SGIPT
- Gesellschaft für Allgemeine und Integrative Psychotherapie - Deutschland
Internet Publikation für Allgemeine
und Integrative Psychotherapie IP-GIPT DAS=14.11.2001
update 8.12.2001
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zum Kanzler-Junktim_
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Willkommen in der Abteilung Allgemeine und Integrative Politische
Psychologie, hier zum Thema:
Nein zum Kanzler Junktim
Der Konflikt zwischen Machtloyalität und politischem
Gewissen
Die
wirklich großen Probleme Deutschlands - nicht Großdeutschlands
von Rudolf Sponsel, Erlangen
_
| Der 'sozialdemokratische' Bundeskanzler Schröder
hat inzwischen die aktive Kriegsteilnahmefrage mit der Vertrauensfrage
verknüpft. Er will damit Druck ausüben und tut das auch wohl. |
_
| Wie ist dieses Junktim,
diese Verknüfpung zwischen Krieg und Politischer Vernunft oder Gewissen
zu bewerten? |
_
| Nun, die Frage ist im Grunde
nur rhetorisch und - konsequent logisch gedacht - einfach zu beantworten.
Wer eine aktive Kriegsteilnahme aus politischen Gewissensgründen nicht
unterstützen kann, der muß dem Kanzler in dieser Frage das politische
Vertrauen verweigern. Er, der Kanzler, niemand sonst,sagt
mit dem Junktim schlicht und einfach, daß die aktive Kriegsbeteiligungsfrage
essentieller Kern seiner Deutschland- und Regierungspolitik ist. Er,
der
Kanzler, niemand sonst, verknüpft die Kriegsfrage mit der General-
und Vertrauensfrage. |
_
| Das bedeutet nichts
anderes, als daß dem 'Sozialdemokraten' Bundeskanzler Schröder
die Kriegsteilnahme überhaupt das Wichtigste seiner Politik
ist. |
_
| Die wirklich
großen Probleme unseres Landes, all die notwendigen Reformen
und Herausforderungen bleiben damit auf der Strecke. Denn nichts
ist dem Kanzler in und für Deutschland wichtiger, als die Kriegsteilnahme.
Ich denke, die Bewertung und eine Antwort auf eine solche Vertrauensfrage
sollte allen leicht fallen, denen ihr politisches Gewissen eine solche
Aufwertung aktiver Kriegsteilnahme verbietet. Ich denke, der Kanzler macht
es mit seinem Junktim nicht schwerer, sondern im Grunde leichter. |
_
| Mit etwas kritischem Verstand
und realistischem Einschätzungsvermögen hätte der Kanzler
erkennen müssen, daß eine uneingeschränkte
Kriegsteilnahme unter der partnerverachtenden Führung der USA - selbst
ein partieller Schurkenstaat (Chomsky),
wenn wir den USA auch eniges verdanken
- nicht einfach von ihm ohne jede kritische Reflexion verfügt und
bestimmt werden kann. Noch ist der Kanzler in diesem Land kein absoluter
Monarch. Hinzu kommt, daß der 'sozialdemokratische' Bundeskanzler
Schröder einen Ermächtigungsbeschluß, im Klartext einen
Blankoscheck will. Hält man sich vor Augen, was der Kanzler den Amerikanern
gegenüber für eine uneingeschränkt
hündische
Beziehung pflegt, in der jedes, aber auch jegliches kritische und souveräne
Element fehlt, kommt der Ermächtigungsschluß des deutschen Bundestages
einer Blankovollmacht und faktischen Ermächtigung der amerikanischen
Regierung gleich, militärisch zu machen was immer sie will, wo immer
sie will und wie immer sie es will. |
_
| Deutschland gibt
mit dem 'sozialdemokratischen' Bundeskanzler Schröder seine Souveränität
auf. Es gibt mit Schröder keine souveräne deutsche Politik
mehr, es gibt nur die Ermächtung zum bedingungslosen, kritiklosen
amerikanischen Erfüllungsgehilfen für das Projekt "grenzenlose
'Gerechtigkeit'". In der Tat: sie ist wirklich grenzenlos, in jeder
Hinsicht. Und deshalb darf hier niemand mit politischem Gewissen, das an
den Menschenrechten, einer humanen und gerechten Welt orientiert ist, zustimmen. |
_
Was wäre in dieser Situation
wirklich angemessen? Eine Antwort gibt der:
_
Entwurf
zu einem Verfassungszusatz für Angriffskriege bzw. Teilnahme an Angriffskriegen
durch Deutschland
-
Die Teilnahme Deutschlands an Angriffsankriegen bedarf zusätzlich
zur Parlamentsmehrheit einer 2/3 Mehrheit in einer Volksabstimmung, der
mindestens eine 6-wöchige Informations- und Diskussionsperiode vorauszugehen
hat.
-
Hierbei müssen BefürworterInnen und GegnerInnen
in der Information und in den Medien ausgewogen zu Wort gelangen können.
-
Hierbei sind die Kriegsziele, Mittel, Risiken und Kosten
darzulegen,
-
Angemessenheit und Verhältnismäßigkeit sind
in vierteljährlichen Abständen vom Parlament zu überprüfen.
|
_
Die
wirklich großen Probleme Deutschlands
-
die Arbeitslosigkeit, verschärft durch die derzeitige
Rezession und totale Konzeptions- und Ideenlosigkeit der Bundesregierung
(Kanzler Schröder hat versprochen, sie auf 3,5 Millionen zu senken,
viel wahrscheinlicher ist jedoch, daß er noch eine halbe Million
drauflegt)
-
Begünstigung von Steuerflucht, Steuerhinterziehung und
Steuerbetrug (Unternehmern, die hier in Deutschland keine Steuern zahlen
wollen, gehört die Zwangsausbürgerung angedroht und notfalls
auch die deutsche Staatsangehörigkeit entzogen)
-
eine gigantische Staatsverschuldung (Bund, Länder und
Gemeinden), die deutlich anzeigt, daß ein großer Teil unserer
PolitikerInnen im Grunde partiell
geschäftsunfähig sein könnte;
-
unerträgliche soziale Spannungen durch eine ausgesprochene
Ellenbogengesellschaft, Förderung der Reichen auf Kosten der Armen
(auch durch eine "rot-grüne" Regierung), unterstützt durch
-
wuchernder Filz und
Korruption zwischen Staat, Wirtschaft und organisiertem Verbrechen;
-
weitgehend fehlende In- die- Pflichtnahme von verantwortlichen
ManagerInnen und PolitikerInnen;
wer bei uns Mist macht, wird durch Abfindung und vorzeitige Pensionen belohnt;
-
Extremer Dilettantismus in der Wiedervereinigung unter der
Federführung der Schwarzgeld-Christlich- Konservativen unter der finanzwirtschaftlichen
Inkompetenz Ex-Bundeskanzlers Kohl
-
Probleme der Integration der neuen Bundesländer, bislang
völlig und zunehmend gescheiterte wirtschaftliche Wiedervereinigung;
die Macher haben nur eines erreicht: unermeßliche Schulden, soziale
Spannungen, Ungerechtigkeit, Arbeitslosigkeit, Desintegration, aus der
Kontrolle geratener
-
unerträglicher Rechtsradikalismus
mit bislang über 100 Morden;
-
unaufhaltsame Verselbständigung der Bürokratie,
explosives Wachstum von Vorschriften, Gesetzen und Verordnungen
-
ein erlahmtes, unverständliches, beweisidealistisches
Recht
-
Entwicklung zum Juristenstaat, Verwischung von Legislative,
Judikative und Exekutive
-
Hemmunslose Bakschis-
und Selbstbedienungsmentalität unter vielen BeamtInnen und PolitikerInnen
-
ungezügelte Zuwanderung; Unterwanderung durch fundamentalistische
Extremisten, Staats- und Kulturfeinde (Schily überreagiert hysterisch
auf der einen Seite und das Vernünftige kommt viel zu spät)
-
Ungenügende Polizeiinformatik (unfähig für
100 Millionen eine Datenbank aufzubauen)
-
Völlig falsches Bundeswehrkonzept
-
Fortschreitende Probleme der Überalterung
-
Zunehmende Organisierte Kriminalität, wobei die großen
Gangster meist davon kommen, während die eingesperrten Kleinen Unsummen
von Steuergeldern kosten (ein einziger 45.000
bis 150.000 jährlich)
-
Zunehmnde Seuchen- und Katastrophengefahren durch Nahrungs-,
Lebensmittel- und Umweltgifte (Stichwort Rinderwahnsinn; PCB)
-
Renten- und Generationenbetrug
-
sich verselbständigende Kostenexplosionen auf vielen
Gebieten, z.B. seit Jahrzehnten im Gesundheitsunwesen
-
Fehlgeleitete Landes- Bildungspolitik, Bildungstiefstand,
Pädagogiknotstand, kaum eine LehrerIn erreicht das Pensionsalter,
Verlust jeglicher Autorität, keine Innovativkraft und Courage: Prügelknaben
der Nation;
-
und daher zunehmende Staatsverdrossenheit unter den Bürgern
In der Tat, wer hierfür Problemlösungen auf
den Weg bringen will, kann einem Krieg nicht die höchste Priorität
deutscher Politik einräumen. Es muß die Frage gestellt werden,
was es bedeutet, wenn eine aktive Kriegsteilnahme an erster Stelle steht
und was dies für Auswirkungen auf die Handhabung und Entwicklung von
Problemlösungen hat. Es liegt auf der Hand, daß es hier um Ablenkung
und Punkte sammeln auf Gebieten geht, von denen Deutschland ganz nüchtern
und realistisch betrachtet nichts hat - außer Großmachtsphantasien,
die wiederum nur der europäischen Einheit entgegenstehen, wie die
unseligen Dreiergipfel - Deutschland, England, Frankreich - gezeigt haben.
Also:
Nein zum Kanzler Junktim
Überblick Programm
Politische Psychologie in der IP-GIPT
Geheimdienste
vom Typ CIA ( 1-
2
- 3 -
4 - 5
) sind vielfach nichts anderes
als staatlich sanktionierte Kriminelle Vereinigungen und
pseudo-legalisierte
Terrorbanden, die den lokalen, regionalen
und Weltfrieden gefährden. Daher fordern wir aus allgemeiner und integrativer
polit-psychologischer Sicht ein
Internationales Geheimdienst-Völkerrechtsgesetz:
-
Allen Geheimdiensten wird verboten Attentate, Umstürze,
Staatsstreiche, Militärinterventionen, Sabotage, Waffenlieferungen
und jede andere Form aktiv aggressiver oder destruktiver Beeinflussung
zu betreiben.
-
Geheimdienste dürfen nur informationell zur Abwehr und
Aufklärung eingesetzt werden.
-
Es ist detailliert und operational genauestens festzulegen,
was Geheimdienste dürfen und was nicht; hierbei ist jeglicher Interpretationsspielraum
streng zu vermeiden.
-
Sämtliche Geheimdienstaktivitäten müssen parlamentarischer
Kontrolle unterliegen und vom Weltsicherheitsrat der UNO oder einem internationalen
Gerichtshof geprüft werden können.
|
Entwurf/
Leitideen:
Internationales
Missionierungs-Völkerrechts- Gesetz
-
Allen Religionen wird verboten, uneingeladen und unautorisiert
durch die Gast-Kultur zu missionieren.
-
Autorisierte "Missionen" müssen das Toleranzgebot beachten,
sonst sind sie völkerrechtswidrig.
-
Autorisierte "Missionen" bedürfen der Erlaubnis durch
einen von den Vereinten Nationen (UNO) legitimierten internationalen ethnologischen
Rat, dessen Richtlinien zu beachten und deren Einhaltung durch unabhängige
BeobachterInnen zu kontrollieren ist.
-
Auserwählt-Verkündigungen
sind als Verstoß gegen die Allgemeinen Menschenrechte
unzulässig.
-
Kooperation jedweder Form mit Geheimdiensten
ist unzulässig.
Zitierung
Sponsel, Rudolf (DAS). Nein
zum Kanzler Junktim. Der Konflikt zwischen Machtloyalität und politischem
Gewissen. Die wirklich großen Probleme Deutschlands - nicht Großdeutschlands
Mit einem Entwurf zu einem Verfassungszusatz für Angriffskriege
bzw. Teilnahme an Angriffskriegen durch Deutschland.
IP-GIPT. Erlangen: http://www.sgipt.org/politpsy/aktuell/junktim.htm
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jeweils dort angefragt werden. In Streitfällen gilt der Gerichtsstand
Erlangen als akzeptiert.
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