Wirtschaftsstatistik Einkommen, Löhne und Gehälter,
Gagen der etilE
und Hartz IV
siehe bitte auch Überblick wichtige Wirtschaftsdaten Zeitreihen 1991-aktuell (7, 8, 14)
von Rudolf Sponsel, Erlangen
Editorial * Armut/Reichtum: Armuts- und Reichtumsberichte der Bundesregierung * Einkommen * Gagen der etilE * Hartz-IV. * Löhne und Gehälter * Öffentliches Finanzvermögen * Reiche, Millionäre und Milliardäre * Vermögensverteilung * Querverweise *
Der
erste Armutsatlas für Regionen in Deutschland: DPGV-Online.
(PDF).
Das
Suchprogramm der Bundesregierung kennt den Begriff der Armut nicht (Suchabruf
19.5.9):
Armut: "Leider konnte kein Diokument gefunden werden. Bitte überprüfen
Sie Ihre Angaben."
Armuts-
und Reichtumsberichte der Bundesregierung
"Mit Beschluss vom 27. Januar 2000 hat der Deutsche Bundestag die Bundesregierung
aufgefordert, regelmäßig einen Armuts- und Reichtumsbericht
zu erstatten. Am 25. April 2001 hat die Bundesregierung den ersten Armuts-
und Reichtumsbericht vorgelegt [Erster,
Anlagen].
Der Bericht und die zeitgleiche Vorlage des "Nationalen Aktionsplanes zur
Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung 2001-2003" (NAP-incl)
bei der EU-Kommission waren der Beginn einer kontinuierlichen Berichterstattung
über Fragen der sozialen Integration und der Wohlstandsverteilung
in Deutschland. Die Armuts- und Reichtumsberichterstattung basiert auf
dem Leitgedanken, dass eine detaillierte Analyse der sozialen Lage die
notwendige Basis für eine Politik zur Stärkung sozialer Gerechtigkeit
und zur Verbesserung gesellschaftlicher Teilhabe ist. Am 19. Oktober 2001
hat der Deutsche Bundestag die Verstetigung der Armuts- und Reichtumsberichterstattung
beschlossen und die Bundesregierung aufgefordert, jeweils zur Mitte einer
Wahlperiode einen entsprechenden Bericht vorzulegen. Dem kommt die Bundesregierung
mit der Vorlage des Berichts "Lebenslagen in Deutschland - Der 2. Armuts-
und Reichtumsbericht der Bundesregierung" nach. Der Bericht beschreibt
die Lebenslagen der Menschen in Deutschland auf der Basis statistischer
Daten etwa zu Einkommen, Vermögen, Erwerbstätigkeit, Bildungsbeteiligung.
Stand: Februar 2005. PDF-Bericht
(1.79 MB) 370 Seiten., Anhänge."
Gewinneinkommen auf
Rekordhoch
"Die Gewinnquote am Volkseinkommen hat einen neuen Höchststand
erreicht, der Anteil der Arbeitseinkommen sank selbst im Aufschwung. Der
Abschwung löst den Aufschwung abrupt und dramatisch ab. Die Bezieher
verschiedener Einkommensarten gehen mit unterschiedlichen Voraussetzungen
in die wirtschaftlich schwierige Zeit, zeigt der neue Verteilungsbericht
des WSI.* Die Einkommen aus Gewinnen und Vermögen sind brutto wie
netto noch einmal gestiegen und erreichen einen historischen Spitzenwert:
2007 machten sie netto 34 Prozent des privat verfügbaren Volkseinkommens
aus, im ersten Halbjahr 2008 waren es 35,8 Prozent. 1960 hatte diese Einkommensart,
die überwiegend einem relativ kleinen Personenkreis zufließt,
noch einen Anteil von 24,4 Prozent, 1990 waren es 29,8 Prozent. Besonders
stark wuchsen dabei zuletzt die Unternehmensgewinne. ... " [Böckler
Impuls 19/2008]
Tarifrunde
zweites Halbjahr 2008: Wenig Neuabschlüsse, viele Stufenerhöhungen
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr.
068 vom 27. Februar 2009
"WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis)
mitteilt, wurden im zweiten Halbjahr 2008 in Deutschland nur wenige Tarifverträge
neu abgeschlossen. Der Großteil der Tariferhöhungen beruhte
auf Stufenerhöhungen aus der Tarifrunde 2007.
In der Metallindustrie vereinbarten Gewerkschaften
und Arbeitgeber im November 2008 einen Neuabschluss, der eine Tariferhöhung
um insgesamt 4,2% vorsieht (2,1% zum 1. Februar 2009 sowie eine weitere
Erhöhung um 2,1% ab 1. Mai 2009). Als Ausgleich für die verzögerte
Anpassung der Lohn- und Gehaltserhöhungen erhalten die Beschäftigten
eine Pauschalzahlung von 510 Euro für die Monate November 2008 bis
Januar 2009. Auch in anderen Branchen wurden Tariferhöhungen von 4%
oder mehr neu abgeschlossen, zum Beispiel in der Kies- und Sandindustrie
in Bayern (+ 5,0%), in den Erdöl- und Erdgas-, Bohr- und Gewinnungsbetrieben
im früheren Bundesgebiet (+ 4,4%) oder in der Nährmittelindustrie
in Bayern (+ 4,0%). Hierbei handelt es sich jedoch um Tarifabschlüsse,
die vergleichsweise wenig Beschäftigte betreffen.
Wegen länger laufender Abschlüsse aus
der Tarifrunde 2007 mit Stufenerhöhungen auch für das Jahr 2008
fanden in vielen Wirtschaftszweigen und Tarifbereichen keine Lohn- und
Gehaltsverhandlungen statt. Bei vielen Tarifabschlüssen wurden im
zweiten Halbjahr 2008 Stufenerhöhungen wirksam, beispielsweise in
der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie (+ 2,5% bis + 2,6%), im
Groß- und Außenhandel (+ 2,3% bis + 2,5%), in der Druckindustrie
(+ 2,1%) und in der Chemischen Industrie der neuen Länder (+ 2,0%).
Im Baugewerbe erhielten die Beschäftigten im Mai 2008 deutschlandweit
eine Stufenerhöhung um 1,5% und eine weitere im September 2008 um
1,6%.
Im Bankgewerbe sind die Tarifverträge Ende
Juni 2008 ausgelaufen. Aufgrund der Finanzkrise haben die Gewerkschaften
die Streikmaßnahmen Mitte Oktober ausgesetzt. Ein Abschluss kam bisher
nicht zustande.
Detaillierte Angaben zu diesen und weiteren Tarifverträgen,
zum Beispiel zur Verdiensthöhe, zur Arbeitszeit und zu den vermögenswirksamen
Leistungen, bietet die Fachserie 16, Reihe 4.1 (Tariflöhne) und 4.2
(Tarifgehälter), 2. Halbjahr 2008, die ab sofort im Publikationsservice
des Statistischen Bundesamtes unter [Online],
Suchwort "Tariflöhne" beziehungsweise "Tarifgehälter", als kostenfreier
Download zur Verfügung steht.
Die Ergebnisse der Tarifverdienststatistiken basieren
auf Auswertungen ausgewählter Tarifverträge der Wirtschaftsbereiche
Produzierendes Gewerbe, Handel, Kredit- und Versicherungsgewerbe, Verkehr
und Nachrichtenübermittlung, Gebietskörperschaften sowie ausgesuchten
Dienstleistungsbereichen."
"
2007:
Öffentliches Finanzvermögen 2007 um 4% gesunken
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr.
476 vom 11. Dezember 2008
WIESBADEN - Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis)
betrug das Finanzvermögen der öffentlichen Haushalte zum Jahresende
2007 insgesamt 213 Milliarden Euro. Dies entspricht rechnerisch einem Finanzvermögen
von 2 594 Euro je Einwohner. Gegenüber dem Vorjahr (mit 223 Milliarden
Euro) ist ein Rückgang um 4,4% oder rund 10 Milliarden Euro zu verzeichnen.
Zu den öffentlichen Haushalten zählen Bund, Länder und Gemeinden/Gemeindeverbände
einschließlich ihrer Extrahaushalte. Nicht enthalten ist der Vermögensbestand
an Anteilsrechten, wie Aktien
oder Investmentzertifikaten und sonstigen Beteiligungen.
Das größte Finanzvermögen besaßen
der Bund und seine Extrahaushalte mit 78,0 Milliarden Euro (rechnerisch
ein Wert von 949 Euro je Einwohner).
Die Länder und ihre Extrahaushalte hielten ein Finanzvermögen
von 71,8 Milliarden Euro (oder 873 Euro je Einwohner) und die Gemeinden
beziehungsweise Gemeindeverbände einschließlich ihrer Extrahaushalte
von 63,5 Milliarden Euro (beziehungsweise 831 Euro je Einwohner).
Die Ausleihungen (vergebene Kredite) hatten einen
Anteil von 70,6 Milliarden Euro (- 10,6%) am Finanzvermögen der öffentlichen
Haushalte.
Der Bestand an Bargeld und Einlagen (zum Beispiel Tagesgelder) betrug
57,1 Milliarden Euro (- 7,4%) und an Wertpapieren (ohne Anteilsrechte)
8,7 Milliarden Euro (+ 1,0%). Die sonstigen Forderungen (unter anderem
offene Steuerforderungen, Gebühren, aber auch privatrechtliche
Forderungen) beliefen sich auf 76,9 Milliarden Euro (+ 4,2%).
Methodische
Kurzbeschreibung Statistik über das Finanzvermögen des Staatssektors
Was beschreibt die Statistik über das Finanzvermögen
des Staatssektors?
Die Statistik über das Finanzvermögen des Sektors Staat bildet
das Finanzvermögen des Bundes, der Länder, der Gemeinden und
Gemeindeverbände sowie ihre jeweiligen Sondervermögen und das
der Zweckverbände ab. Hinzu kommt seit dem Erhebungsjahr 2005 das
Finanzvermögen aller mehrheitlich-öffentlich bestimmten Fonds,
Einrichtungen und Unternehmen des Staates, die außerhalb der öffentlichen
Kernhaushalte mit eigenem – meistens doppischem – Rechnungswesen geführt
werden.
Das Finanzvermögen des Staates wird in dieser
Statistik durch die folgenden Vermögensarten definiert: Bargeld und
Einlagen, Wertpapiere und Finanzderivate, vergebene Kredite, Anteilsrechte
sowie alle sonstigen Forderungen der öffentlichen Haushalte. Sowohl
die Wertpapiere als auch die vergebenen Kredite werden dabei nach ihren
Ursprungslaufzeiten (bis einschließlich 1 Jahr und mehr als 1 Jahr)
und nach Emittenten beziehungsweise Schuldnern nachgewiesen.
Zusammen mit der Schuldenstatistik bildet die Statistik
über das Finanzvermögen die Grundlage für die Stabilitätsberichterstattung
durch die Deutsche Bundesbank an die Europäische Kommission.
Wie werden die Daten der Statistik über
das Finanzvermögen des Staats ermittelt?
Die Statistik über das Finanzvermögen des Staates wird seit
2004 jährlich zum Stichtag 31. Dezember als Totalerhebung durchgeführt.
Als Basis für die Auskunftserteilung dienen vor allem die Ergebnisse
aus den Rechnungsabschlüssen der staatlichen und kommunalen Haushalte
sowie aus den Jahresabschlüssen der mehrheitlich-öffentlich bestimmten
Fonds, Einrichtungen und Unternehmen des Sektors Staat. Die Erhebung über
das Finanzvermögen zählt zu den Primärstatistiken.
Die Daten des Bundes (einschließlich seiner
Sondervermögen) und der Länder sowie der Fonds, Einrichtungen
und Unternehmen in mehrheitlichem Bundesbesitz werden zentral vom Statistischen
Bundesamt erhoben, die der übrigen Einheiten dezentral von den jeweiligen
Statistischen Landesämtern (Sitzland).
Rechtsgrundlage für die Erhebung bildet das
Finanz- und Personalstatistikgesetz (FPStatG) in der Fassung der Bekanntmachung
vom 22. Februar 2006 (Bundesgesetzblatt (BGBl) I Seite 438) in Verbindung
mit dem Bundesstatistikgesetz (BStatG) vom 22. Januar 1987 (BGBl. I Seite
462, 565), zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 7. September
2007 (BGBl. I Seite 2 246). Es werden die Angaben zu Paragraph 5 Nummer
4 Finanz- und Personalstatistikgesetz (FPStatG) erhoben. Die Berichtskreisabgrenzung
der Fonds, Einrichtungen und Unternehmen erfolgt nach der Verordnung (EG)
Nummer 2 223/96 des Rates vom 25. Juni 1996 zum Europäischen System
Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG 95) auf nationaler und regionaler
Ebene in der Europäischen Gemeinschaft (Amtsblatt der Europäischen
Gemeinschaften Nr. L 310 vom 30. November 1996, Seite 1 und folgende Seiten).
Wann werden die Ergebnisse der Statistik über
das Finanzvermögen des Staatssektors veröffentlicht?
Die vorläufigen Ergebnisse dieser Erhebung werden in einer Pressemitteilung
am Ende des auf das Berichtsjahr folgenden Jahres veröffentlicht.
Die erste Pressemitteilung zum Themengebiet „Finanzvermögen des Staatssektors“
wurde im März 2007 für das Berichtsjahr 2005 herausgegeben. Eine
ausführliche Darstellung der Ergebnisse ist erstmalig für die
Erhebung vom 31. Dezember 2007 in Form einer Fachserie geplant. Diese wird
im Frühjahr 2009 kostenlos zum Download im Publikationsservice des
Statistischen Bundesamtes zur Verfügung stehen.
Wie genau sind die Ergebnisse der Statistik über
das Finanzvermögen des Staatssektors?
Die Datengenauigkeit der Vermögenstatistik entspricht den Anforderungen
des ESVG 95. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass die Daten von
Bund, Ländern und Gemeinden aus sehr unterschiedlichen Verwaltungsunterlagen
zusammengeführt werden müssen und daher bei der Zuordnung einzelner
Vermögenspositionen Verfahrensunterschiede vorliegen können.
Im Rahmen regelmäßiger Plausibilitätsprüfungen werden
Zuordnungsfehler und auch Antwortausfälle jedoch auf ein Minimum reduziert.
Der zunehmende Übergang der öffentlichen Haushalte auf ein neues
doppisches Rechnungswesen mit präzisen Vermögensnachweisen wird
hier eine weitere Verbesserung bringen.
___
Soziale
Polarisierungen in der Einkommens- und Vermögensverteilung [WSI]
"Im Rahmen dieses Projekts wird die Einkommens- und Vermögensverteilung
auf der Ebene der individuellen Erwerbseinkommen, der staatlichen Umverteilung
und der privaten Haushaltslage analysiert, um Veränderungen insbesondere
Ungleichgewichte, schiefe Verteilungen von Steuer- und Abgabelasten, unterschiedliche
Vermögensbildungspotentiale usw. zu identifizieren. Vor allem Armut
und Reichtum in Form von sozialen Polarisierungen belasten viele Politikbereiche
(Arbeitsmarktpolitik, Steuerpolitik, soziale Sicherung) und bergen sogar
Sprengkraft für den Sozialstaat. Zu einzelnen Verteilungsaspekten
werden gelegentlich Unterprojekte entwickelt, z.B. zu "Armut in der Arbeit"
oder "Niedriglöhne"/Niedrigproduktivitäten". Projektteam: Dr.
Claus Schäfer, WSI. Vorgehen: Auswertung von amtlichen und nicht-amtlichen
Statistiken, eigene empirische Erhebungen, Literaturrecherche, Transfer
von Forschungserkenntnissen.
Veröffentlichungen zum Projekt:
WSI-Herbstforum. Armut, Reichtum und Sozialstaat. Ist die soziale Spaltung
noch lösbar? 29. November 2007 bis 30. November 2007 [Info]
| Suchen in der IP-GIPT,
z.B. mit Hilfe von "google": <suchbegriff>
site:www.sgipt.org
z.B. Gelderwerb Geld site:www.sgipt.org. |
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