SGIPT - Gesellschaft für Allgemeine und Integrative Psychotherapie - Deutschland
    Internet Publikation  für Allgemeine und Integrative Psychotherapie  IP-GIPT DAS=10.05.1998 
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    Oeffentliche Erklaerung der SGIPT
    und Forderungen an die
    psychologischen PsychotherapeutInnen der
    Arbeitsgemeinschaft Richtlinienverbände (AGR)

    Sonntag 10.5.1998
    Die naechste oeffentliche Erklaerung, falls die Forderungen nicht erfuellt werden, erscheint am 15.6.1998.

    I.  Notwendige Kompromisse und Einigung von
    AGR behindert

     Wir erleben fassungslos, daß die Umsetzung des PsychThG, also die Einigung zwischen AGPT (KostenerstattlerInnen) und AGR Delegations- PsychotherapeutInnen) auf faire und gemeinsam getragene Ausfuehrungsbestimmungen auf der Stelle tritt. In erster Linie machen wir dafuer die AGR verantwortlich, die keine anderen Verfahren - nicht einmal auf der berufsrechtlichen Ebene - dulden will. In allen Punkten versuchen die tiefenpsychologischen, psychoanalytischen und  verhaltenstherapeutischen Delegations-PsychotherapeutInnen ihre Position durchzusetzen, obwohl sie wissen, daß die betroffenen Bundes- und besonders die Landesbehoerden nur dann taetig werden wollen, wenn sich die Verbaende geeinigt haben (AGPT, AGR und die entsprechenden groeßeren Fach- und Berufsverbaende wie z. B. BDP, DPTV). Die Behinderung der Einigung geht zu Lasten der KostenerstattlerInnen, die ja in diesem Jahr noch ihre vielfach entwuerdigenden "Nachqualifikationen" und Leistungsnachweise erbringen muessen.

    II. Recht auf die Fruechte des 25jaehrigen Kampfes

     Die KostenerstattlerInnen haben durch ihren jahrzehntelangen Verzicht, sich der medizinischen Delegation zu unterwerfen, wesentlich und ganz entscheidend  mit ihren Opfern, ihrer Standhaftigkeit und ihrem Kampf dazu beigetragen, daß ein PsychThG auf den Weg und nun fast durchgebracht wurde. Es ist daher nicht mehr als recht und billig, daß sie fuer ihren jahrzehntelangen Kampf und und ihre Opfer nunmehr ihren Anteil fordern.

    III. Konkrete Forderungen


    (1) Approbation

    Fuer die Approbation psychologischer PsychotherapeutInnen sind folgende international anerkannte Verfahren auch in Deutschland anzuerkennen:

    Familientherapie
    Gestalt-Therapie
    Hypnotherapie
    Integrative Therapie (incl. Schulen- und methodenuebergreifende KLIPSinnen)
    Klientenzentrierte Psychotherapie (GT)
    Koerpertherapie
    Kognitive Therapie
    Psychodrama
    Transaktionsanalyse
     

    (2)  Sozialrechtliche Zulassung fuer Niedergelassene

    a) Jede von den anerkannten Traegern bezahlte und damit rechtlich akzeptierte Einzel-Therapiesitzung ist mit 1,5 Stunden zu werten.

    b) Da von den Kassen teilweise voellig willkuerliche Zuweisungen zu Richtlinienverfahren erfolgten, hat jede PsychotherapeutIn das Recht, sich selbst fuer alle ihre geleisteten Anrechnungsstunden einem Richtlinienverfahren zuordnen (z. B. Gestalt-Therapie und Klienzentrierte Therapie zum tiefenpsychologisch-fundierten Richtlinienverfahren, Familientherapie kann sich allen dreien zuordnen).

    c)  Es sind die SupervisiorInnen, die von den jeweiligen Fachverbaenden anerkannt sind, ebenfalls fuer die Supervision anzuerkennen.

    IV. Interessen der Angestellten, BeamtInnen
    und verwandter Berufsfelder

    Die Interessen der Angestellten und BeamtInnen, Ausfallzeiten erziehender Muetter und Vaeter und psychotherapeutisch arbeitender Schul-, Gefaengnis-, Heimpsychologen- und anderer vergleichbarer Berufsfelder sind fair und angemessen zu beruecksichtigen.

    ***

    Zur Allgemeinen Berufspolitik der SGIPT


    Zitierung
    Sekretariat SGIPT (DAS). Oeffentliche Erklaerung der SGIPT und Forderungen an die psychologischen PsychotherapeutInnen der Arbeitsgemeinschaft Richtlinienverbände (AGR). Internet Publikation  für Allgemeine und Integrative Psychotherapie  IP-GIPT.
    Erlangen: http://www.sgipt.org/berpol/ptg_oe1.htm
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