Wirtschaftsstatistik Preise
von Rudolf Sponsel, Erlangen
* Editorial * Baupreis-Index * Erzeugerpreise, Dienstleistungen * Großhandelspreise * Importpreise/ Außenhandelspreise * Telekommunikation * Verbraucherpreise * Besonderheiten * Querverweise *
2008-02
Baupreisindex Februar 2008: Wohngebäude + 3,0% zum Vorjahr
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr.
144 vom 10.04.2008
"Wiesbaden - Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis)
stieg der Preisindex für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude
(Bauleistungen am Bauwerk, einschließlich Umsatzsteuer) im Februar
2008 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat um 3,0%. Im November
2007 hatte der Preisanstieg im Jahresvergleich noch 6,3% betragen, wobei
dabei noch die zum 1. Januar 2007 erhöhte Umsatzsteuer zum Tragen
gekommen war. Von November 2007 auf Februar 2008 erhöhte sich der
Preisindex um 1,2%.
Die Preise für Rohbauarbeiten sowie für
Ausbauarbeiten stiegen von Februar 2007 auf Februar 2008 um jeweils 3,0%.
Unter den Bauarbeiten an Wohngebäuden gab es binnen Jahresfrist in
allen Teilbereichen Erhöhungen. Besonders deutlich waren die Preiserhöhungen
unter anderem bei den Dämmarbeiten an technischen Anlagen (+ 5,7%),
bei den Gas-, Wasser- und Abwasserinstallationsanlagen in Gebäuden
(+ 4,5%), bei den Klempnerarbeiten (+ 4,4%) sowie bei Heizanlagen und zentralen
Wassererwärmungsanlagen (+ 4,2%). Am geringsten stiegen die Preise
bei den Estricharbeiten (+ 0,9%) und bei Fliesen- und Plattenarbeiten (+
0,6%).
Bei den Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden (Mehrfamiliengebäude
ohne Schönheitsreparaturen) nahmen die Preise um 2,5% zu.
Bei den Nichtwohngebäuden erhöhten sich
die Baupreisindizes gegenüber Februar 2007 für Bürogebäude
um 3,2% und für gewerbliche Betriebsgebäude
um 3,3%. Im Straßenbau stiegen die Preise um 4,0%.
"
2008-03
Erzeugerpreise März 2008: + 4,2% gegenüber März 2007
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr.
155 vom 18. April 2008
"WIESBADEN - Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher
Produkte lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im
März 2008 um 4,2% höher als im März 2007. Eine höhere
Jahresteuerungsrate hatte es letztmalig im Dezember 2006 (+ 4,4%) gegeben.
Gegenüber Februar 2008 stieg der Index um 0,7%.
Wie schon in den vergangenen Monaten hatten die
Preise für Energie mit einem Plus von 8,2% den höchsten Einfluss
auf die Jahresteuerungsrate. Ohne Berücksichtigung von Energie stiegen
die Erzeugerpreise lediglich um 2,8%.
Zum Anstieg der Energiepreise gegenüber März
2007 trugen in erster Linie die Preissteigerungen für Mineralölerzeugnisse
bei, die bei + 20,5% lagen. Gegenüber Februar 2008 waren Mineralölerzeugnisse
um 4,0% teurer. Im Einzelnen ergaben sich bei den Mineralölprodukten
folgende Veränderungsraten gegenüber März 2007 (beziehungsweise
Februar 2008): Schweres Heizöl + 60,7% (+ 2,0%), leichtes Heizöl
+ 45,4% (+ 5,4%), Dieselkraftstoff + 22,0% (+ 5,6%), Motorenbenzin + 8,9%
(+ 2,4%).
Auch die Preise für Strom trugen in hohem Maße
zur Preissteigerung für Energie bei. Sie lagen um 12,4% höher
als im März 2007 (+ 0,8% gegenüber Februar 2008). Während
die Preise für Weiterverteiler um 17,5% und für Sondervertragskunden
um 14,4% höher lagen als im März 2007, verteuerte sich Strom
für Haushalte um 5,0% und stieg gegenüber Februar 2008 um 0,1%.
Die Preise für Erdgas lagen dagegen im März
2008 unter dem Vorjahresstand (- 2,0%), stiegen jedoch gegenüber Februar
2008 um 0,6%. Während Ortsversorgungsunternehmen 3,5% weniger zahlen
mussten als im Vorjahr, lagen die Preise für Haushaltskunden um 1,4%
unter dem Stand des Vorjahres, stiegen jedoch gegenüber Februar 2008
geringfügig um 0,1%.
Die Preise für Vorleistungsgüter stiegen
gegenüber März 2007 um 3,2%. Besonders hohe Preissteigerungen
wiesen in diesem Bereich Düngemittel und Stickstoffverbindungen mit
einem Plus gegenüber dem Vorjahr von 52,1%, Futtermittel für
Nutztiere mit + 42,3% und Edelmetalle und Halbzeug daraus mit
+ 34,2% auf. Mahl- und Schälmühlenerzeugnisse, wozu vor allem
Mehl, Reis und bearbeitete Getreidekörner gehören, waren 26,9%
teurer als im März 2007. Die Preise für Sekundärrohstoffe
lagen um 11,7% höher als im Vorjahr, chemische Grundstoffe verteuerten
sich um 7,6%.
Die Preise für Verbrauchsgüter lagen im
März 2008 um 4,6% über denen des Vorjahres. Die Teuerungsrate
war damit höher als die des Gesamtindex. Der höchste Preisanstieg
war hier bei pflanzlichen und tierischen Ölen und Fetten zu beobachten
(+ 42,7% gegenüber März 2007). Milch und Milcherzeugnisse waren
trotz leichter Preisrückgänge in den vergangenen Monaten 23,0%
teurer als im März 2007, Käse und Quark sogar um 26,7%. Die Preise
für Milchpulver, die von März bis September 2007 um insgesamt
42,3% gestiegen waren, lagen im März 2008 nach starken Preisrückgängen
um 10,9% unter denen des Vorjahres. Allein gegenüber Februar 2008
sanken sie um 5,7%. Teigwaren kosteten 12,6% mehr als im März 2007,
Backwaren (ohne Dauerbackwaren) 7,3% mehr; die Preise für Fleisch
stiegen um 6,8%. Verarbeitete Kartoffeln und Kartoffelerzeugnisse waren
dagegen um 12,5% billiger als im März 2007.
Detaillierte Informationen zur Statistik der Erzeugerpreise
gewerblicher Produkte bietet die Fachserie 17, Reihe 2, die im Publikationsservice
von Destatis unter www.destatis.de/publikationen, Suchwort "Erzeugerpreise
gewerblicher Produkte", kostenlos erhältlich ist."
2008-Feb
Erzeugerpreise Februar 2008: + 3,8% gegenüber Februar 2007
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr.
124 vom 20.03.2008
"WIESBADEN - Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag
nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Februar 2008
um 3,8% höher als im Februar 2007. Eine höhere Jahresteuerungsrate
hatte es letztmalig im Dezember 2006 (+ 4,4%) gegeben. Gegenüber Januar
2008 stieg der Index um 0,7%.
Den höchsten Einfluss auf die Jahresteuerungsrate
hatten Energieprodukte mit einem Preisanstieg von 7,0%. Ohne Berücksichtigung
von Energie stiegen die Erzeugerpreise um 2,7%.
Der Preisanstieg im Energiebereich ist vor allem
auf die hohen Preissteigerungen für Mineralölerzeugnisse zurückzuführen.
Sie lagen im Jahresvergleich bei + 19,4%. Gegenüber Januar 2008 stiegen
sie um 2,2%. Für die einzelnen Produktbereiche ergaben sich gegenüber
Februar 2007 (beziehungsweise Januar 2008) folgende Veränderungsraten:
Schweres Heizöl + 50,5% (- 3,4%), leichtes Heizöl + 42,2% (+
6,8%), Flüssiggas + 40,8% (- 3,8%), Dieselkraftstoff + 17,9% (+ 2,3%),
Motorenbenzin + 11,0% (+ 0,4%).
Strom war gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,7%
teurer (+ 1,2% gegenüber dem Vormonat). Von den Preissteigerungen
waren die einzelnen Abnehmergruppen unterschiedlich betroffen. Während
Weiterverteiler im Februar 12,9% und Sondervertragskunden 11,4% mehr für
Strom bezahlen mussten als ein Jahr zuvor, war der Preis für Haushalte
um 4,8% höher, blieb gegenüber dem Vormonat jedoch unverändert.
Infolge der starken Preissenkungen im Frühjahr
2007 lagen die Erdgaspreise auch im Februar noch um 2,1% unter dem Stand
vom Februar 2007. Sie stiegen gegenüber dem Vormonat um 0,9%. Den
höchsten Rückgang gegenüber dem Vorjahr wiesen die Preise
für Ortsversorgungsunternehmen mit einem Minus von 3,7% auf. Die Preise
für Haushaltskunden lagen um 1,5% niedriger als im Februar 2007.
Die Preise für Vorleistungsgüter stiegen
gegenüber Februar 2007 um 3,2%. Nach den hohen Preissteigerungen im
Herbst 2007 waren Futtermittel für Nutztiere im Februar 41,4% teurer
als im Februar 2007. Die Preise für Düngemittel und Stickstoffverbindungen
lagen um 38,3% höher (+ 14,1% gegenüber Januar 2008), für
Mahl- und Schälmühlenerzeugnisse um 25,9%. Edelmetalle und Halbzeug
daraus waren um 24,7% teurer als im Februar 2007, Sekundärrohstoffe
um 15,3% (+ 6,7% gegenüber Januar 2008) und chemische Grundstoffe
um 6,9%. Billiger als im Februar 2007 waren hingegen Nadelschnittholz (-
12,7%) und elektronische Bauelemente (- 11,7%).
Verbrauchsgüter wiesen im Februar 2008 mit
4,5% eine überdurchschnittliche Jahresteuerungsrate auf. Die hohen
Preissteigerungen für Milch und Milchprodukte in der zweiten Jahreshälfte
2007 sorgten weiterhin für eine hohe Jahresteuerung von 24,3% für
diese Produkte. Für Käse und Quark lag sie sogar bei 27,0%, während
die Preise für Milch und Rahm in Pulverform nach hohen Preissteigerungen
im Jahr 2007 wieder um 1,6% niedriger lagen als im Februar 2007 (- 10,6%
gegenüber Januar 2008). Pflanzliche und tierische Öle und Fette
waren um 39,0% teurer als im Vorjahr. Die Preise für Teigwaren lagen
um 11,5% höher, Backwaren (ohne Dauerbackwaren) kosteten 6,9% mehr.
Demgegenüber fielen die Preise für Arzneiwaren um 1,3%, für
verarbeitete Kartoffeln und Kartoffelerzeugnisse sogar um 6,5%.
Im Bereich der Investitionsgüter waren Maschinenbauerzeugnisse
im Februar 2008 um 2,2% teurer als vor Jahresfrist (+ 0,3% gegenüber
Januar 2008), während die Preise für Datenverarbeitungsgeräte
und -einrichtungen um 29,0% unter denen des Vorjahres lagen.
Detaillierte Informationen zur Statistik der Erzeugerpreise
gewerblicher Produkte bietet die Fachserie 17, Reihe 2, die im Publikationsservice
von Destatis, Suchwort "Erzeugerpreise gewerblicher Produkte" kostenlos
erhältlich ist. Eine methodische Kurzbeschreibung bietet die Online-Fassung
dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.
"
2007 Erzeugerpreise
für Dienstleistungen
Preise für Gütertransport steigen 2007 stärker als für
andere Dienstleistungen
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr.
133 vom 31. März 2008
WIESBADEN - Die Erzeugerpreisindizes für Straßen-
und Schienengüterverkehr haben sich im Jahr 2007 stärker erhöht
als die für andere ausgewählte Unternehmensdienstleistungen.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag der erstmals veröffentlichte
Erzeugerpreisindex für Schienengüterverkehr im Jahresdurchschnitt
um 3,6% über dem Vorjahreswert. Der Erzeugerpreisindex für den
Straßengüterverkehr erhöhte sich im selben Zeitraum um
2,2%. In beide
Indizes fließen Preise für regelmäßige Transportleistungen
ein. Da sich aber zwischen den beiden Verkehrsträgern Art und Menge
der transportierten Güter sowie die bewältigten Entfernungen
signifikant unterscheiden, ist ein Vergleich nur bedingt möglich.
Die Erzeugerpreisindizes anderer ausgewählter
Unternehmensdienstleistungen erhöhten sich moderater als die für
Gütertransport: Im Jahresdurchschnitt 2007 lagen etwa die Preise der
Anbieter von Frachtumschlagsdiensten um 1,5% höher als 2006. Die Preise
von Wirtschaftsprüfern stiegen im selben Zeitraum im Branchendurchschnitt
um 1,8%, die von Markt- und Meinungsforschern um 1,4%. Bei Steuerberatungen
erhöhten sich die Preise 2007 um 2,0% gegenüber dem Vorjahr.
Der Index für Rechtsberatung lag 2007 um 1,4% über dem Vorjahresdurchschnitt,
der für Unternehmensberatung um 1,6%.
Erzeugerpreisindizes für ausgewählte Dienstleistungen
werden seit Oktober 2007 veröffentlicht. Die Indizes zeigen an, wie
sich die Preise für den Output der Dienstleistungsbranchen verändern
(ohne Umsatzsteuer). Die Berechnung bezieht sich dabei nur auf Dienstleistungen
für Geschäftskunden. Weitere Indizes für wichtige
Dienstleistungsbranchen sind derzeit im Aufbau. Es ist geplant, im
Juni erstmalig auch Erzeugerpreisindizes für Telekommunikation, Post-
und Kurierdienste sowie für die Platzierung von Werbung zu veröffentlichen.
"
2008-03
Großhandelspreise März 2008: + 7,1% zum März 2007
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 147
vom 11. April 2008
"WIESBADEN - Der Index der Großhandelsverkaufspreise lag nach
Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im März 2008 um
7,1% über dem Vorjahresstand. Dies war die höchste Jahresteuerungsrate
seit Februar 1982 (+ 8,5%). Im Februar 2008 und im Januar 2008 hatte die
Jahresveränderungsrate + 6,0% beziehungsweise + 6,6% betragen.
Besonders stark stiegen gegenüber März
2007 die Preise im Großhandel mit Getreide, Saaten und Futtermitteln
(+ 52,0%). Milch, Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette
waren um 23,5% teurer als im Vorjahr. Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze
verteuerten sich auf Großhandelsebene um 13,2%.
Für feste Brennstoffe und Mineralölerzeugnisse
wurde im März 2008 gegenüber dem Vorjahr 18,8% mehr bezahlt.
Die Preise für Erze, Eisen, Stahl, Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug
stiegen um 5,0%. Büromaschinen und -einrichtungen kosteten dagegen
weniger als im Februar 2007 (- 12,7%).
Im Vergleich zum Vormonat stieg der Großhandelspreisindex
im März 2008 um 1,6%. Eine Vormonatsveränderung in ähnlicher
Höhe gab es letztmalig im September 2005 (+ 1,7%).
Feste Brennstoffe und Mineralölerzeugnisse
wurden im Vormonatsvergleich wieder teurer (+ 6,3%), nachdem sie sich im
Februar 2008 um 3,2% verbilligt hatten (Januar 2008: + 2,7%, Dezember 2007:
- 2,8%). Die Preise für Erze, Eisen, Stahl, Nicht-Eisen-Metalle und
deren Halbzeug stiegen um 3,8% (Februar 2008: + 1,5%, Januar 2008: + 0,1%);
in der zweiten Jahreshälfte 2007 waren sie beständig gesunken.
Im Großhandel mit lebenden Tieren wurde im
März 2008 im Vormonatsvergleich 6,0% mehr bezahlt, die Preise für
Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze stiegen um 2,4% (Februar 2008: + 3,4%,
Januar 2008: + 1,5%). Getreide, Saaten und Futtermittel verteuerten sich
gegenüber Februar 2008 um 1,2% (Februar 2008: + 0,4%, Januar 2008:
+ 5,0%), Mehl und
Getreideprodukte wurden dagegen um 2,2% billiger (Februar 2008: - 0,2%,
Januar 2008: + 5,4%). Im Großhandel mit Milch, Milcherzeugnissen,
Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten fielen die Preise im März
wie schon im Februar 2008 um 0,5% (Januar 2008: - 0,8%).
"
2008-03
Importpreise März 2008: + 5,7% gegenüber März 2007
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 164
vom 25.04.2008
"Wiesbaden - Der Index der Einfuhrpreise lag nach Mitteilung des Statistischen
Bundesamtes (Destatis) im März 2008 um 5,7% über dem Vorjahresstand.
Im Februar und im Januar 2008 hatte die Jahresveränderungsrate + 5,9%
beziehungsweise + 5,2% betragen.
Besonders hoch war im März 2008 die Jahresteuerungsrate
für die Einfuhr von Energieträgern (+ 35,7%). Rohöl wurde
im Vorjahresvergleich um 46,4% teurer, die Preise für Mineralölerzeugnisse
stiegen um 36,6%.
Kokereierzeugnisse verteuerten sich um 30,4%. Steinkohle trug mit einem
Plus von 29,0% ebenfalls zum Preisanstieg im Energiesektor bei. Bei Erdgas
war ein Preisanstieg von 19,6% zu verzeichnen. Der Einfuhrpreisindex ohne
Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im März 2008 um 1,5%
über dem Stand von März 2007.
Im Nahrungsmittelsektor waren im März 2008
gegenüber März 2007 Preissteigerungen insbesondere bei der Einfuhr
von Getreide (+ 56,8%), Zitrusfrüchten (+ 32,6%), Milch und Milcherzeugnissen
(+ 14,5%), Rohkakao (+ 10,0%) und Rohkaffee (+ 6,1%) zu beobachten. Rindfleisch
wurde um 28,1%, Geflügelfleisch um 11,5% teurer gekauft.
Im Chemiebereich wurde insbesondere für Düngemittel
und Stickstoffverbindungen gegenüber dem Vorjahr mehr bezahlt (+ 43,2%).
Nicht-Eisen-Metallerze wurden gegenüber März
2007 zu 10,6% höheren Preisen importiert. Die Preise für Nicht-Eisen-Metalle
und deren Halbzeug sanken dagegen um 1,3%. Während Edelmetalle und
deren Halbzeug Preissteigerungen von 31,8% und Rohkupfer von 10,4% gegenüber
dem Vorjahr aufwiesen, verbilligten sich im gleichen Zeitraum vor allem
Nickel in Rohform (- 39,8%), Blei, Zink und Zinn in Rohform (- 17,6%) sowie
Rohaluminium (- 8,1%).
Gegenüber Februar 2008 erhöhte sich der
Einfuhrpreisindex um 0,4%. Im Vormonatsvergleich stiegen im März 2008
insbesondere die Preise für Energieträger (+ 2,5% wie im Vormonat,
Januar 2008: + 1,8%). Erdöl wurde um 3,2% teurer (nach + 2,4% im Februar
2008 und + 1,3% im Januar 2008), die Erdgaspreise lagen um 2,6% über
dem Niveau des Vormonats (nach + 2,7% im Februar 2008 und + 5,7% im Januar
2008). Auch die Preise für Mineralölerzeugnisse stiegen weiter
(+ 3,9% nach + 3,2% im Februar 2008). Steinkohle verbilligte sich dagegen
um 2,5% (nach + 5,3% im Februar 2008 und + 4,2% im Januar 2008).
Auf dem Rohstoffsektor verteuerten sich im
März 2008 gegenüber dem Vormonat auch Nickel (+ 5,6%) und Eisenerze
(+ 2,8%). Blei, Zink und Zinn in Rohform wurden dagegen wieder billiger
(- 0,9%) nachdem sie im Februar vorübergehend um 3,9% teurer geworden
waren.
Im Nahrungsmittelbereich verbilligte sich gegenüber
Februar 2008 insbesondere Rohkaffee (- 9,1% nach + 8,3% im Februar 2008
und + 2,6% im Januar 2008). Auch die Einfuhrpreise für Milch und Milcherzeugnisse
sanken um 1,8%. Sie sind seit November 2007 rückläufig.
Die Preise für den Import von Düngemitteln
und Stickstoffverbindungen stiegen im Vormonatsvergleich um 8,2%. Seit
Juli 2007 ist hier ein kontinuierlicher Preisanstieg festzustellen.
Der Index der Ausfuhrpreise lag im März 2008
um 2,2% höher als im Vorjahr. Im Februar und im Januar 2008 hatte
die Jahresteuerungsrate 2,2% beziehungsweise 1,8% betragen. Gegenüber
Februar 2008 erhöhte sich der Ausfuhrpreisindex um 0,2%.
"
2008-02:
Importpreise Februar 2008: + 5,9% gegenüber Februar 2007
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr.
130 vom 28. März 2008
"WIESBADEN - Der Index der Einfuhrpreise lag nach
Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Februar 2008 um
5,9% über dem Vorjahresstand. Dies war der höchste Anstieg gegenüber
dem Vorjahr seit Juli 2006 (+ 6,3%). Im Januar 2008 und im Dezember 2007
hatte die Jahresveränderungsrate + 5,2% beziehungsweise + 3,7% betragen.
Besonders hoch war im Februar 2008 die Jahresteuerungsrate
für die Einfuhr von Energieträgern (+ 35,7%). Rohöl wurde
im Vorjahresvergleich um 48,4% teurer, die Preise für Mineralölerzeugnisse
stiegen um 38,6%. Steinkohle verteuerte sich um 33,8%. Kokereierzeugnisse
trugen mit einem Plus von 30,1% ebenfalls zum Preisanstieg im Energiesektor
bei. Bei Erdgas war ein Preisanstieg von 12,3% zu verzeichnen. Der Einfuhrpreisindex
ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im Februar 2008 um 1,6%
über dem Stand von Februar 2007.
Im Nahrungsmittelsektor waren im Februar 2008 gegenüber
Februar 2007 Preissteigerungen insbesondere bei der Einfuhr von Getreide
(+ 57,3%), Zitrusfrüchten (+ 33,7%), Milch und Milcherzeugnissen (+
17,5%), Rohkakao (+ 16,8%) und Rohkaffee (+ 13,5%) zu beobachten. Rindfleisch
wurde um 31,4%, Geflügelfleisch um 13,0% teurer gekauft.
Nicht-Eisen-Metallerze wurden gegenüber Februar
2007 zu 15,3% höheren Preisen importiert. Die Preise für Nicht-Eisen-Metalle
und deren Halbzeug lagen um 1,7% über denen des Vorjahres. Während
Edelmetalle und deren Halbzeug Preissteigerungen von 29,0% und Rohkupfer
von 21,0% gegenüber dem Vorjahr aufwiesen, verbilligte sich im gleichen
Zeitraum vor allem Nickel in Rohform (-35,4%), das hauptsächlich für
die Herstellung von rostfreiem Stahl verwendet wird, ebenso Blei, Zink
und Zinn in Rohform (- 16,8%) sowie Rohaluminium (- 9,5%).
Billiger als vor einem Jahr waren unter anderem
auch Datenverarbeitungsgeräte und -einrichtungen (- 29,0%) sowie elektronische
Bauelemente (- 18,3%).
Gegenüber Januar 2008 erhöhte sich der
Einfuhrpreisindex um 1,1%. Dies war der höchste Anstieg gegenüber
dem Vormonat seit Juli 2006 (+ 1,2%).
Im Vormonatsvergleich stiegen im Februar 2008 besonders
die Preise für Energieträger (+ 2,5% nach + 1,8% im Januar 2008).
Steinkohle verteuerte sich um 5,3% (nach + 4,2% im Januar 2008 und + 2,9%
im Dezember 2007), Erdgas um 2,7% (nach + 5,7% im Januar 2008 und + 3,9%
im Dezember 2007). Erdöl wurde um 2,4% teurer (nach + 1,3% im Januar
2008 und - 1,4% im Dezember 2007). Auch die Preise für Mineralölerzeugnisse
stiegen wieder (+ 3,2%), nachdem sie in den beiden Vormonaten gesunken
waren (Januar 2008: - 1,2%, Dezember 2007: - 0,9%).
Auf dem Rohstoffsektor verteuerten sich im Februar
2008 gegenüber dem Vormonat außerdem Edelmetalle und deren Halbzeug
(+ 15,6%) sowie Rohkupfer (+ 10,6%) und Nicht-Eisen-Metallerze (+ 8,9%).
Für Blei, Zink und Zinn in Rohform stiegen die Preise ebenfalls (+
3,9%), nachdem sie von Oktober 2007 bis Januar 2008 um insgesamt 23% gefallen
waren.
Der Index der Ausfuhrpreise lag im Februar 2008
um 2,2% höher als im Vorjahr. Im Januar 2008 und im Dezember 2007
hatte die Jahresteuerungsrate 1,8% beziehungsweise 1,3% betragen. Gegenüber
Januar 2008 erhöhte sich der Ausfuhrpreisindex um 0,6%.
"
2008-03
Preise für Telekommunikation März 2008: - 2,9% gegenüber
März 2007
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr.
138 vom 4. April 2008
"WIESBADEN - Die Preise für Telekommunikationsdienstleistungen
(Festnetz/Internet und Mobilfunk) lagen nach Mitteilung des Statistischen
Bundesamtes (Destatis) im März 2008 - aus Sicht der privaten Haushalte
- um 2,9% unter dem Niveau von März 2007. Gegenüber dem Vormonat
fielen die Preise um 0,2%.
Die Preise für die Festnetz- und Internet-Nutzung
fielen im März 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 3,0%. Gegenüber
dem Vormonat sanken die Preise hier um 0,2%.
Im März 2008 lagen die Preise für das
Mobiltelefonieren um 2,1% unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats.
Von Februar auf März 2008 sanken die Preise um 0,2%.
Die Ergebnisse stehen auch im Publikationsservice
von Destatis unter www.destatis.de/publikationen in Fachserie 17, Reihe
9.1 "Preisindizes für Nachrichtenübermittlung" zum kostenlosen
Download zur Verfügung.
"
2008-04 Verbraucherpreise
April 2008: Voraussichtlich + 2,4% gegenüber April 2007
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 165
vom 28. April 2008
"WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis)
mitteilt, wird sich der Verbraucherpreisindex in Deutschland im April
2008 - nach vorliegenden Ergebnissen aus sechs Bundesländern - gegenüber
April 2007 voraussichtlich um 2,4% erhöhen (März 2008: + 3,1%).Im
Vergleich zum Vormonat ergibt sich eine Veränderung von - 0,2%.
Bei der gegenüber dem Vormonat deutlich niedrigeren
Jahresteuerungsrate wirken sich die nach den Osterfeiertagen gesunkenen
Preise für Pauschalreisen aus ( - 13,4% gegenüber März 2008,
- 7,4% gegenüber April 2007). Nahrungsmittel dagegen verteuerten sich
gegenüber März - je nach Bundesland - nochmals leicht um bis
zu 0,5% und lagen damit um 6,5% bis 8,8% über dem Preisniveau vom
April 2007. Für Heizöl lagen die Preise zwischen 1,1% und 4,6%
über dem Vormonat beziehungsweise zwischen 33,7% und 42,9% über
dem Vorjahresmonat. Die Kraftstoffpreise veränderten sich nur wenig
gegenüber März 2008, sie lagen um 7,8% bis 10,8% über dem
Stand von April 2007.
Der für europäische Zwecke berechnete
harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland wird sich im April
2008 gegenüber April 2007 voraussichtlich um 2,6% erhöhen (März
2008: + 3,3%). Im Vergleich zum Vormonat ergibt sich eine Veränderung
von - 0,3%. Die endgültigen Ergebnisse für April 2008 werden
am 15. Mai 2008 vorliegen."
2008-03:
Verbraucherpreise März 2008: + 3,1% zum März 2007
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr.
151 vom 16. April 2008
"WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis)
mitteilt, ist der Verbraucherpreisindex für Deutschland im März
2008 gegenüber März 2007 um 3,1% gestiegen. Damit wurde die Drei-Prozent-Marke
erneut überschritten wie zuletzt im Dezember 2007 (+ 3,1%). Im Januar
und Februar 2008 hatte die Jahresveränderungsrate jeweils bei + 2,8%
gelegen. Im Vergleich zum Vormonat Februar 2008 erhöhte sich der Index
um 0,5%. Die Schätzung für März 2008 auf Grund der Ergebnisse
aus sechs Bundesländern wurde damit bestätigt.
Die hohe Teuerungsrate im März 2008 ist weiterhin
von deutlich gestiegenen Preisen für Energie (Kraftstoffe und Haushaltsenergie)
geprägt. Der Preisauftrieb für Kraftstoffe gegenüber
dem Vorjahr betrug 12,3% (darunter Superbenzin: + 9,6% und Dieselkraftstoff:
+ 19,5%). Auch die Preise für Haushaltsenergie stiegen binnen Jahresfrist
deutlich an: Leichtes Heizöl verteuerte sich gegenüber dem Vorjahr
mit + 40,0% am stärksten, Strom wurde um 7,2% teurer und die Umlagen
für Zentralheizung und Fernwärme stiegen um 2,3%. Lediglich das
Preisniveau für Gas war um 1,1% niedriger als im März 2007. Ohne
Einrechnung der Preisentwicklung
für Energieprodukte, die etwa ein Zehntel der Gesamtausgaben der
Privaten Haushalte ausmachen, hätte die Teuerungsrate deutlich niedriger
bei 2,3% gelegen.
Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie
Getränke erhöhten sich im März 2008 gegenüber März
2007 im Schnitt um 8,2% (davon Nahrungsmittel: + 8,6% und alkoholfreie
Getränke: + 5,6%). Besonders deutliche Preiserhöhungen wurden
für Molkereiprodukte und Eier (+ 23,9%) sowie Speisefette und -öle
(+ 15,9%) ermittelt. Auch für Obst (+ 11,0%) sowie für Brot und
Getreideerzeugnisse (+ 8,7%) mussten die Verbraucher mehr ausgeben als
vor einem Jahr. Bei den alkoholfreien Getränken war im März 2008
die Preisentwicklung für Mineralwasser, Säfte und Limonade (+
7,1%; darunter Fruchtsaft aus Kernobst: + 23,2%) auffällig (siehe
weitere Informationen am Ende dieser Pressemitteilung).
Für das Bildungswesen erhöhten sich die
Preise im März 2008 gegenüber dem Vorjahr um 34,8%. Diese Preiserhöhung
ist zum überwiegenden Teil auf die Einführung der Studiengebühren
im April 2007 in einigen Bundesländern zurückzuführen; dieser
Sondereffekt wirkt sich letztmalig in diesem Monat auf die jährliche
Teuerungsrate aus. Preiserhöhungen waren auch im Verkehr (+ 4,6%;
darunter Flugverkehr: + 11,5%) zu verzeichnen. Verbraucherfreundlich blieb
im Jahresvergleich die Preisentwicklung bei der Nachrichtenübermittlung
(- 3,2%, darunter Telefon- und Telefaxgeräte: - 19,9%).
Der Preisanstieg von 0,5% gegenüber Februar
2008 ist wesentlich auf saisonbedingte Preiserhöhungen zurückzuführen.
Insbesondere durch den frühen Ostertermin sind im März 2008 gegenüber
dem Vormonat die Preise für Flugverkehr (+ 8,0%), Beherbergungsdienstleistungen
(+ 1,2%) und Pauschalreisen (+ 0,8%) deutlich gestiegen. Bei den saisonabhängigen
Waren zogen vor allem die Preise für leichtes Heizöl (+ 5,8%)
und für Bekleidung und Schuhe (+ 1,5%) an.
Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie
Getränke erhöhten sich binnen Monatsfrist im Schnitt um 0,5%.
Einzelne Brot- und Getreideerzeugnisse (+ 0,7%; darunter Nudeln: + 1,9%)
sowie Süßwaren (darunter Schokolade: + 1,3%) kosteten erneut
mehr als im Vormonat. Neben den saisonbedingten Preisschwankungen für
einige Obst- und Gemüsesorten waren im März 2008 gegenüber
dem Vormonat auch Preisrückgänge bei Speisefetten und -ölen
(- 2,2%; darunter Butter: - 5,0%) zu beobachten.
Der für europäische Zwecke berechnete
harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland hat sich
im März 2008 gegenüber März 2007 um 3,3% erhöht. Die
Schätzung für den HVPI vom 28. März 2008 wurde damit leicht
nach oben korrigiert. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Index um 0,5%.
Detaillierte Informationen zur Verbraucherpreisstatistik
bietet die Fachserie 17, Reihe 7, die im Publikationsservice des Statistischen
Bundesamtes unter www.destatis.de/publikationen, Suchwort "Verbraucherpreisindex"
kostenlos erhältlich ist. Eine methodische Kurzbeschreibung bietet
die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.
Zur Preisentwicklung bei Nahrungsmitteln
Insgesamt haben sich Nahrungsmittel auf der Verbraucherstufe im März
2008 gegenüber März 2007 um 8,6% verteuert. Damit haben sich
die Preise für Nahrungsmittel innerhalb dieses einen Jahres ähnlich
stark erhöht wie in den zehn Jahren zuvor (von März 1997 bis
März 2007: + 9,0%). Vor allem Grundnahrungsmittel wie Brot und Milch
weisen derzeit hohe Teuerungsraten auf und stehen deshalb stark im öffentlichen
Interesse.
Seit Sommer 2007 spüren die Verbraucher den
vermehrten Preisauftrieb im Nahrungsmittelsektor. Nach besonders starken
Preisanstiegen im Herbst 2007 verlangsamt sich seit etwa drei Monaten die
Teuerung bei den meisten Milch- und Getreideerzeugnissen, zum Teil ist
die Preisentwicklung sogar wieder rückläufig.
Die unterschiedliche Höhe der Teuerungsraten
lässt sich unter anderem durch den Rohstoffanteil (Milch, Getreide)
am Endprodukt erklären: Je höher der Rohstoffanteil eines Produktes
ist, umso stärker schlägt die Preisentwicklung des verteuerten
Rohstoffes auf die Verbraucherstufe durch (etwa bei Mehl, Vollmilch).
Auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen begann der
Preisauftrieb schon einige Monate vor dem Sichtbarwerden im Verbraucherpreisindex.
Seit Sommer 2006 ist sowohl der Erzeugerpreis landwirtschaftlicher Produkte
als auch der Importpreis für Getreide um circa 100% angestiegen. Etwas
verzögert zogen die Milchpreise im Frühling 2007 nach; diese
entwickeln sich auf der Erzeuger- und Importstufe nach einem Höchststand
im November 2007 rückläufig.
"
Wertsicherungsklauseln:
Wenn die Inflationsrate die Miete beeinflusst
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr.
161 vom 22.04.2008
"Wiesbaden - Vergangene Woche veröffentlichte das Statistische
Bundesamt (Destatis) die Inflationsrate für März 2008. Mit 3,1%
ist diese derzeit vergleichsweise hoch. Dies spürt der Verbraucher
nicht nur beim Einkaufen. Auch Vertragspartner, die langfristige Geldzahlungen
an einen Verbraucherpreisindex gebunden haben, sind von der Teuerung betroffen
- wenn etwa die Miete wieder einmal angepasst werden soll.
Wertsicherungsklauseln (auch: Preisgleitklauseln)
sind weit verbreitete vertragliche Vereinbarungen, wie sie zum Beispiel
in Miet-, Pacht- oder Pensionsverträgen vorkommen können. Etwa
10 000 Anfragen erhalten allein die Preisstatistiker jährlich zum
Thema Wertsicherungsklauseln. Vor kurzem wurden die Serviceleistungen für
Nutzer von
Wertsicherungsklauseln aktualisiert und erweitert. Diese sind im Internetangebot
des Statistischen Bundesamtes zu finden unter www.destatis.de, Pfad: Preise
--> Verbraucherpreise -->
Wertsicherungklauseln.
Eine interaktive Rechenhilfe bietet eine komfortable
rechnerische Hilfestellung bei der Anpassung von Wertsicherungsklauseln.
Mehr als 100 000 Zugriffe auf diese Rechenhilfe wurden allein im Jahr 2007
registriert. Das Programm wurde vor kurzem um die Zusatzfunktion erweitert,
dass Veränderungsraten für Kalendermonate und -jahre mit flexiblen
Anfangs- und Endzeitpunkten berechnet werden können. Darüber
hinaus steht eine ausführliche Anleitung zur Verfügung. Als weitere
Serviceleistung - gegen Kostenerstattung in Höhe von 30,- Euro - besteht
die Möglichkeit, dass das Statistische Bundesamt die Anpassungsberechnung
durchführt.
Anlass für die Bereitstellung dieser umfangreichen
Hilfestellungen war der Wegfall von Verbraucherpreisindizes für spezielle
Haushaltstypen und getrennter Indizes für Ost- und Westdeutschland
im Jahr 2003, die sehr häufig für Wertsicherungsklauseln verwendet
wurden. Mit diesem Wegfall wurde der Umstieg auf den Verbraucherpreisindex
für Deutschland
erforderlich, der zum Teil mit aufwändigen Berechnungen verbunden
sein kann.
Ein Großteil der zum Thema Wertsicherungsklauseln
anfragenden Nutzer benötigt Hilfe bei Berechnungen für sogenannte
Punkteregelungen. In diesen aus statistischer Sicht problematischen Klauseln
ist der Anpassungszeitpunkt durch eine festgelegte Veränderung in
Punkten oder
Prozentpunkten definiert. Das Statistische Bundesamt empfiehlt die
Verwendung der besser nachvollziehbaren Prozentregelungen. Erläuterungen
und Empfehlungen für Nutzer von Punkteregelungen ergänzen seit
dem 22. April 2008 die Serviceleistungen in Form eines Merkblattes."
| Suchen in der IP-GIPT,
z.B. mit Hilfe von "google": <suchbegriff>
site:www.sgipt.org
z.B. Gelderwerb Geld site:www.sgipt.org. |
korrigiert: