SGIPT - Gesellschaft für Allgemeine und Integrative Psychotherapie - Deutschland
     Internet Publikation  für Allgemeine und Integrative Psychotherapie  IP-GIPT DAS=10.04.2002
    Sekretariat: Diplom-PsychologInnen Irmgard Rathsmann-Sponsel und Dr. phil. Rudolf Sponsel
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    Willkommen in unserer Abteilung Biographien (Berufsbiographien, Kurzbiographien, Werkbiographien), Bereich Psychiater- und PsychopathologInnen und hier:

    Die Binswangers
    Stammdaten, Skelett und Numerierung nach dem Tübinger Binswanger Archiv

    Zusammengestellt von Rudolf Sponsel, Erlangen
    Erstausgabe 10.4.2002, Letztes Update TT.MM.JJ

    Die Binswangers. Urspr. isr., aus Osterberg (Bayern) stammende, 1852 zum ref. Glauben konvertierte, 1866 in Kreuzlingen eingebürgerte Psychiater- und Ärztedynastie. Das von -> No 1 1857 in Kreuzlingen eröffnete "Asyl Bellevue" für Nerven- und Geisteskranke wurde nach seinem Tod von seinem Sohn -> No 5 bis 1910 als "Kuranstalt für Nerven- und Gemütskranke" weitergeführt und stark erweitert. Den medizin. Bereich leitete bis 1911-57 -> No 2, den ökonom. bis 1947 sein Bruder Otto (1882-1968), 1947-57 sein Neffe Werner (1912-57). 1957-79 war Wolfgang (1914-93), Sohn von -> No 2 , Chefarzt der Klinik. Die Klientel des 1980 geschlossenen Bellevue (Verkauf 1984) kam aus der reichen, intellektuell wie künstler. interessierten europ. Oberschicht. Mit -> No 3, Herbert (1900-75), Stiefbruder von -> No 2 , und Kurt (1887-1981), Cousin von -> No 2 , brachte die Fam.weitere erfolgreiche Psychiater hervor.
    Quelle: http://www.snl.ch/dhs/externe/protect/textes/D25060.html



    (1) Binswanger, Ludwig (I): 25.6.1820 (Elieser) Osterberg (Bayern), 5.8.1880 Kreuzlingen. Gymnasium in Augsburg (D), 1840-45 Philosophie- und Medizinstud. in Erlangen, München und Heidelberg. 1845-46 Praktikum in Augsburg. 1848-49 Assistent an der Medizin. Klinik in Tübingen und PD. 1850-57 Leiter der Irrenanstalt Münsterlingen. 1857 in Kreuzlingen Gründer des Privatasyls Bellevue (Sanatorium für psych. Kranke), das sich äusserst erfolgreich entwickelte und wo B. und seine Fam. in "therapeut. Gemeinschaft" mit den Patienten lebten.
    Quelle: http://www.snl.ch/dhs/externe/protect/textes/D14290.html



    (2) Binswanger, Ludwig (II): 13.4.1881 Kreuzlingen,5.2.1966 Kreuzlingen, ref., von Kreuzlingen. Gymnasium Konstanz, Kantonsschule Schaffhausen. 1900-06 Medizinstud. in Lausanne, Zürich und Heidelberg. Ab 1906 Assistent an der Psychiatr. Klinik Burghölzli in Zürich, Dissertation bei Carl Gustav Jung. 1907-08 Assistent bei seinem Onkel -> No 3 in Jena. Ab 1908 Mitarbeiter in der väterl. Kuranstalt Bellevue in Kreuzlingen, die er ab 1910 als deren Leiter zu einer modernen psychiatr. Privatklinik ausbaute. 1907 Beginn einer lebenslangen Freundschaft mit Sigmund Freud und Auseinandersetzung mit der Psychoanalyse. Ausgehend vom Neukantianismus intensive Beschäftigung mit der zeitgenöss. Philosophie (insbes. Edmund Husserl, Martin Heidegger, Wilhelm Szilasi) und Entwicklung der sog. Daseinsanalyse.
    Quelle: http://www.snl.ch/dhs/externe/protect/textes/D14293.html


    (3) Binswanger, Otto: 14.10.1852 Münsterlingen,15.7.1929 Kreuzlingen. Gymnasium in Frauenfeld, 1870-74 Medizinstud. in Heidelberg, Strassburg und Zürich, Praktikum im väterl. Asyl Bellevue, Fortbildung an der Psychiatr. Klinik in Wien. Ab 1877 Assistent an der Psychiatr. Klinik in Göttingen und an den Patholog. Inst. in Göttingen und Breslau. Ab 1880 Oberarzt der Psychiatr. Klinik der Charité in Berlin (Carl Westphal). 1882 Habilitation in Berlin, Leiter der Psychiatr. Klinik in Jena, 1882 ao., 1891-1919 o. Prof. an der Univ. Jena. 1886 Studienaufenthalt bei Jean Charcot in Paris. Umfangreiche Stud. über die patholog. Histologie der progressiven Paralyse, über die Epilepsie, über Neurasthenie und Hysterie. B. behandelte u.a. Friedrich Nietzsche.
    Quelle: http://www.snl.ch/dhs/externe/protect/textes/D14292.html



    (4) Binswanger, Peter:  23.2.1916 Kreuzlingen,7.6.1997 Lugano. Sohn des Otto, Leiters des Sanatoriums Bellevue, Enkel von -> No 5. Schulen in Kreuzlingen und St. Gallen. Ab 1934 Rechtsstud. in Zürich, Paris, Wien und Bern. 1941 Promotion, thurg. Fürsprecherexamen und Eintritt ins BIGA (ab 1998 BWA). Ab 1944 -- v.a. ab 1948 als Sektionsleiter im Bundesamt für Sozialversicherung -- war B. massgebl. an der Schaffung und Weiterentwicklung der AHV beteiligt, so als Redaktor des AHV-Gesetzes, Verfasser der bundesrätl. AHV-Botschaft und beim Abschluss von Sozialversicherungsabkommen mit anderen Ländern. 1956 Wechsel zur Winterthur Leben (1968-81 Generaldirektor). 1956-80 Mitglied der eidg. AHV-Komm., 1980-93 Präs. der Pro Senectute, 1969-70 Präs. der Vereinigung schweiz.Lebensversicherungsges. sowie des Comité Européen des Assurances. Internat. anerkannter Sozialversicherungsfachmann.
    Quelle: http://www.snl.ch/dhs/externe/protect/textes/D45090.html



    (5) Binswanger, Robert: 12.5.1850 Tübingen,6.12.1910 Kreuzlingen. Gymnasium Konstanz, Kantonsschule Frauenfeld, Medizinstud. in Zürich, Tübingen, Strassburg (Promotion 1875) und Basel (Examen). 1875-76 Assistent an der Medizin. Klinik Strassburg (Ernst von Leyden) und an der Psychiatr. Klinik Göttingen. Ab 1877 Assistenzarzt und ab 1880 Leiter des vom Vater gegr. Asyls Bellevue: Vergrösserung der Anstalt, Fortführung der "therapeut. Gemeinschaft", Nachdruck auf Beschäftigungs- und psych. Therapie, von den 1890er Jahren an Kontakt mit Sigmund Freud und Auseinandersetzung mit dessen Lehren. 1898 Beteiligung an der schweiz. Irrengesetzgebung.
    Quelle: http://www.snl.ch/dhs/externe/protect/textes/D14291.html



        (6)    Wolfgang Binswanger (1914-93)
        (7)    Herbert Binswanger (1900-75)
        (8)    Kurt Bisnwanger (1887-1981)


    Zitierung
    Sponsel, R. (DAS). Die Binswangers. Biographien, Psychiatrie. Allgemeinen und Integrativen Psychotherapie. Erlangen: http://www.sgipt.org/biogr/psychia/binswan.htm
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