Internet Publikation für Allgemeine und Integrative Psychotherapie
    IP-GIPTDAS=30.09.2006 Internet-Erstausgabe, letzte Änderung 9.5.8
    Impressum: Diplom-PsychologInnen Irmgard Rathsmann-Sponsel und Dr. phil. Rudolf Sponsel
    Stubenlohstr. 20     D-91052 Erlangen   E-Mail:  sekretariat@sgipt.org  _ Zitierung  &  Copyright

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    Willkommen in unserer Internet Publikation für Allgemeine und Integrative Psychotherapie, Abteilung

    Familien-Statistik
    In Memoriam Walter Toman:

    von Irmgard Rathsmann-Sponsel und Rudolf Sponsel, Erlangen


    Inhaltsübersicht

    Kinder, Geschwister-, Partner- und Familienkonstellationen
       2006 Jede zehnte Frau zwischen 25 und 54 bleibt wegen Familie zu Hause.
       Frauen werden heute im Durchschnitt mit 26 Jahren Mutter.
       2006: Familienformen in Deutschland.
       2006: Alleinstehende Frauen sind oft älter als 65, alleinstehende Männer seltener.
       Ehescheidungen und Anzahl betroffener Kinder 1985-2006.
       Bei mehr als der Hälfte der Paare mit Kindern arbeiten beide Partner.
       Zwei von drei Kindern werden mit Geschwistern groß.

    Frauen
       2008: Frauen in den Parlamenten weltweit unterrepräsentiert.

    Schwangerschaftsabbrüche
       2007: 2,4% weniger Schwangerschaftsabbrüche im Jahr 2007.
       2007: 28 100 Schwangerschaftsabbrüche im dritten Quartal 2007.

    Familienhilfe und Unterstützung (> Sozialhilfe)
       2007  Große regionale Unterschiede bei Ganztagsbetreuung von Kindern 2007.
       2007: Elterngeld für Väter in bayerischen Kreisen besonders attraktiv
       2007: Elterngeld bei Vätern weiter hoch im Kurs.
       2007: 16% aller Kinder unter 6 Jahren werden ganztags betreut.
       1991-2006: 79% mehr erzieherische Hilfen von 1991 bis 2006.
       2006: Zahl der Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe steigt
       2007: Mehr Kinder unter 3 Jahren in Tagesbetreuung.
       2006: Ausgaben für Tagesbetreuung von Kindern.
       Elterngeld 01-09.2007.
       2006: Ausgaben für Jugendhilfe.
       Große regionale Unterschiede bei der Kindertagesbetreuung 2006.
       Erziehungsberatung half 178 000 Schulkindern 2006. [> 2001]

    Sozialhilfe-Statistik. [1]
    Krankenversicherung.
    Pflege und Pflegebedürftigkeit. [1]
    Privathaushalte. [1]
    Demographie. [1] 

    SchülerInnen-Zahlen > ausgelagert Bildungsstatistik.
     

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    Editorial Familien-Statistik: Die Familie ist von großer Bedeutung für fast alle Menschen. Schon deshalb, weil die meisten Menschen in sie hineingeboren werden, in Familien aufwachsen und von ihrer Familien und ihren Bezugspersonendort sehr geprägt oder beeinflusst werden, im Guten wie im weniger Guten. Dessen eingedenk ist natürlich klar, dass auch der Familien-Statistik (Lebensformen und Lebensstile, Eheschliessungen, Scheidungen, Kinder, Wohnformen, Geburtenraten, Sterbealter, Erziehung, Elternschaft, Wanderung und Umzüge u.a.m.) eine wichtige Bedeutung zukommt. Und eine gute Familie ist wie eine gute Partnerbeziehung und gute Freunde ein großes und mächtiges "Lebenskapital" - das leider durch eine verantwortungslose Wirtschaft und ihren GlobalisierungsagentInnen - wozu auch die PolitkerInnen gehören - in den Grundlagen (Mobilitäts- und Flexibilitäts-Forderung) zerstört wurde. Die Zerstörung dieser wichigsten sozialen Ressource der Einheit der Familie ist nicht nur eine schwere Sünde gegen die Menschlichkeit und Vernunft, sondern auch wirtschaftlich unendlich dumm, weil die Professionalisierung und Ökonomisierung elementarer sozialer Leistungen letztlich unbezahlbar ist - und zudem immer unmenschlicher wird (> homo oeconomicus).



    Kinder, Geschwister-, Partner- und Familienkonstellationen
    • 2006 Jede zehnte Frau zwischen 25 und 54 bleibt wegen Familie zu Hause.
    • Frauen werden heute im Durchschnitt mit 26 Jahren Mutter.
    • 2006: Familienformen in Deutschland.
    • Ehescheidungen und Anzahl betroffener Kinder 1985-2006.
    • Bei mehr als der Hälfte der Paare mit Kindern arbeiten beide Partner.
    • Zwei von drei Kindern werden mit Geschwistern groß.


    2006 Jede zehnte Frau zwischen 25 und 54 bleibt wegen Familie zu Hause
    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes ZAHL DER WOCHE Nr. 17 vom 29. April 2008
    "WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war 2006 in Deutschland jede zehnte Frau (9,9%) zwischen 25 und 54 Jahren aufgrund familiärer Verpflichtungen nicht erwerbsaktiv - war also weder erwerbstätig noch erwerbslos. Zu den familiären Verpflichtungen zählen unter anderem Schwangerschaft, Kinderbetreuung sowie die Pflegebedürftigkeit eines Familienangehörigen.
        Die Quote der Frauen, die aus familiären Gründen dem Arbeitsmarkt fern bleiben, variiert innerhalb der Europäischen Union stark. Während das Vereinigte Königreich (1,9%), Schweden (2,1%) und Dänemark (2,3%) sehr niedrige Quoten verzeichneten, erreichte Malta mit 45,9% den höchsten Anteil. Auch in Irland (23,1%) und Luxemburg (21,7%) stand mehr als jede fünfte Frau dem Arbeitsmarkt aus familiären Gründen nicht zur Verfügung. Diese Daten veröffentlichte Eurostat, das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften, auf Basis der von den nationalen Statistikämtern nach dem Labour-Force-Konzept der International Labour Organization (ILO) ermittelten Daten. Dieses ermöglicht internationale Vergleiche von Arbeitsmärkten. Als erwerbslos gilt dabei im Sinne der durch die EU konkretisierten ILO-Abgrenzung jede Person im Alter von 15 bis 74 Jahren, die nicht erwerbstätig war, aber in den letzten vier Wochen vor der Befragung aktiv nach einer Tätigkeit gesucht hat und diese innerhalb von zwei Wochen aufnehmen könnte. Auf den zeitlichen Umfang der gesuchten Tätigkeit kommt es nicht an."

    Frauen werden heute im Durchschnitt mit 26 Jahren Mutter
    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 511 vom 18. Dezember 2007
    "WIESBADEN - Das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt ihrer Kinder hat sich in Deutschland in den 1960er Jahren zunächst verringert und ist danach angestiegen. Die heute 30- bis 44-jährigen Frauen bekamen ihr erstes Kind im Durchschnitt mit 26 Jahren und waren damit etwa drei Jahre älter als die Mütter mit ersten Kindern in den 1960er Jahren. Mit dem Anstieg des Alters der Mütter bei der ersten Geburt ging in Deutschland bisher der Rückgang der Kinderzahl einher, die eine Frau im Laufe des Lebens bekommt. Der Anstieg des durchschnittlichen Alters der Frauen bei der ersten Geburt hat sich zuletzt nicht mehr fortgesetzt, wobei diese Entwicklung durch die alten Bundesländer geprägt wurde.
        Diese Ergebnisse stammen aus einer Sondererhebung zu Geburten und Kinderlosigkeit, die Dr. Sabine Bechtold, Abteilungsleiterin im Statistischen Bundesamt, heute in Berlin vorgestellt hat. Mit der Erhebung werden die Informationen zu den Geburten, die laufend aus der Geburtenstatistik und dem Mikrozensus gewonnen werden, ergänzt. Die freiwillige Erhebung wurde im Herbst 2006 durchgeführt. Dazu gaben etwa 12 500 Frauen zwischen 16 und 75 Jahren Auskunft. Die Sondererhebung bietet repräsentative Ergebnisse für Deutschland sowie die alten und die neuen Länder.
        Die Entwicklung des Durchschnittsalters der Mütter bei ihrem ersten Kind verlief in Deutschland lange parallel zum Heiratsalter. Die Frauen der Jahrgänge 1931 bis 1936 waren bei der Geburt des ersten Kindes im Durchschnitt etwa 25 Jahre alt gewesen. Die etwa zehn Jahre jüngeren Frauen (Jahrgänge 1942 bis 1946) bekamen ihr erstes Kind bereits mit durchschnittlich 23 Jahren; diese Kinder gehörten zu den geburtenstarken Jahrgängen der 1960er Jahre. Bei den jüngeren Frauenjahrgängen (1947 bis 1966) stieg das Durchschnittsalter beim ersten Kind dann wieder an, bei den 1962 bis 1976 geborenen Müttern beträgt es 26 Jahre.
    Diese Zunahme des Durchschnittsalters bei der ersten Geburt war vor allem in den alten Bundesländern (ohne Berlin) zu beobachten. Zuletzt stagnierte diese Kennziffer hier allerdings. Bei den Frauen der Jahrgänge 1967 bis 1971 blieb sie bei 27 Jahren und damit genauso hoch wie bei den fünf Jahre älteren Frauen (Jahrgänge 1962 bis 1966).In den neuen Ländern gab es zunächst längere Zeit keinen solchen Anstieg. Dementsprechend waren die Frauen bei der Geburt ihres ersten Kindes deutlich jünger als in den alten Ländern. Erst bei den Frauen, die Mitte der 1960er Jahre geboren wurden, nahm das Alter bei der Geburt des ersten Kindes zu. Für die 1967 bis 1971 geborenen Frauen beträgt es 24 Jahre. Bei den fünf Jahre jüngeren Frauen steigt es weiter an. Hier dürften die Veränderungen der Lebensverhältnisse seit der Wiedervereinigung eine Rolle gespielt haben.
        Mit dieser Sondererhebung legt die amtliche Statistik erstmals auch umfassende Angaben zur Kinderlosigkeit vor. Ein gewisses Maß an Kinderlosigkeit ist in Deutschland nichts Neues. In den letzten etwa 20 Jahren ist sie allerdings deutlich angestiegen. Von den Frauen, die 1957 bis 1966 geboren wurden und die zum Zeitpunkt der Erhebung zwischen 40 und 49 Jahre alt waren, hatten 21% keine Kinder. Daran wird sich voraussichtlich nichts wesentliches mehr ändern, da nur noch wenige Frauen in diesem Alter erstmals Mutter werden. Unter den zehn Jahre älteren Frauen (Jahrgänge 1947 bis 1956) hatten 16% keine Kinder. In den alten Bundesländern ist der Anteil der kinderlosen Frauen bisher deutlich höher gewesen als in den neuen Ländern. Unter den Frauen der Jahrgänge 1957 bis 1966 haben in den alten Ländern 23% keine Kinder, in den neuen Ländern sind nicht einmal halb so viele kinderlos.
        Die Kinderlosigkeit steigt mit dem Bildungsstand an. In Deutschland hat unter den 40 bis 75 Jahre alten Frauen (Geburtsjahrgänge 1931 bis 1966) jede siebte mit niedrigem (weder Abitur oder Fachabitur, noch berufliche Ausbildung), aber jede fünfte Frau mit hohem Bildungsstand (Fachschul-, Fachhochschul- oder Hochschulabschluss) keine Kinder. Dieser Zusammenhang ist charakteristisch für die alten Bundesländer. Hier hat jede vierte Frau dieses Alters mit hoher Bildung keine Kinder, bei den Frauen mit niedriger Bildung ist es nur jede achte. In den neuen Ländern ist dagegen der Anteil der Kinderlosen insgesamt erheblich niedriger und nimmt mit dem Bildungsstand nicht zu.

    Zum Hintergrund der Befragung
    Mit der Sondererhebung zu Geburten und Kinderlosigkeit wurden Fragestellungen untersucht, zu denen aus den laufenden Statistiken bisher keine oder nur unvollständige Angaben vorlagen. So werden in der Geburtenstatistik zwar alle in Deutschland geborenen Kinder nachgewiesen, unabhängig davon, ob die Eltern verheiratet sind oder nicht oder um das wievielte Kind es sich handelt. Wie viele Kinder die Mutter zuvor geboren hatte, wurde bisher allerdings bei einer Geburt nicht vollständig festgestellt, vielmehr wurden bei dieser Frage nur in der aktuellen Ehe geborene Kinder "mitgezählt". Die bisher ermittelten Angaben zum Durchschnittsalter beim ersten Kind bezogen sich daher stets nur auf das erste Kind der aktuellen Ehe. Aus dem Mikrozensus liegen Angaben zum Zusammenleben von Eltern und Kindern und eine Reihe von Informationen zur sozialen und ökonomischen Lage der Familien vor. Kinder, die den elterlichen Haushalt verlassen haben, werden dabei nicht berücksichtigt. Damit konnten bisher keine Aussagen zur tatsächlichen Kinderlosigkeit der Frauen getroffen werden.
        Wegen der Bedeutung dieser demografischen Angaben werden ab 2008 der Mikrozensus um die Frage nach der Zahl der von einer Frau geborenen Kinder und die Geburtenstatistik um die Feststellung der Geburtenfolge für alle Kinder - also das Miteinrechnen sämtlicher zuvor geborener Kinder bei der Zählung - erweitert.
        Weitere Informationen und die Infobroschüre "Geburten in Deutschland" mit Ergebnissen der Geburtenstatistik und der Sondererhebung stehen im Internet unter http://www.destatis.de, Pfad: Presse -> Pressekonferenzen  zur Verfügung."



    2006: Familienformen in Deutschland
    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 481 vom 28. November 2007

    "Im Osten ist der Anteil alternativer Familienformen höher als im Westen
    WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, haben 2006 in den neuen Ländern alternative Familienformen einen Anteil von 42% an den Familien insgesamt erreicht. Zu den alternativen Familienformen zählen Alleinerziehende und Lebensgemeinschaften mit Kindern. Im früheren Bundesgebiet lag deren Anteil nur bei 22%, bundesweit betrug er 26%.
        Nach Ländern betrachtet machten alternative Familienformen 2006 fast die Hälfte (47%) aller 330 000 Berliner Familien aus. Den niedrigsten Anteil verzeichnete Baden-Württemberg. Dort gehörte von den 1,2 Millionen Familien nur jede fünfte (20%) zu diesen Formen. Dies sind einige der aktuellen Ergebnisse des Mikrozensus 2006, die Walter Radermacher, Präsident des Statistischen Bundesamtes, heute in Berlin vorgestellt hat.
        Im Jahr 2006 lebten in Deutschland insgesamt 8,8 Millionen Familien. 1996 waren es noch 9,4 Millionen (- 7%). Während im gleichen Zeitraum die Zahl alternativer Familienformen um 30% auf 2,3 Millionen in 2006 anstieg, ging die Zahl der Ehepaare mit Kindern um 16% auf 6,5 Millionen zurück. Trotz wachsender Bedeutung der alternativen Familienformen machten Ehepaare mit Kindern 2006 jedoch immer noch knapp drei Viertel (74%) der Familien in Deutschland aus. Ihr Anteil an allen Familien variierte in den Ländern von 53% in Berlin bis 80% in Baden-Württemberg.
        Der Mikrozensus ist die größte jährliche Haushaltsbefragung in Europa. Als Familien werden hier ausschließlich Eltern-Kind-Gemeinschaften mit mindestens einem minderjährigen und gegebenenfalls weiteren minder- oder volljährigen Kindern im Haushalt verstanden.    Detaillierte Ergebnisse des Mikrozensus 2006 zu diesem Sachverhalt enthalten die ergänzenden Tabellen zur Pressekonferenz, die im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de (Pfad: Presse/Pressekonferenzen) kostenlos abrufbar sind.


    "

    2006: Alleinstehende Frauen sind oft älter als 65, alleinstehende Männer seltener
    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes ZAHL DER WOCHE 10 vom 11. März 2008.
    "WIESBADEN - Alleinstehende Frauen und Männer in Deutschland unterscheiden sich in ihrer Altersstruktur und nach ihrem Familienstand grundlegend: Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, handelt es sich bei alleinstehenden Frauen zum Großteil um Frauen im Seniorenalter, während nur ein kleiner Teil der alleinstehenden Männer Senioren sind. Im Jahr 2006 waren 50% der knapp 9,0 Millionen alleinstehenden Frauen 65 Jahre und älter, während der Anteil der Senioren an den rund 7,5 Millionen alleinstehenden Männern lediglich bei 17% lag.
        Die unterschiedliche Struktur der Alleinstehenden in Deutschland zeigen die Ergebnisse des Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Europa. Demnach unterscheiden sich alleinstehende Frauen und Männer auch nach dem Familienstand. So waren alleinstehende Frauen im Jahr 2006 am häufigsten verwitwet (45%), während bei alleinstehenden Männern der Anteil der Ledigen (63%) am höchsten lag. Die Mehrzahl der alleinstehenden Frauen lebte überwiegend von Rente oder Pension (56%), während alleinstehende Männer ihren überwiegenden Lebensunterhalt mehrheitlich durch Erwerbstätigkeit (55%) bestritten.
        Zu den Alleinstehenden zählen im Mikrozensus alle Personen, die ohne Ehe-/Lebenspartner(in) und ohne Kinder leben."



    Ehescheidungen und Anzahl betroffener Kinder 1985-2006
    Gut 5% weniger Ehescheidungen im Jahr 2006
    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 442 vom 7. November 2007

    "WIESBADEN - Die Zahl der Ehescheidungen ist im Jahr 2006 um 5,3% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, wurden 2006 gut 190 900 Ehen geschieden; 2005 waren 201 700 Ehescheidungen registriert worden. Damit wurden 2006 von 1 000 bestehenden Ehen zehn geschieden, 1992 waren es sieben und in den Jahren 2002 bis 2005 elf Ehen gewesen.
    Von 1992 bis 2003 war die Zahl der Ehescheidungen mit Ausnahme des Jahres 1999 beständig von 135 000 - damals wurden in den neuen Ländern vorübergehend sehr wenige Ehen geschieden - auf 214 000 angestiegen, seit 2004 ist eine Abnahme zu verzeichnen.
        Bei den im Jahr 2006 geschiedenen Ehen  wurde der Scheidungsantrag in 106 600 Fällen von der Frau (55,8%) und in 69 200 Fällen (36,2%) vom Mann gestellt. In den übrigen Fällen beantragten beide Ehegatten die Scheidung. Gegenüber 2005 ist die Zahl der nur vom Mann beantragten
    Ehescheidungen um 6,1% gesunken; nur von der Frau gestellte Scheidungsanträge gingen um 5,1% zurück.
        Bei der Mehrzahl aller Ehescheidungen sind die Parteien zumindest ein Jahr getrennt. 161 500 Ehen (84,6%) wurden im Jahr 2006 nach einjähriger Trennung geschieden, dies waren 10 800 Ehen oder 6,2% weniger als 2005. Auch wurden mit 3 300 Scheidungen 17,5% weniger Ehen gelöst, bei denen die Partner noch kein Jahr getrennt gewesen waren. Die Zahl der Scheidungen nach dreijähriger Trennung hat mit 25 100 leicht zugenommen (+ 3% gegenüber 2005).
        Von den im Jahr 2006 geschiedenen Ehepaaren hatte knapp die Hälfte Kinder unter 18 Jahren. Gegenüber 2005 hat die Zahl der von der Scheidung ihrer Eltern betroffenen minderjährigen Kinder von 156 400 auf 148 600 und damit um 5% abgenommen.


    "



    Bei mehr als der Hälfte der Paare mit Kindern arbeiten beide Partner
    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 199 vom 14.05.2007
    "WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt zum Internationalen Tag der Familie am 15. Mai 2007 mitteilt, arbeiteten im Jahr 2005 von den Paaren mit Kindern in Deutschland bei mehr als der Hälfte beide Partner. Bei 51% der Ehepaare mit Kindern übten Mutter und Vater eine Erwerbstätigkeit aus. Bei nichtehelichen Lebensgemeinschaften waren es mit 54% noch etwas mehr. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse des Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Europa. Betrachtet wurden 5,5 Millionen Ehepaare und 605.000 nichteheliche Lebensgemeinschaften, bei denen beide Partner im erwerbsfähigen Alter sind und mindestens ein Kind unter 15 Jahren lebt. Zu den Kindern zählen dabei - neben leiblichen Kindern - auch Stief-, Pflege- und Adoptivkinder.
        Die Ergebnisse des Mikrozensus zeigen weiter, dass bei 37% der Ehepaare ausschließlich der Vater erwerbstätig war. Bei 7% der Ehepaare übte keiner der Partner eine Erwerbstätigkeit aus (einschließlich vorübergehend Beurlaubte) und bei 5% war ausschließlich die Mutter erwerbstätig. Deutlich niedriger als bei Ehepaaren lag bei Lebensgemeinschaften mit 26% der Anteil der Paare, bei denen ausschließlich der Vater Erwerbstätiger war. Gleichzeitig war der Anteil der Paare, bei denen keiner der Partner eine Erwerbstätigkeit ausübte, bei Lebensgemeinschaften mit 13% nahezu doppelt so hoch wie bei Ehepaaren. Bei 7% der Lebensgemeinschaften ging ausschließlich die Mutter einer Erwerbstätigkeit nach.
        Der Zeitumfang der Erwerbsbeteiligung von Ehepaaren und Lebensgemeinschaften mit Kindern und mit zwei erwerbstätigen Partnern unterscheidet sich deutlich. Bei 73% der betrachteten Ehepaare stufte sich der Vater bei der Befragung als vollzeit- und die Mutter als teilzeiterwerbstätig ein. Auch die Paare, die in Lebensgemeinschaft lebten, gingen mit 53% dieser Arbeitszeitkombination nach. Bei 23% der Ehepaare übten beide Elternteile einer Vollzeittätigkeit aus, bei den Lebensgemeinschaften betrug dieser Anteil mit 41% fast das Doppelte. Andere mögliche Arbeitszeitaufteilungen spielten im Jahr 2005 eine eher untergeordnete Rolle.
        Diese und viele weitere aktuelle Mikrozensusergebnisse zur Erwerbsbeteiligung von Müttern und Vätern enthält das Sonderheft 2 "Vereinbarkeit von Familie und Beruf", welches neben textlichen Analysen und zahlreichen Schaubildern einen ausführlichen Tabellenanhang enthält.


    Zwei von drei Kindern werden mit Geschwistern groß
    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 388 vom 19. September 2006

    "WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt zum Weltkindertag am 20. September mitteilt, haben im Jahr 2005 rund zwei Drittel (69%) der 20,7 Millionen Kinder in Deutschland mit mindestens einem minder- oder volljährigen Geschwisterkind gemeinsam in einem Haushalt gelebt. Rund jedes dritte Kind (31%) wuchs dementsprechend ohne Geschwister im Haushalt auf. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse des Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Europa.
        Zu den Kindern zählen im Mikrozensus alle minder- und volljährigen ledigen Personen, die ohne Lebenspartner(in) und ohne eigene Kinder mit mindestens einem Elternteil im Haushalt zusammen leben. Als Kinder gelten dabei - neben leiblichen Kindern - auch Stief-, Adoptiv- und Pflegekinder.
        Die Ergebnisse des Mikrozensus zeigen weiter, dass von den 14,4 Millionen minderjährigen Kindern im Jahr 2005 ein Viertel (25%) ohne weitere Geschwister im Haushalt groß wurde. Fast die Hälfte der minderjährigen Kinder (48%) wuchs gemeinsam mit einem minder- oder volljährigen Geschwisterkind heran. Dabei hatte rund jedes fünfte minderjährige Kind (19%) zwei Geschwister, knapp jedes zehnte Kind (8%) teilte den Haushalt mit mindestens drei Geschwistern.
        Von den 6,3 Millionen volljährigen Kindern, die im Jahr 2005 noch im elterlichen Haushalt wohnten, lebten 45% ohne Schwester und Bruder. 38% der volljährigen Kinder teilten den Haushalt mit einem minder- oder volljährigen Geschwisterkind, 12% mit zwei Geschwistern und 5% mit drei Geschwistern und mehr.
        Weitere Ergebnisse des Mikrozensus 2005 zu den Lebensformen der Bevölkerung, zu Haushaltsstrukturen oder zur Gesundheitssituation der Bevölkerung und vielen anderen Themen enthält die Pressebroschüre "Leben in Deutschland - Haushalte, Familien und Gesundheit", die zusammen mit einem umfangreichen Tabellenanhang im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter [der Adresse] zum kostenlosen Download bereit steht."



    Schwangerschaftsabbrüche
    • 2007: 2,4% weniger Schwangerschaftsabbrüche im Jahr 2007.
    • 2007: 28 100 Schwangerschaftsabbrüche im dritten Quartal 2007.


    2007: 2,4% weniger Schwangerschaftsabbrüche im Jahr 2007
    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 093 vom 5. März 2008
    "WIESBADEN - Im Jahr 2007 wurden dem Statistischen Bundesamt (Destatis) rund 117 000 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet und damit 2,4% oder 2 800 weniger als 2006.
        Knapp drei Viertel (72%) der Frauen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahren alt, 16% zwischen 35 und 39 Jahren. Fast 8% der Frauen waren 40 Jahre und älter. Die unter 18-Jährigen hatten einen Anteil von 5%. Ihre Anzahl ging im Vergleich zum Jahr 2006 um 400 auf rund 6 200 zurück. 41% der Schwangeren hatten vor dem Eingriff noch keine Lebendgeburt.
        Über 97% der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Medizinische und kriminologische Indikationen waren in weniger als 3% der Fälle die Begründung für den Abbruch. Die meisten Schwangerschaftsabbrüche (76%) wurden mit der Absaugmethode (Vakuumaspiration) durchgeführt. Bei 10% der
    Schwangerschaftsabbrüche wurde das Mittel Mifegyne® verwendet.
        Die Eingriffe erfolgten überwiegend ambulant (98%), und zwar zu 79% in gynäkologischen Praxen und 19% ambulant im Krankenhaus. 5% der Frauen ließen den Eingriff in einem Bundesland vornehmen, in dem sie nicht wohnten.
       Im vierten Quartal 2007 wurden rund 28 500 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet, das sind fast 2% mehr als im vierten Quartal 2006.
        Ergebnisse nach Bundesländern sind im Internet unter www.destatis.de, Pfad: Weitere Themen --> Gesundheit --> Schwangerschaftsabbrüche abrufbar. Viele weitere gesundheitsbezogene Daten finden sich auch unter der Adresse www.gbe-bund.de."

    2007: 28 100 Schwangerschaftsabbrüche im dritten Quartal 2007
    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 491 vom 5. Dezember 2007
    "WIESBADEN - Im dritten Quartal 2007 wurden dem Statistischen Bundesamt rund 28 100 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet und damit 2,3% (? 700) weniger als im dritten Quartal 2006.
        Knapp drei Viertel (72%) der Frauen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahren alt, 15% zwischen 35 und 39 Jahren. 8% der Frauen waren 40 Jahre und älter. Bei den unter 18-Jährigen (Anteil von gut 5%) ging die Anzahl um rund 10% (? 166) im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal zurück. 41% der Schwangeren hatten vor dem Eingriff noch keine Lebendgeburt.
        Fast 98% der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Medizinische und kriminologische Indikationen waren in gut 2% der Fälle die Begründung für den Abbruch. Die meisten Schwangerschaftsabbrüche (76%) wurden mit der Absaugmethode (Vakuumaspiration) durchgeführt. Bei 10% der Schwangerschaftsabbrüche wurde das Mittel Mifegyne® verwendet.
        Die Eingriffe erfolgten überwiegend ambulant (97%), und zwar zu 78% in gynäkologischen Praxen und 19% ambulant im Krankenhaus. 5% der Frauen ließen den Eingriff in einem Bundesland vornehmen, in dem sie nicht wohnten."



    Frauen
       2008: Frauen in den Parlamenten weltweit unterrepräsentiert.

    2008: Frauen in den Parlamenten weltweit unterrepräsentiert
    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 097 vom 06.03.2008
    "Wiesbaden - Weltweit sind Frauen in den Parlamenten entsprechend ihrem Bevölkerungsanteil unterrepräsentiert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden zum Internationalen Frauentag am 8. März mitteilt, entfielen im Deutschen Bundestag im Februar 2008 rund 32% oder 197 der 612 Sitze auf Frauen. Bei der letzten Bundestagswahl 2005 waren ursprünglich 614 Abgeordnete, darunter 195 Frauen, gewählt worden. Veränderungen während der Legislaturperiode ergeben sich unter anderem durch Mandatsverzichte oder Sterbefälle und das damit verbundene Nachfolgen von Abgeordneten; Überhangmandate werden nicht neu besetzt.
        Im Vergleich mit den anderen EU-Ländern lag Deutschland mit dieser Frauenquote im oberen Drittel. Von allen 27 EU-Ländern kam Schweden einer paritätischen Verteilung im Parlament am nächsten. Ende 2007 entfielen dort 47% der Mandate auf Frauen. Es folgten Finnland (42%), die Niederlande (39%) sowie Dänemark (38%). Außerhalb der EU wiesen 2007 Ruanda (49%), Argentinien (40%) und Costa Rica (37%) die höchsten Frauenanteile auf. Weitaus geringer war der Frauenanteil zum Beispiel in China (21%), den Vereinigten Staaten (17%), der Russischen Föderation (14%) und Japan (9%). Diese Daten wurden von der Interparlamentarischen Union (IPU) erhoben. Für die Studie wurden Angaben von 188 Staaten berücksichtigt."


    Familienhilfe und Unterstützung (> Sozialhilfe)

    • 2007  Große regionale Unterschiede bei Ganztagsbetreuung von Kindern 2007.
    • 2007: Elterngeld für Väter in bayerischen Kreisen besonders attraktiv.
    • 2007: Elterngeld bei Vätern weiter hoch im Kurs.
    • 2007: 16% aller Kinder unter 6 Jahren werden ganztags betreut.
    • 1991-2006: 79% mehr erzieherische Hilfen von 1991 bis 2006.
    • 2006: Zahl der Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe steigt.
    • 2007: Mehr Kinder unter 3 Jahren in Tagesbetreuung.
    • 2006: Ausgaben für Tagesbetreuung von Kindern.
    • Elterngeld 01-09.2007.
    • 2006: Ausgaben für Jugendhilfe.
    • Große regionale Unterschiede bei der Kindertagesbetreuung 2006.
    • Erziehungsberatung half 178 000 Schulkindern 2006. [> 2001]
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    2007  Große regionale Unterschiede bei Ganztagsbetreuung von Kindern 2007
    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 175 vom 8.05.2008
    "Wiesbaden - In den ostdeutschen Landkreisen und kreisfreien Städten haben die Eltern von Kindern bis fünf Jahren im Jahr 2007 Angebote der Ganztagsbetreuung verhältnismäßig stärker in Anspruch genommen als in den westdeutschen Kreisen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, findet sich der größte Anteil ganztägig betreuter Kinder unter drei Jahren (an allen Kindern dieser Altersgruppen) in der thüringischen Stadt Jena (46%) und im Kreis Weimarer Land (41%). Im Vergleich dazu liegt in vielen westdeutschen Kreisen der Anteil der ganztags betreuten Kinder (Ganztagsbetreuungsquote) unter einem Prozent.
        Ein ähnliches Bild ergibt sich für die Kinder in der Altersgruppe von drei bis fünf Jahren. Die zehn Kreise mit der niedrigsten Inanspruchnahme von Ganztagsbetreuung sind in den süd- und norddeutschen Bundesländern (Baden-Württemberg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein) zu finden, während die zehn Kreise mit den höchsten Quoten fast ausnahmslos in Thüringen liegen.
        Als Ganztagsbetreuung wird gerechnet, wenn die Eltern eine Betreuungszeit von mehr als sieben Stunden pro Tag in einer Tageseinrichtung oder bei einer Tagesmutter oder einem Tagesvater vereinbart haben.
        Diese und weitere Informationen zur Kindertagesbetreuung in allen Stadt- und Landkreisen enthält die gemeinsame Veröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder "Kindertagesbetreuung regional 2007". Die Publikation ist kostenlos im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/publikationen (Suchbegriffe: Kindertagesbetreuung regional) erhältlich. Dort erhalten Sie auch kostenlos entsprechende Kreiskarten."
     

    2007: Elterngeld für Väter in bayerischen Kreisen besonders attraktiv
    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 107 vom 12. März 2008
    "WIESBADEN - Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nehmen Väter in bayerischen Kreisen besonders oft Elterngeld in Anspruch: In den Monaten Januar bis Dezember 2007 lag der Anteil der Männer in 83 von 96 bayerischen Kreisen über dem bundesweiten Durchschnitt von 10,5%.
        Die höchsten Männeranteile an den bewilligten Elterngeldanträgen gab es jedoch in den baden-württembergischen Universitätsstädten Freiburg im Breisgau (17,8%) und Heidelberg (16,9%). Würzburg folgt als erste bayerische Stadt mit einem Männeranteil von 16,4%. Unter den ersten zehn Städten beziehungsweise Landkreisen befinden sich fünf weitere bayerische Kreise sowie die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam (15,8%) und die Stadt Weimar (15,9%).
        Die Stadt Hoyerswerda (2,4%), der Landkreis Nienburg an der Weser (4,4%) sowie die Stadt Emden (4,6%) weisen als einzige Kreise bundesweit einen Männeranteil an den bewilligten Elterngeldanträgen von weniger als 5% auf.
        Die entsprechenden Ergebnisse zu allen 439 Kreisen in Deutschland der Elterngeldstatistik für 2007 sowie eine dazugehörige Kreiskarte sind kostenlos abrufbar im Publikationsservice von Destatis unter www.destatis.de/publikationen (Suchbegriff: "Elterngeld regional")."

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    2007: Elterngeld bei Vätern weiter hoch im Kurs
    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 087 vom 29. Februar 2008
    "WIESBADEN - Im vierten Quartal 2007 wurden bundesweit knapp 23 000 Anträge von Vätern auf Elterngeld bewilligt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden weiter mitteilt, entfiel damit bei einer Gesamtzahl von 184 500 bewilligten Anträgen im gleichen Zeitraum jeder achte Antrag (12,4%) auf Elterngeld auf einen Vater.
        Während im ersten Quartal 2007 erst 6,9% der Anträge für Väter waren, belief sich deren Anteil im dritten Quartal bereits auf 10,7%. Eine mögliche Ursache für den weiteren Anstieg auf 12,4% im vierten Quartal liegt darin, dass Väter nun verstärkt Anträge für die Partnermonate stellen.
        Im vierten Quartal 2007 lag der Anteil der für Väter bewilligten Anträge in Bayern mit 15,1% und in Berlin mit 15,0% am höchsten. Am geringsten war der Väter-Anteil wie bereits in den Vorquartalen im Saarland mit 7,1%.
        Über das gesamte Jahr 2007 gesehen wurden insgesamt 571 000 Anträge auf Elterngeld bewilligt. 60 000 oder 10,5% davon waren von Vätern gestellt worden. Beim früheren Erziehungsgeld, das an Einkommensgrenzen gekoppelt war, lag der Anteil der Anträge von Vätern in den Vorjahren bei etwa 3,3%. Die Zahl der Elterngeldanträge für im Jahr 2007 geborene Kinder wird noch weiter ansteigen. Viele Eltern, deren Kind im letzten Quartal 2007 zur Welt kam, werden erst Anfang 2008 einen Antrag auf Elterngeld stellen und auch zahlreiche Väter von Kindern, die im Jahr 2007 geboren wurden, können noch immer Elterngeld für Partnermonate beantragen.
        Mehr als die Hälfte der Väter (60%), die Elterngeld in Anspruch nahmen, beantragte es 2007 für zwei Monate, 18% nahmen eine "Babyzeit" von zwölf Monaten. Bei den Müttern ergibt sich ein anderes Bild: 87% von ihnen beanspruchten Elterngeld für zwölf Monate, weniger als ein Prozent für zwei Monate.
        Das Elterngeld beträgt für erwerbstätige Mütter und Väter 67% des wegfallenden Nettogehalts, wenn die Arbeitszeit vollständig oder teilweise reduziert wird, mindestens 300 Euro und höchstens 1 800 Euro monatlich. Nicht Erwerbstätige erhalten einen Mindestbetrag von 300 Euro. Je nach Familiensituation erhöht sich der Betrag um einen Geschwisterbonus und/oder einen Mehrlingszuschlag.
        Mehr als jede zweite Mutter (52%) mit bewilligtem Antrag erhielt 2007 Elterngeld auf Basis des Mindestbetrags, häufig in Verbindung mit Geschwisterbonus und/oder Mehrlingszuschlag. Bei den Vätern traf dies bei 28% zu.
        Differenzierte Ergebnisse der Elterngeldstatistik für 2007 sind abrufbar  im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/publikationen (Suchbegriff: "Elterngeld").


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    2007: 16% aller Kinder unter 6 Jahren werden ganztags betreut
    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 070 vom 22. Februar 2007
    "WIESBADEN - Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) haben im Jahr 2007 bundesweit Eltern von rund 681 000 Kindern unter sechs Jahren Angebote der ganztägigen Erziehung, Bildung und Betreuung als Ergänzung zur eigenen Kindererziehung in Anspruch genommen. Das waren rund 49 000 oder 8% mehr als im Jahr zuvor. Bezogen auf alle Kinder in dieser Altersgruppe lag die Ganztagsquote bei 16%, gegenüber 14,5% im Jahr 2006. Als Ganztagsbetreuung wird gerechnet, wenn die Eltern eine Betreuungszeit von mehr als sieben Stunden pro Tag in einer Tageseinrichtung oder bei einer Tagesmutter oder einem Tagesvater vereinbart haben.
        Bei der Teilgruppe der unter 3-Jährigen haben Eltern von rund 151 500 Kindern Angebote der Ganztagsbetreuung ergänzend in Anspruch genommen, rund 11% mehr als im Jahr 2006. Der Anteil der Kinder in Tagesbetreuung an allen Kindern dieser Altersgruppe ("Ganztagsquote") belief sich bundesweit auf 7,3%. Deutliche Unterschiede zeigen sich im Vergleich der neuen Länder und des früheren Bundesgebietes (jeweils ohne Berlin) bei der Inanspruchnahme von Ganztagsbetreuung. Während in Ostdeutschland für mehr als ein Viertel (26,8%) aller unter 3-Jährigen von den Eltern Ganztagsbetreuung in Anspruch genommen wurde, betrug für diese Altersgruppe in Westdeutschland die Quote lediglich 3,2%. Die niedrigste Quote findet sich in Niedersachsen mit 1,9%, die höchste Quote gab es in
    Thüringen (31,0%).
        Für die Altersgruppe der Kinder von 3 bis unter 6 Jahren belief sich die Ganztagsquote bundesweit auf 24,3%, das waren 529 000 Kinder (2006: 22,1%, 495 000 Kinder). Auch hier lag die Ganztagsquote im Westen mit 17,3% deutlich unter der im Osten (60,0%). Wie schon bei den unter 3-Jährigen wies auch hier Thüringen mit 84,5% die höchste Ganztagsquote auf, Baden-Württemberg mit 8% die niedrigste.
        Detaillierte Ergebnisse finden Sie in unserem Publikationsservice unter www.destatis.de/publikationen, Suchbegriffe "Tageseinrichtungen"
    beziehungsweise "Tagespflege".


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    1991-2006: 79% mehr erzieherische Hilfen von 1991 bis 2006
    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 038 vom 30. Januar 2008
    "WIESBADEN - Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) haben im Jahr 2006 in Deutschland mehr als 651 000 junge Menschen im Alter bis zu 26 Jahren erzieherische Hilfe in Anspruch genommen. Das waren 11% oder 66 000 mehr als 2001 und 79% oder 288 000 mehr als 1991, dem Jahr, in dem das neue Kinder- und Jugendhilfegesetz in Kraft getreten ist.
        Unter dem Stichwort "erzieherische Hilfe" erhalten junge Menschen und Familien bei persönlichen Schwierigkeiten und Konflikten im sozialen Umfeld verschiedene pädagogische Hilfen und Förderungen. Das Spektrum der Unterstützung reicht von Erziehungsberatung über Erziehungsbeistände und soziale Gruppenarbeit, sozialpädagogische Familienhilfe und Tagesgruppenerziehung bis zur Vollzeitpflege in einer anderen Familie und Heimerziehung. 28 von 1 000 jungen Menschen dieser Altersgruppe nahmen im Jahr 2006 eines dieser Hilfeangebote wahr, mehr als doppelt so viele wie 1991 (13 von 1 000).
        Ziel der Kinder- und Jugendhilfe ist es, den jungen Menschen einen Verbleib in der Familie zu ermöglichen. So wurden 2006 fast drei Viertel der Hilfen innerhalb der Familie (ambulant) durchgeführt, 4% teilstationär und 23% stationär. Der Anteil der ambulanten Hilfen stieg gegenüber 1991 um 17 Prozentpunkte an, während der Anteil der stationären Hilfen in derselben Größenordnung abnahm.
        Insgesamt nahmen mehr Jungen als Mädchen erzieherische Hilfen in Anspruch. Die Geschlechterverteilung variierte 2006 zwischen 50:50 bei der Vollzeitpflege in einer anderen Familie und einem Anteil von 75% männlicher junger Menschen bei der sozialen Gruppenarbeit.


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    2006: Zahl der Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe steigt
    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 031 vom 23. Januar 2008
    "WIESBADEN - Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hat sich die Gesamtzahl der Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (ohne Einrichtungen der Kindertagesbetreuung) in Deutschland zum Jahresende 2006 gegenüber 2002, dem Zeitpunkt der letzten Erhebung, um rund 4% erhöht. Insgesamt gab es rund 28 200 Einrichtungen unter anderem für Heimerziehung, Jugendarbeit, Frühförderung sowie Jugendzentren und Jugendräume, Familienferienstätten und Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstellen. Die Zahl der Einrichtungen in öffentlicher Trägerschaft sank um rund 5%, die freien Träger betrieben
    dagegen rund 8% mehr Einrichtungen als vier Jahre zuvor. Zusätzlich gab es 2006 weitere 2 800 Einrichtungen und Geschäftsstellen der
    Jugendhilfeverwaltung (- 2,5% gegenüber 2002). In diesen Ergebnissen sind keine Daten für Berlin berücksichtigt.
        Rund drei Viertel der Einrichtungen (76%, ohne Jugendhilfeverwaltungen) wurden von freien Trägern der Jugendhilfe betrieben.
        Auch die Zahl der Beschäftigten in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (ohne Verwaltung) erhöhte sich bundesweit gegenüber 2002 leicht auf 141 400 Personen (+ 1,5%). Zwischen 1998 und 2002 hatte es einen Personalabbau um 2,7% gegeben. Bei den tätigen Personen gab es im früheren Bundesgebiet einen Zuwachs von 4%. In den neuen Ländern hat sich der zwischen 1998 und 2002 vorgenommene Personalabbau von 19% durch einen weiteren Rückgang um 11% auf 21 100 Beschäftigte fortgesetzt.
        Detaillierte Ergebnisse werden in unserem Publikationsservice www.destatis.de/publikationen unter dem Suchbegriff "Einrichtungen
    Jugendhilfe" abrufbar sein, wenn die endgültigen Ergebnisse aus Baden-Württemberg und Hessen vorliegen."

    2007: Mehr Kinder unter 3 Jahren in Tagesbetreuung
    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 515 vom 19. Dezember 2007
    "WIESBADEN - Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes haben im März 2007 die Eltern von rund 321 300 Kindern unter drei Jahren eine Betreuung in Kindertageseinrichtungen oder in öffentlich geförderter Kindertagespflege als Ergänzung zur eigenen Kindererziehung und Betreuung in Anspruch genommen. Dies entspricht einem Anstieg um knapp 34 400 Kinder oder 12% gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil der Kinder in Tagesbetreuung an allen Kindern dieser Altersgruppe (Betreuungsquote) belief sich damit bundesweit auf rund 15,5% (2006: 13,6%).
        Sowohl im früheren Bundesgebiet als auch in den neuen Ländern (jeweils ohne Berlin) wurden 2007 mehr Kinder unter drei Jahren ergänzend zur häuslichen Erziehung betreut. Absolut erhöhte sich die Zahl der betreuten Kinder unter drei Jahren im früheren Bundesgebiet um rund 28 900 Kinder auf 166 550 (+ 21%) und in den neuen Ländern um 3 400 auf 120 200 Kinder (+ 3%). In Westdeutschland (ohne Berlin) stieg die Betreuungsquote damit von 8,0% auf rund 10% und in Ostdeutschland (ohne Berlin) von 39,7% auf nunmehr 41,0%.
        Die größte Veränderung der Betreuungsquote bei Kindern unter drei Jahren gegenüber 2006 verzeichnete mit einem Plus von 3,4 Prozentpunkten das Land Hessen, gefolgt von Brandenburg (+ 3,0 Prozentpunkte). In Thüringen ist die Betreuungsquote für Kinder dieser Altersgruppe leicht zurückgegangen (- 0,4 Prozentpunkte). Hierbei sank die Zahl der betreuten Kinder im Alter von zwei Jahren um 790 Kinder (- 6%).
        In Einrichtungen der Kindertagesbetreuung wurden 2007 rund 278 700 Kinder unter drei Jahren gezählt (+ 24 760 Kinder; + 10%). Bei Tagesmüttern und Tagesvätern, die eine öffentliche Förderung erhielten, waren es 42 630 Kinder (+ 9 600 Kinder; + 29%).
        Auch bei den Kindern im Kindergartenalter zwischen drei und fünf Jahren ist zum Stichtag 15. März 2007 nach vorläufigen Ergebnissen bundesweit ein Anstieg der Betreuungsquote auf etwa 90% festzustellen (2006: 87%).
        Endgültige Ergebnisse mit detaillierten Auswertungen werden voraussichtlich bis Ende Januar 2008 erstellt, wenn die endgültigen Daten über Kinder in Kindertageseinrichtungen für das Jahr 2007 aus Niedersachsen vorliegen.



    2006: Ausgaben für Tagesbetreuung von Kindern steigen 2006 leicht an
    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 484 vom 29. November 2007
    "WIESBADEN - Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes haben Bund, Länder und Gemeinden im Jahr 2006 insgesamt 11,8 Milliarden Euro für die Kindertagesbetreuung ausgegeben. Dies waren mehr als die Hälfte (56%) der Gesamtausgaben der öffentlichen Hand für Kinder- und Jugendhilfe von 20,9 Milliarden Euro. Nach Abzug der Einnahmen, unter anderem aus Gebühren und Teilnahmebeiträgen, wurden netto 10,4 Milliarden Euro für Kindertagesbetreuung aufgewendet. Damit sind die reinen Ausgaben in diesem Bereich bundesweit gegenüber dem Vorjahr um 80,4 Millionen Euro oder 0,8% gestiegen.
        In Ostdeutschland (ohne Berlin) erhöhten sich die reinen Ausgaben für Kindertagesbetreuung insgesamt um 78,1 Millionen Euro oder 3,8% auf rund 2,1 Milliarden Euro, in Westdeutschland (ohne Berlin) ist ein Anstieg um 4,4 Millionen Euro oder 0,1% auf 7,5 Milliarden Euro zu verzeichnen. In den Ländern verlief die Entwicklung unterschiedlich. Während in zwölf Ländern 2006 zwischen 0,6% (Niedersachsen) und 8,5% (Sachsen) mehr für Kindertagesbetreuung ausgegeben wurde als im Jahr zuvor, sanken in vier Ländern die Ausgaben zwischen 0,3% (Berlin) und 3,1% (Bremen und Nordrhein-Westfalen).
        Bei der Bewertung dieser Ausgabenentwicklungen ist zu berücksichtigen, dass neben dem Ausbau von Betreuungsangeboten für Kinder unter 3 Jahren auch Veränderungen bei den Betreuungsangeboten für Schulkinder stattgefunden haben. In einigen Ländern, zum Beispiel in Berlin und Nordrhein-Westfalen, wurde die Betreuung insbesondere von Grundschulkindern an die Schulen verlagert. Mit dieser Verlagerung gingen häufig auch die Trägerschaft und damit die finanzielle Zuordnung der Ausgaben für diese Betreuung in den schulischen Bereich über. Diese Ausgaben fallen daher nicht mehr als Ausgaben der Kinder- und Jugendhilfe an, ohne dass sich das Betreuungsangebot grundlegend geändert haben muss.
        Differenzierte Ergebnisse sind abrufbar im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/publikationen (Suchbegriff "Ausgaben Jugendhilfe").


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    01-09. 2007 Elterngeld bei Vätern meistens für 2 Monate bewilligt
    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 453 vom 13.11.2007
    "Wiesbaden - Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden in den ersten neun Monaten des Jahres 2007 rund 387 000 Anträge auf Elterngeld bewilligt. Nachdem im ersten Halbjahr rund 200 000 Anträge genehmigt wurden, kamen im dritten Quartal weitere 187 000 Bewilligungen hinzu. Von Januar bis September wurden bundesweit rund 37 000 Anträge von Vätern auf Elterngeld bewilligt, dies entspricht einem Anteil von 9,6%.
        Während im ersten Quartal 2007  6,9% der Anträge für Väter waren, belief sich der Anteil im dritten Quartal auf 10,7%. Eine mögliche Ursache für diesen Anstieg liegt darin, dass Väter nunmehr verstärkt Anträge für die Partnermonate stellen. Mehr als die Hälfte der Väter (57%) beantragte in den ersten neun Monaten des Jahres 2007 das Elterngeld für zwei Monate, 20% nehmen eine "Babyzeit" von zwölf Monaten. Bei den Müttern ergibt sich ein anderes Bild: 86% von ihnen beanspruchen Elterngeld für zwölf Monate, ein Prozent für zwei Monate.
        36% der Väter, die das Elterngeld für zwölf Monate in Anspruch nehmen, erhalten ein Elterngeld von 300 Euro monatlich, 12% erhalten 1 500 Euro oder mehr. Von den Vätern, die zwei Monate Elterngeld nehmen, erhalten 19% 300 Euro und 22% 1 500 Euro oder mehr.
        Der Anteil der für Väter bewilligten Anträge lag von Januar bis September mit 12,4% in Berlin am höchsten. Anteile von 10% oder mehr wurden für Bayern (11,2%), Hamburg (10,8%), Brandenburg (10,5%) und Thüringen (10,0%) ermittelt. Am geringsten war der Väter-Anteil in Sachsen-Anhalt (7,6%) und im Saarland (5,8%).
        Das Elterngeld beträgt 67% des letzten Nettogehalts, wenn die Arbeitszeit vollständig oder teilweise reduziert wird, mindestens 300 Euro und höchstens 1 800 Euro monatlich. Nicht Erwerbstätige erhalten einen Mindestbetrag von 300 Euro. Je nach Familiensituation erhöht sich der Betrag um einen Geschwisterbonus und/oder einen Mehrlingszuschlag.
        Differenzierte Ergebnisse der Elterngeldstatistik für die ersten neun Monate 2007 sind abrufbar im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/publikationen (Suchbegriff: "Elterngeld").

    Weitere Auskünfte gibt: Zweigstelle Bonn, Dorothee von Wahl, Telefon: (0611) 75-8167, E-Mail: jugendhilfe@destatis.de"



    2006: 20,9 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendhilfe im Jahr 2006
    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 474 vom 23. November 2007
    "WIESBADEN - Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes haben Bund, Länder und Gemeinden im Jahr 2006 insgesamt 20,9 Milliarden Euro für Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Damit sind die Ausgaben gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3% angestiegen. Nach Abzug der Einnahmen, unter anderem aus Gebühren und Teilnahmebeiträgen, wurden netto rund 18,8 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendhilfe aufgewendet (- 0,4% gegenüber 2005).
        Mit 11,8 Milliarden Euro wurde mehr als die Hälfte der Bruttoausgaben (56%) für Kindertagesbetreuung geleistet. Nach Abzug der Einnahmen in diesem Bereich verblieben für die öffentliche Hand netto 10,4 Milliarden Euro an Ausgaben.
        Mit insgesamt 5,6 Milliarden Euro wendeten die öffentlichen Träger der Kinder- und Jugendhilfe 2006 gut ein Viertel der Bruttoausgaben (27%) für Hilfen zur Erziehung auf. 3,4 Milliarden Euro dieser Ausgaben entfielen auf die Unterbringung junger Menschen außerhalb des Elternhauses in Vollzeitpflege, Heimerziehung oder in anderer betreuter Wohnform. Für sozialpädagogische Familienhilfe erhöhten sich die Ausgaben um 8% auf 393,4 Millionen Euro.
        Für Maßnahmen der Jugendarbeit, zum Beispiel außerschulische Jugendbildung, Kinder- und Jugenderholung oder internationale
    Jugendarbeit, wurden 1,4 Milliarden Euro oder 6,6% der Gesamtausgaben aufgewendet.
        Die Ausgaben für vorläufige Schutzmaßnahmen, zu denen insbesondere die Inobhutnahme bei Gefährdung des Kindeswohls gehört, stiegen bundesweit von 76,2 Millionen Euro im Jahr 2005 auf 81,1 Millionen Euro 2006 (+ 6,4%).
        Detaillierte Ergebnisse sind ab 29. November 2007 abrufbar im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter
    http://www.destatis.de/publikationen (Suchbegriff  "Ausgaben Jugendhilfe")."


    Große regionale Unterschiede bei der Kindertagesbetreuung 2006
    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 369 vom 11. September 2007 [Broschüre PDF]

    WIESBADEN - In den ostdeutschen Bundesländern war die Betreuungsquote für Kinder unter drei Jahren im Jahr 2006 deutlich höher als in den übrigen Bundesländern. Insgesamt nahmen in Ostdeutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die Eltern von fast 117 000 Kindern unter drei Jahren Angebote der Kindertagesbetreuung als Ergänzung zur eigenen Kindererziehung und Betreuung in Anspruch. Der Anteil der Kinder in Tagesbetreuung an allen Kindern dieser Altersgruppe (Betreuungsquote) belief sich somit auf durchschnittlich 39,7%. In den alten Bundesländern (ohne Berlin) lag die Betreuungsquote hingegen bei 8,0%; in Berlin betrug die Quote 37,8%.
        Die höchsten Betreuungsquoten im Kreisvergleich finden sich allesamt in den ostdeutschen Bundesländern. Der höchste Wert ergab sich für den ehemaligen Saalkreis mit 57,7%; gefolgt vom Kreis Schönebeck (55,8%) und Jerichower Land (55,5%). Die für das Jahr 2013 angestrebte Betreuungsquote von 35% wurde insgesamt in 84 Kreisen Ostdeutschlands erreicht. In den alten Ländern wiesen die Universitätsstädte Heidelberg (23,3%) und Freiburg im Breisgau (22,7%) die höchsten Quoten auf.
        Die niedrigsten Betreuungsquoten wiesen zum Erhebungsstichtag 15. März 2006 der Kreis Nienburg/Weser mit 1,0%, gefolgt von Cloppenburg (1,1%) und dem Ostallgäu sowie Straubing-Bogen (jeweils 1,8%) auf.
        Dies geht aus der gemeinsamen Veröffentlichung "Kindertagesbetreuung regional 2006" der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder hervor, die einen Überblick über die Inanspruchnahme von Kindertagesbetreuung als Ergänzung zur Erziehung und Betreuung durch die Eltern gibt. Die Publikation ist kostenlos im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/publikationen erhältlich. Sie stellt neben den Betreuungsquoten der Kinder unter drei Jahren auch Daten zur Tagesbetreuung der Kinder im Alter von drei bis unter sechs Jahren zur Verfügung.



    Erziehungsberatung half 178 000 Schulkindern 2006    [> 2001]
    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 371 vom 12. September 2007 [Daten]
    "WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, haben im Jahr 2006 insgesamt 311 000 junge Menschen unter 27 Jahren eine erzieherische Beratung wegen individueller oder familienbezogener Probleme beendet. Das waren rund 1 000 Beratungen mehr als im Vorjahr und 30% mehr als 1996. Rund 57% (178 200) dieser jungen Menschen waren im schulpflichtigen Alter von 6 bis 14 Jahren. 21% aller Beratungen (65 000) wurden für 6- bis 8-jährige Grundschüler durchgeführt. 56% oder 173 800 aller beendeten Beratungen richteten sich an männliche Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.
        Im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe werden diese Hilfen schwerpunktmäßig als Erziehungs- und Familienberatung, Jugendberatung sowie Suchtberatung angeboten.
        Bei zwei Dritteln der Hilfen (206 000) nahm die Mutter Kontakt zur Beratungsstelle auf, 7% der jungen Menschen (20 500) suchten aus eigener Initiative um Rat und Unterstützung. Die übrigen 27% der Hilfen wurden durch beide Eltern gemeinsam, allein durch den Vater, durch soziale Dienste oder andere Stellen angeregt. 195 300 Beratungen (63%) dauerten weniger als sechs Monate.
        Beziehungsprobleme standen im letzten Jahr bei 40% der Hilfesuchenden im Vordergrund. Weitere häufig genannte Ursachen waren Entwicklungsauffälligkeiten (25%), Schul- und Ausbildungsprobleme (25%) sowie Trennung oder Scheidung der Eltern (24%). In 14 300 Fällen (5%) wurde um Beratung nachgefragt, weil es Anzeichen für sexuellen Missbrauch und/oder Misshandlung gab (Mehrfachnennungen waren möglich).
       Alle Ergebnisse sind abrufbar im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/publikationen (Suchbegriff "Institutionelle Beratung").

    https://www-ec.destatis.de/csp/shop/sfg/bpm.html.cms.cBroker.cls?cmspath=struktur,vollanzeige.csp&ID=1020923



    Sozialhilfe-Statistik (> Familienhilfe und Unterstützung)
        * 2007/08 *



    Krankenversicherung > Krankenversicherungsstatistik in der Gesundheitsstatistik.




    Leben Verheiratete länger als Unverheiratete ?
    [In Vorbereitung]





    Literatur (Auswahl)
    Literaturliste Walter Toman (Fachbiographie).
    Historische Familienstatistik 1815-1990: [Google-Books]



    Links (Auswahl: beachte)
    • Überblick Walter Toman im Internet.
    • Destatis: Publikation  "Leben und Arbeiten in Deutschland, Sonderheft 1: Familien und Lebensformen,  Ergebnisse des Mikrozensus 1996-2004" (PDF-Dokument, 1,6 MB)
    • Information "Kinderlosigkeit von Akademikerinnen im Spiegel des Mikrozensus (PDF-Dokument, 0,3 MB)
    • Google: <Walter Toman> <Geschwister> <Geschwisterkonstellation> <Familienkonstellation> <Familie>
    • Sara Almes & Sanie Asani: Geschwisterbeziehungen zwischen Nähe und Rivalität [Q]
    • Statistik der Lebenserwartung: destatis.


    Glossar, Anmerkungen und Endnoten:
    1) GIPT= General and Integrative Psychotherapy, internationale Bezeichnung für Allgemeine und Integrative Psychotherapie.
    ___
    In Memoriam Walter Toman:  Zum dritten Todestag, 28.9.2006, erinnern wir an Walter Toman mit der Einrichtung der Seite "Familien-Statistik".
    ___
    Bezugspersonen sind Menschen, zu denen man eine Beziehung hat. Der Beziehungsraum eines Menschen besteht aus: sich selbst (jeder hat auch eine Beziehung zu sich selbst > Selbstbild; PartnerIn, Angehörige (Kernfamilie := diejenigen, die in einem Haushalt leben, meist die Eltern und Geschwister, aber auch die Großfamilie mit Großeltern, Tanten, Onkels u.a.), Freunde I. Klasse (helfen in der Not, Persönliches anvertrauen, ein Geheimnis bewahren und sich verlassen können]; Freunde II. Klasse [auch wichtig, helfen beim Umzug, kommen zum Geburtstag u.a.]; Interessenbeziehungen [Sport, Spiel, Vergnügen, Kultur, Politik, Soziales], Nachbarn, ArbeitskollegInnen, manchmal auch Geschäftsbeziehungen. Weniger wichtig sind die Bekannten oder - mit Ausnahme in der heranwachsenden- und Selbstfindungszeit - die Phantasiebeziehungen (Leute, die man aus den Medien "kennt" oder Idole, Vorbilder). Für einige spielen auch metaphysisch-fiktive Beziehungen, wie Gott, Engel oder Schutzpatrone eine Rolle.
        Beziehungen zu Institutionen und Einrichtungen markieren den Übergang in die nicht-personisfizierte Welt. Den vielerlei Beziehungen hat man auch zur nicht-personifizierten Welt: zur Natur, zum Leben ("Lebenseinstellung", Ideale, Vorbilder und Werte), zur Umgebung, Heimat und Landschaft, zu Tieren und Pflanzen, zu Dingen und Sachen, zu Eigenschaften, Ereignissen und Verhaltensweisen.
    ___
    Lebensformen und Lebensstile. Großbürgerlich, bürgerlich, kleinbürgerlich ("spießig"), proletarisch, prekariär, "bohemien" ("Künstlerart"), obdachlos, adelig, Geldadel, bäuerlich, intellektuell, snobistisch (was Besseres durch Dünkel oder Hochmut), Subkulturen und parallelgesellschaftlich, klerikal-klösterlich, PolitikerIn, Sonderling oder wertneutral persönlich andersartig. Alleine lebend, Single, Zusammenleben und Wohngemeinschaft, Kleinfamilie, Großfamilie, Mehrgenerationenhaus, Heim, betreutes Wohnen, Gefängnis, Krankenhaus u.v.a.m.
    ___


    Querverweise
    Standort: Familienstatistik (In memoriam Walter Toman)
    Überblick Walter Toman im Internet.
    *
    Suchen in der IP-GIPT, z.B. mit Hilfe von "google": <suchbegriff> site:www.sgipt.org
    z.B. Walter Toman site:www.sgipt.org. 
    *
    Dienstleistungs-Info.
    *

    Zitierung
    IP-GIPT (DAS). Familien-Statistik. In memoriam Walter Toman 28.9.2006. Internet Publikation  für Allgemeine und Integrative Psychotherapie  IP-GIPT. Erlangen: http://www.sgipt.org/lit/toman/famstat.htm
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    kontrolliert: irs 27.09.06



    Änderungen wird gelegentlich überarbeitet, ergänzt und vertieft * Anregungen und Kritik willkommen
    09.05.08    2007  Große regionale Unterschiede bei Ganztagsbetreuung von Kindern 2007.
    01.05.08    2006 Jede zehnte Frau zwischen 25 und 54 bleibt wegen Familie zu Hause. * Umorganisation: einige Statistiken wurden in die Abteilung Wirtschaftsstatistik ausgelagert bzw. umglinkt.
    12.03.08    2007: Elterngeld für Väter in bayerischen Kreisen besonders attraktiv * 2007: Konsumausgaben 2007 stark von PKW-Käufen beeinflusst.
    11.03.08    2006: Leichter Anstieg der Bevölkerung mit Migrationshintergrund. * 2006: Alleinstehende Frauen sind oft älter als 65, alleinstehende Männer seltener.
    06.03.08    2008: Frauen in den Parlamenten weltweit unterrepräsentiert.
    05.03.08    2,4% weniger Schwangerschaftsbbrüche 2007.
    29.02.08    Elterngeld 2007.
    07.02.08    Rubrik Krankenversicherung eingeführt.
    20.12.07    Neugliederung. * Entwicklung der privaten Haushalte.
    19.12.07    2007: Mehr Kinder unter 3 Jahren in Tagesbetreuung. * 2006: Die meisten Haushaltsabfälle werden getrennt gesammelt.
    18.12.07    Frauen werden im Durchschnitt  mit 26 Mutter.
    29.11.07    Ausgaben für Kinderbetreuung 2005/06.
    25.11.07    Ausgaben für Kinder- und Jugendhilfe 2006.
    07.11.07    Ehescheidungen und Anzahl betroffener Kinder 1985-2006 * Wohngeld 2006 *
    08.10.07    Nachtrag: 2006: Geburten, Sterbefälle und auch Bevölkerung gingen zurück.
    05.10.07    Entwicklung Privathaushalte bis 2025.
    04.10.07    Erwerbssituation Schuldenberatener.
    18.09.07    Rund 306 000 Personen erhalten (Sozial) Hilfe zum Lebensunterhalt.
    12.09.07    Erziehungsberatung half 178 000 Schulkindern.
    11.09.07    Große regionale Unterschiede bei der Kindertagesbetreuung 2006.
    11.10.06    Link: Geschwisterbeziehungen zwischen Nähe und Rivalität [Q]