"Galerie der Schlangen"
Illustrationen und Materialien aus der
Realität zur Ergänzung kulturgeschichten
Symbolik
der Schlange
aus Sicht der Allgemeinen und Integrativen Psychotherapie
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Gattung: Schlangen gehören zur Klasse der Reptilien. Es gibt 2700 Schlangenarten, nur ca. 1/5 ist giftig.
Körperbau. Sie habe längliche Gestalt und keine Gliedmaßen, Schulter, keinen Beckengürtel und auch kein Brustbein, wodurch der Hals sich sehr dehnen kann. Äußerlich ist die Schlange von einer Schuppenhaut umgeben. Die Augen haben keine beweglichen Lider und tragen eine durchsichtige Schutzhaut, wodurch sich der Eindruck eines Staarblicks ergibt. Die Schlange häutet sich, weil sie ihr Leben lang wächst und die Haut nicht dann nicht mehr paßt. Die Häutung kündigt sich durch milchtrübe Augen und durch eine helle, trübe, die klare Zeichnung verleierende Haut. Diese Häutung als Hauterneuerung hat in der Symbolik und Schlangenmythologie zum Sinnbild der Verjüngung geführt. Der Schlangenschädel ist sehr bewgelich konstruiert. Die Unterkiefer sind hierbei nur mit elastischen Bändern verbunden, was erklärt, daß Schlangen scheinbar sehr viel größere oder dickere Tiere verschlingen können. Aus dem Ende des Darms (Kloake) wird Kot und Urin ausgeschieden. Die inneren Organe der Schlange sind ihrem Körperbau entsprechend sehr lalngestreckt. Der linke Lungenflügel ist zurückgebildet, die recht geht in einen Luftsack über, woraus die Schlange beim Essen, wenn die Luftröhre abgedrückt wird, ihren Sauerstoffbedarf decken kann.
Begattung, Geschlechtsorgane, Vermehrung. Das Liebesspiel ist ausgedehnt. Der Begattungsakt dauert Stunden. Die männlichen Begattungsorgane sind paarige, hemipenisartige Ausstülpungen und oft mit Dornen oder Stacheln versehen (hier möchte man die psychoanalytischen KollegInnen fragen, welche Rolle der Hemipenis in der psychoanalytischen Schlangensymbolik spielt?). Bei mehreren Bewerbern um ein Weibchen haben die Schlangen eine sportlich-artschonende Variante entwickelt: sog. Schein- oder Kommentkämpfe , wodurch entschieden wird, wer darf. Bei der Erektion wird der dem Geschlechtsorgan des Weibchens nächstgelegende Hemipenis ausgestülpt und in die Kloake des Weibchens gesteckt, wo er mit stacheligen Fortstätzen festmacht. Jede Schlangenart hat ihre charakteristische Hemipenisstruktur. Meist legen die Schlangen Eier, einige Arten bringen aber auch lebende Junge zur Welt. Kreuzottern können in kaltem Klima die Geburt verzögern und warten bis es wärmer wird.
Fortbewegung: Schlangen bewegen sich mit Hilfe ihrer beweglichen Rippen kriechend und meist lautlos vorwärts mit vier Hauptbewegungsarten: 1) schlängeln, 2) Ziehharmonikakriechen, 3) Raupenbewegung (dicke, kurze Schlangen), 4) Seitenwinden (Wüstenschlangen)
Sinnesleistungen. Schlangen sind wechselwarme Tiere und nehmen die Körpertemperatur ihrer Umgebung an. Am stärksten ist der Geruchssinn ausgebildet, wobei die "Nase" der Schlangen aus der zweigipfligen Zunge und dem sog. Jacobschen Organ, der Sinnesgrube am Gaumendach besteht. Schlangen "riechen" also mit ihrer Zunge. Schlangen sind fast taub - sie haben äußeres Ohr und kein Trommelfell - und sehen schlecht. Schlangen reagieren beim sog. Schlangenbeschwören daher auch nicht auf die Flötentöne, die sie gar nicht hören können, sondern sie reagieren auf die Bewegung mit Hilfe des gut ausgebildeten Innenohres. Die Grubenottern können mit Hilfe ihren Grubenorgans - zwischen Nasenloch und Augen - Wärmebilder ihrer Umgebung erzeugen und so z. B. warmblütige Nahrung sehr gut orten.
Ernährung. Alle Schlangen sind Jäger und ernähren sich von lebenden Tieren, manche auch von Eiern. Sie töten die Tiere durch Erdrosseln oder mit einem Giftbiß. Anschließend wird die Beute als Ganzes hinuntergeschlungen.
Lebenszeit. Die meisten Schlangen leben unterschiedlich lange, z. B. Kreuzottern durchschnittlich 5-8, Sandvipern 25-30 Jahre.
Verhalten: Schlangen sind scheu und ergreifen lieber die Flucht als zu kämpfen. Gelangt die Schlange in eine Kampfsiutation, versucht zu zu drohen und zu imponieren. Am bekanntesten ist die Droh- und Warnreaktion des Zischens. Manche platten den Nackenbereich und richten sich etwas auf. Andere schlagen mit Schwanz auf den Boden und geben damit ein Warngeräusch ab. Im allgemeinen dauert es, bis man eine Schlange zum Beißen veranlassen kann. Einige (Ringelnattern) beherrschen das Totstellen sehr gut.
Schlangengift: Nur ca. 1/5 der Schlangen ist wirklich giftig, einige aber hochwirksam auch für den Menschen. Das Gift läßt sich in zwei Hauptklassen einteilen: neurotoxisch (See- und Giftnattern) und cytotoxisch (Vipern und Grubenottern). Eine gesunder Mesnch kann den Biß der giftigen Kreuzotter auch ohne ärztliche Hilfe in einigen Wochen überstehen. Bei der Sandrasselotter wird ein Arzt und Antibeninserum hingegen dringend benötigt.
Schutz: In tropischen Gebieten, Dschungel,
Steppen oder Wüsten können Stiefel sehr wirksamen Schutz bieten.
Entsprechend sinnvoll ist es in Schlangengegenden nicht mit ungeschützen
Händen oder Armen in unübersichtlichen Geröllen, Erdlöchern,
Mulden oder sonstigen Orten, an denen sich Schlangen aufhalten mögen,
hinein zu langen.
Überblick
Schlangenbilder
Urprünglich sollten hier eine Reihe eindrucksvoller
Schlangenbilder zusammengetragen sein, und zwar aus dem Buch: Kundert,
Fred (1984). Das neue Schlangenbuch. Rüschlikon-Zürich: Müller.
Die
Bildrechte liegen beim Albert Müller Verlag Rüschlikon-Zürich,
Stuttgart, Wien. Ich habe haber leider die Abruckgenehmigung nicht
erwerben können, so daß ich hier nur auf einige Links im Internet
verweisen kann. Diese Adressen sollten aber genügend Illustrationsmaterial
haben bzw. auf weiteres verweisen. Inzwischen konnte ich bei 1&1 (bitte
beachten Copyright by Hemera Technologies Inc.)
einige eindrucksvolle Schlangenbilder finden.
Schlangen links
Das Internet ist sehr schnelllebig und Links ändern sich oft.
Die folgenden Links wurden am 25.8.6 zuletzt überprüft:
Schlangengalerie aus dem Multimedia Archiv von 1&1 (Copyright by Hemera Technologies Inc)
Aus dem Multimedia Archiv 1&1
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