Internet Publikation für
Allgemeine und Integrative Psychotherapie
IP-GIPT DAS=05.01.2011,
Internet-Erstausgabe, letzte Änderung 29.12.11
Impressum:
Diplom-Psychologe Dr. phil. Rudolf Sponsel Stubenlohstr. 20
D-91052 Erlangen
E-Mail:
sekretariat@sgipt.org
_ Zitierung
& Copyright
Anfang_Schulden-Infos
2011__Service_
Überblick_
Relativ
Aktuelles_Rel.
Beständiges_
Titelblatt_
Konzept_
Archiv_
Region_
Wichtige
Hinweise zu Links und Empfehlungen
Willkommen in unserer Internetpublikation für Allgemeine
und Integrative Psychotherapie, Abteilung Politische Psychologie, Bereich
Finanzen, Finanzpolitik und Finanzwissenschaft, und hier speziell zum Thema:
Schulden-Infos 2011
Aktuell: Finanzkrise
2007/08 * "Schuldenbremse" * 2010
* 2009 * 2008 * 2007
* 2006
Schuldenporträts
* Schuldenuhren * Eliten
*
Frei verwendbar mit Angabe der Quelle
R. Sponsel IP-GIPT (12/06) * Ausführlich.
mitgeteilt von Rudolf Sponsel, Erlangen
Hinweise und Kritik willkommen
Vorbemerkung.
Stichworte:
Armut-
und Reichtumsberichte der Bundesregierung * Ausland
* Banken * Bund * Bundesliga
* Datenquellen * Deutschland
*
Eliten
* EU/Europäische Union * EU
Defizitverfahren * Finanzkrise 2007/08
* Gemeinden * Gesundheitsfond
* Gewerkschaften * Globalplayer
* Haushaltsüberschuss?
* Insolvenzen * Institutionen
* Kassenverstärkungskredite
* Kirchen * Kommunale Finanzen
> Gemeinden * Krankenkassen * Länder
* Länderfinanzausgleich * Landkreise
* Medien * Milchmädchenrechnung
* Motive ...
*
Öffentliche
Haushalte *
PPP * Privathaushalte
* Schuldenbremse * Schulden-Pisa
* Schuldenreport Verbraucher-
& Wohlfahrtsverbände * Sozialhilfe
* Sozialversicherung * Staatsverschuldung
* Städte, Kreise ...
* Steuern * Subprime Debakel > Finanzkrise
2007/08. * Theater * Therapie
der Staatsverschuldung * Unternehmen *
Unternehmensinsolvenzen
* Verbraucherinsolvenzen * Vereine
* Wiedervereinigung
und Staatsverschuldung * Wirtschaftszyklen
und "manisch-depressive" Entgleisungen * Zahlungsmoral
* Zusammenhänge *
Vorbemerkung: Hier werden Materialien,
Dokumente, Literatur und Links zur Verschuldung (Privat, Wirtschaft, Institutionen
und Öffentliche Hand) und ihrer Folgen gesammelt (Insolvenzen, wirtschaftliche,
institutionelle, staatliche, private und menschliche Zusammenbrüche,
Kaufsucht, Konsumsucht, Gewinnsucht, Betrug, Hochstapelei, Korruption,
Vorteilsnahme, Show und Schein, Vertrauenskrisen, Selbstvertrauenskrisen,
Ehe- und Beziehungskrisen, Entwurzelung, Selbstmorde, Krankheit, Elend,
Einsamkeit, Scham, Entwertung, Verelendung, Armut, Manipulation, Ausbeutung,
Mißbrauch, Wirtschaftskrisen, Wachstumsfalle, Manisch-depressive
Wirtschaftsphasen, ...). Schuldendaten, die vorangehende Jahre betreffen,
werden unter den jeweiligen Jahren 2009, 2008,2007,2006eingetragen.
Handelsblatt
23.9.2011: Die Wahrheit. Die offizielle Staatsschuld in Deutschland
beläuft sich auf zwei Billionen Euro. Das ist aber nur die eine Hälfte
der Wahrheit. Hinzu kommen die Rechtsansprüche von Rentnern, Arbeitslosen,
Kranken und Pflegebedürftigen, denen keine heutigen Einnahmen, keine
Rücklagen und auch keine geplanten Einnahmen gegenüberstehen.
Neue Zahlen von Prof. Bernd Raffelhüschen, dem Experten für Sozialstaatsfinanzierung,
fügen den zwei Billionen Euro Schulden weitere fünf Billionen
Euro hinzu." (MorningBriefing)
Armut-
und Reichtumsberichte der Bundesregierung > 2010, 2009, 2008,
2007, 2006.
(> PWK2-48):
Armutsbericht-1,
(2001) Anlage;
Armutsbericht-2
(2005), Anlage.
Ausland > EU/Europa,
"... " [] > , 2010,
-
Japan. , 2010,
-
"Tickende Schuldenbombe im Pazifik. Bisher gilt Japan trotz seiner Rekorddefizite
als solvent - Nun entziehen Ratingagenturen Tokio das Vertrauen. Japan
wird zum Risikofaktor der Weltwirtschaft. Kein Land hat so viele Schulden
angehäuft: das Doppelte der nationalen Wirtschaftsleistung ... " [Welt
23.2.11]
-
Russland. [W]
, 2010,
-
USA:
, 2010, > Aktuelle
Infos Verschuldung USA
-
"US-Staatsschulden
überschreiten 14 Billionen US-Dollar. Die Mehrheit der Amerikaner
spricht sich für Steuererhöhungen bei den Reichen aus. Die staatlichen
Schulden der USA haben Ende Dezember die Marke von 14 Billionen US-Dollar
überschritten. Für die letzte Billion waren gerade einmal sieben
Monate notwendig, im Juni des vergangenen Jahres lag der Schuldenstand
noch bei 13 Billionen, Ende 2008 bei 10 Billionen (in Deutschland beträgt
die Staatsverschuldung über 1,7 Billionen Euro). Im Februar hatte
US-Präsident Obama erst die Grenze für die Staatsverschuldung
auf fast 14,3 Billionen erhöht, jetzt muss das Weiße Haus im
Kongress schnell eine weitere Erhöhung durchsetzen. ... [heise
4.1.11]"
-
-
Staatsschulden
2011 im internationalen Vergleich in % vom BIP (60% Höchstzulässiger
Grenzwert in der EU): > Europa im Detail.
> , 2010,
_
Banken. > , 2010,
2009,
2008,
2007,2006.
[Google:
Verschuldung der Banken]
Bund. > , 2010,
2009,
2008,2007,
2006.
[Google:
Verschuldung des Bundes] > Öff.
Haushalte.
Bundesliga. > , 2010,2009,
2008,
2007,
2006.
[Google:
Schulden Bundesliga]
Datenquellen > , 2010,
2009,
2008,
2007,
2006.
Die wichtigste Datenquelle für Deutschland wird vom statistischen
Bundesamt kostenlos zur Verfügung gestellt, was sehr zu begrüßen
und anzuerkennen ist, weil es Transparenz schafft und den BürgerInnen
die Möglichkeit zur Kontrolle gibt. Aktuelle Daten einschließlich
2005 findet man hier
und dort.
Siehe bitte auch Überblick Staatsverschuldung.
Deutschland: > Überblick
Staatsverschuldung.
Eliten. Die Welt
ist so gut oder schlecht, wie ihre Eliten und die Basis, die sie tragen.
Europäische Union > , 2010,
EU/ Europäische
Union Defizitverfahren > , 2010,
Finanzkrise
2007/08/09... (subprime Debakel).
Doku 1. Quartal 2010 * Doku
4. Quartal 2009 * Doku 3. Quartal 2009
Gewerkschaften. > , 2010,
2009,
2008,
2007,
2006.
[Google:
Verschuldung der Gewerkschaften]
Gemeinden. > , 2010,
2009,
2008,
2007,
2006.
> Gemeinden (Standort)
> Landkreise > Öffentliche
Haushalte > Städte,
Kreise und Gemeinden. > Schuldenfreie
Gemeinden * [Google:
Verschuldung der Gemeinden]
"Städte leben vom
Dispo-Kredit. Kommunen wie Mönchengladbach können ihre Ausgaben
nicht mehr bezahlen. Der Bund der Steuerzahler schlägt Alarm.Ebbe
im Portemonnaie: Den Kommunen fehlt das Geld für die laufenden Kosten.
Niederrhein. Den Kommunen geht es schlecht. Das ist nicht neu, aber trotz
Hilfsprogrammen von Bund und Land steigt die Verschuldung weiter an. Auch
höhere Steuereinnahmen durch die boomende Wirtschaft sorgen nicht
für Besserung. Im Gegenteil: Immer mehr Städte müssen ihren
laufenden Haushalt mit Krediten finanzieren. Die Kassenkredite der Kommunen
sind massiv angestiegen. Diese sogenannten Liquiditätskredite, die
mit Dispokrediten für Privathaushalte vergleichbar sind, beliefen
sich zum Ende des dritten Quartals in NRW laut Landesamt Information und
Technik auf 21,6 Milliarden Euro. Das sind 6,7 Prozent mehr als Ende 2010.
Hinzu kommen die Kredite, die die Kommunen für Investitionen aufgenommen
haben – doch damit werden immerhin Werte geschaffen. ..." [WZ
28.12.11]
Insolvenzen > Unternehmensinsolvenzen,
Verbraucherinsolvenzen.
> , 2010,
2010:
2,1% weniger Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2010
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr.
96 vom 10.03.2011
"WIESBADEN - Im Jahr 2010 meldeten die deutschen Amtsgerichte 31 998
Unternehmensinsolvenzen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt,
sank die Zahl der Insolvenzen von Unternehmen damit um 2,1% gegenüber
2009. Im Krisenjahr 2009 hatten die Unternehmensinsolvenzen erstmals seit
dem Jahr 2003 wieder zugenommen (+ 11,6%). Im Jahr 2003 hatten sie mit
39 320 Fällen ihren bisherigen Höchststand.
Die Verbraucherinsolvenzen nahmen im Jahr 2010 zu.
Sie stiegen auf 108 798 Fälle - das waren 7,6% mehr als im Vorjahr.
Im Jahr 2009 lag die Zahl der Verbraucherinsolvenzen um 3,0% höher
als im Jahr 2008. Allerdings waren die Verbraucherinsolvenzen im Jahr 2008
zum ersten Mal seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999 zurückgegangen
(- 7,1% gegenüber 2007).
Die Insolvenzen von Personen, die früher einer
selbstständigen Tätigkeit nachgegangen sind, lagen mit 23 065
Fällen um 6,4% unter dem Vorjahresniveau. Bei den ehemals selbstständig
Tätigen ist bereits eine Insolvenz des Unternehmens vorausgegangen.
Für sie gilt, wie für Verbraucher, die Möglichkeit der Restschuldbefreiung
und der Stundung der Verfahrenskosten.
Die Gesamtzahl aller Insolvenzen einschließlich
der 2 783 Nachlassinsolvenzen und der 1 814 Insolvenzen von natürlichen
Personen, die als Gesellschafter größerer Unternehmen von einer
Insolvenz betroffen waren, belief sich im Jahr 2010 auf 168 458 Fälle
(+ 3,4% gegenüber 2009).
Die Gerichte bezifferten die voraussichtlichen Forderungen
der Gläubiger im Jahr 2010 auf rund 39,0 Milliarden Euro. Im Jahr
2009 beliefen sich die Forderungen auf 85,0 Milliarden Euro. Dies war die
bisher höchste Forderungssumme und war auf die Insolvenzen einiger
wirtschaftlich bedeutender Unternehmen zurückzuführen. Zum Zeitpunkt
des Insolvenzantrages waren im Jahr 2010 insgesamt rund 131 000 Personen
bei den insolventen Unternehmen beschäftigt. Im Jahr 2009 waren knapp
251 000 Arbeitnehmer von Insolvenzen betroffen. Allerdings konnten die
Gerichte in beiden Jahren bei etwa 16% der insolventen Unternehmen keine
Angaben über die Zahl der betroffenen Beschäftigten machen.
Im Dezember 2010 wurden 2 534 Insolvenzen von Unternehmen
(- 1,9%) und 8 727 Insolvenzen von Verbrauchern gemeldet (+ 0,8%). Insgesamt
registrierten die Gerichte 13 454 Insolvenzen, das waren 1,0% weniger als
im Dezember 2009.
Detaillierte Daten können kostenlos über
die Tabellen "Insolvenzen Unternehmen (52411 - 0004)" und "Insolvenzen
übrige Schuldner (52411 - 0009)" in der Datenbank GENESIS-Online (www.destatis.de/genesis)
abgerufen werden.
Weitere Ergebnisse und methodische Hinweise enthält
die Fachserie 2, Reihe 4.1, die kostenlos auf den Internetseiten des Statistischen
Bundesamtes unter www.destatis.de/publikationen, Suchwort: "Insolvenzen",
abrufbar ist.
Eine zusätzliche Tabelle, eine methodische
Kurzbeschreibung sowie weitere Daten und Informationen zum Thema bietet
die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.
"
Institutionen. > 2008, 2007,
2006.
Organisatorische Einrichtung der Gesellschaft für
bestimmte Aufgaben, z.B. Kirche, Krankenkasse, Rentenversicherung, Sozialversicherung,
Energieversorgung.
[Google:
Verschuldung von Institutionen]
Kassenverstärkungskredite.
> 2008, 2007,
2006.
Kirchen. > 2009, 2008, 2007,
2006.
[Google:
Schulden der Kirchen]
Kommunen > Gemeinden. > Schuldenfreie
Gemeinden
Krankenkassen. > ,
2010,
2009,
2008,
2007,
2006.
[Google:
Schulden der Krankenkassen]
Bundesversicherungsamt
zur Kreditaufnahme durch Krankenkassen am 31.1.2003:
| "Krankenkassen dürfen grundsätzlich keine Kredite aufnehmen,
sondern müssen nach § 220 Abs. 1 Satz 2 SGB V ihre Beiträge
so bemessen, dass sie zusammen mit den sonstigen Einnahmen (Zinsen, Erstattungen
etc.) die im Haushaltsplan vorgesehenen Ausgaben und die vorgeschriebene
Auffüllung der Rücklage decken (Grundsatz der Eigenfinanzierung)."
[Quelle] |
Länder.
> , 2010, 2009,
2008,
2007,
2006.
> Staatsverschuldung
Erg.: 02.11.06 Aktualisierung
Gleitende Schuldenwachstumsraten der Länder 1991-2005
[Google:
Schulden der Länder]
> Öffentliche
Haushalte
Länderfinanzausgleich
>
, 2010, 2009,
2008,
2007,
Landkreise. > , 2010,
2009, 2008,
2007,
2006.
> Gemeinden > Landkreise
(Standort) > Öffentliche
Haushalte > Staatsverschuldung
> Städte,
Kreise und Gemeinden. > Schuldenfreie
Gemeinden * [Google:
Verschuldung der Landkreise]
Schulden
Rheinlandpfalz 2004: Die Verwaltungseinheit Landkreis Südwestpfalz
war 2004 schuldenfrei.
Medien. > , 2010, 2009,
2008,
2007, 2006. [Google:
Verschuldung der Medien]
Motive,
Gründe, Hintergründe und Bedingungen von Verschuldung.
> 2008, 2007,
[Google:
Motive +Gründe +Schulden] Querverweis:
Die
politische Krankheit der Schuldentollwut.
Öffentliche Haushalte >
,
2010, 2009, 2008,
2007,
2006
> Bund > Gemeinden
> Landkreise >
Länder
> Öffentliche Haushalte(Standort)
> Staatsverschuldung > Städte,
Kreise und Gemeinden. * [Google:Verschuldung
Öffentliche Haushalte] [Öffentliche
Finanzen nach destatis: 29.9.6,
]
2011-3Q:
Öffentliche Schulden im 3. Quartal 2011 um 10 Milliarden Euro gestiegen
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr.
485 vom 27. Dezember 2011
"WIESBADEN - Zum Ende des 3. Quartals 2011 war der öffentliche
Gesamthaushalt in Deutschland mit 2 027,5 Milliarden Euro verschuldet.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis vorläufiger Ergebnisse
mitteilt, entsprach dies einer Zunahme um 10,4 Milliarden Euro beziehungsweise
0,5 % gegenüber dem Ende des 2. Quartals 2011.
Die bisher veröffentlichten Ergebnisse für
das zweite Quartal 2011 wurden aufgrund einer Korrekturmeldung der FMS-Wertmanagement
überarbeitet. Diese fungiert als Abwicklungsanstalt für Risikopapiere
der Hypo Real Estate und hatte zum 30. Juni 2011 einen um rund 55 Milliarden
Euro überhöhten Schuldenstand gemeldet.
Beim Bund erhöhten sich die Schulden zum 30.
September 2011 gegenüber dem 30. Juni 2011 um 0,4 % (+ 5,8 Milliarden
Euro) auf 1 288,8 Milliarden Euro. Die Länder waren mit 610,0 Milliarden
Euro verschuldet, dies entsprach einer Zunahme um 0,7 % (+ 4,2 Milliarden
Euro). Die Verschuldung der Gemeinden/Gemeindeverbände stieg um 0,3
% (+ 0,4 Milliarden Euro) auf 128,7 Milliarden Euro.
Die Ergebnisse beziehen sich auf die Kern- und Extrahaushalte
von Bund, Ländern sowie Gemeinden/Gemeindeverbänden und umfassen
die Kreditmarktschulden und Kassenkredite. Sie sind nicht vollständig
vergleichbar mit den kürzlich veröffentlichten jährlichen
Schuldenergebnissen. Zum Einen sind die Schulden der kommunalen Zweckverbände
sowie der gesetzlichen Sozialversicherung nicht enthalten. Außerdem
werden bei der vierteljährlichen Schuldenstatistik teilweise auch
Kredite bei öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen einbezogen,
wie zum Beispiel Kredite bei den Trägern der gesetzlichen Sozialversicherung.
Eine Tabelle bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung
unter www.destatis.de.
"
2011-1HJ:
Öffentliches Finanzierungsdefizit im 1. Halbjahr 2011 um 44,4 Milliarden
Euro niedriger
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr.
365 vom 30. September 2011
"WIESBADEN -Im ersten Halbjahr 2011 errechnete sich auf der Basis vorläufiger
Ergebnisse der vierteljährlichen Kassenstatistik ein kassenmäßiges
Finanzierungsdefizit des öffentlichen Gesamthaushalts - in Abgrenzung
der Finanzstatistik - von 15,6 Milliarden Euro. Wie das Statistische Bundesamt
(Destatis) weiter mitteilt, fiel das Defizit um 44,4 Milliarden Euro niedriger
aus als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Einnahmen des öffentlichen
Gesamthaushalts (Kern- und Extrahaushalte) lagen im ersten Halbjahr 2011
bei 555,1 Milliarden Euro und waren damit um 11,2 % höher als im ersten
Halbjahr 2010. Die Ausgaben beliefen sich in den ersten sechs Monaten des
Jahres 2011 auf 570,7 Milliarden Euro. Ihr Zuwachs gegenüber dem ersten
Halbjahr 2010 war mit + 2,1 % deutlich geringer.
Im Berichtszeitraum reduzierte sich das Finanzierungsdefizit
des Bundes um 26,5 Milliarden Euro auf 10,8 Milliarden Euro. Das Finanzierungsdefizit
der Länder ging um 7,3 Milliarden Euro auf 4,0 Milliarden Euro zurück.
Die Gemeinden und Gemeindeverbände wiesen ein Finanzierungsdefizit
von 4,8 Milliarden Euro aus, das um 3,5 Milliarden Euro geringer war als
im ersten Halbjahr 2010. Für die Sozialversicherung errechnete sich
ein Finanzierungsüberschuss von 4,0 Milliarden Euro - im ersten Halbjahr
2010 war es noch ein Finanzierungsdefizit von 3,0 Milliarden Euro.
Der kräftige Zuwachs bei den öffentlichen
Einnahmen war maßgeblich auf die um 7,0 % auf 473,3 Milliarden Euro
gestiegenen Einnahmen aus Steuern und steuerähnlichen Abgaben zurückzuführen.
Beim Bund lagen die Steuereinnahmen um 9,3 %, bei den Ländern um 8,6
% und bei den Gemeinden sogar um 12,8 % über dem im ersten Vorjahreshalbjahr
erzielten Niveau. Etwas geringer fiel mit + 3,8 % der Zuwachs bei den Beitragseinnahmen
der Sozialversicherung aus, die zu den steuerähnlichen Abgaben zählen.
Bei den öffentlichen Ausgaben stiegen die Personalausgaben
im ersten Halbjahr 2011 um 2,5 % auf 113,7 Milliarden Euro. Die Ausgaben
für den laufenden Sachaufwand erhöhten sich um 2,7 % auf 144,0
Milliarden Euro gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Dagegen
unterschritten die Ausgaben für soziale Leistungen mit 187,6 Milliarden
Euro das Vorjahresniveau um 2,4 %.
Methodische Hinweise
Die vorläufigen Kassenergebnisse im ersten Halbjahr 2011 beziehen
sich auf den öffentlichen Gesamthaushalt (Kern- und Extrahaushalte
des Bundes, der Länder, der Gemeinden und Gemeindeverbände und
der Sozialversicherung sowie EU-Anteile).
Die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2010
wurden revidiert und sind mit den im Vorjahr veröffentlichten Daten
nicht vergleichbar. Gründe der Revision sind unter Anderem die erstmalige
Einbeziehung der Extrahaushalte der Gemeinden und Gemeindeverbände
sowie methodische Anpassungen.
Endgültige Ergebnisse für den öffentlichen
Gesamthaushalt im ersten Halbjahr 2011 werden in der Fachserie 14, Reihe
2 "Vierteljährliche Kassenergebnisse des öffentlichen Gesamthaushalts"
voraussichtlich im November 2011 veröffentlicht.
"
2011-Q1:
Öffentliches Finanzierungsdefizit im ersten Quartal 2011 um 15,8 Milliarden
Euro verringert
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr.
246 vom 30.06.2011
"WIESBADEN - Das kassenmäßige Finanzierungsdefizit des öffentlichen
Gesamthaushalts - in Abgrenzung der Finanzstatistik - betrug im ersten
Quartal 2011 34,7 Milliarden Euro. Wie das Statistische Bundesamt
(Destatis) auf der Basis vorläufiger Ergebnisse der vierteljährlichen
Kassenstatistik weiter mitteilt, war damit das Defizit um 15,8 Milliarden
Euro geringer als im ersten Quartal 2010. Die öffentlichen Einnahmen
stiegen gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres um 10,0% auf 265,3
Milliarden Euro. Die öffentlichen Ausgaben erreichten mit einem Plus
von 2,9% den Betrag von 300,0 Milliarden Euro.
Der Rückgang des kassenmäßigen Finanzierungsdefizits
der Kern- und Extrahaushalte im ersten Quartal 2011 war maßgeblich
auf die kräftig gestiegenen Einnahmen zurückzuführen, die
beim Bund sowie bei den Ländern und Gemeinden/Gemeindeverbänden
jeweils über dem Zuwachs bei den Ausgaben lagen. Die Ausgaben der
gesetzlichen Sozialversicherung waren im Berichtszeitraum sogar leicht
rückläufig.
Im Einzelnen verringerte sich das kassenmäßige
Finanzierungsdefizit des Bundes im ersten Quartal 2011 gegenüber dem
ersten Vorjahresquartal um 4,7 Milliarden Euro auf 25,0 Milliarden Euro.
Das Finanzierungsdefizit der Länder ging um 5,8 Milliarden Euro auf
4,3 Milliarden Euro zurück. Die Gemeinden und Gemeindeverbände
verzeichneten ein Finanzierungsdefizit von 5,6 Milliarden Euro, das um
1,1 Milliarden Euro unter dem Betrag im ersten Quartal 2010 lag. Die gesetzliche
Sozialversicherung erzielte im Berichtszeitraum einen Finanzierungsüberschuss
von 0,1 Milliarden Euro - im ersten Quartal des Vorjahres hatte sie noch
ein Finanzierungsdefizit von 4,0 Milliarden Euro ausgewiesen.
Methodische Hinweise. Die vorläufigen Kassenergebnisse
im ersten Quartal 2011 beziehen sich auf den öffentlichen Gesamthaushalt
(Kern- und Extrahaushalte des Bundes, der Länder, der Gemeinden und
Gemeindeverbände und der gesetzlichen Sozialversicherung sowie EU-Anteile).
Die Ergebnisse für das erste Quartal 2010 wurden
revidiert und sind mit den im Vorjahr veröffentlichten Daten aufgrund
der Erweiterung des Berichtskreises nicht vergleichbar.
Endgültige Ergebnisse für den öffentlichen Gesamthaushalt
im ersten Quartal 2011 werden in der Fachserie 14, Reihe 2 "Vierteljährliche
Kassenergebnisse des öffentlichen Gesamthaushalts" voraussichtlich
im Juli 2011 veröffentlicht.
"
2010:
Öffentliche Schulden 2010 um 18% auf fast 2 Billionen Euro gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.069
vom 21.02.2011
"WIESBADEN – Die öffentlichen Haushalte waren nach ersten vorläufigen
Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) am 31. Dezember 2010
mit insgesamt 1 998,8 Milliarden Euro verschuldet. Dies entsprach rechnerisch
einer Schuldenlast von 24 450 Euro pro Kopf. Gegenüber dem 31. Dezember
2009 hat sich der Schuldenstand um 18,0% beziehungsweise 304,4 Milliarden
Euro erhöht. Dies war der höchste absolute Zuwachs des Schuldenstandes
in einem Jahr seit Bestehen der Statistik. Die Ergebnisse umfassen die
Kreditmarktschulden und Kassenkredite und beziehen sich auf die Kernhaushalte
des Bundes, der Länder, der Gemeinden und Gemeindeverbände und
ihre jeweiligen Extrahaushalte.
Wesentlich zum Anstieg beigetragen haben die
im Jahr 2010 neu gegründeten (beziehungsweise in Geschäftsbetrieb
gegangenen) „Bad Banks“. Die Übertragung von Risikopapieren der Hypo
Real Estate in die FMS Wertmanagement sowie die Stützungsmaßnahmen
der Ersten Abwicklungsanstalt für die WestLB erhöhten den Schuldenstand
zum Jahresende um 232,2 Milliarden Euro.
Beim Bund erhöhten sich die Schulden am 31.
Dezember 2010 gegenüber dem 31. Dezember 2009 um 21,9% (+ 230,3 Milliarden
Euro) auf rund 1 284,1 Milliarden Euro. Hierin sind unter anderem die Schulden
der FMS Wertmanagement (189,6 Milliarden Euro), des Sondervermögens
Finanzmarktstabilisierungsfonds (28,6 Milliarden Euro) sowie des Investitions-
und Tilgungsfonds (14,0 Milliarden Euro) enthalten, die zur Bewältigung
der Finanzmarktkrise gegründet wurden.
Die Länder waren am 31. Dezember 2010 mit etwa
595,3 Milliarden Euro verschuldet, dies entsprach einem Zuwachs von 13,0%
(+ 68,6 Milliarden Euro) gegenüber dem 31. Dezember 2009. Die Entwicklung
wurde maßgeblich durch die Einbeziehung der Ersten Abwicklungsanstalt
(42,6 Milliarden Euro) sowie durch weitere Maßnahmen im Zusammenhang
mit der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise auf Länderebene bestimmt.
Eine Verringerung der Schulden konnte nur in Sachsen (– 5,0%) und Mecklenburg-Vorpommern
(– 1,0%) erreicht werden.
Die Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände
einschließlich ihrer Extrahaushalte stieg zum 31. Dezember 2010 um
4,9% (+ 5,6 Milliarden Euro) auf knapp 119,4 Milliarden Euro gegenüber
dem 31. Dezember 2009.
_
"Öffentliche
Verschuldung knackt 2-Billionen-Grenze. Der Schuldenberg der
öffentlichen Haushalte wird in diesem Jahr voraussichtlich erstmals
die Zwei-Billionen-Grenze knacken. Nach Schätzungen von Alfred Boss
vom Institut für Weltwirtschaft, die dem Handelsblatt vorliegen, dürften
es am Jahresende genau 2,085 Billionen Euro sein, mit denen Bund, Länder,
Gemeinden und Nebenhaushalte in der Kreide stehen. Das wären dann
325 Milliarden Euro mehr als Ende 2009. ..." [FN/BG
17.12.10]
PPP Public Private
Partnerschip. 2009, 2008, 2007,
Rügemer, Werner (2006). Privatisierung in Deutschland.
Eine Bilanz. Von der Treuhand zu Public Private Partnership
3. Auflage. Münster: Verlag Westfälisches Dampfboot.
ISBN: 3-89691-630-0:
 |
"Besser, billiger, bürgernäher! Öffentliche
Haushalte entlasten! - Nach diesem neoliberalen Glaubensbekenntnis wird
privatisiert. Werner Rügemer zieht zum ersten Mal eine empirisch begründete
Bilanz für Ost- und Westdeutschland und legt offen: Die Privatisierung
von Medien, Post, Bahn, Rathäusern, Schulen, Müllentsorgung,
Strom, Wasser und der Sozialsysteme erweist sich als neue Quelle der öffentlichen
Verschuldung, der Arbeitslosigkeit, der Teuerung. Die Privatisierung der
DDR gab den Schub für die Privatisierung im Westen, die Akteure sind
dieselben. Rügemer zeigt Privatisierung als Element der "neoliberalen
Gegenreform" und der Umgründung des Staates. Die Konsequenz: Die öffentliche
Daseinsvorsorge muss als Teil einer kooperativen Ökonomie neu entwickelt
werden." [Q] |
Privathaushalte. > 2009,
2008,
2007,
2006
[Google:
Schulden der Privathaushalte]
> Verbraucherinsolvenzen. > Schuldenkompass.
> 04.10.2007: Privatverschuldung
2006.
Berlin: "Privathaushalte. Schuldenhochburg Berlin. In keinem
Bundesland sind so viele Menschen überschuldet wie in Berlin. Ein
neues Gesetz soll ihnen helfen. Von Aufschwung keine Spur: Während
sich die Wirtschaft erholt, wächst in vielen Haushalten die Schuldenlast.
„Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise erreichen die Schuldnerberatungsstellen
erst jetzt“, sagt Claus Richter, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft
(LAG) Schuldner- und Insolvenzberatung. 6,5 Millionen Menschen sind nach
Berechnungen der Auskunftei Creditreform überschuldet, und die Zahl
wächst weiter. ..." [TS
18.4.11]
Schuldenbremse.
-
Niedersachsen: "Schwarz-Gelb will schnelleres Schuldenverbot. Die
Verfassungsänderung kann nur mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit im Landtag
durchgesetzt werden. CDU und FDP in Niedersachsen wollen schon 2017 keine
neuen Schulden mehr aufnehmen. Das wären drei Jahre bevor die vom
Bund verordnete Schuldenbremse für alle Länder in Kraft tritt.
Den entsprechenden Vorschlag des Kabinetts für eine Verfassungsänderung
will Schwarz-Gelb jetzt mit der Opposition beraten. Schließlich müssen
zwei Drittel der Abgeordneten im Landtag für eine solche Verfassungsänderung
stimmen. ..." [ndr
29.3.11]
-
Hessen: "Volksabstimmung. 70 Prozent für die Schuldenbremse.
Seit 18.39 Uhr steht es fest: Bromskirchen hat sich als erste Gemeinde
für die Schuldenbremse ausgesprochen. Auch in den anderen Kommunen
ist das Ergebnis entsprechend ausgefallen. Der Landeswahlleiter berichtet
von 70 Prozent Ja-Stimmen.... " [faz
27.3.11]
-
Hessische etilE hingegen: "Wie schon 2009 über
150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sagen auch wir für Hessen:
Die Schuldenbremse verkürzt das zentrale Staatsziel der Sozialstaatlichkeit
und die Zukunftsvorsorge einer Volkswirtschaft auf die Stabilisierung des
Schuldenstandes der Öffentlichen Hand. Die Schuldenbremse kann vielleicht
erreichen, dass die Schulden nicht weiter steigen, aber um den Preis, dass
die zukünftigen Generationen unzureichend ausgebildet sind, da Geld
für Bildung fehlt, dass sie über eine abgewirtschaftete Infrastruktur
verfügen und in einer schlechten Umwelt leben müssen. ..." [WN
25.3.11]. RS: So kann man die Welt also auch auf den Kopf stellen.
-
NRW: "Landesverfassung. Kraft will Schuldenbremse für NRW.
NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) bereitet offenbar eine
Wende in ihrer Finanzpolitik vor. Nach Informationen unserer Redaktion
aus Parteikreisen will Kraft eine Initiative starten, um die im Grundgesetz
verankerte Schuldenbremse in die Landesverfassung zu übernehmen. ...
" [RPO
26.3.11]
Schulden-Pisa > 2009, 2008,
2007,
2006
Schuldenfreie
Gemeinden.
Schuldenkompass.
Schuldenporträts.
Schuldenreport
der Verbraucher und Wohlfahrtsverbände
2009,
Schuldenuhren.
Sozialhilfe > 2009, 2008,
2007,
> Sozialhilfe
in Familien.
Sozialversicherung.
> 2009, 2008, 2007.
Staatsverschuldung.
Schuldenuhr
zur aktuellen Verschuldung. > Überblick
Staatsverschuldung > Öffentliche
Haushalte.
Städte, Kreise
und Gemeinden. > 2009, 2008,
2007,
2006.
> Gemeinden > Landkreise
> Städte, Kreise und Gemeinden (Standort).
> Staatsverschuldung * [Google:
Schulden der Städte, Kreise und Gemeinden]
Steuern:
Steueroasen
- Offshorezentren * Steuerprogressionsparadox
*
Subprime Debakel > Finanzkrise
2007/08.
Theater. > 2009, 2008,
2007.
[Google:
Verschuldung Theater]
Therapie der Staatsverschuldung.
Strukturelle
Therapie des Schuldenproblems.
Das Struktur-Problem Schuldenspirale ist langfristig nur lösbar, wenn
echte Stabilitätsbedingungen in die Verfassung so eingebaut werden,
dass VerletzerInnen automatisch amtsenthoben, für eineZeit
lang von Wahlen ausgeschlossen und nicht durch Abfindungen
oder andere Vergünstigungen
belohnt werden dürfen.
Außerdem sollten PolitikerInnen
als Minimalbedingung einen zu schaffenden Facharbeiterbrief in Politik
nachweisen, der fortwährend qualitätszusichern
ist. Schulden dürfen auch nur dann gemacht werden, wenn zugleich
ein Tilgungsplan vorgelegt wird, der von Ephoren
überwacht wird. Für die Verfassungsgerichte müssen neue
Besetzungs- und Kontrollstrukturen gefunden werden.
Hierzu bedarf es eines starken öffentlichen
Problem-Bewußtseins und einer tiefgreifenden Konditionierung
der politischen Massenhirne. Schulden machen, das muss Gefühle
wie Scheiße in der Zahncreme hervorrufen: Abscheu und Ekel.
Und man muss sich von den Irrlehren der US-etilE-Universitäten
lösen - die sind in erster Linie für sich selber da - wie man
auch begreifen muss, dass die USA ganz andere natürliche Wachstumsbedingungen
haben als Deutschland (Bevölkerungswachstum und Arbeitsplatzentwicklung).
Die
USA sind weder real noch normativ oder
ideal ein Weltmodell, das sollten die USA und wir Europäer und Deutsche
möglichst schnell begreifen und akzeptieren. Die Ausbeutung und Zerstörung
der Landwirtschaftsbasis der Dritten Welt durch die Globalisierung
und die supra-nationalen Egoismen (EU)
ist ein politisches Wirtschaftsverbrechen gegen die Menschlichkeit und
die Regierungen der führenden Industrienationen gehörten dafür
vor ein internationales Tribunal gestellt.
Als allererstes sollte bei PolitikerInnen das Geldtabu
aufgehoben und radikale finanzielle Transparenz herbeigeführt werden
und vielleicht wäre es eine gute Qualitätssicherungsmaßnahme,
wenn JuristInnen und BeamtInnen wenigstens eine Quotenbegrenzung bei Wahlen
erhielten, um das Allerschlimmste zu verhüten.
Kognitive
Therapie des Schuldenproblems.
Wie fast
immer beginnt die Problemlösung
mit der Problemwahrnehmung. Doch was ist hier das Grundproblem?
Wie wir aus der Psychotherapie wissen, setzt eine Verhaltensänderung
Leidensdruck,
Motivation oder / und Einsicht voraus. Am Beginn
einer Verhaltensänderung steht oft eine veränderte, neue Einstellung.
Wie wichtig Einstellungen für Verhaltensänderungen sind, weiß
man aus der "Küchenpsychologie": Gibt man irrtümlicherweise die
Buntwäsche in das Kochwäscheprogramm, dann erfährt man ziemlich
schnell, was eine falsche Einstellung der Waschmaschine für Folgen
hat hinsichtlich der Buntwäsche (sie geht ein, verblasst und verfärbt).
Die elementar notwendige Grundstellung für
eine dauerhaft verantwortliche, solide und vernünftige Haushaltswirtschaft
ist:
(1) man kann auf Dauer nicht mehr ausgeben als man einnimmt,
ohne früher oder später in der exponentiellen Schuldenfalle zu
landen (>Eingangsgraphik,
was
bedeutet ...? );
(2) man muss in guten Zeiten Rücklagen bilden, damit man in schlechten
Zeiten darauf zurückgreifen kann (> Antizyklische
Finanzhaushaltung).
Diese elementaren und banalen Binsenweisheiten - für deren Realisation
ein Studium anscheinend eher hinderlich ist - wollen viele Kämmerer,
Finanz"fach"leute und PolitikerInnen nicht einsehen oder es ist ihnen egal.
Wir werden daher überwiegend von finanzökonomisch uneinsichtigen
Dummköpfen oder von Nach-mir-die-Sintflut-Verwahrlosten - oder von
einer besonders ungesunden Mischung aus beiden - regiert. Dummerweise wählen
wir diese Leute auch immer noch, so dass man wohl sagen muss: es geschieht
uns nicht besser. Doch daraus folgt fatalerweise, dass es wahrscheinlich
auch keine Problemlösung (höchstens
einer ungewöhnlichen höheren Ordnung) gibt: Denn wenn die
grosse Masse der soziologisch-statistisch betrachtet Normalen - inhaltlich
betrachtet - die Verrückten sind, dann sind die Verrückten die
Normalen und bestimmen, was normal ist. Dies bestätigt sich auch durch
eine Analyse der schuldenfreien
Gemeinden in Deutschland. Insgesamt dürften diese vernünftig,
verantwortlich und solide Wirtschaftenden nicht einmal die 5%-Hürde
schaffen. Eine Änderung ist also ziemlich unwahrscheinlich - bis es
wirklich nicht mehr geht und alles zusammenkracht. Bei einigen Gemeinden
und Ländern scheint dieser Grenzbereich inzwischen recht nahe zu sein
(Berlin, Bremen,
München),
so dass im Zusammenhang damit, dass es einige wenige Prozent ja wollen
und können und der faktischen Pleitesituation vieler anderer vielleicht
ein wenig Hoffnung gibt, wenn auch der begonnene Ausverkauf
der öffentlichen Vermögenswerte noch viel Schlimmeres befürchten
lässt. Wann wird ihnen einfallen, den Kölner Dom, die Berliner
Luft oder die bayerischen Alpen an "Investoren" - am besten gleich mehrfach
- zu verleasen, um für ein paar wenige Millionen, ein paar Tröpfchen
auf den heißen Stein für kurze Zeit ihre Zahlungsunfähigkeit
hinauszuschieben?
Staatsschulden
(alt) in 6,5 Jahren nach dem IP-GIPT Modell tilgbar.
|
Unternehmen. > 2010,
2009,
2008,
2007,
2006.
[Google:
Schulden der Unternehmen]
Insolvenzen (Verbraucher
u. Unternehmen) > 2010, 2009,
2008,
2007,
2006.
> Insolvenzen
2011-01:
9,5% weniger Unternehmensinsolvenzen im Januar 2011
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr.
142 vom 11. April 2011
"WIESBADEN -Die deutschen Amtsgerichte meldeten im Januar 2011 nach
Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2 304 Unternehmensinsolvenzen.
Das waren 9,5% weniger als im Januar 2010. Bereits in den Monaten September
2010 bis Dezember 2010 waren die Unternehmensinsolvenzen gegenüber
den entsprechenden Vorjahresmonaten zurückgegangen.
Die Verbraucherinsolvenzen lagen im Januar 2011
mit 8 453 Fällen um 2,3% höher als im Januar 2010. Insgesamt
wurden, zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und
Nachlässen, 12 800 Insolvenzen registriert. Das bedeutet ein Rückgang
von 1,7% gegenüber Januar 2010.
Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger
bezifferten die Gerichte für Januar 2011 auf 2,1 Milliarden Euro.
Im Januar 2010 beliefen sich die Forderungen auf 3,1 Milliarden Euro."
Vereine. > 2009, 2008,
2007,
[Google:
Schulden der Vereine]
Verbraucher Insolvenzen
(Verbraucher u. Unternehmen) > 2009, 2008, 2007,
2006.
> Insolvenzen > Privathaushalte
> Schulenstudie von Creditreform
> Unternehmensinsolvenzen
> Schuldenkompass.
Wiedervereinigung
und Staatsverschuldung. > 2009, 2008,
Wirtschaftszyklen
und "manisch depressive" Entgleisungen > 2009, 2008, 2007.
Stichworte: Antizyklische Wirtschaftspolitik [Keynes],
Auf und Ab, Deflation, Depression, Hoch, Hochkonjunktur, Konjunktur, Konjunkturzyklus,
Kondratjew-Zyklus,
Krise, Periodik, Prosperität, Stagflation, Stagnation, Tief, Wachstum,
Zyklen
Zahlungsmoral. > 2009,
2008,
2007. [Google:
Zahlungsmoral]
Zusammenhänge
mit Verschuldung. > 2009, 2008, 2007.
Die Zusammenhänge mit Verschuldung sind vielfältig, sowohl
positiv als auch negativ. Die Bewertung ist abhängig vom Einzelfall
und den Zwecken und Zielen der jeweiligen Situation, die betrachtet wird.
Hier wird der Versuch unternommen, Daten, Dokumente und Material dieser
Vielfalt zusammenzutragen.
Brain storming - Stichworte:
Armut * Ausbeutung * Betrug * Elend * Gesundheit * Gewinnsucht
* Hochstapelei * Insolvenzen * Korruption * Kriminalität * Kaufsucht
* Konsumsucht * Manipulation * Manisch-depressive Wirtschaftsphasen * Mißbrauch
* Show und Schein * Verelendung * Vertrauenskrisen * Vorteilsnahme * Wirtschaftskrisen
* Wachstumsfalle * Währungsreform * Wertvernichtung * Wirtschaftskriminalität
* Wirtschaftsphasen * Wirtschaftszyklus: manisch-depressive Wirtschaftsphasen
* Wohlbefinden * Zahlungsmoral * Zusammenbrüche: institutionelle,
politisch, persönlich-menschliche [Selbstvertrauenskrisen, Ehe- und
Beziehungskrisen, Einsamkeit, Entwurzelung, Scham, Selbstentwertung, Selbstmorde,
Krankheit], staatliche, wirtschaftliche *
* Ende der Stichworte *
Literatur (Auswahl)
Links (Auswahl: beachte) > 2009,
2008,
2007, 2006.
Glossar,
Anmerkungen und Endnoten:
___
Allgemeines zum
Schulden-Syndrom: Das Schuldenproblem hat seinen Ursprung in einer
expansiven
und verfehlten maniformen
Grundeinstellung: mehr, immer mehr und noch viel mehr. Diese grundlegende
Fehleinstellung kommt aus der plutokratischen Wirtschaft und ihrer falschen
Philosophie des homo oeconomicus, die
ihre pseudowissenschaftliche Rechtfertigung in den amerikanischen
etilE-Universitäten (Harvard,
Princeton,
Yale,
Stanford)
findet. Wachstum
über alles, Wachstum um jeden Preis, Konsum, Konsum, kaufen, kaufen
(wozu letztlich auch die Globalisierung erfunden
wurde, weil die heimischen Märkte grundgesättigt sind). Der Mensch
interessiert nicht oder nur als Konsummaschine, als konditionierte Kaufratte.
Stabilität interessiert nicht. Gerechtigkeit interessiert nicht. Es
geht darum, dass eine kleine radikale Minderheit von Millionären und
Milliardären mehr, noch mehr und noch viel mehr anhäufen kann.
Die Nationalökonomie und Wirtschaftspolitik wird vollkommen beherrscht
von einer plutokratischen
Pseudo-Elite, die weder vom Menschen noch von der Wirtschaft wirklich
etwas verstehen, nur vom in die eigene Tasche raffen, Bilanzfälschungen,
vom Schulden machen, von Börsenspekulation, Luft- und Seifenblasen,
globalem Zocken und einer verantwortungs- und hemmungslosen Manipulation
durch Werbung, Falschinformation und ihrer hollywoodgerechten Aufbereitung
mit Hilfe gewissenloser Medien. Denn dass Deutschland so an den Rand des
finanziellen Ruins getrieben werden konnte, ist wesentlich mit das Werk
seiner unkritischen und willfährigen WirtschaftswissenschaftlerInnen
und der wirtschaftspolitischen Medien, die das Problem seit ca. 35 Jahren
nicht nur verharmlosen und falsch darstellen, sondern an der finanzpolitischen
Verwahrlosung und Verblödung dieses Landes wesentlich Mitschuld haben.
Was
bedeutet Staatsverschuldung ganz praktisch ? Schulden erfordern einen
Kapitaldienst, d.h. die Begleichung bei Fälligkeit und die Zahlung
der Zinsen. Derzeit belaufen sich nach der Zinsuhr des Bundes für
SteuerzahlerInnen die Zinsen wie hier
ausgewiesen. Am 5.11.6, gegen 14 Uhr, waren dies über 57 Milliarden
Euro. Der Bundeshaushalt für 2006 sieht Ausgaben in Höhe von
261,6 Milliarden Euro vor [siehe].
Auf das Gesamtjahr hochgerechnet, ergeben sich rund 66 Milliarden Euro
Zinslast für den Bund. Das sind 25,2% der gesamten Ausgaben im Bundeshaushalt
allein für Zinszahlungen. Dieses Geld fehlt nicht nur für sinnvolle
Ausgaben, aufgrund der Zinseszins- und Wachstumseffekte droht dieser Anteil
immer größer zu werden.
-
Zunehmende Staatsverschuldung bedeutet unmittelbar, dass über die
Verhältnisse gelebt und mehr verbraucht als erwirtschaftet und geleistet
wird, was über längere Zeiten oder gar auf Dauer geldwirtschaftlich
und staatspolitisch als krankhaft zu bewerten ist.
-
Zunehmende Staatsverschuldung bedeutet dann in der Folge, dass der Staat
immer weniger Geld für sinnvolle Investitionen und Leistungen zur
Verfügung hat, weil immer mehr Geld für Zinsen aufgewendet werden
muss.
-
Fragt man, wer in den Genuss des Kapitaldienstes kommt, so wird man feststellen,
dass zusätzlich eine Umverteilung von arm nach reich eintritt: die
Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer.
-
Die Risiken und Instabilitäten werden immer größer, weil
sie nicht durch Rücklagen aufgefangen werden können, sondern
die Staatsverschuldung weiter in die Höhe treiben.
-
Am Ende steht Zusammenbruch, Geldentwertung und Währungsreform, was
extreme soziale Verwerfungen, Elend, Aufstände, Bürgerkriegs-
und Kriegsgefahren begünstigt. Kriegsgefahren auch deshalb, um abzulenken,
die unerträglichen Spannungen zu lösen, einen Sündenbock
zu finden oder sogar in der Hoffnung auf Ausgleich durch Kriegsgewinne
und Ausbeutung der Verlierer.
Entlastungsmotive für
Kriege: So schreibt David Rapoport (1971, Part II.) in "Primitive War
- Its Practise and Concepts" von zwei großen Motivsystemen: sozio-psychologischen
und ökonomischen. Zu den ganz großen sozio-psychologischen
gehören:
"A very profound motive for going to war is to resolve
life's tensions, to escape from unhappiness caused by frustration in other
realms of existence. War is one of the most effective devices ever invented
for this cathartic purpose. Life at best is full of frustration, thwarted
ambitions, unfulfilled wishes — all of the sorrows and disappointments
with which humanity is only too familiar. People become involved in personal
dislikes which develop into hatreds, often irrational ones. ..."
(Ein sehr grundlegendes Motiv für Kriege führen
ist die Lösung von Spannungen, um dem Kummer durch die Frustration
in anderen Bereichen der Existenz zu entgehen. Krieg ist eines der wirksamsten
Instrumente, die jemals erfunden wurden, um Katharsis [= die Seele von
Spannung, Frustration und Unglücklichsein zu 'reinigen'] herbeizuführen.
Auch ein gutes Leben ist voll von Frustration, durchkreuzten Bestrebungen,
unerfüllten Wünschen - alle Sorgen und Enttäuschungen mit
denen die Menschheit nur zu vertraut ist. Menschen widerfahren persönliche
Missgeschicke, die sich zu Hass, oft zu irrationalem Hass, entwickeln.)
Wirtschaftsmotive für
Kriege: Dass Kriege führen der Abwehr oder Überwindung von
Wirtschaftskrisen dient, schreibt auch der berühmte amerikanische
Soziologie David Riesman [W].
Er führt in Wohlstand wofür? (dt. 1973, engl. 1964, S. 264;
fett-kursiv RS) aus: "Ich gehörte zu jenen Quasi-Keynesianern,
die kurz nach dem Kriegseintritt Amerikas zu der Überzeugung gelangten,
daß Amerika mit größter Wahrscheinlichkeit künftig
keine großen Wirtschaftskrisen mehr erleben werde. Wie ich es befreundeten
Nationalökonomen gegenüber gelegentlich überspitzt formulierte:
»John Taber [W]
mag imstande sein, durch seine sture Stupidität eine Depression herbeizuführen,
aber es ist äußerst unwahrscheinlich, daß das Land und
selbst die Republikaner das zulassen würden.« Meine Überzeugung
gründete sich weniger auf das Keynessche Rüstzeug im Sinne einer
politisch praktikablen Medizin als vielmehr auf die Annahme, der Krieg
habe den Amerikanern die Lektion beigebracht, daß Kriege Wirtschaftskrisen
kurieren und, sofern sie außerhalb des eigenen Territoriums
geführt werden, das kleinere Übel sind: keine Lektion, die man
in der Schule oder in der Kirche lernt, oder die man auch nur sich selbst
gegenüber deutlich ausspricht (außer vielleicht im Kreis von
Männern der unteren Schichten), sondern eher die stillschweigende
Übereinstimmung, daß die Regierung, wenn Not am Mann ist, eine
Krise durch Krieg oder Kriegsvorbereitung unter Kontrolle bringen kann.
(Erhebungen über die Öffentliche Meinung liefern gewisse, wenn
auch fragmentarische Beweise dafür, daß in dem Zeitraum zwischen
1949 und 1956 mehr Amerikaner einen größeren Krieg als eine
größere Wirtschaftskrise für die kommenden Jahre erwarteten.)"
historische Entschuldungen.
Den Mechanismen historischer Entschuldung über Inflation, Währungsreform,
Ermordung der Gläubiger und Kriege bzw. Kriegsfolgen werde ich demnächst
im Schuldenporträt der Stadt Nürnberg
1298-2005 erstmals
etwas ausführlicher nachspüren. So zynisch und absonderlich es
sich auch anhören mag: die sehr wünschenswerte und ungewöhnlich
lange Friedenszeit in Europa und die Kontrolle der Notenbanken der Inflation
lassen die Schuldenprobleme immer stärker werden. So wird ein Umdenken
nicht etwa durch Einsicht kommen, sondern weil die Grenzen der Bezahlbarkeit
der Zinsen, der Preis für die Ware Geld, dies erzwingen.
Finanzpolitisches
Fazit und Vorbeugung: Schon Kant hat in seinem Ewigen
Frieden ausgeführt, daß es moralisch nicht zulässig
sein darf, Kriege über Schulden zu finanzieren. Ich denke, wir müssen
weiter gehen: die Schuldenmacherei muß grundsätzlich und zwingend
begrenzt werden. Wir brauchen eine völlig neue Verfassung.
-
Staatsverschuldung bedeutet auch das Eingeständnis, nicht vernünftig
und angemessen haushalten und wirtschaften zu können oder zu wollen
und ist damit Ausdruck einer tiefgreifenden [egozentrisch-maniformen]
Fehlhaltung.
-
Staatsverschuldung bedeutet auch versteckte vorgezogene Steuererhöhungen
zu Lasten späterer Generationen; sie verbergen aktuelle Konflikte
und verlagern sie auf später ("Nach uns die Sintflut"). Das ist unfair,
ungerecht, intransparent, feige und letztlich verantwortungslos.
Wann wird
Staatsverschuldung auf längere Sicht sehr gefährlich - wann ist
sie vertretbar, vernünftig, ja sogar gerecht und geboten ?
> Stabilitätsbedingung
für ein Finanzsystem: Wirtschaftswachstumsrate >= Schulden-Wachstums-Rate
und, verallgemeinert: Gefährlich
wird es, wenn die Problemgrößen schneller wachsen als die Ressourcengrößen.
Verschuldung steht durchaus im Dienste der Generationengerechtigkeit, wenn
von Investitionen über die Jahre hinweg die Menschen in einer Gebietskörperschaft
(Gemeinde, Bezirk, Land, Bund) einen Nutzen haben. Etwa Infrastruktur:
Verkehr, Kanalisation, Wasser- und Energieversorgung, Kommunikation, Kindergärten,
Schulen und Bildung, Kultur-, Umwelt- und Heimatpflege. Vielfach passt
es daher auch zum Prinzip der Generationengerechtigkeit, wenn das Geld
für bestimmte Projekte durch Kreditaufnahmen beschafft werden muss.
Gefährlich wird es wiederum, wenn Kreditaufnahme zu einem allumfassenden
und fortgesetzt wachsenden Phänomen wird, das genaue Wirtschaftlichkeits-,
Folgekostenüberlegungen, realistische Tilgungspläne und genaue
Begründungen auch für die Generationengerechtigkeit ausser Acht
lässt.
Bundespräsident
Roman Herzog 1999 zur Staatsverschuldung [Lahnstein-Kandel
et
al. 1999, S. 113]
"Staatsverschuldung wird sogar von Ökonomen, zu deren Berufsbild
nicht gerade der Selbstzweifel gehört, als Terra incognita [RS: unbekanntes
Gebiet] der Wirtschaftswissenschaft bezeichnet. Eigentlich überrascht
es, daß die Wirtschaftstheorie bislang nicht in der Lage war, eindeutige
Aussagen zu machen, bis zu welchem Grad der Staat sich verschulden sollte
oder verschulden darf. Überraschend ist das auch insofern, als es
die öffentliche Verschuldung gibt, seit es Volkswirtschaften gibt.
...
Als Jurist habe ich immer das Bemühen der Ökonomen
bewundert, für jede Strategie, für jede ökonomisch relevante
Quote oder Kennziffer ein Optimum zu definieren. Eine optimale Schuldenquote
oder Defizitquote zu finden, ist der Wirtschaftstheorie nach ihrem eigenen
Eingeständnis offenbar nicht gelungen."
Quelle: Lahnstein-Kandel,
Sonja & Göring, Michael (1999, Hrsg.). Staatsverschuldung. In:
Der soziale Zusammenhalt in den Staaten der triade USA, Japan, Europa,
111-239. Baden-Baden: Nomos.
Anmerkung: Der international bekannte deutsch-amerikanische
Ökonom
Musgrave hat allerdings ein handfestes
und klares Kriterium geliefert: Die Wirtschaftswachstumsrate muss
- im Mittel, auf lange Sivcht - größer-gleich der Schuldenwachstumsrate
sein.
___
Etile = Elite rückwärts e t i
l E, womit ausgedrückt wird, dass die vermeintlichen - in Wahrheit
plutokratischen - "Elite"- Universitäten keine echten, gemeinwohlorientierten
Eliten heranbilden, sondern das Gegenteil: Anti-Elite =: Etile. Die Analyse
der Schuldentollwut zeigt ganz klar,
dass die Eliten hinten und vorne nicht stimmen, wenn man sie mit ihrem
eigenen Maß misst: Wirtschaftskompetenz und Umgang mit Geld. Schaut
man nämlich genau hin, also auf die zwei wichtigsten Zahlen, die Schulden-
und die Wirtschaftswachstumsrate, stellt man ebenso erstaunt wie ernüchtert
fest, dass wir es meist mit Gauklern, Hochstaplern,
Schwätzern, Dünnbrettbohrern,
Selbstbedienern
und Tartüffs zu tun haben. In Wahrheit gilt also die Umkehrfunktion:
die Kompetenz ist umso geringer je höher die Funktion und je größer
das Einflussgebiet. Und je etilärer das Niveau, desto größer
auch der Schaden, der angerichtet wird. Parkinson
und noch mehr das Peter-Prinzip feiern hier ein Dauerfest.
Und es passt auch alles hervorragend zusammen: ein einzigartig etilärer
Filz aus Politik, Justiz, Banken, Wirtschaft und Wissenschaft (vornehmlich
die maniforme
Variante der Wachstumsfetischisten
in der Volkswirtschaft).
Interne Links zum Elite-Problem: * Literaturliste
* Generalkritik
an der "Elite" * Elite-Meßverfahren
* Was
sind und wozu brauchen wir "Eliten" (Elite-Universitäten)? * Was
bieten amerikanische etilE-Universitäten am Beispiel Wirtschaft?.
* Wirtschaftlich
motivierte "Elite"-Kritik * Wirtschaftselite
in Deutschland * plutokratischer
etilE-Papagei Peter Glotz *
Das Peter-Prinzip: "Mir kam
der Verdacht, daß meine Schulbehörde in puncto Unfähigkeit
kein Monopolbetrieb war. Als ich mich umsah, stellt ich fest, daß
es in jeder Organisation eine Anzahl Menschen gab, die unfähig waren,
ihrer Arbeit gerecht zu werden." (S. 15). Ein universales Phänomen:
"Berufliche Unfähigkeit gibt es überall" (S. 16) "In einer Hierarchie
neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit
aufzusteigen" (S. 19) "Die Arbeit wird von den Mitarbeitern erledigt, die
ihre Stufe der Inkompetenz noch nicht erreicht haben." (S. 20)." [mehr:
PKW3-04,
Überblick Bürokratie,
]
Dr. Laurence J.
Peter, 1919 in Vancouver/Kanada geboren; Studium der Pädagogik an
der Washingtoner State University; Tätigkeit als Lehrer, Erziehungs-
und Sozialberater, Schulpsychologe, Gefängnislehrer und Universitätsprofessor;
Veröffentlichung zahlreicher Artikel in Fachzeitschriften; Erfinder
und Autor des «Peter-Prinzips», der «Peter-Pyramide»
(rororo sachbuch Nr. 8715) und des «Peter-Programms» (rororo
sachbuch 6947) sowie von «Schlimmer geht's nimmer. Das Peter-Prinzip
im Lichte neuerer Forschung» (Wunderlich Verlag, Reinbek bei Hamburg
1985). Laurence J. Peter starb 1990 in Kalifornien.
Das Parkinsonsche Gesetz::
"1. »Jeder Beamte oder Angestellte wünscht die Zahl seiner Untergebenen,
nicht aber die Zahl seiner Rivalen zu vergrössern.« 2.
»Beamte oder Angestellte schaffen sich gegenseitig Arbeit.«
(die Bürokratie bläht sich eigendynamisch auf)." [mehr]
Selbstbediener. Die Selbstbedienungsmentalität
wird seit Jahrzehnten gut dokumentiert durch die Schriften von Arnims.
___
Keynes: Jede antizyklische Finanz-
und Wirtschafts-Politik
setzt voraus, daß in schlechten
Zeiten das eingesetzt wird, was in guten Zeiten
zur Seite gelegt
wurde. Antizyklisch kann niemals heißen: wir machen immer
Schulden und in schlechten Zeiten ganz besonders viele. Das scheint in
Deutschland und in den plutokratischen Hollyvoodookratien
noch nie einer richtig begriffen zu haben. Es sei daher noch einmal an
das erinnert, worum es John Meynard Keynes(1936,
S. 314) letztlich und wirklich ging:
"Die hervorstechenden Fehler der wirtschaftlichen Gesellschaft,
in der wir leben, sind ihr Versagen, für Vollbeschäftigung Vorkehrung
zu treffen und ihre willkürliche und unbillige Verteilung
des Reichtums und der Einkommen."
Antizyklische Haushaltspolitik steht nach Keynes also unter dem Ziel der
Vollbeschäftigung,
Stabilität
und die sie ermöglichende
soziale
Gerechtigkeit.
___
Hollyvoodoo. Eine Wortschöpfung
aus Hollywood ("Traumfabrik") und Voodoo (Zauber), das meist im Zusammenhang
Voodoo-Tod (Tod durch Glauben, die Überzeugung durch einen Bann oder
Fluch sterben zu müssen) gebraucht wird, womit zum Ausdruck gebracht
werden soll, daß die Amerikanisierung der Welt auf Schein ("Hollywoodisierung")
beruht und für viele in den Tod führt. Obwohl die radikal-
islamistischen Mullahs natürlich so wenig eine Alternative
sind wie die Kommunisten oder Faschisten, haben sie doch etwas Richtiges
und Kritisches erkannt: dieses Amerika
hat etwas Tödlich-Teuflisches an sich. Die globale Hollyvoodookratie,
der global-grenzenlose Konsum- und Wachstumsterror, führt die
ganze Menschheit in den Ruin.
___
Querverweise
Standort: Schulden-Infos 2011.
*
* Überblick
Staatsverschuldung_*
Schulden-Porträts
* Schulden-Tollwut
*
Überblick Programm Politische Psychologie
in der IP-GIPT
*
*
Dienstleistungs-Info.
*
Zitierung
Sponsel, Rudolf (DAS).
Schulden-Infos 2011. IP-GIPT. Erlangen: http://www.sgipt.org/politpsy/finanz/stat/si-11.htm
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Aktuelles _Rel.
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Hinweise zu Links und Empfehlungen_
noch nicht end-korrigiert
Änderungen wird
gelegentlich überarbeitet, ergänzt und vertieft * Anregungen
und Kritik willkommen
29.12.11
27.12.11 2011-3Q:
Öffentliche Schulden im 3. Quartal 2011 um 10 Milliarden Euro gestiegen.
30.09.11 2011-1HJ:
Öffentliches Finanzierungsdefizit im 1. Halbjahr 2011 um 44,4 Milliarden
Euro niedriger.
30.06.11 2011-Q1:
Öffentliches Finanzierungsdefizit im ersten Quartal 2011 um 15,8 Milliarden
Euro verringert.
11.04.11 9,5%
weniger Unternehmensinsolvenzen im Januar 2011.
01.04.11 Haushaltsdefizite,
Gesamtverschuldung und Wirtschaftswachstum EU-Staaten 2008-2011. *
Neues
zur Schuldenbremse.
10.03.11 Insolvenzen
2010.
06.03.11 Staatsverschuldung
2010.
05.01.11 US-Staatsschulden
überschreiten 14 Billionen US-Dollar.