KVB Mittelfranken fordert 2x/Woche Sprechzeiten für neue PatientInnen
Zur Information und Diskussion von Rudolf Sponsel, Erlangen
Internet-Erstausgabe 4.8.2, Letztes Update TT.MM.JJ

Erste Einschätzung des Ansinnens
Im Ansinnen bleibt offen, wie eine
solche zweimalige 1/2-bis 1-stündige Sprechstunde
vorzustellen ist.
Sollen da beliebig PsychotherapienachfragerInnen vorbeikommen können? Soll so ein Erstkontakt aus 5-, 10-, 15- Minuten oder aus der ganzen Zeit bestehen? Wie können 5-, 10-, 15- Minuten Erstkontakte abgerechnet werden? Wenn eine Praxis voll ist und Wartezeiten hat, welchen Sinn soll es dann haben, PsychotherapienachfragerInnen persönlich zu empfangen, um ihnen zu sagen, daß man sie im nächsten halben oder ganzen Jahr nicht nehmen kann? Bei den allermeisten Praxen ist eine solche Regelung praktisch und organisatorisch längst angemessen dadurch gelöst, daß freie Termine für Kennenlerngespräche, wenn Kapazitäten frei sind oder werden, angeboten werden.
Wie handhabt das bislang unsere Gemeinschaftspraxis? Unsere Sprechzeiten und Terminorganisation ergibt sich aus unserer Praxis-Homepage und Visitenkarte. Wenn wir neue PsychotherapienachfragerInnen nehmen können, schlagen wir einen Erstgesprächstermin vor, der sich durch natürliche Absagen ergibt, weil z.B. jemand nicht kann, Urlaub hat, krank oder verreist ist (pro Woche sind das statistisch betrachtet 2-3). Wenn es keine stetig freien Termine, also Wartezeiten gibt, erscheint uns eine Terminvereinbarung nur dann sinnvoll, wenn die PatientIn unbedingt zu uns und auch warten will und kann.
Dieses System funktioniert bei uns
auch seit 25 Jahren. Soll es nun durch sach- und fachfremde Bürokratisierung
dysfunktionalisiert werden?
Zitierung
Sponsel, Rudolf (DAS). KVB
Mittelfranken fordert 2x/Woche Sprechzeiten für neue PatientInnen.
Zur Information und Diskussion. Erlangen IP-GIPT.
Erlangen: http://www.sgipt.org/berpol/kv/sprechst.htm
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