Ehemotive
Partnerschafts- , Lebensgefährtenschafts- und Ehemotive
Man beachte: 1) Viele der aufgeführten Partnerschafts-, Lebensgefährtens- und Ehemotivtypen sind nur idealtypische Vereinfachungen nach einem hervorstechende Motiv (Motivkomplex). 2) Viele dieser Motive (Motivkomplexe) überschneiden sich und es können 3) natürlich auch mehrere dieser Motive (Motivkomplexe) zusammenfallen und kombiniert werden. Es ist falsch zu glauben, ausschließlich Liebe rechtfertige eine  Partnerschaft, Lebensgefährtenschaft oder Ehe.
 
01 Liebes-Ehe / - Lebensgefährtenschaft
Echte, gewachsene Liebe. Funktioniert langfristig nur, wenn auch das Passen stimmt oder sich mit entwickelt.

02 Spontane Verliebtheits-Ehe / - Lebensgefährtenschaft
Verliebtheit als Anlaß einer -  meist schnellen - Eheschließung.

03 Sympathie-Ehe / - Lebensgefährtenschaft
Man mag sich, hat sich gerne, findet sich sympathisch.

04 Kameradschafts-Ehe / - Lebensgefährtenschaft
Die großen Gefühle waren nie da oder sind verflogen, aber Kameradschaft besteht.

05 Kinder-Ehe / - Lebensgefährtenschaft
Hier wird die Ehe / Lebensgefährtenschaft um der - meist noch kleineren -  Kinder aufrecht erhalten.

06 Kinder-“Muß“-Ehe / - Lebensgefährtenschaft
Eine nicht geplante Schwangerschaft wird zum Anlaß einer Ehe.

07 Geselligkeits-Ehe / - Lebensgefährtenschaft
Nicht allein sein wollen ist ein gutes Motiv, eine Ehe / Lebensgefährtenschaft einzugehen.

08 Reaktions-Ehe / - Lebensgefährtenschaft
Man heiratet, um es einer / einem anderen, die / der einen z. B. verschmäht hat, zu zeigen (man kann auch, man ist nicht angewiesen usw.)

09 Zweckgemeinschafts-und-Interessen -Ehe / - Lebensgefährtenschaft
Man verfolgt gemeinsame Ziele und Interessen, findet sich dabei und bleibt deshalb zusammen.

10 Wirtschafts-und-Versorgungs-Ehe / - Lebensgefährtenschaft
Versorgt sein wollen, wirtschaftliche Sicherheit, Vermögen spielt eine Rolle.

11 Familienstiftungs-Ehe / - Lebensgefährtenschaft
Hier stiften die Familienoberhäupter eine Ehe / Lebensgefährtenschaft, die Kinder werden gar nicht gefragt.

12 Eroberungs-Ehe / - Lebensgefährtenschaft
Erobern, krieg ich sie / ihn steht - zunächst - im Vordergrund.

13 Gesellschafts-Ehe / - Lebensgefährtenschaft
Gesellschaftliche Motive und die Anerkennung, die mit eine PartnerIn haben, einhergehen.

14 Gewohnheits-Ehe / - Lebensgefährtenschaft
Man hat sich aneinander gewöhnt (geht schon lange und bleibt deshalb zusammen).
 
 
 
 
 

Juristische Hausarbeitsaufgabe zu einem (fiktiven) Gesetz über Lebensabschnittspartnerschaft
http://www.jura.uni-tuebingen.de/vitzthum/ha1.pdf
 

Buchrezension mit weiterführenden Links: Regine Schneider: Die Liebe kommt, die Liebe geht (2001).  Warum lebenslange Zweisamkeit uns nicht glücklich macht. München: Schröder
http://www.single-dasein.de/kritik/rez_serielle_monogamie.htm

Buchrezension Hanif Kureishi. Rastlose Nähe  erschien im Februar 2001 als Taschenbuch bei Rowohlt
http://www.single-dasein.de/kritik/hedonismus.htm

Buchrezension mit weiterführenden Links:  Paul-Hermann Gruner  Frauen und Kinder zuerst.   Eine Streitschrift  erschienen 2000 im Rowohlt Verlag: http://www.single-dasein.de/kritik/rez_gruner.htm

Mario Hené: Lieber allein, als gemeinsam  einsam: http://www.single-dasein.de/musik/mario_hene.htm

Mariam Lau: Die neuen Sexfronten für die  Normalfamilie der Neuen Mitte
http://www.single-dasein.de/kohorten/mariam_lau.htm

Reader  zur Lehrveranstaltung   "Übergang zur Elternschaft I"   (Schwerpunkt: Mütter)
(604 532, anrechenbar als iD 2304)   Wintersemester 1996/97  (Blockveranstaltung vom 23. und 24. November 1996)
Lehrveranstaltungsleiter und Herausgeber  Univ.-Lektor Mag. Dr. Harald WERNECK
http://epsy15.psy.univie.ac.at/Lehre/SS97/Reader-WS96-97.htm

Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr
Karin Jäckel widerspricht der Ansicht, das der Wunsch der Gesellschaft nach Familie begraben wurde. Fern von der  Wirklichkeit steht deshalb die rot-grüne Familienpolitik.
http://www.novo-magazin.de/50/novo5034.htm

Im Reich der Schatten.  Neue Spielregeln gesucht: Warum Expartner so schwierige Zeitgenossen sind
VON MONIKA GOETSCH: http://www.sonntagsblatt.de/1997/22/22-ku.htm
"Sie gehören zur modernen Beziehung wie das Gespenst zur Mitternacht: die früheren Partner. Was man mit ihnen anfängt,
weiß keiner so genau. Denn Vergangenheit tut weh. Auch wenn die Verhältnisse lockerer sind denn je. Anfangen ist eine feine Sache. Da bekommt man Küsse, Geschenke, Komplimente, und die Blicke sind so aufmerksam. Viel gibt es zu
erzählen. Seit wann ich Rhabarber mag und du keinen Fisch. Wie schüchtern das Kind war, wie picklig die Jugendliche und wie finster der Abiturient. "Genauso ging's mir." Das ist wunderbar und dient nicht nur der Nähe, sondern auch der Selbstvergewisserung.  ..."
 

Kongress für Alleinerziehende am 22. September 2001 in Gießen
Wetzlar, 2001-09-04: http://www.lahn-dill-kreis.de/presse/010904f.htm
Unter dem Motto "Alleinerziehend - na und? Familie ist wo
  Kinder sind." findet am Samstag, 22. September im
  Bürgerhaus Gießen-Kleinlinden von 9.30 bis 17 Uhr ein
  Kongress für alleinerziehende Mütter und Väter statt.

  Veranstalterinnen sind die Hessische Landeszentrale für
  politische Bildung, die Hessische Landesarbeitsgemeinschaft
  kommunaler Frauenbeauftragter sowie die beiden
  Frauenbüros der Stadt und des Landkreises Gießen.
  Unterstützt wird die Veranstaltung vom Hessischen
  Sozialministerium.

  Wozu aber nun ein Kongress für Alleinerziehende? Neben
  dem klassischen Familienmodell Vater-Mutter-Kind haben
  sich längst andere Formen des Zusammenlebens von Kindern
  und Erwachsenen entwickelt: Patchwork-Familien,
  unverheiratet zusammenlebende Paare mit Kindern und nicht
  zuletzt Ein-Eltern-Familien. Der lebenslänglichen Ehe ist in
  vielen Fällen die Lebensabschnittspartnerschaft gefolgt. Vor
  allem Frauen reichen die Scheidung ein und entscheiden sich
  bewusst für ein Leben mit Kindern und ohne den Vater.

  Der Anteil der Väter unter den Alleinerziehenden beträgt
  mittlerweile immerhin 13% - Anzeichen für ein verändertes
  Rollenverständnis einiger Männer. Oft ist die finanzielle
  Situation Alleinerziehender schlechter als die der "normalen"
  Familien. Es gibt Probleme auf dem Arbeitsmarkt und bei der
  Suche nach einer geeigneten Kinderbetreuung. Auch das
  gemeinsame Sorgerecht gestaltet sich in der Praxis häufig als
  problematisch.
 

Melancholie und Verbitterung
Xavier Koller verbindet Motive aus dem Roman "Schloss Gripsholm" mit Elementen aus Kurt Tucholskys Leben.   Von Arnold  Schnötzinger: http://kultur.orf.at/orfon/kultur/010122-4852/4889txt_story.html
"Heute spricht man zeitgemäß von
                          einer Lebensabschnittspartnerschaft.
                          Man liebt sich. Am Anfang sehr, dann
                          immer weniger und irgendwann
                          bestätigt sich, was Kurt Tucholsky zu
                          Beginn der 30er Jahre in seinem
                          Roman "Schloss Gripsholm"
                          ernüchternd festgehalten hat: "Aber
                          immer ist die Zeit stärker als die
                          Liebe". Die Resignation dieser Zeile
                          ist offensichtlich. Der Schmerz über
                          den Verlust von Liebe und die
                          Heimatlosigkeit sind ständig spürbar.

6. Sex vor der Ehe – was erkennt man eigentlich damit?
http://www.geocities.com/basistext/GESPRAECH6.htm
Dieses Gespräch ist Teil der VERTRAULICHEN GESPRÄCHE der Website www.basisreligion.de
 

Soziale Elternschaft Chancen und Risiken für Kinder
von Reinhart Lempp
http://www.liga-kind.de/neu/pages/lempp300.htm
"Unter einer Familie stellen wir uns eine Gemeinschaft von zwei – oder mehr –
                      Generationen vor, die aus einem Ehepaar und ihrem Kind oder ihren Kindern
                      besteht und die miteinander leben. Bis vor einer noch gar nicht so lange
                      zurückliegenden Zeit war mit der Vorstellung von Familie auch die Rollenverteilung
                      der Eltern verbunden: Der Vater verdient das Geld und vertritt die Familie nach
                      außen, die Mutter sorgt für Kinder und Haushalt und hält ihrem Mann den Rücken
                      frei.

                      Dass diese Verteilung der Aufgaben der Eltern in der Familie nicht mehr allgemein
                      anerkannt ist und immer weniger in dieser Form ausgeübt wird, ist uns inzwischen
                      klar geworden und wird auch allgemein anerkannt. Wie ist es aber mit der Struktur
                      der Familie? Gilt sie noch und war das eigentlich immer so? ..."
 
 

Zur Ehe heute -  Stellungnahme der Leitung des Bundes Freier evangelischer Gemeinden,  04/1998
http://ehe-familie.de/Paar/Zur_Ehe_heute/hauptteil_zur_ehe_heute.html

Welche psychosozialen Bedingungen ermöglichen die "Freie Liebe" und "Zweierliebe"?
http://www.timowendling.de/fl/fl.htm
"Freie Liebe" verstanden als ein Leben in sexuell nichtexclusiven Beziehungsformen nimmt in
Quantität (und Qualität?) generell an Bedeutung zu. Neuere Untersuchungen zeigen, daß
tendenziell immer mehr Menschen seit den 60er Jahren mehr und mehr diese Art von Liebe in
Freiheit leben. So können 34% Männer und Frauen zwischen 16 und 39 Jahren sich eine
Liebesbeziehung (Ehe) ohne beiderseitige Treueverpflichtung im konventionellen Sinne vorstellen
(1988). Desweiteren ergibt sich, daß mindenstens jede vierte Ehe von außerehelichen Beziehungen
tangiert wird und in den USA betreffe diese Tatsache sogar jede zweite Ehe (vgl. Peuckert 1991,
170). Der Soziologe Rüdiger Peuckert stellt hierzu fest:
"Traut man den empirischen Ergebnissen zum sozialen Wandel von sexuellen Verhaltensweisen, so
läßt sich international einstellungsmäßig und im faktischen Verhalten ein Trend in Richtung
zunehmender Freizügigkeit konstatieren. Befragt nach ihrer Einstellung hielten z.B. 1966 über 60%
der Studenten und Studentinnen außerehelichen Geschlechtsverkehr von Frauen für unzulässig.
1981 galt dies nur noch für 18% der Studenten und 11% der Studentinnen (...) Besonders bei den
Frauen ist eine starke Zunahme permissiver Einstellungen (z.B im Hinblick auf sexuelle
Vorerfahrungen/Virginität des Partners, außereheliche Beziehung, Homosexualität) festzustellen.
Die sexuelle Untreue in Partnerbeziehungen, die 1966 noch ein Tabuthema war, hat 1981 viel von
ihrer Stigmaqualität eingebüßt. Und vermutlich wird sich dieser Trend in Richtung einer Aufweichung
monogamer Verhältnisse fortsetzen, und zwar trotz Aids (...)" (171).
 

Was ist Liebe?  Philosophische Annäherung an ein großes Gefühl. Bleibt uns die Liebe im 3. Jahrtausend erhalten?   (FOCUS Nr.52, 12/2000)): http://home.wtal.de/WUW/Texte.html

Ehemotive
3. Welcher Grund war für Ihre Eheschließung ausschlaggebend ? Ich ...
www.za.uni-koeln.de/data/ddr-nbl/codebuch/6022cb.pdf