Das Schulden-Porträt der CDU in
Thüringen 1991-2002
Datenbasis: Statistisches
Bundesamt [Vergleich Länder]
Schuldenuhr
Thüringen (ohne Gemeinden & Zweckverbände)
Bildmontage R.Sponsel IP-GIPT 2004
von Rudolf Sponsel, Erlangen (ohne Gewähr)
Staatsschulden
(alt) in 6,5 Jahren nach dem IP-GIPT Modell tilgbar.
Die politische Krankheit
der Schuldentollwut. Erklärung und Heilung.
* Politbiographie * Schulden-Tabelle * Ergebnis * Kommentar * Anregung * Ländervergleich * Deutsches Reich * Drittes Reich * Übersicht Schulden-Porträts * Japan * USA 1791-2004 * Querverweise *
Politbiographische Daten Thüringer
CDU [nach 1, 2,
3,
4,
5,
6,]
Mit der politischen Wende in der DDR wird das Land Thüringen am
22. Juli 1990, bestehend aus den Bezirken Erfurt, Gera und Suhl sowie unter
Einbeziehung der Kreise Altenburg, Artern und Schmölln, wieder gegründet
und tritt mit Wirkung vom 3. Oktober nach Artikel 23 des Grundgesetzes
der Bundesrepublik Deutschland bei (siehe auch: Wiedervereinigung). In
Anlehnung an den Staat der Weimarer Republik nennt es sich Freistaat Thüringen.
Landeshauptstadt wird Erfurt. 1992 werden einige Gemeinden des früheren
Bezirkes Gera sächsisch, siehe hierzu Geschichte der Verwaltungsgliederung
Thüringens. Auf einer Sitzung auf der Wartburg am 25. Oktober 1993
verabschiedet der Thüringer Landtag eine neue Verfassung, die am 16.
Oktober 1994 durch eine Volksabstimmung angenommen wird. Seit den ersten
freien Landtagswahlen war immer die CDU Regierungspartei. Ministerpräsidenten
waren 1990 bis 1992 Josef Duchac, 1992 bis 2003 Bernhard Vogel
und seit 2003 Dieter Althaus.
Bernhard Vogel Ministerpräsident von Thüringen 1992-2003
Geboren am 19.12.1932 in Göttingen. Volksschule in Gießen.
Humanistisches Gymnasium in Gießen und München, dort 1953 Abitur.
Studium der Politischen Wissenschaft, Geschichte, Soziologie und Volkswirtschaft
in Heidelberg und München. 1960 Promotion zum Dr. phil. mit einer
Arbeit über "Wählergruppen in den Kommunalvertretungen" bei Dolf
Sternberger. 1961-1967 Lehrbeauftragter am Institut für Politische
Wissenschaften der Universität Heidelberg.1965-1967 Bundestagsabgeordneter.
1967-1976 Kultusminister von Rheinland-Pfalz. 1971-1988 Mitglied des Landtages
von Rheinland-Pfalz. 1976-1988 Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz.
1981-1983 Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz. 1976/1977
und 1987/1988 Präsident des Bundesrates. 1974-1988 CDU-Landesvorsitzender
in Rheinland-Pfalz. Seit 1975 Mitglied des Bundesvorstandes der CDU. 1989-1993
Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung. 1992-2003 Ministerpräsident
des Freistaates Thüringen. 1993-2000 Landesvorsitzender der CDU Thüringen.
Seit 1994 Mitglied des Thüringer Landtages. Seit 2001 ehrenamtlicher
Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung
Schuldenporträt
Bernhard Vogel als Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz (1976-1988)
Bernhard Vogel war, bevor er 1993 in Thüringen die "Verantwortung"
übernahm von 1976-1988 Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz (Nachfolge
Kohl).
Wenn Thüringen jemand gesucht hat, der im hemmungslosen Schulden machen
erfahren und geübt war, hat das Land mit Bernhard Vogel einen guten
Fang gemacht, wie die folgenden Daten zeigen:
Zur Unterscheidung stetige
Wachstumsrate pro Jahr und jährliche Wachstumsrate pro Jahr.
Jahreschroniken nach dem dhm zum zeitgeschichtlichen Rahmen: 1976, 1977, 1978, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989, 1990, 1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1996, 1997, 1998, 1999, 2000, 2001, 2002,
Das Schuldenporträt der Ministerpräsidenten Duchac und
Vogel in Thüringen 1991-2002
Zur Unterscheidung stetige
Wachstumsrate pro Jahr und jährliche Wachstumsrate pro Jahr.
Anmerkung: Das Finanzministerium Thüringen meldet andere, geringere Gesamtschulden für Thüringen als das statistische Bundesamt. Ich gehe hier von den Daten des statistischen Bundesamtes aus [Länderverschuldung]. Der Bund der Steuerzahler in Thüringen meldet am 7.6.4, 18.57 Uhr, 13 Millliarden 374 Millionen Euro Schulden. destatis wies für Ende 2002 schon über 15 Milliarden aus. Wo sind die zwei fast Milliarden?
Von der neuen, nach-vogel'schen Landesregierung liegen mir noch keine
Daten vor. Dieter Althaus sollte als Mathematiklehrer die e-Funktion jedenfalls
hinreichend kennen. Allerdings genügt kennen nicht. Man muß
vor allem richtig handeln. Dies ist der CDU so wenig wie den meisten anderen
zuzutrauen, wie sie in der Vergangenheit vielfältig, nachhaltig, außerordentlich
konstant und kontinuierlich und zuverlässig unter Beweis gestellt
hat: auch die CDU leidet massiv an der "politischen
Krankheit".
Böse Vorahnungen ergeben sich allerdings
aus dem instinktlosen Diätenerhöhungs-Automatismus. Hierzu der
Bund der SteuerzahlerInnen: "BdSt Thüringen: Kritik an automatischer
Diätenerhöhung. „Es ist ein Skandal, jetzt die Grund- und Aufwandsentschädigungen
der Landtagsabgeordneten zu erhöhen, zu einem Zeitpunkt, in dem die
Rentner netto weniger Geld im Portemonnaie haben und den Arbeitnehmern
die Werbungskosten gekürzt werden", so die Vorstandsvorsitzende des
Bundes der Steuerzahler Thüringen, Dr. Elfi Gründig, zur jüngsten
Diätenerhöhung. Bittere Pillen, die die Bürger schlucken
müssen, während die drei Komponenten der steuerfreien Aufwandsentschädigung
der Abgeordneten munter weiter steigen." [1]
Dieter Althaus: Geboren am 29. Juni 1958 in Heiligenstadt, katholisch, verheiratet, zwei Kinder. 1977 Abitur. Ab Nov. 1977 Grundwehrdienst, als Gefreiter entlassen. 1979 - 1983 Lehramtsstudium Physik / Mathematik an der PH Erfurt. 1983 - 1989; seit 1987 Lehrer an der POS Geismar, Stellvertretender Direktor. Jan. - Okt. 1990 Kreisschulrat des Landkreises Heiligenstadt; Mai - Okt. 1990 Dezernent für Schule, Jugend, Kultur und Sport im Landkreis Heiligenstadt. Febr. 1992 - Okt. 1999 Thüringer Kultusminister. Seit 5. Juni 2003 Thüringer Ministerpräsident, seit 1. November 2003 Präsident des Bundesrates.
Birgit
Dietzel (Finanzministerin Thüringen). Geboren am 10. Februar 1958
in Greiz, evangelisch, verheiratet, drei Kinder
Ausbildung, beruflicher Werdegang:
| Man beachte bitte auch: Zur Beurteilung, wenn die Neuverschuldung abnimmt oder gar richtig getilgt wird, ob echtes Einsparen vorliegt oder nur mehr Geld durch Tafelsilberverkäufe, Steuermehreinnahmen durch höheres Aufkommen - Wachstum oder Steuererhöhungen (z.B. 1994) - hereinkommt, müssten diese Daten eingearbeitet werden. Außerdem muss zusätzlich an sog. "kreative Buchführung" der PolitikerInnen gedacht werden, um das wahre Ausmaß der Schulden zu verschleiern. (z.B. durch extreme Ausdehnung der sog. "Kassenverstärkungskredite" oder auch die versteckten und teilweise kaum kalkulierbaren zukünftigen Lasten, siehe Staatsverschuldung und Bilanzfälschung. Dazu gehören auch Veränderungen der Kriterien (auch sog. "Revisionen", Beispiel hier). Es wäre Aufgabe der Kontrollorgane und Aufsichtsbehörden (Bundesbank, Rechnungshöfe, Bundesaufsichtsamt für Finanzdienstleistungen), der Steuerzahlerverbände und der kritischen Medien solche Methoden zu unterbinden bzw. transparent und öffentlich zu machen. Siehe bitte: Tatsächliche Verschuldung der Gemeinden. Doch viele "Kontrollograne" funktionieren gar nicht richtig und sind hoffnungslos verfilzt. |
Kommentar (Allgemeines
zum Schuldenproblem)
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| Es sieht böse aus im Osten, sehr böse. Aber die
politische
"Krankheit" ist kein Ost-Phänomen, sie ist dort nur besonders
extrem ausgebildet. Jede Wessi-Pfeife, jede wirtschaftskriminelle AbzockerIn
- wovon es genug gab und gibt - , jede Wessi- Unart, jeder Bockmist und
Schwachsinn ist neben Drogen, Prostitution und Kriminalität zuallererst
in die neuen Länder exportiert worden. Nun sehen wir: Gigantische
Kosten und gigantische Schulden mit extremen Horrorwachstumsraten, aber
daraus entsteht kein hinreichendes Wirtschaftswachstum. Das ist der Fluch
des Finanzchaoten Kohl und seiner völlig hirnverbrannten,
konzeptionslosen Wiedervereinigungspolitik).
Und dazu passt auch Bernhard Vogel sehr gut, der bereits in Rheinland-Pfalz
eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, daß er nicht verantwortlich
finanzwirtschaften, haushalten und sparen kann. Er hätte damals schon
amtsenthoben gehört. Es wäre also geradezu ein Wunder, wenn er
sich in Thüringen als finanzwirtschaftlich verantwortlich gezeigt
hätte. Wie nahezu alle PolitikerInnen der Amigorepuklik der Deutschland
AG leidet auch er massiv an der "politischen Krankheit": Schulden,
Schulden über alles, über alles in der Welt. Und es macht
ja nun auch wirklich Spaß, das Geld mit beiden Händen unter
das finanzwirtschaftlich dumme Volk zu werfen. Die Sache hat nur einen
Haken: irgendwann muß zurückgezahlt werden, aber da ruht der
gute Mann wahrscheinlich schon ehrenvoll und reich mit Orden behängt
in der ewigen Walhalla der Amigos in der Halle "Geld spielt keine Rolle
- und wer Mist macht, auf höherer Ebene, wird in der Amigorepublik
gnadenlos belohnt".
Wie man sieht, können auch die ThüringerInnen nicht richtig haushalten, sparen und wirtschaften. Unsere PolitikerInnen haben nie gelernt [Beweis: Schuldenporträts],wie man umsichtig und verantwortlich haushaltet, wirtschaftet und spart getreu dem Motto eines ehrlichen Kaufmannes, daß man auf Dauer nicht mehr ausgeben darf als man einnimmt. Unsere PolitikerInnen können leider ihren Job nicht und für die meisten gilt die Metapher der vierköpfigen Hydra. Thüringen wie der ganze Osten müssen lernen, mehr selber zu leisten, zu sparen, zu sparen und nochmal zu sparen. Es kann einfach nicht gut gehen, daß ein gigantischer infrastruktureller Kostenwasserkopf für ein Hochwohlstandsland in einer Entwicklungslandsteppenwüste ohne die entsprechende Wirtschaftsleistung dauerhaft auf Schulden gebaut wird und eine milliardenschwere Fehlleistung nach der andern auf Kosten der deutschen SteuerzahlerInnen stattfindet. Wenn Finanzministerin Birgit Dietzel meint "Ausbleibende EU-Gelder sind das größte Problem" [Pressemitteilung 31.03.2004], dann hat sie überhaupt nichts verstanden. Am besten gehen Regierung, Abgeordnete, höhere StaatsbeamtInnen u. ä. mit gutem Beispiel voran und verzichten auf 50% ihrer Diäten. Zur Therapie der "Schuldentollwut": Das psychologsiche Grundproblem liegt sicher in der falschenEinstellung und in der Folgenlosigkeit maßlosen Wirtschaftens. Staatsverschuldung hat eine jahrtausende alte Geschichte und Tradition über fast alle Kulturen und Epochen, geht über alle Herrschaftssysteme, über alle politischen Verwaltungsebenen (Gemeinden, Städte, Kreise, Bezirke, Länder, Bund, Nationen) und über alle Parteien hinweg. Sie ist ein grundsätzliches und strukturelles Problem (historisch oft durch Inflationen, Währungsreformen und Kriege entschuldet), das nur durch grundlegende strukturelle Veränderungen lösbar ist: Hierzu bedarf es eines starken öffentlichen Problem-Bewußtseins und einer tiefgreifenden Konditionierung der politischen Massenhirne. Schulden machen, das muss Gefühle wie Scheiße in der Zahncreme hervorrufen: Abscheu und Ekel. Und man muss sich von falschen Eliten (Etilen) und besonders von den Irrlehren der US-etilE-Universitäten lösen - die sind in erster Linie für sich selber da - wie man auch begreifen muss, dass die USA ganz andere natürliche Wachstumsbedingungen haben als Deutschland (Bevölkerungswachstum und Arbeitsplatzentwicklung). Die USA sind weder real noch normativ oder ideal ein Weltmodell, das sollten die USA und wir Europäer und Deutsche möglichst schnell begreifen und akzeptieren. Die Ausbeutung und Zerstörung der Landwirtschaftsbasis der Dritten Welt durch die Globalisierung und die supra-nationalen Egoismen (EU) ist ein politisches Wirtschaftsverbrechen gegen die Menschlichkeit und die Regierungen der führenden Industrienationen gehörten dafür vor ein internationales Tribunal gestellt. Als allererstes sollte bei PolitikerInnen das Geldtabu aufgehoben und radikale finanzielle Transparenz herbeigeführt werden und vielleicht wäre es eine gute Qualitätssicherungsmaßnahme, wenn JuristInnen und BeamtInnen wenigstens eine Quotenbegrenzung bei Wahlen erhielten, um das Allerschlimmste zu verhüten. Die elementar notwendige Grundstellung für eine dauerhaft verantwortliche, solide und vernünftige Haushaltswirtschaft ist: (1) man kann auf Dauer nicht mehr ausgeben als man einnimmt, ohne früher oder später in der exponentiellen Schuldenfalle zu landen (>Eingangsgraphik, was bedeutet ...? );Diese elementaren und banalen Binsenweisheiten - für deren Realisation und Beherzigung ein Studium anscheinend eher hinderlich ist - wollen viele Kämmerer, Finanz"fach"leute und PolitikerInnen nicht einsehen oder es ist ihnen egal. Wir werden daher überwiegend von finanzökonomisch uneinsichtigen Dummköpfen oder von Nach-mir-die-Sintflut-Verwahrlosten - oder von einer besonders ungesunden Mischung aus beiden - regiert. Dummerweise wählen wir diese Leute auch immer noch, so dass man wohl sagen muss: es geschieht uns nicht besser. Doch daraus folgt fatalerweise, dass es wahrscheinlich auch keine Problemlösung (höchstens einer ungewöhnlichen höheren Ordnung) gibt: Denn wenn die grosse Masse der soziologisch-statistisch betrachtet Normalen - inhaltlich betrachtet - die Verrückten sind, dann sind die Verrückten die Normalen und bestimmen, was normal ist. Hier sind zwei paradoxe Erscheinungen beobachtbar: a) Je verantwortlicher, desto verantwortungsloser und, auf gut fränkisch, b) Je g'scheiter, desto blöder. Dies bestätigt sich auch durch eine Analyse der schuldenfreien Gemeinden in Deutschland. Insgesamt dürften diese vernünftig, verantwortlich und solide Wirtschaftenden nicht einmal die 5%-Hürde schaffen. Eine Änderung ist also ziemlich unwahrscheinlich - bis es wirklich nicht mehr geht und alles zusammenkracht. Bei einigen Gemeinden und Ländern scheint dieser Grenzbereich inzwischen recht nahe zu sein (Berlin, Bremen, München), so dass im Zusammenhang damit, dass es einige wenige Prozent ja wollen und können und der faktischen Pleitesituation vieler anderer vielleicht ein wenig Hoffnung gibt, wenn auch der begonnene Ausverkauf der öffentlichen Vermögenswerte noch viel Schlimmeres befürchten lässt. Wann wird ihnen einfallen, den Kölner Dom, die Berliner Luft oder die bayerischen Alpen an "Investoren" - am besten gleich mehrfach - zu verleasen, um für ein paar wenige Millionen, ein paar Tröpfchen auf den heißen Stein für kurze Zeit ihre Zahlungsunfähigkeit hinauszuschieben? Staatsschulden (alt) in 6,5 Jahren nach dem IP-GIPT Modell tilgbar. |
Staatsverschuldung:
Literatur- und Linkhinweise zu Paul C. Martins Arbeiten und dem sog. "Lüftl-Theorem"
Martin, Paul C. & Lüftl, Walter (1984, 2.A.). Die Pleite.
Staatsschulden, Währungskrise und Betrug am Sparer. München:
Langen-Müller.
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Das sog. Lüftl-Theorem finden Sie auch praktisch durchgerechnet für die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen hier. Entscheidend für die Problematik ist die Geschwindigkeit des Wachstums, z.B. der Schulden in Beziehung zu den Ressourcen, z.B. BIP, d.i. bei der exp. Regression der Faktor b in: F(X)=A*eb*x |
Die Warnungen Paul C. Martins von vor 20 Jahren bewahrheiten sich inzwischen recht dramatisch, einige Kommunen sind praktisch pleite und die Staatsfinanzen völlig zerrüttet. Es zeigt sich immer mehr, daß die politische, ökonomische gesellschaftliche Entwicklung eigentlich nur noch mit psychopathologischen Mitteln analysiert werden kann. Leider ist das Problem nicht lösbar, weil immer dann, wenn Massenwahnphänomene greifen, besonders in sog. "Demokratien", die Mehrheit bestimmt, was "normal" ist - auch wenn es noch so verrückt ist.
Wichtige Daten zur Wirtschaftsentwicklung, Konjunkturzyklen und Indikatoren finden Sie hier.
Externe Links zur zeitgeschichtlichen, finanziellen und ökonomischen Situation (Auswahl, beachte):
Was bedeutet Staatsverschuldung ganz praktisch ? Schulden erfordern einen Kapitaldienst, d.h. die Begleichung bei Fälligkeit und die Zahlung der Zinsen. Derzeit belaufen sich nach der Zinsuhr des Bundes für SteuerzahlerInnen die Zinsen wie hier ausgewiesen. Am 5.11.6, gegen 14 Uhr, waren dies über 57 Milliarden Euro. Der Bundeshaushalt für 2006 sieht Ausgaben in Höhe von 261,6 Milliarden Euro vor [siehe]. Auf das Gesamtjahr hochgerechnet, ergeben sich rund 66 Milliarden Euro Zinslast für den Bund. Das sind 25,2% der gesamten Ausgaben im Bundeshaushalt allein für Zinszahlungen. Dieses Geld fehlt nicht nur für sinnvolle Ausgaben, aufgrund der Zinseszins- und Wachstumseffekte droht dieser Anteil immer größer zu werden.
| "Seit 1995 haben Hunderte Städte und öffentliche Unternehmen in Deutschland und Europa ihre Großanlagen wie Klär- und Wasserwerke, Straßenbahnen, Schulen und Messehallen an US-Investoren verkauft und zurückgemietet. Erst durch Rundfunksendungen von Werner Rügemer wurde »Cross Border Leasing« seit 2002 zu einem öffentlichen Thema. Er schildert die Entstehung und Struktur dieses Finanzprodukts der »New Economy« in den USA, ihre Verwandtschaft mit anderen Formen öffentlicher Enteignung, ihr Ausmaß in den wichtigsten europäischen Staaten sowie die Arbeitsmethoden der Leasing-branche. Erstmalig legt er jetzt die bisher geheimen Vertragsinhalte dieser Konstrukte fiktiver Kapitalbildung in vollem Umfang offen." (Rückumschlag / Info mit Inhaltsverzeichnis.). Bestellung: Westfälisches Dampfboot. |
| PPP. Seitdem die USA, Ende 2004, das Steuerschlupfloch zugemacht haben, ist CBL über die USA nicht mehr möglich. Die Gefahr ist aber keineswegs vorüber, weil die Steuerschlupfloch-Industrie ständig neue Möglichkeiten erschließt. Die neue gefährliche Formel heißt PPP = Public Private Partnership. Es ist absehbar und ziemlich sicher, dass auch dieser Weg falsch und genau betrachtet sogar verfassungswidrig ist, weil sich - in den grundlegenden kommunalen Bedürfnissen - Gemeinwohlauftrag und Renditeprinzip oder gar Gewinnmaximierung ausschliessen. Nachdem aber viele öffentliche Haushalte verfassungswidrig sind, heißt das leider gar nichts, wenn man sich vor Augen führt, dass ein Landesfinanzminister, der mehrfach verfassungswidrige Haushalte vorgelegt hat, sogar zum Bundesfinanzminister aufsteigen konnte. Verfassungsbruch, Misswirtschaft und selbst grob fahrlässiges Fehlverhalten hat in diesem Lande keine Konsequenzen: Rechtsstaat und Strafverfolgung existieren hauptsächlich für Kleinkriminelle und Gewalttäter getreu dem Prinzip: Wer Mist macht auf höherer Ebene, wird gnadenlos belohnt im Einvernehmen mit der Volksweisheit: die Kleinen hängt man und die Großen lässt man laufen. |
PPP Public Private
Partnerschip.
Rügemer, Werner (2006). Privatisierung in Deutschland.
Eine Bilanz. Von der Treuhand zu Public Private Partnership
3. Auflage. Münster: Verlag Westfälisches Dampfboot.
ISBN: 3-89691-630-0:
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"Besser, billiger, bürgernäher! Öffentliche Haushalte entlasten! - Nach diesem neoliberalen Glaubensbekenntnis wird privatisiert. Werner Rügemer zieht zum ersten Mal eine empirisch begründete Bilanz für Ost- und Westdeutschland und legt offen: Die Privatisierung von Medien, Post, Bahn, Rathäusern, Schulen, Müllentsorgung, Strom, Wasser und der Sozialsysteme erweist sich als neue Quelle der öffentlichen Verschuldung, der Arbeitslosigkeit, der Teuerung. Die Privatisierung der DDR gab den Schub für die Privatisierung im Westen, die Akteure sind dieselben. Rügemer zeigt Privatisierung als Element der "neoliberalen Gegenreform" und der Umgründung des Staates. Die Konsequenz: Die öffentliche Daseinsvorsorge muss als Teil einer kooperativen Ökonomie neu entwickelt werden." [Q] |
Interne Links zum Elite-Problem: * Literaturliste * Generalkritik an der "Elite" * Elite-Meßverfahren * Was sind und wozu brauchen wir "Eliten" (Elite-Universitäten)? * Was bieten amerikanische etilE-Universitäten am Beispiel Wirtschaft?. * Wirtschaftlich motivierte "Elite"-Kritik * Wirtschaftselite in Deutschland * plutokratischer etilE-Papagei Peter Glotz *
Das Peter-Prinzip: "Mir kam der Verdacht, daß meine Schulbehörde in puncto Unfähigkeit kein Monopolbetrieb war. Als ich mich umsah, stellt ich fest, daß es in jeder Organisation eine Anzahl Menschen gab, die unfähig waren, ihrer Arbeit gerecht zu werden." (S. 15). Ein universales Phänomen: "Berufliche Unfähigkeit gibt es überall" (S. 16) "In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen" (S. 19) "Die Arbeit wird von den Mitarbeitern erledigt, die ihre Stufe der Inkompetenz noch nicht erreicht haben." (S. 20)." [mehr: PKW3-04, Überblick Bürokratie, ]
|
(Faust II, A V, Palast, Mephisto Vers 11187) |
| Anregung: machen oder unterstützen
Sie Schulden-Porträts von Ihren PolitikerInnen im Land, im Bezirk,
im Landkreis, in der Gemeinde und in der Stadt, von den Institutionen,
Organisationen und großen Firmen. Helfen Sie mit, unsere PolitikerInnen
und VerantwortungsträgerInnen zu erziehen, daß sie den einfachsten
und wichtigsten kaufmännischen Grundsatz, daß man auf
Dauer nicht mehr ausgeben darf als man einnimmt, also solides wirtschaften
begreifen, verinnerlichen und praktizieren lernen. Wählen Sie niemanden,
der dies nicht kann, beherzigt und zeigt.
PolitikerInnen reden viel, gefällig und selbstgefällig. Achten Sie nicht auf die Worte, denn diese bedeuten nichts, sind meist Werbung, Imagepflege, oft stimmen sie nicht. Achten Sie nur auf die Tatsachen, auf das, was gemacht wird; auf das, was als Ergebnis rauskommt. Und die Verschuldungszahlen sind ein sehr gutes Kriterium für Tüchtigkeit und Verantwortung. Und wer mit Steuer-Geldern nicht richtig umgehen kann, bedient sich womöglich nur selbst, kann also nicht nur nichts, sondern ist sogar eine Gefahr für das Gemeinwohl. Geld wäre genug da: Gehen wir von 1% bestverdienenden OligarchInnen in Deutschland aus, dann ergibt dies bezogen auf 40 Millionen Erwerbstätige 400.000. Schöpfen wir von den auf - im Durchschnitt - mindestens 1 Million Euro geschätzten Einnahmen der 1% Bestverdienenden 50% ab, dann ergäbe dies 400.000 mal 1/2 Million, das macht 200 Milliarden. Bei ca. 1,3 Billionen Staatsschulden wäre Deutschland damit in ca. 6,5 Jahren (alt) schuldenfrei. Derzeit gibt es nach der Datenquelle und Basis Materialband zum ersten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung S. 112, Tab. 1.65, ungefähr 460.000 (Multi) Millionäre in Deutschland. Das hier vorgeschlagene Modell ist also durchaus realistisch, wie hier auch gezeigt wurde: Die Wachstumsrate der Millionäre in Deutschland. |
| Suchen in der IP-GIPT,
z.B. mit Hilfe von "google": <suchbegriff>
site:www.sgipt.org
z.B. Schulden-Porträt site:www.sgipt.org. |
korrigiert: 07.06.04 irs
[Interne Datenquellen: Die Excel-Dateien befinden sich im Pfad inter05\sgipt\politpsy\statis\ ... ]