Familien-Statistik
In Memoriam Walter Toman:
von Irmgard Rathsmann-Sponsel und Rudolf Sponsel, Erlangen
2006
Jede zehnte Frau zwischen 25 und 54 bleibt wegen Familie zu Hause
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes ZAHL DER
WOCHE Nr.
17 vom 29. April 2008
"WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war
2006 in Deutschland jede zehnte Frau (9,9%) zwischen 25 und 54 Jahren aufgrund
familiärer Verpflichtungen nicht erwerbsaktiv - war also weder erwerbstätig
noch erwerbslos. Zu den familiären Verpflichtungen zählen unter
anderem Schwangerschaft, Kinderbetreuung sowie die Pflegebedürftigkeit
eines Familienangehörigen.
Die Quote der Frauen, die aus familiären Gründen
dem Arbeitsmarkt fern bleiben, variiert innerhalb der Europäischen
Union stark. Während das Vereinigte Königreich (1,9%), Schweden
(2,1%) und Dänemark (2,3%) sehr niedrige Quoten verzeichneten, erreichte
Malta mit 45,9% den höchsten Anteil. Auch in Irland (23,1%) und Luxemburg
(21,7%) stand mehr als jede fünfte Frau dem Arbeitsmarkt aus familiären
Gründen nicht zur Verfügung. Diese Daten veröffentlichte
Eurostat, das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften, auf
Basis der von den nationalen Statistikämtern nach dem Labour-Force-Konzept
der International Labour Organization (ILO) ermittelten Daten. Dieses ermöglicht
internationale Vergleiche von Arbeitsmärkten. Als erwerbslos gilt
dabei im Sinne der durch die EU konkretisierten ILO-Abgrenzung jede Person
im Alter von 15 bis 74 Jahren, die nicht erwerbstätig war, aber in
den letzten vier Wochen vor der Befragung aktiv nach einer Tätigkeit
gesucht hat und diese innerhalb von zwei Wochen aufnehmen könnte.
Auf den zeitlichen Umfang der gesuchten Tätigkeit kommt es nicht an."
Frauen
werden heute im Durchschnitt mit 26 Jahren Mutter
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 511
vom 18. Dezember 2007
"WIESBADEN - Das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt
ihrer Kinder hat sich in Deutschland in den 1960er Jahren zunächst
verringert und ist danach angestiegen. Die heute 30- bis 44-jährigen
Frauen bekamen ihr erstes Kind im Durchschnitt mit 26 Jahren und waren
damit etwa drei Jahre älter als die Mütter mit ersten Kindern
in den 1960er Jahren. Mit dem Anstieg des Alters der Mütter bei der
ersten Geburt ging in Deutschland bisher der Rückgang der Kinderzahl
einher, die eine Frau im Laufe des Lebens bekommt. Der Anstieg des durchschnittlichen
Alters der Frauen bei der ersten Geburt hat sich zuletzt nicht mehr fortgesetzt,
wobei diese Entwicklung durch die alten Bundesländer geprägt
wurde.
Diese Ergebnisse stammen aus einer Sondererhebung
zu Geburten und Kinderlosigkeit, die Dr. Sabine Bechtold, Abteilungsleiterin
im Statistischen Bundesamt, heute in Berlin vorgestellt hat. Mit der Erhebung
werden die Informationen zu den Geburten, die laufend aus der Geburtenstatistik
und dem Mikrozensus gewonnen werden, ergänzt. Die freiwillige Erhebung
wurde im Herbst 2006 durchgeführt. Dazu gaben etwa 12 500 Frauen zwischen
16 und 75 Jahren Auskunft. Die Sondererhebung bietet repräsentative
Ergebnisse für Deutschland sowie die alten und die neuen Länder.
Die Entwicklung des Durchschnittsalters der Mütter
bei ihrem ersten Kind verlief in Deutschland lange parallel zum Heiratsalter.
Die Frauen der Jahrgänge 1931 bis 1936 waren bei der Geburt des ersten
Kindes im Durchschnitt etwa 25 Jahre alt gewesen. Die etwa zehn Jahre jüngeren
Frauen (Jahrgänge 1942 bis 1946) bekamen ihr erstes Kind bereits mit
durchschnittlich 23 Jahren; diese Kinder gehörten zu den geburtenstarken
Jahrgängen der 1960er Jahre. Bei den jüngeren Frauenjahrgängen
(1947 bis 1966) stieg das Durchschnittsalter beim ersten Kind dann wieder
an, bei den 1962 bis 1976 geborenen Müttern beträgt es 26 Jahre.
Diese Zunahme des Durchschnittsalters bei der ersten Geburt war vor
allem in den alten Bundesländern (ohne Berlin) zu beobachten. Zuletzt
stagnierte diese Kennziffer hier allerdings. Bei den Frauen der Jahrgänge
1967 bis 1971 blieb sie bei 27 Jahren und damit genauso hoch wie bei den
fünf Jahre älteren Frauen (Jahrgänge 1962 bis 1966).In den
neuen Ländern gab es zunächst längere Zeit keinen solchen
Anstieg. Dementsprechend waren die Frauen bei der Geburt ihres ersten Kindes
deutlich jünger als in den alten Ländern. Erst bei den Frauen,
die Mitte der 1960er Jahre geboren wurden, nahm das Alter bei der Geburt
des ersten Kindes zu. Für die 1967 bis 1971 geborenen Frauen beträgt
es 24 Jahre. Bei den fünf Jahre jüngeren Frauen steigt es weiter
an. Hier dürften die Veränderungen der Lebensverhältnisse
seit der Wiedervereinigung eine Rolle gespielt haben.
Mit dieser Sondererhebung legt die amtliche Statistik
erstmals auch umfassende Angaben zur Kinderlosigkeit vor. Ein gewisses
Maß an Kinderlosigkeit ist in Deutschland nichts Neues. In den letzten
etwa 20 Jahren ist sie allerdings deutlich angestiegen. Von den Frauen,
die 1957 bis 1966 geboren wurden und die zum Zeitpunkt der Erhebung zwischen
40 und 49 Jahre alt waren, hatten 21% keine Kinder. Daran wird sich voraussichtlich
nichts wesentliches mehr ändern, da nur noch wenige Frauen in diesem
Alter erstmals Mutter werden. Unter den zehn Jahre älteren Frauen
(Jahrgänge 1947 bis 1956) hatten 16% keine Kinder. In den alten Bundesländern
ist der Anteil der kinderlosen Frauen bisher deutlich höher gewesen
als in den neuen Ländern. Unter den Frauen der Jahrgänge 1957
bis 1966 haben in den alten Ländern 23% keine Kinder, in den neuen
Ländern sind nicht einmal halb so viele kinderlos.
Die Kinderlosigkeit steigt mit dem Bildungsstand
an. In Deutschland hat unter den 40 bis 75 Jahre alten Frauen (Geburtsjahrgänge
1931 bis 1966) jede siebte mit niedrigem (weder Abitur oder Fachabitur,
noch berufliche Ausbildung), aber jede fünfte Frau mit hohem Bildungsstand
(Fachschul-, Fachhochschul- oder Hochschulabschluss) keine Kinder. Dieser
Zusammenhang ist charakteristisch für die alten Bundesländer.
Hier hat jede vierte Frau dieses Alters mit hoher Bildung keine Kinder,
bei den Frauen mit niedriger Bildung ist es nur jede achte. In den neuen
Ländern ist dagegen der Anteil der Kinderlosen insgesamt erheblich
niedriger und nimmt mit dem Bildungsstand nicht zu.
Zum Hintergrund der Befragung
Mit der Sondererhebung zu Geburten und Kinderlosigkeit wurden Fragestellungen
untersucht, zu denen aus den laufenden Statistiken bisher keine oder nur
unvollständige Angaben vorlagen. So werden in der Geburtenstatistik
zwar alle in Deutschland geborenen Kinder nachgewiesen, unabhängig
davon, ob die Eltern verheiratet sind oder nicht oder um das wievielte
Kind es sich handelt. Wie viele Kinder die Mutter zuvor geboren hatte,
wurde bisher allerdings bei einer Geburt nicht vollständig festgestellt,
vielmehr wurden bei dieser Frage nur in der aktuellen Ehe geborene Kinder
"mitgezählt". Die bisher ermittelten Angaben zum Durchschnittsalter
beim ersten Kind bezogen sich daher stets nur auf das erste Kind der aktuellen
Ehe. Aus dem Mikrozensus liegen Angaben zum Zusammenleben von Eltern und
Kindern und eine Reihe von Informationen zur sozialen und ökonomischen
Lage der Familien vor. Kinder, die den elterlichen Haushalt verlassen haben,
werden dabei nicht berücksichtigt. Damit konnten bisher keine Aussagen
zur tatsächlichen Kinderlosigkeit der Frauen getroffen werden.
Wegen der Bedeutung dieser demografischen Angaben
werden ab 2008 der Mikrozensus um die Frage nach der Zahl der von einer
Frau geborenen Kinder und die Geburtenstatistik um die Feststellung der
Geburtenfolge für alle Kinder - also das Miteinrechnen sämtlicher
zuvor geborener Kinder bei der Zählung - erweitert.
Weitere Informationen und die Infobroschüre
"Geburten in Deutschland" mit Ergebnissen der Geburtenstatistik und der
Sondererhebung stehen im Internet unter http://www.destatis.de, Pfad: Presse
-> Pressekonferenzen zur Verfügung."
"Im Osten ist der Anteil alternativer Familienformen höher als
im Westen
WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, haben 2006 in
den neuen Ländern alternative Familienformen einen Anteil von 42%
an den Familien insgesamt erreicht. Zu den alternativen Familienformen
zählen Alleinerziehende und Lebensgemeinschaften mit Kindern. Im früheren
Bundesgebiet lag deren Anteil nur bei 22%, bundesweit betrug er 26%.
Nach Ländern betrachtet machten alternative
Familienformen 2006 fast die Hälfte (47%) aller 330 000 Berliner Familien
aus. Den niedrigsten Anteil verzeichnete Baden-Württemberg. Dort gehörte
von den 1,2 Millionen Familien nur jede fünfte (20%) zu diesen Formen.
Dies sind einige der aktuellen Ergebnisse des Mikrozensus 2006, die Walter
Radermacher, Präsident des Statistischen Bundesamtes, heute in Berlin
vorgestellt hat.
Im Jahr 2006 lebten in Deutschland insgesamt 8,8
Millionen Familien. 1996 waren es noch 9,4 Millionen (- 7%). Während
im gleichen Zeitraum die Zahl alternativer Familienformen um 30% auf 2,3
Millionen in 2006 anstieg, ging die Zahl der Ehepaare mit Kindern um 16%
auf 6,5 Millionen zurück. Trotz wachsender Bedeutung der alternativen
Familienformen machten Ehepaare mit Kindern 2006 jedoch immer noch knapp
drei Viertel (74%) der Familien in Deutschland aus. Ihr Anteil an allen
Familien variierte in den Ländern von 53% in Berlin bis 80% in Baden-Württemberg.
Der Mikrozensus ist die größte jährliche
Haushaltsbefragung in Europa. Als Familien werden hier ausschließlich
Eltern-Kind-Gemeinschaften mit mindestens einem minderjährigen und
gegebenenfalls weiteren minder- oder volljährigen Kindern im Haushalt
verstanden. Detaillierte Ergebnisse des Mikrozensus 2006
zu diesem Sachverhalt enthalten die ergänzenden Tabellen zur Pressekonferenz,
die im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de
(Pfad: Presse/Pressekonferenzen) kostenlos abrufbar sind.
"
2006:
Alleinstehende Frauen sind oft älter als 65, alleinstehende Männer
seltener
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes ZAHL DER
WOCHE 10 vom 11.
März 2008.
"WIESBADEN - Alleinstehende Frauen und Männer in Deutschland unterscheiden
sich in ihrer Altersstruktur und nach ihrem Familienstand grundlegend:
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, handelt es sich bei
alleinstehenden Frauen zum Großteil um Frauen im Seniorenalter, während
nur ein kleiner Teil der alleinstehenden Männer Senioren sind. Im
Jahr 2006 waren 50% der knapp 9,0 Millionen alleinstehenden Frauen 65 Jahre
und älter, während der Anteil der Senioren an den rund 7,5 Millionen
alleinstehenden Männern lediglich bei 17% lag.
Die unterschiedliche Struktur der Alleinstehenden
in Deutschland zeigen die Ergebnisse des Mikrozensus, der größten
jährlichen Haushaltsbefragung in Europa. Demnach unterscheiden sich
alleinstehende Frauen und Männer auch nach dem Familienstand. So waren
alleinstehende Frauen im Jahr 2006 am häufigsten verwitwet (45%),
während bei alleinstehenden Männern der Anteil der Ledigen (63%)
am höchsten lag. Die Mehrzahl der alleinstehenden Frauen lebte überwiegend
von Rente oder Pension (56%), während alleinstehende Männer ihren
überwiegenden Lebensunterhalt mehrheitlich durch Erwerbstätigkeit
(55%) bestritten.
Zu den Alleinstehenden zählen im Mikrozensus
alle Personen, die ohne Ehe-/Lebenspartner(in) und ohne Kinder leben."
"WIESBADEN - Die Zahl der Ehescheidungen ist im Jahr 2006 um 5,3% gegenüber
dem Vorjahr gesunken. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, wurden
2006 gut 190 900 Ehen geschieden; 2005 waren 201 700 Ehescheidungen registriert
worden. Damit wurden 2006 von 1 000 bestehenden Ehen zehn geschieden, 1992
waren es sieben und in den Jahren 2002 bis 2005 elf Ehen gewesen.
Von 1992 bis 2003 war die Zahl der Ehescheidungen mit Ausnahme des
Jahres 1999 beständig von 135 000 - damals wurden in den neuen Ländern
vorübergehend sehr wenige Ehen geschieden - auf 214 000 angestiegen,
seit 2004 ist eine Abnahme zu verzeichnen.
Bei den im Jahr 2006 geschiedenen Ehen wurde
der Scheidungsantrag in 106 600 Fällen von der Frau (55,8%) und in
69 200 Fällen (36,2%) vom Mann gestellt. In den übrigen Fällen
beantragten beide Ehegatten die Scheidung. Gegenüber 2005 ist die
Zahl der nur vom Mann beantragten
Ehescheidungen um 6,1% gesunken; nur von der Frau gestellte Scheidungsanträge
gingen um 5,1% zurück.
Bei der Mehrzahl aller Ehescheidungen sind die Parteien
zumindest ein Jahr getrennt. 161 500 Ehen (84,6%) wurden im Jahr 2006 nach
einjähriger Trennung geschieden, dies waren 10 800 Ehen oder 6,2%
weniger als 2005. Auch wurden mit 3 300 Scheidungen 17,5% weniger Ehen
gelöst, bei denen die Partner noch kein Jahr getrennt gewesen waren.
Die Zahl der Scheidungen nach dreijähriger Trennung hat mit 25 100
leicht zugenommen (+ 3% gegenüber 2005).
Von den im Jahr 2006 geschiedenen Ehepaaren hatte
knapp die Hälfte Kinder unter 18 Jahren. Gegenüber 2005 hat die
Zahl der von der Scheidung ihrer Eltern betroffenen minderjährigen
Kinder von 156 400 auf 148 600 und damit um 5% abgenommen.
"
"WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt zum Weltkindertag am 20.
September mitteilt, haben im Jahr 2005 rund zwei Drittel (69%) der 20,7
Millionen Kinder in Deutschland mit mindestens einem minder- oder volljährigen
Geschwisterkind gemeinsam in einem Haushalt gelebt. Rund jedes dritte Kind
(31%) wuchs dementsprechend ohne Geschwister im Haushalt auf. Das zeigen
die aktuellen Ergebnisse des Mikrozensus, der größten jährlichen
Haushaltsbefragung in Europa.
Zu den Kindern zählen im Mikrozensus alle minder-
und volljährigen ledigen Personen, die ohne Lebenspartner(in) und
ohne eigene Kinder mit mindestens einem Elternteil im Haushalt zusammen
leben. Als Kinder gelten dabei - neben leiblichen Kindern - auch Stief-,
Adoptiv- und Pflegekinder.
Die Ergebnisse des Mikrozensus zeigen weiter, dass
von den 14,4 Millionen minderjährigen Kindern im Jahr 2005 ein Viertel
(25%) ohne weitere Geschwister im Haushalt groß wurde. Fast die Hälfte
der minderjährigen Kinder (48%) wuchs gemeinsam mit einem minder-
oder volljährigen Geschwisterkind heran. Dabei hatte rund jedes fünfte
minderjährige Kind (19%) zwei Geschwister, knapp jedes zehnte Kind
(8%) teilte den Haushalt mit mindestens drei Geschwistern.
Von den 6,3 Millionen volljährigen Kindern,
die im Jahr 2005 noch im elterlichen Haushalt wohnten, lebten 45% ohne
Schwester und Bruder. 38% der volljährigen Kinder teilten den Haushalt
mit einem minder- oder volljährigen Geschwisterkind, 12% mit zwei
Geschwistern und 5% mit drei Geschwistern und mehr.
Weitere Ergebnisse des Mikrozensus 2005 zu den Lebensformen
der Bevölkerung, zu Haushaltsstrukturen oder zur Gesundheitssituation
der Bevölkerung und vielen anderen Themen enthält die Pressebroschüre
"Leben in Deutschland - Haushalte, Familien und Gesundheit", die zusammen
mit einem umfangreichen Tabellenanhang im Internetangebot des Statistischen
Bundesamtes unter [der
Adresse] zum kostenlosen Download bereit steht."
2007:
2,4% weniger Schwangerschaftsabbrüche im Jahr 2007
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes
Nr.
093 vom 5. März 2008
"WIESBADEN - Im Jahr 2007 wurden dem Statistischen Bundesamt (Destatis)
rund 117 000 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet und
damit 2,4% oder 2 800 weniger als 2006.
Knapp drei Viertel (72%) der Frauen, die Schwangerschaftsabbrüche
durchführen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahren alt, 16%
zwischen 35 und 39 Jahren. Fast 8% der Frauen waren 40 Jahre und älter.
Die unter 18-Jährigen hatten einen Anteil von 5%. Ihre Anzahl ging
im Vergleich zum Jahr 2006 um 400 auf rund 6 200 zurück. 41% der Schwangeren
hatten vor dem Eingriff noch keine Lebendgeburt.
Über 97% der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche
wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Medizinische und kriminologische
Indikationen waren in weniger als 3% der Fälle die Begründung
für den Abbruch. Die meisten Schwangerschaftsabbrüche (76%) wurden
mit der Absaugmethode (Vakuumaspiration) durchgeführt. Bei 10% der
Schwangerschaftsabbrüche wurde das Mittel Mifegyne® verwendet.
Die Eingriffe erfolgten überwiegend ambulant
(98%), und zwar zu 79% in gynäkologischen Praxen und 19% ambulant
im Krankenhaus. 5% der Frauen ließen den Eingriff in einem Bundesland
vornehmen, in dem sie nicht wohnten.
Im vierten Quartal 2007 wurden rund 28 500 Schwangerschaftsabbrüche
gemeldet, das sind fast 2% mehr als im vierten Quartal 2006.
Ergebnisse nach Bundesländern sind im Internet
unter www.destatis.de, Pfad: Weitere Themen --> Gesundheit --> Schwangerschaftsabbrüche
abrufbar. Viele weitere gesundheitsbezogene Daten finden sich auch unter
der Adresse www.gbe-bund.de."
2007:
28 100 Schwangerschaftsabbrüche im dritten Quartal 2007
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr.
491 vom 5. Dezember 2007
"WIESBADEN - Im dritten Quartal 2007 wurden dem Statistischen Bundesamt
rund 28 100 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet und damit
2,3% (? 700) weniger als im dritten Quartal 2006.
Knapp drei Viertel (72%) der Frauen, die Schwangerschaftsabbrüche
durchführen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahren alt, 15%
zwischen 35 und 39 Jahren. 8% der Frauen waren 40 Jahre und älter.
Bei den unter 18-Jährigen (Anteil von gut 5%) ging die Anzahl um rund
10% (? 166) im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal zurück.
41% der Schwangeren hatten vor dem Eingriff noch keine Lebendgeburt.
Fast 98% der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche
wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Medizinische und kriminologische
Indikationen waren in gut 2% der Fälle die Begründung für
den Abbruch. Die meisten Schwangerschaftsabbrüche (76%) wurden mit
der Absaugmethode (Vakuumaspiration) durchgeführt. Bei 10% der Schwangerschaftsabbrüche
wurde das Mittel Mifegyne® verwendet.
Die Eingriffe erfolgten überwiegend ambulant
(97%), und zwar zu 78% in gynäkologischen Praxen und 19% ambulant
im Krankenhaus. 5% der Frauen ließen den Eingriff in einem Bundesland
vornehmen, in dem sie nicht wohnten."
2008: Frauen
in den Parlamenten weltweit unterrepräsentiert
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr.
097 vom 06.03.2008
"Wiesbaden - Weltweit sind Frauen in den Parlamenten entsprechend ihrem
Bevölkerungsanteil unterrepräsentiert. Wie das Statistische Bundesamt
(Destatis) in Wiesbaden zum Internationalen Frauentag am 8. März mitteilt,
entfielen im Deutschen Bundestag im Februar 2008 rund 32% oder 197 der
612 Sitze auf Frauen. Bei der letzten Bundestagswahl 2005 waren ursprünglich
614 Abgeordnete, darunter 195 Frauen, gewählt worden. Veränderungen
während der Legislaturperiode ergeben sich unter anderem durch Mandatsverzichte
oder Sterbefälle und das damit verbundene Nachfolgen von Abgeordneten;
Überhangmandate werden nicht neu besetzt.
Im Vergleich mit den anderen EU-Ländern lag
Deutschland mit dieser Frauenquote im oberen Drittel. Von allen 27 EU-Ländern
kam Schweden einer paritätischen Verteilung im Parlament am nächsten.
Ende 2007 entfielen dort 47% der Mandate auf Frauen. Es folgten Finnland
(42%), die Niederlande (39%) sowie Dänemark (38%). Außerhalb
der EU wiesen 2007 Ruanda (49%), Argentinien (40%) und Costa Rica (37%)
die höchsten Frauenanteile auf. Weitaus geringer war der Frauenanteil
zum Beispiel in China (21%), den Vereinigten Staaten (17%), der Russischen
Föderation (14%) und Japan (9%). Diese Daten wurden von der Interparlamentarischen
Union (IPU) erhoben. Für die Studie wurden Angaben von 188 Staaten
berücksichtigt."
Familienhilfe und Unterstützung (> Sozialhilfe)
2007 Große
regionale Unterschiede bei Ganztagsbetreuung von Kindern 2007
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr.
175 vom 8.05.2008
"Wiesbaden - In den ostdeutschen Landkreisen und kreisfreien Städten
haben die Eltern von Kindern bis fünf Jahren im Jahr 2007 Angebote
der Ganztagsbetreuung verhältnismäßig stärker in Anspruch
genommen als in den westdeutschen Kreisen. Wie das Statistische Bundesamt
(Destatis) mitteilt, findet sich der größte Anteil ganztägig
betreuter Kinder unter drei Jahren (an allen Kindern dieser Altersgruppen)
in der thüringischen Stadt Jena (46%) und im Kreis Weimarer Land (41%).
Im Vergleich dazu liegt in vielen westdeutschen Kreisen der Anteil der
ganztags betreuten Kinder (Ganztagsbetreuungsquote) unter einem Prozent.
Ein ähnliches Bild ergibt sich für die
Kinder in der Altersgruppe von drei bis fünf Jahren. Die zehn Kreise
mit der niedrigsten Inanspruchnahme von Ganztagsbetreuung sind in den süd-
und norddeutschen Bundesländern (Baden-Württemberg, Niedersachsen
und Schleswig-Holstein) zu finden, während die zehn Kreise mit den
höchsten Quoten fast ausnahmslos in Thüringen liegen.
Als Ganztagsbetreuung wird gerechnet, wenn die Eltern
eine Betreuungszeit von mehr als sieben Stunden pro Tag in einer Tageseinrichtung
oder bei einer Tagesmutter oder einem Tagesvater vereinbart haben.
Diese und weitere Informationen zur Kindertagesbetreuung
in allen Stadt- und Landkreisen enthält die gemeinsame Veröffentlichung
der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder "Kindertagesbetreuung
regional 2007". Die Publikation ist kostenlos im Publikationsservice des
Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/publikationen (Suchbegriffe:
Kindertagesbetreuung regional) erhältlich. Dort erhalten Sie auch
kostenlos entsprechende Kreiskarten."
2007:
Elterngeld für Väter in bayerischen Kreisen besonders attraktiv
Pressemitteilung des Statistischen
Bundesamtes Nr.
107 vom 12. März 2008
"WIESBADEN - Nach Mitteilung des Statistischen
Bundesamtes (Destatis) nehmen Väter in bayerischen Kreisen besonders
oft Elterngeld in Anspruch: In den Monaten Januar bis Dezember 2007 lag
der Anteil der Männer in 83 von 96 bayerischen Kreisen über dem
bundesweiten Durchschnitt von 10,5%.
Die höchsten Männeranteile
an den bewilligten Elterngeldanträgen gab es jedoch in den baden-württembergischen
Universitätsstädten Freiburg im Breisgau (17,8%) und Heidelberg
(16,9%). Würzburg folgt als erste bayerische Stadt mit einem Männeranteil
von 16,4%. Unter den ersten zehn Städten beziehungsweise Landkreisen
befinden sich fünf weitere bayerische Kreise sowie die brandenburgische
Landeshauptstadt Potsdam (15,8%) und die Stadt Weimar (15,9%).
Die Stadt Hoyerswerda (2,4%),
der Landkreis Nienburg an der Weser (4,4%) sowie die Stadt Emden (4,6%)
weisen als einzige Kreise bundesweit einen Männeranteil an den bewilligten
Elterngeldanträgen von weniger als 5% auf.
Die entsprechenden Ergebnisse
zu allen 439 Kreisen in Deutschland der Elterngeldstatistik für 2007
sowie eine dazugehörige Kreiskarte sind kostenlos abrufbar im Publikationsservice
von Destatis unter www.destatis.de/publikationen (Suchbegriff: "Elterngeld
regional")."
_
2007:
Elterngeld bei Vätern weiter hoch im Kurs
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr.
087 vom 29. Februar 2008
"WIESBADEN - Im vierten Quartal 2007 wurden bundesweit knapp 23 000
Anträge von Vätern auf Elterngeld bewilligt. Wie das Statistische
Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden weiter mitteilt, entfiel damit bei einer
Gesamtzahl von 184 500 bewilligten Anträgen im gleichen Zeitraum jeder
achte Antrag (12,4%) auf Elterngeld auf einen Vater.
Während im ersten Quartal 2007 erst 6,9% der
Anträge für Väter waren, belief sich deren Anteil im dritten
Quartal bereits auf 10,7%. Eine mögliche Ursache für den weiteren
Anstieg auf 12,4% im vierten Quartal liegt darin, dass Väter nun verstärkt
Anträge für die Partnermonate stellen.
Im vierten Quartal 2007 lag der Anteil der für
Väter bewilligten Anträge in Bayern mit 15,1% und in Berlin mit
15,0% am höchsten. Am geringsten war der Väter-Anteil wie bereits
in den Vorquartalen im Saarland mit 7,1%.
Über das gesamte Jahr 2007 gesehen wurden insgesamt
571 000 Anträge auf Elterngeld bewilligt. 60 000 oder 10,5% davon
waren von Vätern gestellt worden. Beim früheren Erziehungsgeld,
das an Einkommensgrenzen gekoppelt war, lag der Anteil der Anträge
von Vätern in den Vorjahren bei etwa 3,3%. Die Zahl der Elterngeldanträge
für im Jahr 2007 geborene Kinder wird noch weiter ansteigen. Viele
Eltern, deren Kind im letzten Quartal 2007 zur Welt kam, werden erst Anfang
2008 einen Antrag auf Elterngeld stellen und auch zahlreiche Väter
von Kindern, die im Jahr 2007 geboren wurden, können noch immer Elterngeld
für Partnermonate beantragen.
Mehr als die Hälfte der Väter (60%), die
Elterngeld in Anspruch nahmen, beantragte es 2007 für zwei Monate,
18% nahmen eine "Babyzeit" von zwölf Monaten. Bei den Müttern
ergibt sich ein anderes Bild: 87% von ihnen beanspruchten Elterngeld für
zwölf Monate, weniger als ein Prozent für zwei Monate.
Das Elterngeld beträgt für erwerbstätige
Mütter und Väter 67% des wegfallenden Nettogehalts, wenn die
Arbeitszeit vollständig oder teilweise reduziert wird, mindestens
300 Euro und höchstens 1 800 Euro monatlich. Nicht Erwerbstätige
erhalten einen Mindestbetrag von 300 Euro. Je nach Familiensituation erhöht
sich der Betrag um einen Geschwisterbonus und/oder einen Mehrlingszuschlag.
Mehr als jede zweite Mutter (52%) mit bewilligtem
Antrag erhielt 2007 Elterngeld auf Basis des Mindestbetrags, häufig
in Verbindung mit Geschwisterbonus und/oder Mehrlingszuschlag. Bei den
Vätern traf dies bei 28% zu.
Differenzierte Ergebnisse der Elterngeldstatistik
für 2007 sind abrufbar im Publikationsservice des Statistischen
Bundesamtes unter http://www.destatis.de/publikationen (Suchbegriff: "Elterngeld").
"
2007:
16% aller Kinder unter 6 Jahren werden ganztags betreut
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr.
070 vom 22. Februar 2007
"WIESBADEN - Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis)
haben im Jahr 2007 bundesweit Eltern von rund 681 000 Kindern unter sechs
Jahren Angebote der ganztägigen Erziehung, Bildung und Betreuung als
Ergänzung zur eigenen Kindererziehung in Anspruch genommen. Das waren
rund 49 000 oder 8% mehr als im Jahr zuvor. Bezogen auf alle Kinder in
dieser Altersgruppe lag die Ganztagsquote bei 16%, gegenüber 14,5%
im Jahr 2006. Als Ganztagsbetreuung wird gerechnet, wenn die Eltern eine
Betreuungszeit von mehr als sieben Stunden pro Tag in einer Tageseinrichtung
oder bei einer Tagesmutter oder einem Tagesvater vereinbart haben.
Bei der Teilgruppe der unter 3-Jährigen haben
Eltern von rund 151 500 Kindern Angebote der Ganztagsbetreuung ergänzend
in Anspruch genommen, rund 11% mehr als im Jahr 2006. Der Anteil der Kinder
in Tagesbetreuung an allen Kindern dieser Altersgruppe ("Ganztagsquote")
belief sich bundesweit auf 7,3%. Deutliche Unterschiede zeigen sich im
Vergleich der neuen Länder und des früheren Bundesgebietes (jeweils
ohne Berlin) bei der Inanspruchnahme von Ganztagsbetreuung. Während
in Ostdeutschland für mehr als ein Viertel (26,8%) aller unter 3-Jährigen
von den Eltern Ganztagsbetreuung in Anspruch genommen wurde, betrug für
diese Altersgruppe in Westdeutschland die Quote lediglich 3,2%. Die niedrigste
Quote findet sich in Niedersachsen mit 1,9%, die höchste Quote gab
es in
Thüringen (31,0%).
Für die Altersgruppe der Kinder von 3 bis unter
6 Jahren belief sich die Ganztagsquote bundesweit auf 24,3%, das waren
529 000 Kinder (2006: 22,1%, 495 000 Kinder). Auch hier lag die Ganztagsquote
im Westen mit 17,3% deutlich unter der im Osten (60,0%). Wie schon bei
den unter 3-Jährigen wies auch hier Thüringen mit 84,5% die höchste
Ganztagsquote auf, Baden-Württemberg mit 8% die niedrigste.
Detaillierte Ergebnisse finden Sie in unserem Publikationsservice
unter www.destatis.de/publikationen, Suchbegriffe "Tageseinrichtungen"
beziehungsweise "Tagespflege".
"
1991-2006:
79% mehr erzieherische Hilfen von 1991 bis 2006
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr.
038 vom 30. Januar 2008
"WIESBADEN - Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis)
haben im Jahr 2006 in Deutschland mehr als 651 000 junge Menschen im Alter
bis zu 26 Jahren erzieherische Hilfe in Anspruch genommen. Das waren 11%
oder 66 000 mehr als 2001 und 79% oder 288 000 mehr als 1991, dem Jahr,
in dem das neue Kinder- und Jugendhilfegesetz in Kraft getreten ist.
Unter dem Stichwort "erzieherische Hilfe" erhalten
junge Menschen und Familien bei persönlichen Schwierigkeiten und Konflikten
im sozialen Umfeld verschiedene pädagogische Hilfen und Förderungen.
Das Spektrum der Unterstützung reicht von Erziehungsberatung über
Erziehungsbeistände und soziale Gruppenarbeit, sozialpädagogische
Familienhilfe und Tagesgruppenerziehung bis zur Vollzeitpflege in einer
anderen Familie und Heimerziehung. 28 von 1 000 jungen Menschen dieser
Altersgruppe nahmen im Jahr 2006 eines dieser Hilfeangebote wahr, mehr
als doppelt so viele wie 1991 (13 von 1 000).
Ziel der Kinder- und Jugendhilfe ist es, den jungen
Menschen einen Verbleib in der Familie zu ermöglichen. So wurden 2006
fast drei Viertel der Hilfen innerhalb der Familie (ambulant) durchgeführt,
4% teilstationär und 23% stationär. Der Anteil der ambulanten
Hilfen stieg gegenüber 1991 um 17 Prozentpunkte an, während der
Anteil der stationären Hilfen in derselben Größenordnung
abnahm.
Insgesamt nahmen mehr Jungen als Mädchen erzieherische
Hilfen in Anspruch. Die Geschlechterverteilung variierte 2006 zwischen
50:50 bei der Vollzeitpflege in einer anderen Familie und einem Anteil
von 75% männlicher junger Menschen bei der sozialen Gruppenarbeit.
"
2006:
Zahl der Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe steigt
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 031
vom 23. Januar 2008
"WIESBADEN - Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes
(Destatis) hat sich die Gesamtzahl der Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
(ohne Einrichtungen der Kindertagesbetreuung) in Deutschland zum Jahresende
2006 gegenüber 2002, dem Zeitpunkt der letzten Erhebung, um rund 4%
erhöht. Insgesamt gab es rund 28 200 Einrichtungen unter anderem für
Heimerziehung, Jugendarbeit, Frühförderung sowie Jugendzentren
und Jugendräume, Familienferienstätten und Erziehungs-, Jugend-
und Familienberatungsstellen. Die Zahl der Einrichtungen in öffentlicher
Trägerschaft sank um rund 5%, die freien Träger betrieben
dagegen rund 8% mehr Einrichtungen als vier Jahre zuvor. Zusätzlich
gab es 2006 weitere 2 800 Einrichtungen und Geschäftsstellen der
Jugendhilfeverwaltung (- 2,5% gegenüber 2002). In diesen Ergebnissen
sind keine Daten für Berlin berücksichtigt.
Rund drei Viertel der Einrichtungen (76%, ohne Jugendhilfeverwaltungen)
wurden von freien Trägern der Jugendhilfe betrieben.
Auch die Zahl der Beschäftigten in den Einrichtungen
der Kinder- und Jugendhilfe (ohne Verwaltung) erhöhte sich bundesweit
gegenüber 2002 leicht auf 141 400 Personen (+ 1,5%). Zwischen 1998
und 2002 hatte es einen Personalabbau um 2,7% gegeben. Bei den tätigen
Personen gab es im früheren Bundesgebiet einen Zuwachs von 4%. In
den neuen Ländern hat sich der zwischen 1998 und 2002 vorgenommene
Personalabbau von 19% durch einen weiteren Rückgang um 11% auf 21
100 Beschäftigte fortgesetzt.
Detaillierte Ergebnisse werden in unserem Publikationsservice
www.destatis.de/publikationen unter dem Suchbegriff "Einrichtungen
Jugendhilfe" abrufbar sein, wenn die endgültigen Ergebnisse aus
Baden-Württemberg und Hessen vorliegen."
2007:
Mehr Kinder unter 3 Jahren in Tagesbetreuung
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr.
515 vom 19. Dezember 2007
"WIESBADEN - Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes
haben im März 2007 die Eltern von rund 321 300 Kindern unter drei
Jahren eine Betreuung in Kindertageseinrichtungen oder in öffentlich
geförderter Kindertagespflege als Ergänzung zur eigenen Kindererziehung
und Betreuung in Anspruch genommen. Dies entspricht einem Anstieg um knapp
34 400 Kinder oder 12% gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil der Kinder
in Tagesbetreuung an allen Kindern dieser Altersgruppe (Betreuungsquote)
belief sich damit bundesweit auf rund 15,5% (2006: 13,6%).
Sowohl im früheren Bundesgebiet als auch in
den neuen Ländern (jeweils ohne Berlin) wurden 2007 mehr Kinder unter
drei Jahren ergänzend zur häuslichen Erziehung betreut. Absolut
erhöhte sich die Zahl der betreuten Kinder unter drei Jahren im früheren
Bundesgebiet um rund 28 900 Kinder auf 166 550 (+ 21%) und in den neuen
Ländern um 3 400 auf 120 200 Kinder (+ 3%). In Westdeutschland (ohne
Berlin) stieg die Betreuungsquote damit von 8,0% auf rund 10% und in Ostdeutschland
(ohne Berlin) von 39,7% auf nunmehr 41,0%.
Die größte Veränderung der Betreuungsquote
bei Kindern unter drei Jahren gegenüber 2006 verzeichnete mit einem
Plus von 3,4 Prozentpunkten das Land Hessen, gefolgt von Brandenburg (+
3,0 Prozentpunkte). In Thüringen ist die Betreuungsquote für
Kinder dieser Altersgruppe leicht zurückgegangen (- 0,4 Prozentpunkte).
Hierbei sank die Zahl der betreuten Kinder im Alter von zwei Jahren um
790 Kinder (- 6%).
In Einrichtungen der Kindertagesbetreuung wurden
2007 rund 278 700 Kinder unter drei Jahren gezählt (+ 24 760 Kinder;
+ 10%). Bei Tagesmüttern und Tagesvätern, die eine öffentliche
Förderung erhielten, waren es 42 630 Kinder (+ 9 600 Kinder; + 29%).
Auch bei den Kindern im Kindergartenalter zwischen
drei und fünf Jahren ist zum Stichtag 15. März 2007 nach vorläufigen
Ergebnissen bundesweit ein Anstieg der Betreuungsquote auf etwa 90% festzustellen
(2006: 87%).
Endgültige Ergebnisse mit detaillierten Auswertungen
werden voraussichtlich bis Ende Januar 2008 erstellt, wenn die endgültigen
Daten über Kinder in Kindertageseinrichtungen für das Jahr 2007
aus Niedersachsen vorliegen.
"
01-09.
2007 Elterngeld bei Vätern meistens für 2 Monate bewilligt
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr.
453 vom 13.11.2007
"Wiesbaden - Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden in den
ersten neun Monaten des Jahres 2007 rund 387 000 Anträge auf Elterngeld
bewilligt. Nachdem im ersten Halbjahr rund 200 000 Anträge genehmigt
wurden, kamen im dritten Quartal weitere 187 000 Bewilligungen hinzu. Von
Januar bis September wurden bundesweit rund 37 000 Anträge von Vätern
auf Elterngeld bewilligt, dies entspricht einem Anteil von 9,6%.
Während im ersten Quartal 2007 6,9% der
Anträge für Väter waren, belief sich der Anteil im dritten
Quartal auf 10,7%. Eine mögliche Ursache für diesen Anstieg liegt
darin, dass Väter nunmehr verstärkt Anträge für die
Partnermonate stellen. Mehr als die Hälfte der Väter (57%) beantragte
in den ersten neun Monaten des Jahres 2007 das Elterngeld für zwei
Monate, 20% nehmen eine "Babyzeit" von zwölf Monaten. Bei den Müttern
ergibt sich ein anderes Bild: 86% von ihnen beanspruchen Elterngeld für
zwölf Monate, ein Prozent für zwei Monate.
36% der Väter, die das Elterngeld für
zwölf Monate in Anspruch nehmen, erhalten ein Elterngeld von 300 Euro
monatlich, 12% erhalten 1 500 Euro oder mehr. Von den Vätern, die
zwei Monate Elterngeld nehmen, erhalten 19% 300 Euro und 22% 1 500 Euro
oder mehr.
Der Anteil der für Väter bewilligten Anträge
lag von Januar bis September mit 12,4% in Berlin am höchsten. Anteile
von 10% oder mehr wurden für Bayern (11,2%), Hamburg (10,8%), Brandenburg
(10,5%) und Thüringen (10,0%) ermittelt. Am geringsten war der Väter-Anteil
in Sachsen-Anhalt (7,6%) und im Saarland (5,8%).
Das Elterngeld beträgt 67% des letzten Nettogehalts,
wenn die Arbeitszeit vollständig oder teilweise reduziert wird, mindestens
300 Euro und höchstens 1 800 Euro monatlich. Nicht Erwerbstätige
erhalten einen Mindestbetrag von 300 Euro. Je nach Familiensituation erhöht
sich der Betrag um einen Geschwisterbonus und/oder einen Mehrlingszuschlag.
Differenzierte Ergebnisse der Elterngeldstatistik
für die ersten neun Monate 2007 sind abrufbar im Publikationsservice
des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/publikationen
(Suchbegriff: "Elterngeld").
Weitere Auskünfte gibt: Zweigstelle Bonn, Dorothee
von Wahl, Telefon: (0611) 75-8167, E-Mail: jugendhilfe@destatis.de"
WIESBADEN - In den ostdeutschen Bundesländern war die Betreuungsquote
für Kinder unter drei Jahren im Jahr 2006 deutlich höher als
in den übrigen Bundesländern. Insgesamt nahmen in Ostdeutschland
nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die Eltern von fast 117 000
Kindern unter drei Jahren Angebote der Kindertagesbetreuung als Ergänzung
zur eigenen Kindererziehung und Betreuung in Anspruch. Der Anteil der Kinder
in Tagesbetreuung an allen Kindern dieser Altersgruppe (Betreuungsquote)
belief sich somit auf durchschnittlich 39,7%. In den alten Bundesländern
(ohne Berlin) lag die Betreuungsquote hingegen bei 8,0%; in Berlin betrug
die Quote 37,8%.
Die höchsten Betreuungsquoten im Kreisvergleich
finden sich allesamt in den ostdeutschen Bundesländern. Der höchste
Wert ergab sich für den ehemaligen Saalkreis mit 57,7%; gefolgt vom
Kreis Schönebeck (55,8%) und Jerichower Land (55,5%). Die für
das Jahr 2013 angestrebte Betreuungsquote von 35% wurde insgesamt in 84
Kreisen Ostdeutschlands erreicht. In den alten Ländern wiesen die
Universitätsstädte Heidelberg (23,3%) und Freiburg im Breisgau
(22,7%) die höchsten Quoten auf.
Die niedrigsten Betreuungsquoten wiesen zum Erhebungsstichtag
15. März 2006 der Kreis Nienburg/Weser mit 1,0%, gefolgt von Cloppenburg
(1,1%) und dem Ostallgäu sowie Straubing-Bogen (jeweils 1,8%) auf.
Dies geht aus der gemeinsamen Veröffentlichung
"Kindertagesbetreuung regional 2006" der Statistischen Ämter des Bundes
und der Länder hervor, die einen Überblick über die Inanspruchnahme
von Kindertagesbetreuung als Ergänzung zur Erziehung und Betreuung
durch die Eltern gibt. Die Publikation ist kostenlos im Publikationsservice
des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/publikationen
erhältlich. Sie stellt neben den Betreuungsquoten der Kinder unter
drei Jahren auch Daten zur Tagesbetreuung der Kinder im Alter von drei
bis unter sechs Jahren zur Verfügung.
https://www-ec.destatis.de/csp/shop/sfg/bpm.html.cms.cBroker.cls?cmspath=struktur,vollanzeige.csp&ID=1020923
| Suchen in der IP-GIPT,
z.B. mit Hilfe von "google": <suchbegriff>
site:www.sgipt.org
z.B. Walter Toman site:www.sgipt.org. |
kontrolliert: irs 27.09.06