mit verschiedenen 'commanders'
gefährlich. Inzwischen kann man (Mann!) relativ frei, ohne Bewaffnung,
ohne immer wieder durchsucht zu werden und ohne ständig Wegezölle
bezahlen zu müssen, selbst in entlegene Distrikte reisen.
306 Vereinte Nationen, Press Release GA/SHC/3444 (Third committee 33rd
Meeting) vom 12. November 1997.
307 Die Taliban hätten "... a highly idiosyncratic vision of
Islam that had been disputed by numerous Sunni Islamic scholars as representing,
a tribal rural code of behaviour" (Vereinte Nationen, Press Release
GA/SHC/3444 (Third committee 33rd Meeting) vom 12. November 1997).
308 Vereinte Nationen, Press Release GA/SHC/3444 (Third Committee 33rd
Meeting) vom 12. November 1997.
Zur Geschichte siehe auch unter Links
Ethnische Gruppen in Afghanistan
Afghanistan ist ein Vielvölkerstaat: siehe unten
Tabelle
der verschiedenen Volksgruppen.
Quelle: Aus dem großen
Länderlexikon über die Menschen in Afghanistan S. 1196
Zur Geschichte, Land und Volk siehe
auch unter Links
Tabelle Ethnische Gruppen Afghanistan
Quelle Seite S. 123
Zur Geschichte, Land und Volk siehe
auch unter Links
Afghanistan: Wirtschaft und Drogen
Die Wirtschaft Afghanistans (Stand um 1990)
"Afghanistan ist ein ausgesprochenes Agrarland. Der größte
Teil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft, obwohl nur ein kleiner
Teil des Landes landwirtschaftlich nutzbar ist. Rund zwei Drittel des Ackerlands
muß überdies bewässert werden. Neben den Flüssen sind
hierfür vor allem die Qanate, die unterirdischen Kanäle, und
Brunnen wichtig.
Auch die Viehzucht hatte große Bedeutung.
Besonders die für den Export wichtigen Karakul-Schafe, deren Felle
unter der Bezeichnung Astrachan oder Persianer bekannt sind, wurden vornehmlich
von Nomaden in den nördlichen Provinzen gehalten.
Doch der lang andauernde Krieg hat die afghanische
Landwirtschaft zugrundegerichtet. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen
liegt ein Drittel der Weizenanbaufläche brach, ist der Viehbestand
stark zurückgegangen, sind 40 % der Bewässerungssysteme nicht
mehr funktionsfähig und müssen wieder aufgebaut werden. Überdies
sind Hunderte von Dörfern zerstört, und Millionen von Bauern
leben als Flüchtlinge im Ausland. Vermutlich wird es Jahrzehnte dauern,
bis die Landwirtschaft wieder den Stand erreicht haben wird, den sie vor
Ausbruch des Krieges hatte. Die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln
kann bis dahin nur mit ausländischer Hilfe gewährleistet werden.
Neben der Landwirtschaft kam noch dem Handwerk einige
Bedeutung zu. Besonders die auf traditionelle Weise hergestellten Teppiche
gehörten zu den wenigen Ausfuhrwaren.
Die industrielle Entwicklung Afghanistans befand
sich bis zum Kriegsausbruch noch in einem Anfangsstadium. Ihr wichtigster
Zweig war die Textilindustrie, die Produkte der heimischen Landwirtschaft
wie Baum- und Schafwolle verarbeitete. Das bedeutendste staatliche Ausfuhrgut
war das im Norden des Landes geförderte Erdgas."
Das Drogenproblem in Afghanistan und den umliegenden Ländern
Wie man sieht, gibt es drei geographische Hauptgebiete, wo Mohn angebaut wird: das bei weitem Größte nördlich von Kandahar, der Hochburg der Taliban und zwischen Nangarhar und Kabul und das dritte in Badakshan. Erstellt 1993, hier nach Sekundär-Quelle S. 167
11.
DROGEN- UND ENTWICKLUNGSPROBLEME IN AFGHANISTAN (Quelle
S. 148-151)
| "A. Der historische Kontext
Schlafmohn wird in Südwestasien seit Jahrhunderten angebaut. Die
illegale Produktion von Opium in Afghanistan in großen Mengen ist
jedoch ein neues Phänomen. Während der Moghul Herrschaft (1600
bis 1750) war Opium eine 'cash crop' von geringer Bedeutung in einigen
Gebieten Zentral- und Ostindiens. Die Briten (1750-1947) förderten
jedoch die Opiumproduktion in Indien für den Export nach China. In
einigen Gebieten Indiens wurde Opium eine Monokultur, die andere Früchte
und Nahrungsmittel verdrängte. Der Opiumexport aus Indien nach China
erreichte 1879 mit 5.800 Tonnen seinen Höhepunkt. Heute ist Indien
das einzige Land, in dem Opium für legale Zwecke auf traditionelle
Weise geerntet wird. 321 In zwei Distrikten in Madhya Pradesh,
nämlich Mandsaur und Chittor, werden jährlich etwa 23.000 Hektar
Schlafmohn mit einer Produktion von etwa 1.000 Tonnen angebaut. 322
Im Ergebnis stieg die Produktion in Afghanistan stark an, während Pakistans 'Tribal Areas' mehr und mehr die Verarbeitung von Opium in Heroin übernahmen. Gleichzeitig begann sich in Pakistan der Konsum von Heroin auszubreiten. Inzwischen gilt Pakistan als das Land mit der größten Zahl an Heroinabhängigen weltweit. 328 B. Der subregionale Kontext Vor 1979 war der Iran ein wichtiger Produzent von
Opium und Heroin. Der Gebrauch von Opium war weitverbreitet. Nach 1979
unternahm die islamische Regierung dagegen drastische Schritte. Nach iranischen
Regierungsangaben gibt es inzwischen keinen Opiumanbau mehr. 329 1988
wurde ein Drogengesetz erlassen, das für geringfügige Vergehen
Geldstrafen, Peitschenschläge und Gefängnis vorsieht und für
Drogenhandel und wiederholten Anbau von Opium und Cannabis die Todesstrafe.
330
In den letzten Jahren verstärkte die iranische Regierung außerdem
die Kontrolle der Grenzen nach Pakistan und Afghanistan, um eine Infiltration
durch Drogenhändler zu unterbinden. Der Iran verzeichnet inzwischen
die höchsten Sicherstellungen von Opiaten weltweit. Dennoch bleibt
der Iran das bedeutendste Transitland für Opiate, die aus Afghanistan
und Pakistan nach Europa geschmuggelt werden. Opium wird im afghanisch-
pakistanisch- iranischen Grenzgebiet in Morphin verarbeitet und in dieser
Form in den Nahen Osten und die Türkei gebracht, wo es zu hochwertigem
Heroin für europäische Märkte verarbeitet wird.
Fußnoten 321 In einigen anderen Ländern werden Morphin und andere Alkaloide aus dem Stroh des Schlafmohns gewonnen. Dies ist einfacher zu kontrollieren als die traditionelle Methode, bei der Bauern Opium selbst ernten und dann abliefern. 322 Business Standard (New Delhi 2.3.96). 323 Den Federally Administered Tribal Areas (FATAs, einschließlich Khyber, Mohmand, Bajaur) und den Provincially Administered Tribal Areas (PATAs, vor allem im Dir Distrikt). 324 Siehe dazu den Pakistan-Teil der Arbeit. 325 Owens/Clifton 1972. 326 Diese Zahl wird immer wieder genannt, obwohl es für sie keine Grundlage gibt. 327 Nathan/Berger 1992: 8. 328 Siehe den Pakistan-Teil der Arbeit. 329 Die USA behaupten allerdings, daß im Iran weiterhin Schlafmohn angebaut wird, wenn auch weniger als in Pakistan oder Afghanistan. 330 Zum Beispiel für den Gebrauch von Drogen: 4-12 Monate Gefängnis beim ersten Mal, 1-4 Jahre beim zweiten Mal, das zwei- bis vierfache dieser Strafe plus 50 Hiebe beim dritten Mal. 331 Regierungsangaben. Systematische Untersuchungen wurden bisher nicht durchgeführt. 332 UNDCP-Projekt RAS/94/890: Strengthening Law Enforcement Capacities in the Border Areas of the Southwest Asian Region. 333 Siehe Seger 1996b und 1997b. 334 Laut BBC vom 16. November 1997 wurde in Turkmenistan kurz zuvor ein aus Afghanistan kommender LKW rnit etwa einer Tonne Heroin beschlagnahmt, das in die Türkei geschmuggelt werden sollte. 335 Siehe Seger 1996b und 1997b. 336 Pakistan Special Development Unit 1996: Pakistan Opium Poppy Crop Survey 1995-96. 337 Siehe die Untersuchung zum Drogengebrauch 1993 der Pakistan Narcotics Control Divison (Gov. of Pakistan/NCD 1994). 338 Eigene Berechnungen. 339 Es gibt Schätzungen, die besagen, daß die Staaten der Europäischen Union etwa 15 Tonnen Heroin (entspricht etwa 150 Tonnen Opium) und die USA 5-10 Tonnen Heroin verbrauchen." |
Zur Geschichte, Land und Volk siehe auch unter Links
Ein
Afghanistan-5-Punkte Plan aus allgemeiner-integrativer polit-psychologischer
Sicht
"Weissbart" eines Ältestenrates
nach Sekundär-Quelle
S. 23
|
Exkurs:
Die deutsch-afghanischen Kulturbeziehungen
|
Eingang Goethe-Institut Kabul In diesem Jahr 1990 jährt sich der Aufbruch einer kaiserlich- deutschen
militärischen und diplomatischen Mission nach Afghanistan zum 75.
Mal, einer bedeutungsvollen Expedition der Mittelmächte über
die damalige Interessensphäre des Vorderen Orients hinaus bis vor
die Tore Britisch-Indiens. Folgenreich war dieses Unternehmen insofern,
als sich daran jahrzehntelange enge kulturelle und wirtschaftliche Beziehungen
zwischen den beiden Ländern anknüpften, die, genau besehen, auch
alle politischen Wirren in den beiden Ländern überdauert haben.
Darin kommt zum Ausdruck, daß alle geschlossenen Vereinbarungen über
eine Zusammenarbeit auf vielfältigen Gebieten stets von den Menschen
auf breiter Ebene mitgetragen waren.
Aus Sekundär-Quelle S. 191-194 (Abb. Goethe Institut S. 206) |
Literatur über Afghanistan
http://stud-www.uni-marburg.de/~Alam/litera.htm
Geschichte Afghanistans
http://www.angelfire.com/country/afghan/Chronologie.html
http://stud-www.uni-marburg.de/~Alam/Chron.htm
http://www.afghan-german.de/d/gesch/geschich.htm
Zur neueren Geschichte und den Taliban
http://www.jochen-hippler.de/Aufsatze/Afghanistan__Von_der__Volksdem/afghanistan__von_der__volksdem.html
Afghanisch-Britische Kriege
http://home.t-online.de/home/hhehrmann/main1.htm
Geschichte auch hier: Reisen in Afghanistan
http://reisen.netscape.de/reisen/travelguide/reiseziele/contentview.jsp?land=Afghanistan&thema=1
Amnesty International zur Situation und den Menschenrechten in Afghanistan
Jahresbericht 2001
http://www.ruhr-uni-bochum.de/amnesty/afghanistan.html
http://www.ruhr-uni-bochum.de/amnesty/afghanistan-2000.html
Stellung der Frauen in Afghanistan
http://www.frauennews.de/themen/weltweit/afghan1.htm
Weitere Links
http://www.wsws.org/de/1998/okt1998/afgh-o21.shtml
http://www.afghan-web.com/
Internationales Geheimdienst-Völkerrechtsgesetz:
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noch nicht end-korrigiert.